Frage von tygafanhiphop, 89

Mehrarbeit erzwingen?

Hey Kann man Arbeitgeber mich als Aushilfe (40Stunden Woche) zu Mehrarbeit zwingen? Hab eh gekündigt und 4 Wochen Kündigungsfrist. Was wenn ich einfach zu den normalen Zeiten komme? Kanns da ärger geben?

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Antwort
von MonoTonMuc, 34

kuckst Du hier:

http://rtlnext.rtl.de/cms/ueberstunden-so-viel-mehrarbeit-ist-erlaubt-634385.htm...

Antwort
von KleinerEngel18, 14

Nein kann es nicht. Als Aushilfe wirst du normal nach Stunden bezahlt, wenn du mehr arbeitest, hast du mehr Geld, arbeitest du normal, hast du dein normales Gehalt.

Selbst wenn du einen Festtarif hast sind die Wochenstunden im Vertrag festgehalten, das heißt wenn du dann mehr arbeitest, musst du das ausbezahlt bekommen oder einen Freizeitausgleich bekommen.

Dein Chef ist auch nicht dazu berechtigt, dir ein schlechteres Arbeitszeugnis auszustellen, nur weil du nicht mehr als ausgemacht arbeiten wolltest.

Kommentar von tygafanhiphop ,

Im Vertrag steht 38 Stundenwoche und allerdings mehrstunden sind allgemein Pflicht steht im Vertrag. Aber wie.du sagst werde nach Stunden bezahlt und die anderen Fest.

Kommentar von KleinerEngel18 ,

Mehrstunden zählen als ab und zu, da sollte nicht verlangt werden, dass du jeden Tag z.B. 2 Stunden länger bleibst.
Am Ende musst du entscheiden, ob und wie viel du länger bleiben magst, dein Chef kann dich aber nicht zwingen.

Antwort
von MonoTonMuc, 42

noch ein kurzer Nachtrag hierzu:

ich an Deiner Stelle würde abwägen, bist Du z.B. auf ein gutes Arbeitszeunis angewiesen würde ich die Überstunden hinnehmen auch wenn es mir nicht schmeckt. Falls das nicht der Fall ist kannst auch zum Arzt gehen und Dich für die gesamten 4 Wochen krank schreiben lassen. Erzähl dem einfach die "Wahrheit" dass Du gekündigt hast und jetzt die Zeit nutzen willst um eine neue Arbeitsstelle zu finden. Ist zwar nicht die feine englische, aber daraus kann man Dir zumindest keinen Strick drehen...

Kommentar von tygafanhiphop ,

Macht das ein Arzt überhaupt mit?

Kommentar von MonoTonMuc ,

in der Regel ja, musst halt dann vielleicht zwei oder drei mal dort hin gehen weil er Dich natürlich nicht gleich für 4 Wochen krank schreiben kann, aber ja für sowas haben die meisten Verständnis und Du spielst ja auch mit offenen Karten...

Kommentar von tygafanhiphop ,

Kanns da im Notfall ärger geben?

Kommentar von MonoTonMuc ,

von wem? vom Arzt? Nein, der kann Dir da nichts, sagt halt maximal das er das nicht machen kann bzw. will aber davon ist nicht auszugehen...

Kommentar von tygafanhiphop ,

Okay und falls das irgendwie rauskommen sollte oder er das ablehnt was kann ich dann machen?

Kommentar von MonoTonMuc ,

Naja wenn Du " krank " bist, bist Du krank, Dein Arbeitgaber kann Dir da nichts. Und wenn der Arzt das ablehnt was ich zwar nicht glaube kannst Du es entweder noch bei einem anderen Arzt versuchen oder musst halt in den sauren Apfel beissen und die 4 Wochen runtereißen, andere Möglichkeiten sehe ich da leider nicht...

Kommentar von tygafanhiphop ,

Muss zugeben, dass Mein Arzt relativ locker ist und mich oft krank geschrieben hat und nicht mal nachgeschaut hat, zb Erkältung, Grippe. Falls er jedoch ablehnen sollte, kann man da einfach zu nem anderen neuen und es da versuchen?

Kommentar von MonoTonMuc ,

Yup, kannst auch noch zu 2 anderen gehen, Du hast " freie " Arztwahl, aber wie gesagt das passt in der Regel, sagt dem einfach was Sache ist wie oben beschrieben, dann klappt das schon...Ist ihm auch mit Sicherheit lieber als wenn Du ihm irgendwas vorspielst...Kannst ja nochmal n Feedback geben wies gelaufen ist, aber ich sehe da keine Probleme

Antwort
von floppydisk, 45

sofern es erhebliche betriebliche interessen gibt, kann man mehrarbeit anordnen und dieser musst du aus gründen arbeitsvertraglicher verpflichtungen auch leisten.

einfach eben mal so geht das natürlich nicht, wenn es offiziell angekündigt ist, kann man dich im falle einer zuwiederhandlung abmahnen, bei wiederholung fristlos kündigen und im schlimmsten fall eine konventionalstrafe auferlegen, wenn betrieblicher schaden dadurch entsteht - achtung: ein arbeitgeber muss diesen schaden nicht nachweisen, wenn er sagt, er hat schaden erlitten, bist du dran.

Kommentar von heidemarie510 ,

Okay, aber sie ist Aushilfe und hat bereits gekündigt....?

Kommentar von floppydisk ,

ein laufendes kündigungsverhältnis ändert nichts an den vertraglichen pflichten eines arbeitnehmers. auch die unterscheidung aushilfe/teilzeit oder vollzeitkraft ist im grunde nicht von belang, sofern ein vernünftiger arbeitsvertrag besteht.

Kommentar von Marakowsky ,

Das ist alles richtig. Hier ist vor allem auf die zwingende und unvorhergesehene Notwendigkeit zu achten. Werden Überstunden regelmäßig verlangt, kann man auch davon ausgehen, dass der AG nicht ausreichend auf das Arbeitsaufkommen reagiert. Dann sind Überstunden nicht von der Regelung gedeckelt. Also: falls die Einstellung eines neuen Mitarbeiters die permanente Überstubdensituation abfangen würde und auch an "schwachen Tagen" zu tun hätte, muss der AG einen einstellen und kann keine Überstunden anordnen.

Kommentar von Familiengerd ,

@ floppydisk:


achtung: ein arbeitgeber muss diesen schaden nicht nachweisen, wenn er sagt, er hat schaden erlitten, bist du dran.


Aha!

Du willst also damit sagen, der Arbeitgeber könne - quasi "nach Lust und Laune" - einfach einen Schaden behaupten, ohne einen Nachweis erbringen zu müssen (also gleichgültig, ob er tatsächlich entstanden oder nur vorgeschoben ist), und der Arbeitnehmer müsse dann bezahlen?!?!?

Wie kommst Du denn auf solch eine "Schnappsidee"?!?!

im schlimmsten fall eine konventionalstrafe auferlegen

Eine solche Strafe kann nur verhängt werden, wenn sie formal-inhaltlich einwandfrei formuliert (und in angemessenem Rahmen) vertraglich vereinbart worden ist, also einer Inhaltskontrolle nach dem BGB stand hält.

Kommentar von Familiengerd ,

Ergänzung:

achtung: ein arbeitgeber muss diesen schaden nicht nachweisen, wenn er sagt, er hat schaden erlitten, bist du dran.

Auf den Nachweis für Deine Behauptung - also die Benennung einer gesetzlichen Bestimmung - bin ich echt einmal gespannt!!

Antwort
von heidemarie510, 35

Zwingen kann er dich nicht, ist deine Entscheidung.

Kommentar von habakuk63 ,

Betrieblich notwendige Überstunden können angeordnet werden und müssen dann von den Mitarbeitern geleistet werden.

Die tägliche geplante Arbeitszeit darf 10 Stunden nicht überschreiten.

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