Frage von Luakeyn, 76

Medienwirkung auf das Gehirn! Ich brauche dringend Hilfe!?

Hey Leute Ich habe heute erfahren das ich nächste Woche meine GFS bezüglich der Frage : Wie bringt man die heutige Jugend durch die Medien um den Verstand?

Als ein unterthema habe ich das Gehirn. Alles schön und gut, aber ich finde nirgends etwas, wo genauer auf die Medieneinwirkung auf das Gehirn eingegangen wird. Habt ihr vielleicht ein paar Tipps, welche Websiten ich noch aufrufen könnte? Um in eine Bibliothek zu gehen bleibt mir keine Zeit mehr! Ich wäre euch unglaublich dankbar!

Bitte antwortet mir!

LG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von matmatmat, 27

Das klingt als Thema... bizarr. Das ist ja nicht als Frage formuliert "Bringen Medien junge Leute um den Verstand?" sondern "Wie bringen Medien junge Leute um den Verstand" -so als wären das ganz sichere Fakten.

Zum Thema "Machen 3D-shooter aggressiv" bzw. "Was beeinflussen die im Gehirn" kann ich dir Literatur raussuchen, aber das ist eine so seltsame Vorgabe und ein so "weites" Themenfeld...

Kommentar von Luakeyn ,

Ich bereue es auch, dort meine GFS dort zu machen ..... aber das wäre echt super!

Kommentar von matmatmat ,

Wie gut ist dein Englisch? Die meiste Literatur, die direkt von Wissenschaftlern veröffentlicht wird ist Englisch. Auf Deutsch gibt es dann nur Blogbeiträge oder sowas die es beschreiben, sowas kann man eigentlich nicht als Quelle angeben...

Dazu kommt das Artikel wie dieser hier: http://econtent.hogrefe.com/doi/abs/10.1024/0040-5930.64.2.103 zwar deutsch sind aber weil die Wissenschaftsverlage damit Geld verdienen zum Teil so ein PDF viel zu viel Geld kostet für eine Privatperson :(

Ich würde 3 Hauptfelder sehen wie sich Mediennutzung auf das Gedächtniss auswirkt:

- Hand/Auge Koordination (das ist sehr direkt, das wird durch "zocken" meßbar besser)

- Gedächtniss (hier ist es nicht ganz klar, ob wir "digital dement" werden, weil wir alles in Wikipedia nachlesen statt es uns zu merken)

- Sozialentwicklung (Machen aggressive Spiele Gewalttätig? Spielen von natur aus aggressivere Menschen häufiger Gewlatspiele? Hier deutet es meist darauf hin, das es keine negativen langzeitauswirkungen hat)

Vielleicht in deiner Arbeit die drei Dinge kurz erklären und wie sie im Gehirn funktionieren und dann schauen, was Du dazu finden kannst, wie Medien es beeinflussen?

Kommentar von Luakeyn ,

Das ist ist super! Vielen, vielen Dank!

Antwort
von joriti1999, 37

Zum Beispiel werden jugendliche durch Killerspiele (Leag oft Legends, World oft Workraft und Counter Strike) zu aggressiven Amokläufern. Das schlimme ist auch, das sie durch das Spielen solcher Spiele abstumpfen und immer mehr aus der Realen Welt in ihre blutige Killerwelt eintauchen, in der es Geld dafür gibt, möglichst brutal Passanten zu töten.

Kommentar von Luakeyn ,

Das ist mir ja klar, aber wie sich das auf das Gehirn auswirkt! Das ist eine Folge auf das Verhalten...

Trotzdem danke:)

Kommentar von joriti1999 ,

Die für Soziales und Einfühlungsvermögen zuständigen Hirnareale verkümmern. Außerdem wird bei jedem "Kill" im Spiel Dopamin vom Körper freigesetzt, was ein Glücksgefühl verursacht. Da durch kommt es zu einer Sucht nach immer mehr Kills.

Kommentar von Luakeyn ,

Okay danke :)

Kommentar von karinili ,

Alle Welt scheint hier auf einen Kriminologen zu hören. Gott, wie ich dieses Argument nicht mehr hören kann.
Computerspiele – vor allem Online-Spiele wie League of Legends und WOW (abgesehen von Counterstrike übrigens Fantasy/SciFi-Spiele mit Schwertern und Co – welcher kleine Junge hat als Kind nicht gerne Ritter gespielt?) – sind ein Massenphänomen der heutigen Gesellschaft. Ich wage zu behaupten, dass mehr als die Hälfte aller Jugendlichen schon einmal eines dieser Spiele gespielt hat bzw es als ein Hobby ansieht. Sind deshalb alle potenzielle Amokläufer? Wenn dem so wäre, müsste es doch viel mehr Amokläufe geben.

Die meisten Jugendlichen können sehr wohl zwischen der Realität und der Welt des Spiels unterscheiden. Es sind zumeist Umstände wie Mobbing und ein negatives Soziales Umfeld, dass Amokläufe auslöst. Zumal sie ein weitgehend amerikanisches Phänomen sind, da dort der Zugang zu Schusswaffen wesentlich einfacher ist.

Es gibt (noch) keine represantivenStudien dazu, ob Amokläufe und Computerspiele zusammenhängen. Sehr wohl aber gibt es dokumentierte Selbstversuche, in denen bekannte Gamer versuchen, ob sie aufgrund des vielen Zockens dazu fähig sind, eine Waffe zu bedienen, geschweige denn vernünftig zu zielen.

Kommentar von Luakeyn ,

Anfangs können sie schon unterscheiden. Aber steigt der Konsum, so ziehen sie sich immer mehr in die virtuelle Welt zurück. Dies muss nicht ausschlaggebend für einen Amoklauf sein. lediglich argressives Verhalten oder gar voller rückzug sind davon schon auswirkungen

Kommentar von matmatmat ,

Das stimmt so *nicht* die wenige Forschung die es zu dem Thema gibt zeigt bisher, das 3D / Shooter Spiele diese Auswirkungen nicht haben. Zwar gibt es wenig longitudinale Studien (die z.B. mit 10, 15 und 20 Jahren Alter den gleichen Jugendlichen bewerten und schauen ob er aggressiver geworden ist und ob das mit Spielen zusammenhängt), aber bisher scheint das nicht so zu sein. Da klafft leider ein ziemlicher Spalt zwischen Wissenschaft und dem was BILD und der ein oder andere Politiker (die es ja sicher besser wissen als Psychologen die schon 10 Jahre dran ganztags dran forschen) gerne hätten...

Kommentar von joriti1999 ,

Ich denke vor allem, dass man zwischen Killerspielern und normalen Kindern ganz klar anhand des Verhaltens differenzieren kann. So verhalten sich Kinder die viele Gewalt beinhaltende Spiele Spielen häufig aggressiv und antisozial. Des weiteren ist zu bemerken, dass das Töten für viele Jugendliche und Kinder durch diese Spiele, in denen es häufig darum geht Menschen möglichst brutal zu töten, kaum noch etwas abstoßendes bzw trauriges ist. Die Kinder halten es viel mehr für etwas lustiges, worüber man mit seinen Freunden im sogenannten Team Speak lacht. Zitat: "Ey digga der Headdy ging straight in den Head, der hat sich voll weggewaffelt! Def hat krass keine Checkungen mehr!" Das bedeutet auf Deutsch so etwas wie: "Freund, ich habe grade jemandem in den Kopf geschossen, derjenige liegt nun bewegungslos am Boden." Das diese Sprache für einen normalen Deutschen Muttersprachler kaum zu verstehen ist, zeigt ja wohl wie sehr Killerspiele unsere Kinder versauen.

Antwort
von karinili, 37

Machs doch nicht zu technisch ;)

Ich würde vor allem die Einwirkung auf das Unterbewusst sein eingehen, und wie sich das Unterbewusstsein folglich auf das eigene Konsumverhalten auswirkt.

Auch Interessant wären vielleicht Productplacement-Geschichten. Das heißt, wenn Stars dafür bezahlt werden gewisse Klamotten zu tragen, oder in Filmen immer gewisse – gesponsorte – Geräte vorkommen. Achte zum Beispiel in vielen Filmen und Serien darauf. Da wird das Macbook oft als gängiger Altagsgegenstand dargestellt und folglich suggeriert, dass es normal ist ein MacBook zuhause zu haben. Sehr bekannt auch: Als James Bond in einem Film nicht seinen bekannten Martini bestellt sondern Heineken trinkt. Quasi wieder das suggerieren, dass dieses Produkt äußerst hochwertig ist, wenn es sogar erfolgreiche Geheimagenten trinken.

Ich weiß leider nicht mehr wie sie heißt, aber es gibt in diese Richtung auch eine sehr gute Dokumentation über das extreme Marketing von RedBull. Also wie sie es geschafft haben, zu so einem Kultgetränk zu werden, obwohl viele es nicht einmal gut finden.

Kommentar von Luakeyn ,

Es wäre nur ein kurzer einblick und die Gliederung steht schon. Das habe ich ja auch alles in meiner GFS.... daran wird es nicht fehlen :)

Kommentar von karinili ,

Hormonhaushalt und gesellschaftliche Zwänge vielleicht?

Bei Konsum (sprich Kauf) werden ja (kurzzeitig) Glückshormone freigesetzt, was dann noch einmal dadurch gefördert wird, dass man von Freunden und Bekannten ja Lob und Bewunderung für gewisse neue Items erhält. Positive Bestärkung in einer starken Leistungsgesellschaft hat schließlich so seine Effekte. Dadurch Verknüpfen sich dann auch Synapsen neu und stärker, wodurch das Konsumverhalten wieder gefördert wird etc

Kommentar von Luakeyn ,

Guter Gedanke :) Wäre aber eher eine Gefahr von Medienkonsum :)

Antwort
von nikfreit, 13

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