Meditation vs Bewusstseinserweiternde Drogen?

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14 Antworten

Ich finde psychedelische Drogen wie LSD usw. können einem schon tiefgehende Einsichten vermitteln und einen somit auf den spirituellen Weg bringen. Sie verstärken auch die wahrnehmung auf seelischer Ebene, verwirren aber auch den Geist. Ich kenne auch keinen der durch psychedelische Drogen allein zur Erleuchtung gelangt ist, durch intensive meditative Praxis wohl schon. Ich denke irgendwann hat man halt gewisse Einsichten gewonnen und dann bringen einen LSD usw. nicht mehr unbedingt viel.

Sicherlich kann sich der Gebrauch von Psychedelika und Meditation auch ergänzen. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass durch die richtigen Meditationstechniken auch das Verlangen nach psychoaktiven Stoffen nachließ. Ich hatte aber auch schon tolle Effekte wenn ich intensiv Sadana betrieben habe und mir dann mal einen Trip gegönnt habe, hat sich schon ergänzt irgendwo.

Aus meiner Sicht gibts schon Gemeinsamkeiten. Beide können helfen verdrängte Bewusstseinsinhalte wieder in das Bewusstsein zu holen. Bei der Meditation (ich selber mache Kriya-Yoga) ist das aber besser steuerbar finde ich, bei Halluzinogenen kann dann auch manchmal bissel viel auf einmal hochkommen. Beide (Kriya und Halluzinogene) erhöhen das Energielevel im Chakrensystem. An den Chakras hängen halt auch die verdrängten Bewusstseinsinhalte. Kommt mehr Energie in dieses System so kommen diese halt eher an die Oberflchäche. Das eine (Kriya/Meditation) beruhigt den Geist eher oder schaltet ihn sogar völlig aus, wobei dann die Seele (der göttliche Anteil) stärker hervortritt, welcher überigens die Eigenschaften besitzt, welche viele mit ihrem Geist erreichen wollen. Also im hier und jetzt sein, positiv denken, auf das Leben vertrauen, nicht denken, sowie Friede, Liebe, Glück usw. Viele versuchen aber ohne die Seele den Geist mit dem Geist zur Ruhe zu bringen, die meinen sie müssten im hier und jetzt sein ohne mit sich und der Vergangenheit wirklich im reinen zu sein. Oder zwanghaft positiv zu denken, alles negative wird wieder ins unbewusste verdrängt und man setzt sich so nicht mit seinen schwächen und Problemen auseinander. Das kann auch zur Flucht vor sich selbst werden. Der wirkliche spirituelle Weg ist kein Zuckerschlecken (zumindest meist am Anfang nicht) da man sich zunächst mit dem, was an einem Selbst und im Leben nicht so schön ist auseinandersetzen und dies akzeptieren muss, um es ändern zu können.

Ich denke da muss man halt auch auf seine Intuition hören, was für einen selber gerade das passende ist, viele Wege führen nach Rom...Jeder hat seine Wahrheit und Bestimmung. Wenn man auf sich selbst hört und vertraut findet man seinen Weg schon. Früher hat mir das experimentieren mit Halluzinogenen sicher etwas gebracht, es kam aber der Punkt, wo das nicht mehr so wahr und das hat mir meine Seele dann schon mitgeteilt.

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Aus meiner Sicht und Erfahrung ist keins von beidem "besser", es sind nur unterschiedliche Herangehensweisen mit verschiedener "Nachhaltigkeit"... Drogen sind i.d.R. der kürzere, bequemere Weg für einen ersten Einblick in die "andere Welt". Meditation ist meist langfristiger und anstrengender, dafür wirkt sie irgendwann auch über die formale Meditationszeit hinaus, ohne dem Körper ständig Substanzen einzuführen (die zumindest psychisch abhängig machen können)... deswegen sind Drogen aber nicht "schlechter": wer sehnsüchtig und ungeduldig auf der Suche nach Bewusstseinserweiterung/Wahrheit/Frieden/Gott o.ä. ist, wird es ohnehin nicht unterlassen können auch mit sog. Drogen zu "experimentieren", anstatt nur nur "rumzusitzen" ;-) 

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Kommentar von NosUnumSumus
16.03.2016, 22:06

Dankeschön! :-)

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Meditation kann sehr entspannend sein und mit viel Übung und Erfahrung kann man sehr extreme Zustände erreichen. Das sind aber andere Zustände als wie man sie mit starken Psychedelika wie bspw. 4-Ho-Met erreicht. 

Mir wurde gesagt, dass eine Kombination aus Meditation und niedrigen Dosen LSD, Psilocybin oder anderen Tryptaminen besonders hohe Erfolge in der Erforschung des Ichs erzielen kann.

Ich persönlich bevorzuge es unter dem Einfluss von Psychedelikan durch das richtige Set und Entspannungstechniken in tiefere Ebenen meines Bewusstseins vorzudringen. Mir fehlt leider die Zeit um regelmäßig zu meditieren und mich dadurch zu "erweitern" - die wenigen, die dazu bereits in der Lage sind beneide ich jedoch sehr.

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Kommentar von NosUnumSumus
16.03.2016, 22:07

Vielen Dank! :-)

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du fragst nach erfahrungen, ich habe beides ziemlich ausführlich kennengelernt, zur zeit, als die drogenwelle nach deutschland kam.

die drogen waren für mich ein blick durchs schlüsselloch, was mit bewustseinserweiterung überhaupt gemeint sein könnte. aber leider haben sie meinem körper ziemlich geschadet. nachdem ich dann langsam auf die schiefe bahn abdriften wollte, hat mich die meditation aufgefangen.

ich habe transzendentale meditation gelernt und nach einiger zeit gemerkt, dass der drogengenuss ganz von selbst aufgehört hat. viele jahre später habe ich noch einmal bei einer bekannten versucht, ob drogen eine wirkung auf mich haben, war aber ziemlich enttäuscht. was ich früher als erweiterung des bewusstseins empfunden hatte, empfand ich jetzt, nachdem ich jahrelang meditiert und mein bewusstsein tatsächlich erweitert hatte, nur als einengung meiner sicht. es war mir reichlich unangenehm. so wie es für einen nichtraucher bereits unangenehm ist, den rauch anderer einzuatmen. übrigens hat auch das rauchen durch meditation ganz von selbst aufgehört, von 40 zigaretten täglich auf null. ich habe nach einiger zeit einfach gemerkt, dass ich seit wochen keine zigaretten mehr gekauft hatte.

als ich dann wegen drogenhandel vor gericht stand und der richter nach meiner geschichte fragte, habe ich ausführlich erklärt, wie ich da reingerutscht bin (durch die allgemeine drogenwelle zu dieser zeit und vor allem durch meine neugier und meinen wissensdurst) und wie ich durch meditation wieder davon losgekommen bin.

heute kann ich mit gutem gewissen sagen: meditation hat mein gesamtes weltbild umfassend und ganzheitlich gefördert und mein nervensystem stabil gemacht, so dass ich jetzt die grob- und feinstoffliche welt deutlicher und feiner wahrnehme, als ich es je mit drogen erfahren habe.

die drogen (haschisch, lsd, meskalin) dagegen waren nur ein kurzer blick in eine bunte und faszinierende, aber leider ziemlich schräge und auf dauer schädliche welt. ihr positiver haupteffekt war nur, dass ich eine vorstellung davon bekam, was es außer der sichtbaren materie in unserer welt alles für feinere welten und schwingungen geben kann. diese aber dauerhaft und auf natürliche weise wahrzunehmen und zu nutzen ist durch drogen meiner meinung nach nicht möglich.

das gefühl der reife und erfüllung, dass sich durch die entwicklung der persönlichkeit im laufe der jahrzehnte einstellt, wenn du regelmäßig meditierst, ist mit keinem anderen glücksgefühl zu vergleichen.

maharishi, der begründer der tm, sagte auf die frage nach dem unterschied zwischen psychodelika und meditation: "Das ist derselbe Unterschied wie zwischen Gift und Honig."

mehr dazu siehe: http://meditation.de/drogensucht/


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Kommentar von NosUnumSumus
16.03.2016, 10:32

Vielen Dank! :-)

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Meditation in allen Formen, sowie Trance-Tänze sind jederzeit durchführbar, kosten nichts und machen nicht abhängig.

Drogen sind sicherlich der erstmal der "bequemste" Weg. Meditation und andere Praktiken muss man sich erarbeiten, machen aber unabhängig. Mit genug Übung geht es auch schneller, als eine Droge wirkt. 

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Ich glaub interessant für dich könnte zu diesem Thema der Name Vanja Palmers sein :) .

Dieser hat mal innerhalb seines Meditationszentrums in Zürich mit einigen weiteren Personen an einer Studie teilgenommen, die genau diese Kombination untersuchen und bewerten sollte.

In deren Fall wurde es mit psilocybinhaltigen Pilzen unternommen und das Ergebnis war keinesfalls negativ.

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Wegen sowas sollte man echt keine Drogen konsumieren, könnte sich sogar negativ auf deine Psyche auswirken. Z.B. kenne ich jemanden der durch das konsumieren von Marihuana eine multiple Persönlichkeitsstörung bekam. (Ihr kennt es unter Schizophrenie, was aber im Grunde falsch ist.) Die zweite Persönlichkeit sagte ihm er soll sich umbringen und jetzt ist er tot. Ok, will dir keine Angst machen es kann natürlich aich etwas schönes sein und wenn du ein glücklicher Mensch bist, wird sowas wohl auch nicht passieren. :'D

Naja also was deinen Horizont mehr erweitert als Drogen oder Meditation sind intelligente Menschen! Studenten, Professoren usw. Das meine ich wirklich ernst! Unterhalte dich mit Menschen die dich zum nachdenken bringen und erweitere so deinen Horizont. :)

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Kommentar von NosUnumSumus
16.03.2016, 00:28

Bitte entschuldige mich, aber ich glaube nicht, dass Dein Freund durch Cannabis eine Multiple-Persönlichkeitsstörung bekommen hat, an der er anschließend gestorben ist. Außerdem ist Cannabis nicht gerade für seine bewusstseinserweiternde Wirkung bekannt...
Und naja, intelligente Menschen sind genauso in dieser Dimension "gefangen" wie ich.
Sie können meinetwegen auch alle Genies sein, doch deshalb sind sie nicht reifer oder spiritueller.

Bitte sei mir nicht böse, aber mir geht es um etwas anderes.

Danke für Deinen Beitrag :-)

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Kommentar von DrBrainstorming
16.03.2016, 05:04

Tut mir leid wenn ich dich falsch verstanden habe :D

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Kommentar von NosUnumSumus
16.03.2016, 10:33

Kein Problem :-D

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Es gibt verschiedene Meditationen und Drogen. Viele Meditationen sind ziemlich sinnlos wenn wir über Bewusstseinserweiternde Mitteln reden, es gibt auch Drogen die das Gegenteil machen. Aber insgesamt Drogen sind natürlich effektiver als Meditation. Das beste Mittel ist aber: Bücher (bzw. sich über etwas informieren, lernen)  das erweitert garantiert dein Bewusstein ! 

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Kommentar von NosUnumSumus
16.03.2016, 00:32

Ich spreche nicht von zusätzlichem Wissen, das ich mir aneignen kann, sondern von Erfahrungen, die ich machen kann.
Ein von Geburt an tauber Mensch kann noch so viel über Musik lesen, doch wird er nie den Hauch einer Chance haben, sie zu erfassen...

Danke! :-)

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Drogen erweitern das Bewusstsein nicht. Im Gegenteil. Sie schränken es ein!

In wie weit bunte Bilder, die Du bei reduziertem Bewusstsein erleben kannst, tatsächlich etwas über Dein Unbewusstes aussagen, kann man kontrovers diskutieren. Aber wenn Du über die bunte Soße nicht reflektieren kannst, ist es völlig nutzlos. Dafür sind alle Drogen mindestens langfristig gefährlich.

Es gibt durchaus im Tantra Techniken, die mit psychotropen Substanzen arbeiten. Darin geht es aber eher darum, trotz dieses Einflusses präsent zu sein. Dazu kann man erstmal ein paar Jahre meditieren, um Präsenz aufzubauen. Wenn Du es schaffst etwa im Orgasmus achtsam und präsent zu bleiben, kannst Du das auf der nächsten Party im Alkoholrausch auch mal ausprobieren.

Also, Finger weg von Drogen - die helfen Dir nie!

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Ich nutze Musik (mit passender Körperbewegung) für ein erweitertes Bewusstsein. Drogen würden zwar besser funktionieren, aber haben wie man weiß zu viele Nebenwirkungen.

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Da mir Wahrheit, Wachheit, Klarheit und Unabhängigkeit wichtig sind finde ich den medidativen Zustand viel sinnvoller als eine Flucht in oder Abhängigkeit von Drogen.

Ich meditiere regelmäßig und ich profitiere schon lange davon.

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Bei Drogen gibt es immer Nebenwirkungen also ist es besser seine Meditation ohne Drogen zu machen.

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Meditation hat keine Nebenwirkungen. 

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Drogen sind der feige Weg. Nur durch Meditation wird man wahre Erleuchtung erfahren.

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Kommentar von gottesanbeterin
17.03.2016, 03:12

Es ist umgekehrt; nur durch Erleuchtung kann man den wahren medidativen Zustand erfahren, einen besondern (Bewusstseins-)Zustand der Stille jenseits von Gedanken.

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