oligopol74 am 14.10.2009 um 20:05 Uhr
Eine Freundin hat Depressionen und soll nun Citalopram nehmen. Sie hat aber sehr sehr große Angst vor Nebenwirkungen, sie hat sich im Internet "schlau" gemacht und viele entdeckt. Wie kann ich ihr die Angst davor nehmen, damit sie das Medikamet nimmt? Oder sollte ich ihr auch davon abraten?
Das ist mir bekannt. vielleicht solltest Du in ihrer Nähe bleiben wenn sie ihre erste Tablette einnimmt um ihr die Sicherheit zu geben,daß du bei eventuell auftretenden Nebenwirkungen gleich ärztliche Hilfe holen kannst.Oder setze dich mit ihr auf einer Bank im Krankenhaus und sie nimmt da die erste Tablette ein.Da kann ihr dann sofort gehofen werden.Sobald sie dann merkt das nichts passiert könnt ihr ja wieder gehen.Bei der 2. Tablette wird sie dann entspannter sein.Das gibt ihr ein Gefühl von Sicherheit.Sprecht euch da gemeinsam ab,wie es für sie am besten ist. toll das du sie da ernst nimmst und das Problem nicht abtust.Für sie ist das ein ernstes Problem.Unterstütze sie. Viel Glück

Jede Wirkung hat auch eine Gegenwirkung!Aber gerade bei Depressionen ist der Nutzen meist grösser als der "schaden"Nicht einfach NICHT einnehmen.dann besser dem Arzt seine Bedenken mitteilen!

ach nebenwirkungen sind doch sooo selten und wenn sie nun gerade welche bekommen sollte dann kann sie es doch wieder absetzten , viele alte leute bekommen das... ohne nebenwirkungen!
Bei Antidepressiva sind Nebenwirkungen aber nicht selten. Aber sie brauchen 4-6 Wochen, um ihre Wirkung zu entfalten. Bei den ersten Nebenwirkungen wieder abzusetzen wäre nicht sehr sinnvoll.

Hallo Oligopol,
die Angst kann ich gut nachvollziehen, in diesem Jahr wurde bei mir festgestellt, dass ich wohl an einer Autoimmunkrankheit leide - leider weiß man noch nicht an welcher. Aus diesem Grund fühle ich mich gerade als Versuchskanninchen für Medikamente. Eine Kollegin, die an MS erkrankt ist, empfahl mir das Buch "Bittere Pillen", in dem Buch werden SERIÖS alle Medikamente aufgeführt und nach Wirksamkeit bewertet. Auch sind die häufigsten Nebenwirkungen aufgeführt. Einen Teil der Infos findet man auch im Internet unter http://www.bittere-pillen.de/bipi/neueszubekannten_medikamenten.html
Aber nichts desto trotz sollte sie - wie auchmama schon richtig bemerkt hat - mit ihren Befürchtungen mit Arzt oder Apotheker sprechen

Was die Nebenwirkungen allgemein betrifft: Schau dir doch nur einmal einen Beipackzettel für bspw. Aspirin an. Da kann dir auch Angst und Bange werden.
Ich habe auch mal eine Zeitlang Citalopram genommen. In den ersten Tagen war mir morgens leicht übel, aber ansonsten habe ich nichts gespürt. Weder positive noch negative Folgen, sodass ich's irgendwann abgesetzt habe.
Citalopram ist wohl immer noch eines der besseren ADs, bei dem die Nebenwirkungen allgemein nicht so arg sind. Probieren soll sie's ruhig, absetzen kann sie's dann immer noch (aber lieber nur nach ärztlicher Absprache ... ich habe es damals einige Monate genommen und dann von heute auf morgen abgesetzt ... das war ein Fehler ... tagelang habe ich nur noch geheult und war depressiver denn je).
Und wenn's mit dem Citalopram nichts ist, kann man immer noch ein anderes Medikament ausprobieren ... Die meisten Depressiven probieren mehrere Medikamente, bis sie "ihres" finden.
Sie sollte sie einschleichend nehmen, also nicht direkt die endgültige Dosis sondern erst einmal nur eine halbe Tablette am Tag.
Nebenwirkungen sind bei Antidepressiva in der Tat nicht selten, aber letztlich harmlos im Vergleich zu dem, was die Depression mit einem macht, sprich, es ist das kleinere Übel. Versuch ihr klar zu machen, dass es ein Ende der Depression geben kann (das können sich Depressive nämlich oft nicht vorstellen) und dass die Tabletten ihr helfen können, wieder richtig zu leben.
Viel Glück!
wäre ich auch skeptisch. Besonders diese Medikament wird in den letzten zwei Jahren sehr oft verschrieben. es oll gegen Depressinen und Ängste gut sein. Hat aber Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme. vielleicht mal zu einem anderen (Naturheilverfahren)Arzt gehen, was der so sagt.

Es ist leider nun mal so: Was für das eine gut ist, ist für das andere schlecht bzw. hat evtl. entsprechende Nebenwirkungen. Deshalb wägt ein guter Arzt den Schaden- Nutzen-Effekt ab, d.h., ob der Nutzen, den das Medikament bringt, größer u. wichtiger ist, als der vielleicht entstehende Schaden in Form von Nebenwirkungen. Wenn Deine Freundin Vertrauen zu ihrem Arzt hat, würde ich ihr raten, das Präparat einfach mal auszuprobieren. Klappt es nicht, kann sie ja immer noch wechseln. Viel Erfolg! Gruß gigunelsa
Nach einer Nierentransplantation musste ich anfangs 24 Tabletten am Tag nehmen. Von dem einen Medikament kann man unter anderem Verwirrtheit, Geistesgestörtheit, Stimmen hören usw.. kriegen... Bis jetzt hab ich nix gemerkt! Oder merkt ihr was?... ;D Antidepressiva wirken sehr langsam, und Nebenwirkungen hat jedes Medikament, müssen aber nicht bei jedem auch wirklich auftreten!
hallo, ich nehme diese tabletten auch, und etzt bin ich endlich besser drauf. ich hab von nebenwirkungen noch nichts gespürt.wenn man sie nicht verträgt ,kann man sie wieder absetzten

Mal gucken, wie häufig die NW auftreten, ist oft nicht signifikant. Und wenn sie so schlimme Depris hat, MUSS sie was tun. Ich kenn mich da leider aus, hatte mir schon ein Hochhaus ausgeguckt. Dann doch lieber Nebenwirkungen, oder?

Jeder reagiert - gerade bei Antidepressiva - anders. Es gibt Medis, die bei Person A der volle Erfolg sind und bei Person B der totale Flop und andere, bei denen es umgekehrt ist. Die Nebenwirkungen sind natürlich, wenn man sie liest, erschreckend. Aber das sind alles nur Sachen, die auftreten können, es aber meist nicht tun. Wichtig ist, dass man sich bei auftretenden Nebenwirkungen an den Arzt wendet und zu dem ist sie hoffentlich bei Depris ohnehin in Kontakt.

Nochmal mit dem Arzt sprechen, oder Apotheker...LG