Frage von Fechnis, 49

MB-Kosten trotz erfolgreichem Widerspru h?

Hallo Community,

folgenden Sachverhalt stellt sich da.

1.) Gläubiger hat Forderung an RA bzw. vorab an Inkasso abgegeben

2.) Schreiben wurden bislang ignoriert, da die angegebenen Summen weder plausibel, noch nachvollziehbar waren.

3.) Gegen MB wurde fristgerecht Widerspruch eingelegt. Parallel wurde der Gläubiger angeschrieben.

4.) Gläubiger räumt Forderungsminimierung/ -korrektur ein. (Sachverhalt ist wohl für den Gläubiger noch immer nicht erledigt)

5.) Neue Forderungsaufstellung vom RA -> Die Frist für den RA um auf den Widerspruch des MB zu reagieren ist bereits vorbei - RA ist der Sache wohl nicht weiter nachgegangen, da mit keinem Erfolg gerechnet werden kann. Dennoch tauchen nun 2 Posten auf, die mich irritieren (RA-Gebühren Mahnbescheid & Gerichtskosten Mahnbescheid).

Müssen diese Kosten/Gebühren durch mich getragen werden, obwohl es zu keinem Vollstreckungsbescheid gekommen ist?

Vielen Dank vorab

Antwort
von mepeisen, 29

Bezugnehmend auf deine gepostete Auflistung der Gebühren: Die Kostendopplung aus Inkasso und Anwalt ist sowieso bereits verboten. Ich würde den nun unstrittigen Teil bezahlen. Direkt an den Gläubiger, zweckgebunden. Wenn die Forderung in Gänze strittig ist bzw. nicht durchsetzbar, dann halt nichts überweisen.

Dann würde ich Beschwerde beim Aufsichtsgericht des Inkassos einreichen (kostet außer Briefporto nichts). Tenor: "Das Inkasso hat nicht die gebotene Sach- und Fachkenntnis. Es hat bewiesen, dass es zwingend auf die Zuarbeit eines Anwalts angewiesen ist und sogar die Kenntnisse fehlen, einen gerichtlichen Mahnbescheid zu beantragen. Daher muss hier zwingend von Amts wegen sofort die Lizenz entzogen werden."

Ich würde auch Beschwerde bei der zuständigen Anwaltskammer einreichen. Wegen verbotener Kostendopplung, was einen Verstoß gegen das RVG darstellt.

Man kann ein gar lustiges Schauspiel beobachten, wie das Inkasso Ausreden erfindet, warum die Kostendopplung OK war.

Ich habe noch nie gehört, dass solche, die so einen Unfug treiben, jemals vor Gericht gegangen sind, um die Gebühren einzuklagen.

Kommentar von Fechnis ,

OK. Wie schaut es bzgl. den Kosten für den MB aus? Seitens des RA wurde ja keine Forderungsgrundlage geliefert. Auf der anderen Seite stelle ich mir die Frage, ob die Kosten vom RA nicht gemäß der RVG rechtmäßig sind - zumindestens ein Teil davon. Da nach der "Korrektur" nur noch gerundet 230 EUR aus der Hauptforderung besteht. Theoretisch wären doch 124 EUR schon fast sittenwiedrig oder sehe ich das falsch?

Kommentar von mepeisen ,

Das kann man ohne Kenntnis des Sachverhaltes nicht beantworten. Wusste der Gläubiger von deiner Reklamation, bevor er den Anwalt einschaltete und bevor es zum Mahnbescheid kam? Ist ein Teil davon durchsetzbar? Wenn ja, wieso hast du diesen Teil nicht bezahlt?

Antwort
von kevin1905, 31

Nein ist nicht zu zahlen. Dem MB wurde widersprochen. Wenn er die Kosten erstattet haben will darf er Klage einreichen.

Kommentar von Fechnis ,

Rein aus Interesse: Auf welcher Basis bzw. mit welcher Rechtfertigung würde/könnte geklagt werden?

Kommentar von kevin1905 ,

Kosten der Rechtsverfolgung.

Antwort
von Erdianer, 13

Das Verfahren ruht jetzt bzw. wird bei Gericht weggelegt, wenn die Klägerseite das Verfahren nicht durch eine Klage mit Begründung und Beweisen beim Streitgericht einreicht.

Für die bisher entstandenen Kosten steht  momentan der Kläger gerade.

Antwort
von EXInkassoMA, 30

Gib mal gerundet die einzelnen Positionen

Werden noch zusätzlich Inkassokosten eingefordert ?

Kommentar von Fechnis ,

744,96 EUR aus Hauptforderung (26 Posten) 0,80 EUR Zinsen* 124,00 EUR Inkassokosten (ignoriere ich sowieso) 1,11 EUR Zinsen* 1,11 EUR Zinsen* 124,00 EUR RA-Kosten 1,40 EUR Boniabfrage MB 2,15 EUR Zinsen* 44,00 EUR RA-Geb. MB 32,00 EUR GK MB 2,23 EUR Zinsen* -507,02 EUR Saldenminderung ohne Neuberechnung *Zinsen jeweilig verschiedene Zeiträume

Kommentar von EXInkassoMA ,

Dem MB wurde widersprochen , Die Gegenseite könnte wg den Rechtsverfolgungskosten klagen

Die 124 € Inkassokosten würden aber auf jeden Fall wegfallen

Aus dem Bauch heraus würde ich sagen das eine Klage recht unwahrscheinlich ist

Vermutlich kommt ein Vergleichsvorschlag oder es schläft ein

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