Frage von ati15, 52

Medizinische Versorgung ohne Versicherung?

Hallo, Interessieren würde mich vor allem, ob wenn man nicht versichert ist und psychisch erkrankt, man in die psychatrie aufgenommen werden würde.   Danke schonmal für gute Antworten :) 

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FordPrefect, 15

Hallo, Interessieren würde mich vor allem, ob wenn man nicht versichert ist und psychisch erkrankt, man in die psychatrie aufgenommen werden würde.

Den Status "nicht versichert" gibt es seit 2009 in D für in D mit festem Wohnsitz Gemeldete nicht mehr. Bei Obdachlosen springt hier i.d.R. das Sozialamt ein.

Kommentar von ati15 ,

Danke, ja hatte an obdachlose gedacht 

Antwort
von SiViHa72, 47

Im Notfall wird man aufgenommen.


Kosten werden nachher geklärt, ohne Krankenversicherung zahlt man sie selbst.

Kann man das nicht, wird zu klären sein, wie eine Kostenübernahme durch staatliche Stellen aussieht.


Nebenbei gibt es in BRD eine Pflicht zur Krankenversicherung. Es ist eine ziemliche Milchmädchenrechnung, sich darum zu drücken.


Antwort
von tapri, 43

bei einem Norfall musst du behandelt werden, aber du bekommst dann auch die Rechnung dafür und musst sie privat bezahlen

Antwort
von kevin1905, 30

Da es in Deutschland de jure keine Nichtversicherten gibt, musst du die Frage etwas konkretisieren.

Kommentar von Lemo1991 ,

Natürlich. Selbstständige haben keine Pflichtversicherung.

Kommentar von kevin1905 ,

Selbstständige haben keine Pflichtversicherung.

Falsch.

Selbständige sind nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung aber auch für Selbständige gibt es eine Pflicht eine Krankenversicherung zu haben, übrigens seit 2009 im privaten und seit 2007 im gesetzlichen System. Rechtsgrundlage sind die §§ 188 SGB V und 193 VVG. Sie haben nur die freie Wahl zwischen gesetzlich freiwillig oder privat.

Ferner ist das Nicht-Bezahlen oder nicht Abschließen einer Pflegepflichtversicherung eine Ordnungswidrigkeit, die auch mit Ordnungshaft belegt werden könnte (vgl. u.a. § 121 SGB XI).

Da ich keine Lust auf ein gerichtliches Mahnverfahren oder Ordnungshaft habe, werde ich einfach meine private Kranken- und Pflegeversicherung weiter bezahlen.

Kommentar von FordPrefect ,

Unsinn. Zwar sind Selbstständige keine Pflichtversicherten i.S.d. SGB, aber das bezieht sich nur auf die Zugehörigkeit zur GKV. Die Krankenversicherungspflicht gilt seit 1.1.2009 ohne Ausnahme auch für Selbstständige (siehe § 193 VVG); wenn diese vorsätzlich/fahrlässig ihrer KV das Wiederaufleben respektive die Weiterversicherung nicht angezeigt haben, ändert das nichts daran, dass sie

a) versichert sind,

b) rückwirkend (mindestens 4 Jahre) ihrer KV die Beiträge schulden und

c) eine OWi begangen haben.

Antwort
von granmualla12, 51

Ja, wird man. Das übernimmt, wenn es nicht anders geht, der Staat.

Antwort
von Mignon1, 52

Bei Notfällen und Unfällen müssen Krankenhäuser den Patienten meines Wissens auf jeden Fall aufnehmen.

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