Eine Freundin von mir leidet seit einigen Wochen an einer Depression, sie hat immer wieder solche Phasen im Leben und schon einiges ausprobiert- aber es kam immer wieder. Nun empfahl ihr jemand Meditation als Mittel, die Depression in den Griff zu kriegen. Ich hab da, ehrlich gesagt, meine Bedenken. Was meint Ihr dazu? Jemand, der noch nie meditiert hat...kann das die Sache nicht sogar verschlimmern? Hat jemand Erfahrung?

Das ist individuell zu sehen. Meditation kann durchaus helfen, kann aber auch kontraproduktiv wirken. Psychologen fragen, nicht ausprobieren!

depression ist in vielen fällen ein zeichen, daß etwas in der lebensführung nicht stimmt. depression ist eine art "lähmung". sie tritt deswegen auf, weil das, wovon man glaubt, daß es richtig ist, nicht mehr funktioniert. das kann viele ebenen betreffen. und sehr verschieden sein. es kann auch von außen verursacht sein, z.b. durch lange arbeitslosigkeit, aus der man nicht mehr herauskommt aus eigenem antrieb, weil das, was man bisher unternommen hat, nicht gefruchtet hat.
also: depression kommt nicht von nichts, oder wie eine infektion, wie man heute scheinbar zu glauben meint. sie hat ihre ursachen. das sicherste mittel gegen depression ist es also, die ursache zu finden. meditation kann dafür maximal den boden ebnen. eben weil man durch meditation zur ruhe kommt und in sich geht. das ist eine gute vorraussetzung. aber eben nur eine vorraussetzung. sie ist nicht die lösung bzw. kann nicht die lsöung sein.
rockbock82 am 24. Juli 2009 20:52 Super Antwort !!!
gartenfee am 24. Juli 2009 20:57 danke! eigene leidige erfahrung gewesen. und daher eigenen erkenntnis. hat ne weile gedauert, bis ich das begriffen hatte. bsi dahin bin ich auch durch diverse "therapien" und meidikationen egschleift worden. wobei es mir dadurch nicht besser ging. schließlich nahm ich die dinge wieder selbst in die hand. zumidnest soweit das mit ner echten depression möglich ist. das war die beste und wichtigste entscheidung, die ich getroffen hatte. danach war es nicht leicht. die dinge heutzutage sind kompliziert und veriwrrend. aber mit psychotricks kommt man in diesem dschungel eben auch nicht weiter. man muß aktiv sein, selbst aktiv sein, sich nicht unter kriegen lassen, jedenfalls nicht auf dauer, und entscheidungen treffen. mut zum risiko haben, da man selten weiß, ob das, was man da entscheidet ganz genau das richtige ist.
und das war für mich der weg aus der depression.
rockbock82 am 24. Juli 2009 21:00 Super echt ! Wünsche dir weiterhin alles Gute und ganz viel Kraft :-)
gartenfee am 24. Juli 2009 21:05 ja danke, das alle ist ja auch schon lange her, schon paar jahre. habe ich also praktisch schon zu den akten gelegt, mehr oder weniger jednefalls. aber es war trotzdem ne gute lehre.
Es kann ihr schon helfen, sie kann ihr inneres Gleichgewicht leichter erreichen. Zusätzlich sollte sie vielleicht aber doch eine Therapie machen

Also, verschlimmern kann sie es wirklich nicht. Es gibt ganz verschiedene Arten von Meditation, sie soll einfach mal etwas ausprobieren, was ihr gut tut. Meditation wirkt sehr entspannend und förderlich für die Seele.
Hallo,
Meditation als Heilmethode für depressive? Das kann gut gehen, aber auch schief gehen.
Ich persönlich würde es in so einem Fall einfach probieren und nach jeder Meditationssitzung neu entscheiden ob es geholfen hat oder nicht.
Zu Meditation sollte man grundsätzlich nur solchen Menschen raten, welche psychisch weitgehend gesund sind. Wer meditieren möchte und psychische Probleme hat, sollte diese grundsätzlich erst vorher lösen und nicht hoffen, dass alles von selbst verschwindet. Psychische Probleme zu beheben ist in jedem Fall Arbeit um die sich keiner wirklich drücken kann - auch in der Meditation.
Auch ist zu bedenken, dass es meditative Phasen und Ebenen gibt, die ziemlich "düster" und "deprimierend" sind. Wenn jemand aber schon vorher darunter litt, wird das für ihn nicht gut ausgehen ...
Es sollte eigentlich nur jemand psychisch starkes intensiver meditieren, auch wenn die Praxis meist umgekehrt ist, dass psychisch schwache meditieren um stärker werden zu wollen. Aber das können dann auch die Problemfälle werden.
Grüsse Michael
Bin selbst Psychotherapeut und Meditationslehrer, habe viel Erfahrung damit.
Achtung bei der Auswahl von Meditationen: Die können sehr verschieden sein und wirken. Es gibt unzählige, und da ist das Richtige zu finden nicht leicht. Bei Depression geeignet sind nur sehr bodenständige, nicht solche, bei denen man abhebt und sich (noch mehr) verliert.
Habe mehrere Aufsätze dazu geschrieben. Die sind zu finden und kostenlos herunterzuladen über www.seelische-staerke.de/basismeditationen/index.php Besonders empfehle ich den Aufsatz "Körpermeditation als Erdung - Ein Weg zu Selbstvertrauen und innerer Stärke" Meine Basismeditationen (erhältlich als CD oder Download) sind auch für MeditationsAnfänger geeignet.
Bei Fragen kann man mich auch direkt kontaktieren: info@seelische-staerke.de
Wünsche alles Gute, Dr. Thomas Kahl

Hallo, an Alle
hier waren einige guten Antworten dabei z.B. von Gartenfee, aber leider auch einiges Unqualifizierte, weil unerfahren.
Einen Arzt, der sich auch mit Meditation auskennt, zu finden ist keineswegs unmöglich. z.B. Dr. Ulli Bauhofer, Dr. Ernst Schrott, Dr. Karin Pirc (jetzt leide in den USA), Dr. Hans Schäffler. Bitte mal googeln. Diese Ärzte können auch weitere Hinweise geben. Sehr gute und umfassend erfahrene Leute!! Ein REINER Schulmediziner vertritt in der Regel die Linie der Pharmaindustrie und/oder versucht Methoden der Psychoanalyse/-therapie. Das ist sehr, sehr langwierig und Erfolge sind ebenfalls ungewiss, mit möglicherweise vielen Nebenwirkungen. Es gibt zigtausende von Dauerpatienten in psychatrischen Kliniken, die nie wieder herauskommen und nur ruhiggestellt werden.
Also am Besten nach einem spirituell UND medizinsch ausgebildeten ärztlichen Helfer suchen, der auch eine leicht zu erlernende Meditationstechnik unterrichten kann.
Ich selbst habe 40 Jahre Erfahrung mit Meditation. Das zentrale Anliegen einer echten (nicht sogenannten!!) Meditationsmethode, die den Namen auch verdient, ist es, die Erfahrung des Überschreitens aller geistigen Aktivität möglich zu machen. Dieser Prozess ist sehr grundlegender Natur und führt zur Stabilisierung des Selbstwertgefühls und des positiven Denkens durch ERFAHRUNG des SELBSTES. WA sdas ist, kann nur "erfahren" werden!! Es ist ein Prozess, der das Chaos im Kopf mit natürlicher Stille kuriert. Es gibt etwa 800 medizinische Forschungsarbeiten weltweit, und es werden ständig mehr, die den Vorgang als natürlich, hochwirksam und dauerhaft heilend beschreiben. Es ensteht auf längere Sicht eien 4. Hauptbewusstseinszustand neben Schlafen, Träumen, Wachen.
Aber bei Psychosen kann der Vorgang des Überschreitens = Transzendierens dermaßen stark wirken, dass tatsächlich NUR medizinische Begleitung von einem Arzt, der auch Meditaionslehrer ist, anzuraten ist!!! Im Falle Deiner Bekannten muss gar keine Psychose oder medizinisch diagnostizierbare Depression vorliegen. Eine gute, einfache Ausbildung in spirituellen Trechniken kann für den Betroffnene ein Ausweg sein. DAa Thema ist aber enorm komplex und sprengt den Rahmen dieses Forums. Bei Interesse an mehr Infos, kontaktiere mich oder die oben genannten Ärzte.
Gruß Henning www.einheitsbewusstsein.de
writingangel am 25. Juli 2009 09:07 Ich sollte auch noch den Psychologen und Meditationslehrer Theo Fehr erwähnen. Ein sehr erfahrener Mann, der Deiner Bekannten ev. auch helfen kann, und sei es nur mit weiteren Hinweisen auf Dritte.
Hallo Henning, ich hab die gleiche Erfahrung gemacht. War zwar nie in einer Therapie, aber mit Hilfe der Meditation (hat mir meine Frau gezeigt) bin ich wesentlich entspannter geworden. Sie hatte allerdings Anleitung von einem Therapeuten. Der war super und nicht wirklich Pharma-lastig. Brings demnächst auch ne CD auf den Markt. Irgendwas in die Richtung Selbsthilfe per CD. http://www.coaching-fundamentals.de/muenchen/Anti-Stress-CD

Ich kenne eine Menge von Menschen, denen Meditation in Phasen einer depressiven Verstimmtheit geholfen hat. Es ist dabei wichtig, die geeignete Meditation zu finden. Die "abstrakte" Meditation der reinen Beobachtung ist für Depressive oft nicht so gut. Konkretere Meditationstechniken, wie Mantra-Meditation, Energie-Meditation oder Visualisierungs-Meditation sind nach meiner Erfahrung geeigneter. Eine Reihe von Meditationstechniken als mp3, als Video und auch Links für Internetseiten gibt es unter http://mein.yoga-vidya.de/profile/Meditation Natürlich wäre es am besten, jemand Depressives macht einen Meditations-Kurs in einer Gruppe mit (Yoga-Zentrum, buddhistisches Zentrum, VHS o.ä.). Und eine Kombination von Meditation mit Sport, Yoga und/oder Psychotherapie ist besonders geeignet. Oft fehlt es Depressiven dafür aber an Energie. Da können Internet Videos/mp3 hilfreich sein. Das Obige gilt für den Fall einer "depressiven Verstimmung". Im Fall einer "klinischen Depression" ist professionelle Behandlung durch Psychiater/Psychotherapeut angezeigt.
Bild/er:
Hallo zusammen,
wenn es um Depression und Ängste geht dann kann ich auf 10 Jahre eigene "Erfahrung" zurückgreifen. Das war auch der Grund warum ich mich zum Meditationstherapeuten ausgebildet habe.
Medikamente bei einer Depression? Nachdem ich fast die ganze Palette durch hatte habe ich festgestellt das diese nur der Pharmaindustrie auf Dauer helfen. Aber!!! Medikamente können in der Anfangsphase auch eine große Hilfe sein.
Was die Meditation angeht so möchte ich euch bitten in der Meditation kein Wunder-Heilmittel zu sehen. Meditation ist einfach alles was man bewusst macht. Auch wenn einer ganz bewusst auf Klo sitzt dann meditiert er oder Sie.
Meditation kann bei einer Depression behilflich sein weil die kranke Person Ihren eigenen körper wieder wahrnimmt und das ist der erste Schritt aus einer Depression. Die wirkliche Hilfe die sich aus dem meditieren ergibt ist aber dass man sich in einer "sicheren" Umgebung intensiver mit sich selbst zu beschäftigen anfängt und so auf Dauer seine Muster verändert. Jedoch ist das, meiner Meinung nach, auch die größte Gefahr. Es besteht die Möglichkeit das die kranke Person "abrutscht" und sich eine eigene Welt erschafft und sich in diese Welt zurückzieht. Deswegen ist es sehr wichtig das die Kranke in diesem Prozess begleitet und beobachtet wird.
Bei einer fachlichen Anleitung und Beobachtung der Patientin ist ein Erfolg fast garantiert. Jedoch rate ich von Meditationen ab die der breiten Masse als stilles sitzen bekannt sind. Das ist der falsche Weg der Selbstwahrnemung bei einer Depression. Ich rate grundaätzlich zu aktiven Meditationen.
Persönlich würde ich die dynamische Meditation von Osho vorschlagen. Aus folgenden Gründen: Sie lädt den Körper mit neuer Energie auf und die Patientin lässt in einer Phase dieser Meditation all die Gefühle, die eine Depressive so sehr quälen, aus sich heraus.
Diese Meditation wird mit einer Ruhephase abgeschlossen.
Wer diese Meditation zum ersten Mal "richtig" macht erlebt eine Erfahrung die man mit Worten nicht beschreiben kann. Danach ist eines sicher: Die Person bleibt nicht mehr die gleiche wie sie mal war - das ist in positivem Sinne gemeint.
Liebe Grüße

"Meditation" ist so ein allgemeiner Begriff wie "Spritzen" oder "Bauchwickel".
Es gibt viele verschiedene Arten von Meditation!
Meditation kann nützlich, aber auch schädlich sein.
Insbesodere habe ich gehört, dass Meditation bei Personen, die an einer Psychose leiden, begleitet werden muss oder gar ganz unmöglich ist.
Keinesfalls kann man bei einer schweren Depression auf die Mittel eines Facharztes verzichten! Das wäre lebensgefährlich!

Wenn es eine "echte" Depression ist,kann sie durch die Medidation schlimmer werden,es gibt auch andere alternative Behandlungsmethoden;z.B. Cranio Sakral.

Wenn sich etwas erst mal verschlimmert, dann ist das immer gut. Meditation liegt nicht jedem, aber es kann sehr beruhigen und einen inneren Ausgleich schaffen. Hat deine Freundin es schon mal mit einer Hypnotherapie bei einem Tiefenpsychologen probiert ? Hier mal eine Info-Seite: www.meg-tuebingen.de
Ist sehr erfolgreich diese Methode. Auf jeden Fall muss sie sich in professionelle Behandlung gebe, damit es sich nicht verfestigt. Alles Gute für dich und deine Freundin

das kann schon nicht verkehrt sein manche machen auch joga oder autogenes training damit der körper und die seele wieder ins gleichgewicht kommen.
Naja...............eine herkömmliche Behandlung kann Meditation nicht ersetzen.
das beste ist immer noch montags-motivation!!!!!
http://www.youtube.com/watch?v=yvBHj7YQ5Mo
liebe grüße ;-)
Meditation ist in vielerlei Hinsicht geeignet, Glück zu empfinden: Wenn wir meditieren, sind wir ganz bei uns selbst, werden uns unseres eigenen Seblbst bewusst. Gefühle von Depression, Anspannung, Angst und Stress verringern sich, denn diese kommen allesamt aus dem sich Selbst getrennt fühlenden Ego. Also Meditations-Anfänger kann man auch Hilfsmittel wie Meditations-CDs zur Hilfe nehmen (bei Depressionen habe ich z. B. gute Erfahrungen gemacht mit den Brainwaves-Meditations-CDs Heilung der Geüfühle und Lebensfreude aus dem Programm von www.meditations-cd.de).

kann vielleicht unterstützen, aber Medikamente wird sie trotzdem benötigen
rockbock82 am 24. Juli 2009 20:45 So ein Quatsch. Mit Medikamenten unterdrückt man nur und macht seinen Körper kaputt. Man sollte es erst mal ohne versuche. Es gibt so viele Behandlungsmöglichkeiten. Jeder brauch ne andere.
bibi8888 am 24. Juli 2009 20:46 eine "echte" Depression kannst du nicht mit Kräutertee therapieren!!Außerdem solltest du nicht so aggressiv antworten....kommt nicht gut!!
rockbock82 am 24. Juli 2009 20:50 Habe nichts von Kräutertees gesagt. Aber man muss die Ursache erforschen und Medikamente unterdrücken diese. Ausserdem haben sie erhebliche Auswirkungen auf den Körper. Man sollte es immer erst ohne versuchen. Es ist scheis.s schwer von dem Mist wieder runterzukommen und ohne dieses Gift zu leben. Aus welchem Teil entnimmst du eine Aggression ???
bibi8888 am 24. Juli 2009 20:53 das kann nur ein Arzt entscheiden und als "Mist" würde ich notwendige Medikamente auch nicht bezeichnen. Depressionen haben oft einfach auch körperliche Ursachen und betreffen den Gehirnstoffwechsel, daher immer zum Fachmann!!
bibi8888 am 24. Juli 2009 20:55 die Meinung eines anderen ist nie "Quatsch" :-)
rockbock82 am 24. Juli 2009 20:56 Da gebe ich dir Recht. Das sollte ein Fachmann beurteilen. Aber leider werden viel zu leichtsinnig Medikamente verschrieben. Deshalb sagte ich ja auch, dass eine Ursache gefunden werden muss.
bibi8888 am 24. Juli 2009 20:58 na siehste, wir vertragen uns ja doch...grins
rockbock82 am 24. Juli 2009 21:00 Na klar :-)

Meditation setzt Erfahrung voraus. Das ist eine gute Idee, aber ohne eine Person die die Leitung übernimmt wird das nichts. Autogenes Training sollte der erste Schritt sein, dann seht weiter.

Sie meint wohl eher Depression im Sinne von schlecht-drauf-sein und nicht Depressin als Krankheit
Nun ja, ich wage zu bezweifeln, dass die Anzahl der Psychologen, die sich mit dem Thema auskennen, übermäßig groß ist.
Wen sollte man sonst fragen? Es gibt meiner Meinung nach genug Psychotherapeuten. Und da muss sich mal einer mit dem Thema auseinandersetzen.
am besten: sich selbst. hat man ein gutes gefühl dabei? ist die antwort : ja. dann wird es vermutlich auch irgendwie hilfreich sein.
Das ist durchaus richtig! Ob es immer zum Erfolg führt? Bei einer mir nahestehenden Person z.B. hätte das nie und nimmer funktioniert.
Jemanden, der sich mit Meditation auskennt, vielleicht? Es gibt jede Menge ausgebildete Meditationslehrer, die beim Erlernen der Methode behilflich sein können.