Frage von chrissi1503, 45

Med. Dienst der AA hält mich für nicht vermittlungsfähig, obwohl ich NICHT krank bin und z.Zt. auch einen Minijob habe. Wie kann ich mich wehren?

Hallo, ich bin Chrissi, 59 Jahre. Seit 1.12.15 bin ich arbeitslos und beziehe (zum ersten mal in meinem Leben) Arbeitslosengeld. Bei meinem ersten Gespräch mit meiner Sachbearbeiterin, bat ich darum, mir keine körperlich anstrengenden Arbeiten anzubieten. Daraufhin händigte sie mir einen Fragebogen aus, auf dem ich auch meine Rückenprobleme bei Belastungen angab. Zusätzlich musste ich auch meine Ärztin von ihrer Schweigepflicht entbinden.

Zum Ende meiner letzten Tätigkeit, die körperlich einiges abverlangte, hatte ich massive Schmerzen und zusätzlich psychische Probleme und Ermüdungserscheinungen. Ich war damals auch 7 Wochen krank geschrieben. Danach meinte aber meine Ärztin, ich solle mir doch einen leichteren Teilzeitjob suchen. Mir ging es auch wieder besser. Also meldete ich mich beim AA. Soweit alles gut. Zusätzlich hatte ich das Glück, Mitte Dezember schon, in einer neu eröffneten Modeboutique einen kleinen Minijob zu finden. Ich war total glücklich und meine Chefin rief Anfang April für mich beim AA an, um einen Eingliederungsantrag für mich zu stellen, um mich so fest einzustellen. Dieser Antrag ging ihr vergangene Woche auch zu. Und prompt am nächsten Morgen erhielt sie einen Anruf vom AA, das hätte sich erledigt, sie bräuchte den Antrag nicht mehr zu stellen. (Was ich aber zu dem Zeitpunkt nicht wusste)

Zeitgleich erhielt ich einen Anruf meiner SB, ich muss dringend beim AA vorsprechen. Frohen Mutes spazierte ich da hin und dann ein Schlag ins Gesicht:

"Laut Gutachten des Ärztlichen Dienstes können Sie die kommenden 6 Monate keine 3 Stunden am Tag arbeiten weil Sie depressiv und übermüdet sind, und somit sind Sie nicht mehr vermittlungsfähig und erhalten kein ALG 1 mehr. ALG II kommt ja auch nicht in Frage, da Sie ja nicht mehr arbeiten können"

Ich dachte, ich hör nicht richtig! Dieser ärztliche Dienst hat mich nie gesehen! Ich hätte doch eine Festanstellung bekommen können in der Boutique! Ich fragte sie, was ich jetzt tun kann. Da bekam ich die Aussage, ich soll zu meiner Ärztin gehen und mich krank schreiben lassen, dann bekäme ich 6 Wochen Lohnfortzahlung vom AA und danach würde ja die KK übernehmen. Ganz ehrlich, wie bescheuert (sorry) ist das denn??? Natürlich bin ich nach diesem Termin sofort zu meiner Ärztin gefahren. Sie hat gegenüber dem AA NIE behauptet, ich könne keine 3 Stunden mehr arbeiten. Und als ich dann sagte, sie müsse mich jetzt krankschreiben, damit ich überhaupt noch Geld bekomme, fasste sie sich auch an den Kopf und meinte, dass das doch nicht sein könnte. Hinzu kommt nun auch noch, ich kann jetzt noch nicht mal in der Boutique arbeiten, weil ich ja "krank" bin!

Keiner, dem ich diesen Fall geschildert habe, konnte mir einen Rat geben, weil noch keiner so etwas gehört hat. Ich bin verzweifelt und wütend zugleich! Ich hoffe, von Euch weiß jemand, wie ich jetzt weiter verfahren soll. Ich habe keinen Partner, der mich ernährt und für mich geht es um meine Existenz.

Lieben Dank schon mal im voraus. Chrissi

Antwort
von chrissi1503, 26

Den Vertrag könnte ich nur bekommen, wenn dieser Eingliederungsvertrag bewilligt würde.Da der Laden noch so neu ist und der erwartete Umsatz z.Zt. noch nicht erzielt wird. Außerdem ist die Textilbranche für mich noch Neuland und ich muss noch einige Zeit eingearbeitet werden. Diese Eingliederungszuschüsse sind gedacht, um älteren AN wie mir, eine Chance zu geben, überhaupt noch einen Job zu finden.

Antwort
von stubenkuecken, 25

Unterschreibe den Arbeitsvertrag und arbeite. Du bekommst das Gehalt vom Arbeitgeber und kein ALG I oder II vom Staat. Wo liegt das Problem?

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