Frage von russ1973, 20

Meditationstechnik die nicht an eine Religion oder an körperliche Übungen wie Yoga gebunden ist?

Ich möchte einen Meditationskurs besuchen. Ich suche dabei aber eine Technik die nicht an eine Religion gebunden ist bzw. gymnastische Übungen wie Yoga enthält. Ich habe schon selbst mit Techniken experimentiert (Atem beobachten, zur Ruhe kommen etc). Möchte jetzt mein Wissen vertiefen. Da ich aber nicht religiös bin, will ich auch keine Technik die einen Bezug zu einer Religion hat. Desgleichen sollten keine Yoga-Übungen dabei sein. Nur reines meditieren. Ausserdem keine sektenähnlichen Strukturen aufweisen.

Antwort
von Enzylexikon, 9

Wenn es dir vor allem um die Reduzierung von Stress geht und nicht um die Entwicklung der Persönlichkeit, oder spirituelle Ziele, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Sowohl das Autogene Training (AT) als auch die progressive Muskelrelaxation bieten Möglichkeiten zur Entspannung und Stressreduktion, die nicht an eine Religion gebunden sind.

Wenn es dir dagegen tatsächlich um Meditation im spirituellen Sinne geht, dann fallen mir ebenfalls zwei Übungswege ein.

Formen der Achtsamkeitsmeditation kommt sowohl in hinduistischen, als auch in buddhistischen Lehren vor, sind jedoch nicht an die Verehrung einer Gottheit oder Person, oder an besondere Rituale gebunden.

Diese Praxis dürfte deinem Bedürfnis vermutlich am ehesten entsprechen.

Zazen ist eine Meditationspraxis aus dem Buddhismus, bei der es jedoch ebenfalls weder um Anbetung, noch um religiöse Rituale geht.

In einigen Sitzgruppen werden vor und nach dem Zazen zwar Sutras rezitiert, in anderen wird darauf verzichtet - also einfach mal schlau machen und ruhig deine weltanschaulichen Bedenken äußern.

Antwort
von NewKemroy, 5

Leider haben die wirklich guten Meditationskurse auch immer eine religiöse Herkunft. Doch oft wird dazugesagt, dass man auch ohne irgendwie religös zu sein bzw. ohne sich mit der Religion auszukennen mitmachen kann. Das Religiöse beschränkt sich auch meistens nur auf eine kurze gemeinschaftliche Zeremonie zu Beginn des Kurses und zum Ende des Kurses.

Wenn Du überhaupt nicht damit in Berührung kommen möchtest, kannst Du ja fragen, ob es möglich ist an dem Kurs teilzunehmen ohne Zeremonie, Rituale und religiösen Schnickschnack.

Aber wie bereits erwähnt, tust Du Dir nichts Gutes, wenn Du nur Kurse in Betracht ziehst, bei denen nicht einmal eine kleine Buddhastatue unaufdringlich in der Ecke stehen darf. Weil mit dieser Vorbedingung schrumpft das Angebot radikal.

Im Übrigen haben sich z.B. Therapeuten, die z.B. die Achtsamkeitsmeditation im Rahmen einer Behandlung anbieten und die von den Krankenkassen hierfür bezahlt werden, die Meditations-Technik im Kern auch von den Buddhisten abgeschaut.


Vielleicht magst Du mal hier etwas stöbern:

http://retreat-infos.de/

Antwort
von purushajan, 8

du kannst auch als atheist transzendentale meditation erlernen und ohne jegliche anbindung an yoga oder an die tm-bewegung und ihre weiterführenden kurse dein leben lang ausüben. die technik selbst ist eine rein geistige technik, die von dir nur verlangt, dass du innerlich ein wort denken und wiederholen kannst. alles andere geschieht im geist von selbst aufgrund der natürlichen tendenz des geistes, nach innen zu wandern in feinere bereiche des denkens, sobald ihm der weg dazu geöffnet wird.

das ist der zweck des "mantras", das du bei der einweisung bekommst: es ist ein fahrzeug nach innen, das du, sobald der geist an seinem ziel, der quelle der gedanken, angekommen ist, auch nicht mehr brauchst. das mantra ist nur das hilfsmittel, das dir hilft, bis zu deinem innersten selbst vorzustoßen, wo du den zustand transzendentalen bewusstseins erlebst. am ziel kannst du das "taxi" wieder verlasssen, was auch ganz automatisch geschieht.

ob du diesen zustand, im selbst zu ruhen, dann in naturwissenschaftliche, künstlerische oder religiöse begriffe kleidest, um darüber sprechen zu können, liegt vor allem an deiner vorprägung und geisteshaltung.

da die transzendentale meditation aus der vedischen tradition stammt, die auch yoga beinhaltet, werden von der tm-organisation auch yoga-übungen und weiterführende seminare über unterschiedliche vedische disziplinen angeboten, aber natürlich nur für menschen, die sich dafür interessieren.

du kannst, nachdem du die grundtechnik der tm innerhalb von 4 sitzungen an aufeinanderfolgenden tagen erlernt hast, die vorteile regelmäßiger meditation genießen, ohne irgendeine weitere fortbildung in theorie oder praxis in anspruch zu nehmen. von daher ist auch die behauptung, du würdest dadurch einer "sekte" beitreten, ziemlich daneben und wird vor allem von leuten verbreitet, denen die erfolge der tm aus irgendeinem grund ein dorn im auge sind.

ich selber habe tm 1967 gelernt und seither mehr oder weniger regelmäßig praktiziert und auch an vielen veranstaltungen der tm teilgenommen. wenn mir allerdings irgendeine veranstaltung oder ein kursangebot zu "indisch" erscheint, weil es eben aus der vedischen tradition abgeleitet ist, dann identifiziere ich mich einfach nicht damit und nehme auch nicht teil.

und da ich jedem menschen die freiheit zubillige, zu tun und zu lassen, was ihm gefällt, sehe ich auch keinen grund, mich über solche dinge aufzuregen. schließlich mache ich ja auch immer, was ich selbst für richtig finde und was mir gefällt. warum soll ich es dann anderen verübeln. die hauptache ist doch, dass jeder seinen eigenen frieden mit sich selber findet. und eben das ist das ziel der meditation, siehe: http://de.tm.org/glueck-innerer-frieden

Antwort
von Lindea, 2

Du kannst nach Kursen, Trainern in Deiner Nähe suchen, die MBSR

(Mindfulness-Based Stress Reduction) anbieten. Da ist eine sehr weltliche Sammlung von Techniken und Hilfsmitteln.

Antwort
von Kapodaster, 6

Mach dich mal zum Thema Achtsamkeits-Meditation schlau.

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