Wir wollen uns eine neue Kamera anschaffen, und sind völlig erschlagen vom Angebot. Was ist sinnvoll für den normalen Hausgebrauch?
Als ich meine ersten Schritte in die digitale Fotowelt wagte, waren das Spiegelreflexe von O... mit 4 MP, dann kam eine O... mit 5 MP und um mit dem technischen Fortschritt Schritt zu halten stieg ich um auf eine C... mit 8 MP. Das Resultat meiner Bilder war für mich eher enttäuschend, die Bilder wurden nach meinem Empfinden immer flauer und "matschiger". Ich rüstete teure L-Objektive nach um mein persönliches Defizit zu kompensieren (dachte ich...). Dem war aber offenbar nicht. Schon etwas entmutigt sehnte ich mich nach meiner 4MP Kamera zurück, denn da hatte ich meine knackigsten und brilliantesten Fotos gemacht - so zumindest mein Empfinden (und das ist für mich immer noch der Massstab ).
Dann las ich einen sehr positiven Bericht eines Fotografen (Michael Weber) über seine DSLR mit 4,1 MP von Nikon und kaufte mir eben diese Kamera. Und ich muss sagen, ich bin echt happy. Ich brauche keine Software mehr um eine Bildschärfe nachzuarbeiten, keine Superoptiken um für mich ansehnliche Resultate zu erzielen.
Seit dieser Erfahrung habe ich so den Eindruck, dass, um die 10-12 MP, oder höher, unserer tollsten Hightech-Kameras nutzen zu können man immer bessere und natürlich teurere Objektive (die oft auch gewichtsmässig ganz schön belasten) nebst der entsprechenden Software zur Nachbesserung von Schärfe/Brillianz/Weissabgleich usw. kaufen muss (Ähnliches kennt man ja aus der PC-Branche).
Wenn ich dann mit meiner Nikon ein 4 MP-Bild schiesse, so hat das Bild unkomprimiert ca 11 MB Daten. D.h. doch, als jpg. habe ich eine enorme Komprimierung (das ist ja überall so).
Komprimierung bedeutet aber gleichzeitig Datenverlust in x %. Wenn ich das Bild dann auf meinem Bildschirm betrachte, (z.Bsp. auf 1200x800) so wird das Bild erstmal entpackt um es dann für die Bildschirmanzeige (die ja unterschiedlich sein kann) wieder zu packen, also wiederum ein Datenverlust bei der Darstellung. Je grösser die Datei wird, desto höher ist der Datenverlust beim Betrachten auf dem Monitor/Fernseher/Projektor. (RAW, TIFF ausgenommen, hier erfolgt der Datenverlust nur beim Betrachten).
Wenn ich also keine Crops ect. mache, wozu dann soviel -Daten rumschieben, die verfälscht werden? - Daher wahrscheinlich auch mein "matschiger" Eindruck, der von Software zu Software auch unterschiedlich sein kann.
Dazu sei noch gesagt, dass ich noch dieser Generation von Hobbyfotografen angehöre, die sich (auch aus Kostengründen) noch hinter der Kamera gedanken machte und nicht versucht, Fehler durch Software auszugleichen, zumindest gehe ich mit dieser Möglichkeit "schonend" um.
Obwohl ich schon aus berufl. Gründen kein Technikfeind bin und den techn. Fortschritt für notwendig erachte, habe ich das Gefühl, wir lassen uns alle vor den Karren der Industrie spannen, die, mangels wirklicher Innovationen einfach mit Pixelzahlen (kann man auch mit Hz, MHz, PS usw. ersetzen) in den Kaufrausch schickt, damit der Rubel rollt. Fachzeitungen der Fotobranche erachten ja oft genug MP als wichtigstes Kriterium und zeigen sich oft genug enttäuscht, wenn der von ihr erhoffte Pixelsprung nicht in ersehnter Höhe erfolgte.

Ich besitze als digitaler Erstkunde eine Kamera mit 3,1 M-Pixel. Von den technischen Möglichkeiten bin ich begeistert, aber die Bildschärfe lässt sehr zu wünschen übrig. Die doppelte Pixelzahl ist ein Muss. Ferner achte auf ein Markenobjektiv!
Die Menge der Pixel ist eigentlich kein Qualitätskriterium an sich. Grundsätzlich reichen 4 MP qualitativ vollkommen aus. Aus einer Bilddatei dieser Größe kann man ein hochwertiges Foto in der Größe von ca. 40 x 60 cm erzeugen. Mehr braucht ein -selbst ambitionierter - Hobbyfotograf wohl kaum. Die Bildschärfe hat weniger mit der Menge der Pixel zu tun als vielmehr mit der Qualität des CMOS- oder CCD-Sensors der Kamera. Ist der Sensor mau, retten auch 30 MP kein Bild.
Das größte Problem bei Kompaktkameras ist der sehr kleine Sensor. Je höher die Auflösung ist desto stärker wird dann das Bildrauschen. Ab 6 MP werden die Bilder bei schwacher Beleuchtung dann total unansehlich. Anders sieht die Sache bei digitalen Spiegelrefelexcams aus, da bei denen der Sensor weitaus größer ist. Leider bekommt man die neuen Spitzenmodelle nur noch mit sehr hohen Auflösungen, was aber bei den Kompakten keinen Sinn macht

Ich bin immer noch restlos zufrieden mit meiner Olympus 5050. Als ich sie kaufte, sagten alle: "Boah, ey - 5 Megapixel, Wahnsinn."
Jetzt sagen alle: "Och, nur 5 Megapixel - guck mal, meine."
Je mehr Pixel, desto länger dauert die Übertragung der JPEG-Daten ans Fotolabor ... und bei 10x15-Drucken ist schon bei deutlich unter 5 Megapixel alles an Qualität erreicht, was dieses Format wiedergeben kann.

Musst einfach nur drauf achten das die Cam nen Optischen Zoom hat. Die Pixel sind eher zweitrangig wenn du nur "Normale Bilder" machen willst!!
Denke ma da gibts schon sehr gute für etwa 100€ mehr musste wirklich da net ausgeben!!!

Es kommt darauf an, was man damit machen möchte: Wenn man jemals vor hat, ein großes Poster zu belichten oder (offset-)druckfähige Daten braucht, dann gilt tatsächlich je mehr Pixel desto gut (bei allen nachteilen in Sachen Speicherung etc.). Wenn man jedoch normale Bilder will, sagen wir mal bis maximal A4-Größe, dann reichen auch 3 Mio Pixel. Mit der (technischen) Qualität der Aufnahmen hat die Pixelmenge nix zu tun, abgesehen von Aufnahmen mit hoher Empfindlichkeitsstufe (also ab ISO 400).