Frage von SabiSafj, 29

Meditation hilft für....?

Für was ist Meditation alles gut? Gibt es einem wirklich mehr selbstbewusstsein und "nimmt" es ängste bzw. lernt man damit besser umugehen? werden gedanken klarer? kann man nachts besser schlafen? usw....

Antwort
von Enzylexikon, 12

Ich meditiere bereits seit ein paar Jahren und äußere mal meine Meinung aufgrund persönlicher Ansichten und Erfahrung.

Erst einmal ein ganz wichtiger Hinweis:

Meditation hat eigentlich keinen "Zweck", denn es ist keine Therapie, mit der bestimmte Ziele erreicht werden sollen.

Positive Auswirkungen sind Nebeneffekte der Meditation, nicht das Ziel der Übung

Bei psychischen Problemen sollte man zu einem Psychiater, oder Psychologen gehen und sich dort helfen lassen. Die Absicht, zusätzlich zur Therapie zu meditieren, sollte unbedingt mit dem Therapeuten abgesprochen werden.

Jetzt zum Thema Meditation:

Meditation ist eigentlich ein Zustand entspannter Achtsamkeit und nicht eine bestimmte Technik - denn Meditationstechniken gibt es viele.

Bei der Meditation geht es darum nicht zu beurteilen, zu bewerten, sondern . einfach ganz da zu sein, wie ein Beobachter.

Ein Beispiel: Jemand der einen Sonnenaufgang achtsam betrachtet, wird nicht Strahlungswerte analysieren, oder berechnen, in welchem Winkel die Sonnenstrahlen auf den Boden treffen

Er wird nicht einmal denken "Wow wie eindrucksvoll", sondern dieses Naturereignis ganz in sich aufnehmen. Man wird einfach Teil der Erfahrung.

Durch regelmäßige Meditation kann es positive Effekte auf Psyche und Körper geben, diese sind aber wie gesagt nicht das erklärte Ziel.

Man erkennt beispielsweise, dass wir die Welt meist gar nicht so wahrnehmen, wie sie eigentlich ist, sondern sie ständig mit unseren Bewertungen, Vorurteilen usw. überlasten.

"Blume schön...Hundekot dreckig...Klara sympathisch...Paul unsympathisch".

Durch Meditation löst man sich von diesen Bewertungen und ist dadurch offener und vorurteilsfreier, nicht mehr so voreingenommen.

Außerdem erkennt man vielfach seine eigenen Schwächen besser und nach welchen unbemerkten Verhaltensmustern man im Alltag lebt.

"Das sieht mir ähnlich! Mich mal wieder völlig unnötig aufgeregt. Nächstes Mal werde ich das Ganze anders angehen"

Das kann zum einen sehr lustig sein, wenn man sieht, wie roboterartig wir uns oft Verhalten und ganz automatisch bestimmten Mustern folgen.

Zum anderen entwickelt man auch mehr Verständnis für andere Menschen, weil man erkennt, dass sie die gleichen Probleme haben.

Wenn dann jemand unfreundlich ist, fühlt man sich nicht immer sofort angegriffen, weil einem einfach bewusst ist, dass der Ärger der Person einen gar nicht selbst meint, sondern der gerade mit seinen eigenen Aggressionsproblemen kämpft.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man sich jede Gemeinheit gefallen lässt, aber es kann schon hilfreich sein, nicht immer aus einer Mücke gleich einen Elefanten zu machen.

Dadurch das man sich in Achtsamkeit übt (nicht nur beim "Sitzen" sondern auch im Alltag), kann man eine bessere Konzentrationsfähigkeit entwickeln.

Dadurch das man gelassener, toleranter und konzentrierter wird, können sich natürlich weitere positive Eigenschaften besser entwickeln - aber wie gesagt ist Meditation nicht als Therapie für bestimmte Probleme gedacht.

All diese Dinge sind Nebeneffekte der Meditation und nicht der Sinn, oder das Ziel.

Antwort
von NichtZwei, 6

In der Meditation kommen Dinge hoch, die du sonst geflissentlich unterdrueckst, um damit dem Schmerz zu entgehen, der Erfahrung. Alles ist im Unterbewusstsein gespeichert und wenn du die auesseren Eindrucke minimierst, dann zeigt sich, was dir dein Unterbewusstsein zeigen will, bzw  dir lehren, damit du waechst als Wesen, als Bewusstsein. Du wirst dir selbst bewusst und das ist nicht immer leicht, kein Honigschlecken, aber letztlich loest es den nicht gefuehlten Schmerz usw. Sachen, die dir auf der Seele liegen. Das steigert sich je mehr du konfrontieren kannst. Spaeter, mit zunehmenden Training, sind dann Ekstase, Alienkontakte und AKEs moeglich. Viel Erfolg!

Antwort
von Segnbora, 29

Man kommt zur Ruhe und kann mal richtig abschalten. Gleichzeitig gibt es Studien, dass Menschen die regelmäßig meditieren, ausgeglichener sind und auch mehr Empathie für andere empfinden, also emotional mitfühlender sind

Antwort
von Peter501, 25

Ob es dir hilft besser zu schlafen ist fraglich.Aber es hilft dir zu dir selbst zu finden.Du kannst dich besser beherrschen und mehr Ruhe ausstrahlen.Du hast dich besser unter Kontrolle.

Antwort
von ghasib, 29

Das hab ich mich auch schon gefragt. Bei uns gibts Kurse da geh ich mal hin

Antwort
von urkss, 16

Wenn du regelmäßig und ohne feste Zeiel vor Augen meditierst kann das alles passieren, aber als positive Nebeneffekte.

Mit der Meditation trainierst du mit deinen Geist achtsamer in der Gegenwart zu sein, mehr in deiner Mitte zu ruhen, und nicht mehr ständig auf Befürchtungen und Hoffnungen was morgen wird oder gestern war anzuspringen. Sich mit Zielen in die Meditation zu setzen wäre genau das, was wir dem Geist ja abtrainieren wollen. Die positiven Effekte die du ansprichst sind Nebeneffekte, welche sich nach einer gewissen Zeit der regelmäßigen Praxis einstellen werden, kein Ziel auf das man bewusst hinarbeitet. Meditation praktiziert man am besten ohne irgendeine Erwartungshaltung.

Antwort
von Meditation, 1

Eine Über sicht über Wirkungen der Meditation findest Du unter http://www.gutemeditation.info/wirkungen-von-meditation.html .

Antwort
von Valeriushans, 26

meditation führt dich zu dir selbst um das einfach auszudrücken, das ist wohl der Punkt bei meditation und nicht, ob du nun gut schlaefst. du findest deine innere ausgeglichenheit, denn meditation ist NICHTS oder LEERE, wirst du dann feststellen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten