Frage von zro3221, 55

Medizinische Frage: wie Kopfkino loswerden?

Hallo, mein Anliegen ist folgendes; ich wurde vor 5 Jahren mit beidseitiger Hüftarthsose sowie Hüftkopfnekrose diagnostiziert. Es erfolgten ein Jahr nach der Diagnose 2 OPs, eine Seite (links) zeigte einen Erfolg, d.h. wurde nicht schlimmer, die andere Seite jedoch verschlechterte sich enorm, so das ich die Schmerzen bis heute nur mit starken Schmerzmitteln behandeln kann.

Laut meines Orthopäden brauche ich was diese Hüfte angeht, eine Hüft TEP, jdeoch bin ich noch weit unter 40 Jahre alt, weshalb mir der Chirurg riet, die OP noch etwas raus zu zögern, falls es die Schmerzen erlauben. Nun hab ich aber selber die Schn..ze allmählich voll und überlege ob ich die OP nächtset Jahr in Angriff nehmen soll, das Problem dabei ist aber, das ich jetzt schon Angst hab, wie es sich mit der Prothese dann leben lässt, da ich wahrscheinlich nur noch daran denken würde, das sie ausschnappen kann, z.B, wenn ich mich falsch bewege, falsch schlafe, falsch aus dem Bett steige usw. ich würde wahrscheinlich verrückt werden, wenn ich das Ding in mir drin hab bzw. im Bein.

Deshalb traue ich mich nicht an diese verflixte OP.. Auch wenn Sie nun sagen, das die Prothese fest im Knochen sitzt, wird es mir nicht helfen, wenn sie einmal drin ist, ich werde nur in ständiger Angst leben. Ausserdem kann auch eine allergische Reaktion auftreten und und und... Wie kann ich denn nur all diese Kopfkinofilme loswerden?

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Antwort
von Belladonna1971, 22

Da ich gläubig bin, fällt es mir leicht und ist es auch für mich selbstverständlich, für meine Ärzte zu beten.

Ihr Kopfkino scheint ja eigentlich Angst zu sein. Gegen Ängste helfen oftmals sehr gute Aufklärungen. Fragen Sie Ihren Orthopäden und CHirurgen die sogenannten "Löcher in den Bauch", so lange, bis Sie alles verstehen.

Reden Sie mit Ihren Ärzten über Ihre Befürchtungen. Am besten alle Fragen und Ängste aufschreiben und ins Gespräch mitnehmen.

Ich hatte vor einigen Jahren eine 8stündige, große Oop zu bewältigen. Mir half ein weiterer Tipp von einem Freund:

stell Dir vor, es ist vorbei. Seh Dich selbst gesund und vital. In all Deiner Kraft.

Ich hatte und habe ein überraschend gutes, sogar sehr gutes, Op-Ergebnis!

Ihnen wünsche ich Mut und Kraft, Glaube und Vertrauen!

Kommentar von zro3221 ,

Gleichfalls, Vielen Dank

Antwort
von wernher88, 34

Man weiß es natürlich nicht im Vorraus, aber ich kenne mehrere Menschen mit künstlicher Hüfte persönlich, die schon drei Tage nach der OP wieder laufen konnten und alles super ist. Das hinauszögern ist nur, weil die OP in großen Abständen wiederholt werden muss und ein Risiko ja immer besteht.

Antwort
von fitjafit, 4

Ich erzähle dir mal was aus der Praxis... Ich lebe seit 3 Jahren mit einer Hüft-TEP und hatte meine OP mit 47. Ich weiß nicht wie "weit" unter 40 du bist, aber als ich mich zu dem Schritt entschied, war das so, dass ich von meiner Haustüre zum Bäcker (ca. 700m) schon Probleme hatte, wieder zurück zu kommen (typischer Entengang). Grundsätzlich muss das jeder für sich entscheiden, wann der Termin stehen soll. Ja, ich hatte fast 2 Jahre nach der OP immer noch Schmerzen beim Laufen und ja.. ich würde dennoch die OP wieder machen, weil jetzt die Schmerzen vorbei sind und ich wieder meinen Hobbies nachgehen kann (Schwimmen, Rad fahren). Hat halt bei mir lange gedauert, viele sind nach ein paar Tagen/Wochen schon wieder schmerzfrei. Vor der OP konnte ich beim Rad fahren nicht mal mehr das Bein im rechten Winkel nach oben bringen und hatte quasi das Bein bei jedem Tritt nach außen geknickt .. das ging also gar nicht mehr). Über die Folgen der OP hatte ich mir da gar keine Gedanken mehr gemacht, weil die nervigen Einschränkungen einfach immer mehr wurden und ich es satt hatte, nichts mehr unternehmen zu können. Eine Hüft-TEP hält ca. 15 Jahre, d. h. ich werde noch eine OP vor mir haben. Ist mir aber jetzt erst mal egal, ich lebe jetzt, fühle mich noch jung und fit und wollte diese Qualität wieder haben. Mittlerweile ist eine Hüft-TEP in dafür spezialisierten Krankenhäusern ganz normal. Bei meinem KH gab es vor dem Entschluss das zu tun, die Möglichkeit, bei so einer OP "live" dabei zu sein und zwar wurde das ganze Prozedere an einem Dummy vorgeführt. Sehr lehrreich und beruhigend. Vielleicht konnte ich dir ja ein bisschen für deine Entscheidung helfen. Ansonsten einfach mal anschreiben!

Antwort
von Juni00, 9

Ich merke wie verzweifelt du bist, Ich würde mir an deiner stelle nochmal an eine Zweitmeinung zu der OP Einholen!.

Es ist ja auch bekannt, dass grde bei solchen Eingriffen meist um ein lukratives geschäft handelt, ich möchte jetzt nicht behaupten das dein
Orthopäde  so handelt. Ich frage ich mich gerade hat er dir überhaupt
alternativen behandlungen vorgeschlagen.

Du bist ja auch noch sehr jung, ihn den alter möchte mann nicht wirklich Prothesen haben, aufgenommen es dient wirklich zur verbesserung der beweglichkeit.

Ich gebe dir mal ein Link von der Orthopädische Gelenk-Klinik
Zentrum für Arthrosetherapie und Endoprothetik . es ist natürlich deine Enscheidung ob du dir dazu eine Zweitmeinung einholst!.

https://gelenk-doktor.de/hueftgelenk/coxarthrose-hueftarthrose.html

Ich wünsch dir alles Gute :).

Antwort
von Novoa, 21

Wenn die Operation gut verläuft, könnten Sie wieder etwas mehr Lebensqualität bekommen, selbstverständlich kann es aber immer komplikativ verlaufen. Normalerweise wird das Material bei Ihnen bzgl. auf allergische Reaktionen getestet.Ein großes Problem ist allerdings ein gänzlich anderes, und zwar Infektionen, die Prothese ist tot, Antibiotika kann diese Bereiche nicht erreichen, ebenso bei toten Gewebe z.B. nekrotisierende Fasziites.

Das sind Erreger mit denen fast jeder Mensch schon einmal zu tun hatte - A-Streptokkoken - manchmal völlig harmlos, aber diese Bakterien können auch heftigste pathologische Zustände wie die Fasziites auslösen, oder andere wie postinfektiöse Glomerulonephritis etc. etc.

Erkundigen Sie sich außerdem nach der Haltbarkeit, Prothesen sind nicht für die Ewgikeit gedacht und eine Infektion über die Prothese in den Knochen sind gefürchtete Komplikationen.  Tut mir Leid das die Antwort so negativ ausfällt, informieren Sie sich gut. Allerdings bleiben Ihnen wenig Optionen offen, denn eine Nekrose am Hüftkopf ist schon schlimm genug.

Kommentar von zro3221 ,

Genau diese Dinge sind es, die einen kirre machen, dafür hab ich schon zu viel gelesen und gesehen, als das mich die OP kalt ließe. 

Kommentar von Novoa ,

Die Schmerzen bzgl. der Hüftarthrose kann ich eigentlich vielversprechend behandeln, was Ihnen leider wenig weiterhilft. Behandelbar ist es allemal und die Patienten sind überglücklich.

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