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medikinet - Längerfristige Nebenwirkungen und Alternativen zu den Medis?

gefragt von Nordfriesin am 02.06.2009 um 20:34 Uhr

Das Kind (10) über das ich mir Sorge ist das Kind meiner Freundin. Sie wurde längere Zeit durch mehrere Tests gebracht und das Resultat war ADHS! Sie bekommt jetzt seit einigen Monaten Medkinet. Da sie zur Zeit sehr starke Gefühlsausbrüche bekommt glauben wir dass es evtl auch mit der Vorpubertät zu tun haben könnte. Meine Freundin ging mit ihr zum Arzt und ihr wurde empfohlen die Dosis zu erhöhen. So tat sie es jedoch mit Zweifeln. Jetzt einige Wochen später scheint sie teilweise total benommen zu sein, glasige verträumte Augen usw.... ein weiterer Besuch beim Arzt auf Grund von starken Zweifeln der Mutter... wurde sie auf Deutsch gesagt zurechtgewiesen ..... wolle sie nun dass ihre Tochter ruhiger wird oder nicht!?

Tja nun ist sie total fertig.... hat demnächst einen Termin beim Kinderpsychologen. Welche Alternativen gibt es zu den Medis gegen ADS/ADHS?? Meine Freundin ist total fertig mit den Nerven und ich möchte ihr nichts falsches raten. Man sagt ja dass Retalin & CO die Persönlichkeit auch verändert.... welche Erfahrungen habt ihr gemacht?


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Lilly878
beantwortet von Lilly878 am 2. Juni 2009 20:40
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Ich bin eigentlich total gegen diese Art von Medikamenten bei Kindern. Vor allen diese Modekrankheit ADHS. Ich würde die Dosis nicht erhöhen, nur weil das Kind unruhiger und unbequemer wird....hat sie einen strengen Tagesablauf? Wenn nicht, dann sofort einführen. Klare Abläufe mindern die Aggressionen. Jetzt würde ich den Psychologen abwarten. War sie da etwa noch gar nicht??

Kommentar von Nordfriesin am 2. Juni 2009 20:52

Ja sie selber ist auch nicht begeistert davon Medis zu geben udn auch ich war total dagegen aber wenn man als alleinerziehende Mutter mit den Nerven am Ende ist handelt man manchmal doch nach Anraten der Schulmediziner...in der Hoffnung sie liegen hoffentlich doch richtig. Sie merkt ja jetzt, dass es ihr nicht wirklich hilft...


noonie
beantwortet von noonie am 2. Juni 2009 20:48
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hallo, ich arbeite in einer wohngruppe für kinder und jugendliche mit behinderungen, drunter sind auch einige adhs- kinder (mit zusätzlicher gestiger behinderung). also, wir geben auch methylphenhydat (wirkstoff von medikinet & co.), in schweren fällen sogar alle 3 std., ich finde es ist recht gut verträglich (unsere kinder sind auch gut eingestellt) und es wird vom körper sehr schnell abgebaut (in nicht retadierter form inerhalb von 3 std.). wichtig ist halt dass das kind individuell gut eingestellt wird, wenn deine freundin das gefühl hat ihre tochter "abzuschießen" sollte sie die dosis reduzieren! im besten fall natürlich zusammen mit dem arzt (den ich schnellstens wechseln würde wenn er mein kind oder mich so behandeln würde...), am besten wendet sie sich mal an einen speziallisten (woher kommt sie?) methylphenhydat ist für viele kinder für begrenzte zeit eine gute möglichkeit mit sich und ihrer umwelt klarzukommen, ist aber keine dauermedikation (sprich über viele jahre). außerdem gibt auch einige andere möglichkeiten betroffenen kinder hilfen anzubieten die nichts mit medis zu tun haben. wenn du gerne weiter info's hättest kannst du dich gerne nochmal bei mir melden. gruß, noonie


pezzi
beantwortet von pezzi am 2. Juni 2009 20:37
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sie soll sich mal mit Mikronährstoffen befassen, ein Link wäre: www.hck-vitalstoffe.ch, die geben auch am Telefon Auskunft. Zudröhnen würde ich das Kind nicht!!

Kommentar von D77129be1f5b1d1cea994d5cb100c232smallKrabbeltier am 5. Juni 2009 14:53

eine Maßnahme wäre auch das Buch :die Krankheits Erfinder ab Kapitel 6-oder dieses Kind evtl. vorrübergehend in eine Pflegestelle zu geben.


Krabbeltier
beantwortet von Krabbeltier am 5. Juni 2009 14:50
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Viele Eltern tun ALLES um "Ruhe zu haben" und nehmen dankbar Rezepte an,die vom "Spezialisten" verordnet werden=geteilte Verantwortung.Methylphenidat ist ein Amphetamin-dem Heroin sehr ähnlich! Es macht nicht ruhig und konzentriert...sondern auch "betäubt und phlegmatisch".Ein Teufelskreis beginnt ,da sich Nebenwirkungen einstellen.Ich bin ein "Poltererkind" gewesen,eine vorsintflutliche Bezeichnung der 50ziger Jahre,für ein wildes-nervendes Kind.Ich bekam mit 9J. Adrumban und Psychopharmaka ,vom Hausarzt! und habe davon viele Jahre u.a. Panikattacken-Zwänge etc. gehabt,die sich bis weit in meine 20ziger Jahre! auswirkten.Die rückwirkende Diagnose eines Arztes war:ich war ein sehr lebhaftes Kind,mit ebensolchem Freiheitsdrang,welches in seiner Familie als Erstgeb. nicht "artgerecht gehandelt wurde". Sicher nervt so ein "Rebell"die ganze Familie-aber da gibt es svtl. andere Maßnahmen als "Zombielin?"


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anonym
beantwortet von Hathor am 10. Juli 2009 14:18
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Zu Beginn möchte ich erwähnen, dass ich unter ADHS leide und es bei mir mit 10 Jahren vestgestellt wurde und nach einigen erfolglosen Therapien bekam auch ich Ritalin. Später bekam ich Concerta.

Solange das Medikament richtig dosiert ist, schädigt es überhaupt nicht, im Gegenteil. Aber so wie ich es sehe, ist diese Dosis ein bisschen zu hoch, wenn das Kind so verträumt und ruhiggestellt ist. Bei mir war das so, dass meine Symptome (mit 10 wohlgemerkt!) erst ab der Dosis von 120mg am Tag (das schockt einige jetzt ich weiss ;-)) so stark abgeschwächt wurden, dass ich mich auch wohl fühlte, aber und das ist das Wichtigste, ich wurde nicht ruhig gestellt, sondern ganz einfach auf ein normales Level heruntergeholt.

Am besten ist es, wenn ihr mit der Dosis ein bisschen runtergeht. Es kann natürlich ein Weilchen dauern, bis das richtige Mass, für das Kind gefunden wurde, aber es hilft. Und mit dem Alter werden diese Dosen auch immer weniger. Ich zum Beispiel bin heute 20 und bin auf einer Dosis von 35mg am Tag.

Und zu dem was der Arzt gesagt haben soll: Wenn er wirklilch zu ihr gesagt, hatt sie wolle doch, dass das Kind ruhig ist, so soll sie unferzüglich den Arzt wechseln!! Den so dürfen diese Medikamente nicht eignesetzt werden!!! Sie sollen die Kinder nicht ruhigstellen, sondern sie sollen den Kindern lediglich ein halbwegs normales Leben ermöglichen ohne ihre Art zu ändern!!!

Gruss


anonym
beantwortet von Hathor am 10. Juli 2009 14:23
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Und was ich vergessen habe zu erwähnen: Der Charakter wird nicht verändert, sicher nicht. Das können mir alle glauben. Ich bin immer noch der genau gleiche ausgeflippte Vogel wie immer, aber in einem normalen Mass. Also davor braucht man keine Angst zu haben. Vor diesem Arzt hingegen schon!

Ich hoffe, ich konnte helfen.


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