Frage von xXKonckreterxX, 23

Meditation?ffdld?

Hallo ich versuche jeden tag jetzt erstmals noch an nichts zu dencken (medietieren) für 5 min da ich noch ein anfänger bin.das Problem ist aber wenn ich innerlich unzufrieden bin und versuche an nichts zu dencken wird das gefühl nur schlimmer und schlimmer als wenn ich das meditieren sein lasse woran liegt das
Sonst hilft mir das meditieren schon

Antwort
von Tibbifreak, 12

Ja, das mit dem nicht denken...oder sei im hier und jetzt...Meiner Meinung nach verstehen da viele etwas falsch. Das was einige "erleuchtete Personen" damit ausdrücken wollten ist, dass im natürlichen Zustand unseres höheren Selbst dies der einfache und erstrebenswerte Zustand ist. Wenn du tief in dir Selbst, in deiner Seele ruhst ist das Denken ausgeschaltet und du bist im hier und jetzt. In den Yoga Sutras wird das in den ersten Sätzen schon auf den Punkt gebracht: Yoga ist die Stilllegung aller Bewegungen des Bewusstseins, dann erstrahlt in dem Übenden das wahre Selbst, ansonsten identifiziert man sich mit den Bewegungen des Bewusstseins. Nun wird in diesem Zusammenhang dann ein ganzes Übungssystem genannt wie man diesen Zustand erreicht.

Oft lässt sich aber in diesem Kontext beobachten, das viele Menschen versuchen, mit ihrem Geist ihren Geist zu kontrollieren, was nicht funktioniert. Es geht dabei eigentlich darum das man sich so weit mit sich selbst auseinandersetzt und sich Gott und dem Leben hingibt, dass nichts mehr in der Aussenwelt mit einem in Resonanz tritt. Alles was einem im äußeren aufregt ist etwas was man in seinem inneren nicht geklärt hat. Ist man in seinem Innern vollkommen mit sich (seiner Vergangenheit und der möglichen Zukunft) im reinen, so ist man ganz von allein im Zustand des hier und jetzt. Man kann diesen Zustand aber nicht mit seinem Ego-Gedankenapperat erreichen. Viele versuchen aber genau dies. Da wird im Geist einfach ein neuer theoretischer Konstruckt gegen einen alten eingetauscht, das ist alles Ego. Es geht dann immer noch darum etwas zu werden, nicht darum einfach zu sein. Um einfach zu sein muss man sein Denken zur Ruhe bringen sicher, das passiert aber nach zumeist langem Üben bestimmter Übungssysteme von selbst.

Z. B. wird in höheren Yogasystemen welche den Zustand des Samadhi anstreben zunächst mit Reinigungsübungen das Energiesystem gereinigt. Alles was als unterbewusster Kram in einem rumschlummert steht zwischen dir und deinem wahren Selbst. Ist das Energiesystem gereinigt so ist man mit sich selbst im reinen, dann kann man durch Übungen seinen Atem und seinen Herzschlag (und damit auch das Denken) so weit runterfahren das man wirklich im Frieden mit sich ist. Dazu muss man sich aber zuvor all dem stellen womit man nicht im Reinen ist. Dabei ist es wichtig das die Übungen von Anfang an immer mehr das höchste Selbst (Überbewusstsein) wieder zugänglich machen, weil dies das was hochkommt nicht wie der Ego-Geist Apperat bewertet, weil wenn man etwas bewertet und sich innerlich dagegen stämmt, dann wird das betreffende nur stärker, man muss einfach annehmen und zulassen "alles darf sein". Man macht im Prinzip sein Unter- und Überbewusstsein wieder bewusst und ruht dann von selbst in seinem wahren Selbst.

Was jetzt viele Versuchen ist, wie erwähnt, dies mit ihrem Geist zu bewerkstelligen. Dann trifft man Leute die sich seit langem mit Meditation und Yoga befassen und welche sich eigentlich nie mit sich selbst wirklich auseinandergestzt haben. Diese haben dann einfach einen theoretischen Konstruckt von jemanden anderes in ihrem Geist übernommen, meinen krampfhaft im hier und jetzt sein zu müssen (und sich so nie mit sich und ihren Problemen auseinander zu setzen, weil man ja ruhiger und friedlicher werden will) oder das was bei der "Meditation" hochkommt mit ihrem Geist unterdrücken zu müssen und welche dann ziemlich neurotisch wirken/sind.

Es geht nicht darum von anfang an im hier und jetzt zu sein oder nicht zu denken. Das kommt von allein mit der Zeit. Es geht zunächst darum sich selber zu beobachten ohne sich selbst dabei zu bewerten. Sich und das Leben zunächst mal so anzunehmen wie man/es ist. Umso mehr man dann all seine Emotionen zulässt und sich sein Inneres anschaut und die Konflickte in sich klärt, um so mehr kommt man von selbst in den Zustand des "einfach (man selbst) sein".

Antwort
von FlyingCarpet, 21

Das schaffen selbst Yogis nur nach langer, langer Übungszeit. Setz Dich nicht unter Stress. Lass die Gedanken kommen und gehen. Stell sie Dir vor wie Wolken, oder denk Dir eine Seifenblase die den Gedanken umschließt und leise wegweht. Nicht aufgeben. Der einfachste Weg ist während der Meditation ein Mantra zu rezitieren.

Kommentar von Araklaus ,

Top Antwort! Ich mache selbst seit Jahren Hathayoga und habe kaum eine Vorstellung wie der Zustand der Meditation zu erreichen ist. Die Gedanken kommen und gehen. Die "Kunst" ist, die Gedanken "wegziehen" zu lassen. Das ist auch besonders bei allen einbeinigen Ashanas für mich wichtig.Man kann sich halt nicht hinsetzen und sagen:los! jetzt wird meditiert!

Kommentar von FlyingCarpet ,

Ich fand das auch immer total schwierig, so spontan in einen meditativen Zustand zu kommen. Allerdings bin ich dann versehentlich in eine falsche Gruppe gelandet, wo ca. 100 Personen gemeinsam saßen, war direkt ein Schock für mich, als die Ansage kam "30 Minuten" stille Meditation". Wahrscheinlich hat das gemeinsame Ruheerlebnis da was gebracht, ich hatte wenigsten einige Minuten lang den Eindruck, das es geklappt hat. 

Antwort
von Dackodil, 23

Wenn du innerlich unzufrieden bist, versuchst du ja irgendein Problem zu lösen. Hättest du kein Problem, wärst du ja zufrieden.

Wenn du nun versuchst an gar nichts zu denken, störst du deinen Geist bei der Lösung des Problems und das macht eben sauer oder noch unzufriedener.

Versuch doch anstatt gar nichts zu denken mal die Achtsamkeitsmeditation. Das Ziel dabei ist nicht "nicht denken", sondern aufmerksam beobachten, was in dir geschieht - sowohl körperlich als auch seelisch-geistig. Dazu gehört auch die Wahrnehmung: Ich bin grade sauer, ich bin grade unzufrieden, allerdings ohne Bewertung oder Versuch, das in dem Moment zu ändern.

Ich such dir mal einen link raus.

Kommentar von Dackodil ,

Schau und hör mal hier:

https://www.youtube.com/watch?v=pvtgP48pWRQ

Alles Gute

Antwort
von AlphaundOmega, 13

Ja Denken kann schon zum Problem werden , wenn sie aus den unterbewussten Programmen kommen , denn dann sind es nicht wirklich deine Gedanken...

Versuche deine Gedanken bewusst zu steuern ,...mache sie zu deiner bewusstheit , ...dann sind sie eins mit dir und deinem Bewusstsein...Zwischen deinem Denken und Nichtdenken ist der Weg ...

Antwort
von purushajan, 5

gedankenstille ist ein natürlicher zustand nur im transzendentalen bewusstsein. in allen anderen bewusstseinszuständen ist immer gedankliche aktivität vorhanden, selbst im schlaf. deswegen ist es wider die natur zu versuchen, an nichts zu denken. solange du an der oberfläche des denkens bist, kommen automatisch auch gedanken. aber du kannst eine technik erlernen, um in die tiefe deines geistes einzutauchen. am grunde des ozenas sind keine wellen mehr. die technik, die dich systematisch und mühelos in feinere bereiche des denkens eintauchen lässt, findest du hier ausführlich beschrieben: meditation.de

Antwort
von danielbrigitte, 2

Bin sehr zufrieden mit meinem S6 edge 64 GB

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