Medikamentöse Behandlung gegen psychische Erkrankung eingehen?

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3 Antworten

Hallo..
Ich war vor ca 5 Jahren schonmal in Behandlung wegen psychischer Probleme (Depressionen) bin damals weil man da schnell nen Termin bekommt zur Uniklinik wo es ambulant behandelnde Ärzte gibt. Damals habe ich Venlafaxin bekommen was mir sehr geholfen hat. Blöde Nebenwirkungen war starkes schwitzen... Allerdings mit der Auflage das ich auf jeden Fall auch eine Vergaltenstherapie anfange. Was mir echt schwer fiel. Aber der beste Schritt überhaupt war. Hatte Glück und bekam relativ schnell nen Termin bei einer tollen Therapeutin.
Die Therapie ging 2.5 Jahre. Dann hab ich angefangen die Tabletten abzusetzen was sehr schwer fiel wegen tatsächlichen Entzugserscheinungen...
2 Jahre zwischendurch war danach alles ok...
Seit ein paar Monaten bin ich wieder in Behandlung. Diesmal über einen Neurologen der mir auch Escitalopram verschrieben hat. Die erste Dosierung hab ich nicht bemerkt (5mg) jetzt bin ich bei 15 mg und mir gehts besser damit. Morgen fängt meine Vergaltenstherapie wieder neu an. Keine Tablette der Welt wird dein Problem wirklich lösen aber es wird helfen aus dem loch ab und zu mal rauszuklettern und kraft geben eine Verhaltensänderung in Angriff zu nehmen..

Ein guter Spuch von einem Freund

Wenn dir due Sch*e bis zum Hals steht lass den Kopf nicht hängen

Alles gute dir...

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Beides hochwirksame und effektive Medikamente. Ich hatte die gleiche Erkrankung vor etwa 10 Jahren. Daher weiß ich was du durchmachst. Allerdings macht es wenig Sinn unter Tavor eine Ausbildung zu beginnen. Das Tavor soll dir jetzt erst mal helfen überhaupt wieder klar zu kommen. Ich würde dir aber dringend zu einer stationären Therapie zu machen. Die dauert zwar ein oder zwei Monate, aber dann wirst du viel über deine Krankheit lernen und wirst optimal eingestellt. Dann bist du auch in der Lage eine Ausbildung zu machen. Aber nimm jetzt erst mal die Medis in der verordneten Dosierung und dann wird es
in einer Woche sicher schon deutlich besser gehen. Die Gefahr der Abhängigkeit ist nicht so hoch, wenn du die Dosierung nicht eigenmächtig änderst.
Ich wünsche dir viel Kraft auf deinem Weg in eine bessere Zukunft!

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Ich muss sagen das jeder Mensch unterschiedliche Erfahrungen sammelt. Man wird davon nicht abhängig :) , man kann es schritt für schritt absetzen. Ich bekam sowohl escitalopram als auch citalopram verschrieben, aufgrund meiner Depression. Und nunja, ich habe in der Zeit 2 Selbstmordversuche hinter mir. Allerdings will ich jetzt nicht sagen, dass dies immer der Fall sein wird. Was du aber wissen solltest ist das es einem in den ersten Wochen meistens schlechter gehen wird. 

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