Frage von Jannologisch12, 53

Maximale Fischanzahl im Aquarium berechnen?

Hallo zusammen, ich spiele mit dem Gedanken mir ein Aquarium zuzulegen. Ich informiere mich gerade darüber wie viele Fische maximal in ein bestimmtes Becken gesetzt werden sollten.

Dabei bin ich auf die Seite http://www.aquarium-mit-unterschrank.de/ gestoßen. Dort wird an einem Beispiel die maximale Fischanzahl eines Beckens berechnet.

Kennt ein Aquarium-Liebhaber hier vlt die Rechnung und geht auch so vor oder muss man die Rechnung nicht so ernst nehmen? Bin da etwas skeptisch.

Wie berechnet ihr die maximale Fischanzahl eures Aquariums?

Danke schonmal!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dsupper, Community-Experte für Aquaristik & Aquarium, 20

Hallo,

Anfänger brauchen ja immer eine "Leitlinie", nach der sie sich erst einmal richten können, weil ihnen ja das notwendige Wissen und die Erfahrung noch fehlt.

Daher ist die Rechnung auf deiner verlinkten Seite genau richtig.

Prima auch, dass dort aufgeführt ist, dass ein AQ ja nur rechnerisch eine bestimmte Wassermenge enthält, praktisch aber eben 15 - 20 % weniger hineinpassen.

Ein Überbesatz ist IMMER die Wurzel aller aquaristischen Übel und sollte daher vermieden werden, auch, wenn einem selbst das AQ dann sehr sehr leer erscheint.

Aber ein moderat besetztes AQ, mit gesunden Fischen und Pflanzen und klarem Wasser ist ein wesentlich schönerer Anblick und auch viel zufriedenstellender, als ein überbesetztes AQ mit gammelnden Pflanzen, kümmernden und sterbenden Fischen und einer Algenpest.

Gutes Gelingen

Daniela

Antwort
von Grobbeldopp, 27

Das ist alles nicht wirklich zu gebrauchen.

Der wichtigste Punkt für die Frage, wieviele Fische man pflegen kann ist das Sozialverhalten der Tiere. 

Dann kommt die Filterung und die Häufigkeit und Größe der Wasserwechsel. Wenn man übertrieben filtert und viel Wasser wechselt kann man Becken überbesetzen ohne die negativen Konsequenzen, solange der wichtigste Punkt, nämlich dass es mit dem sozialen Verhalten der gewählten Fischart übereinstimmt. Ohne Filterung oder bei schwacher Filterung ist es umgekehrt.

Die 1cm pro Liter und Beckengröße durch 10 Regel gibt bei kleineren Fischen (2-5 cm) einen nur geringen Besatz an, man kann sie bedenkenlos brechen in dieser Größenordnung. Dagegen wird der Platzbedarf größerer Fische in größeren Becken damit stark unterschätzt.

Lass es mit den Berechnungen und frage konkret nach, welche Fische wieviel Platz brauchen in welcher Gesellschaft.

Meiner Einschätzung nach resultiert die Anwendung solcher Regeln hauptsächlich darin, dass zu kleine Schwärme von kleinen Schwarmfischarten angeschafft werden. Mehr ist bei solchen Fischen oft besser.

Aber nicht vergessen: Zu Beginn sollte der Besatz eines neuen Beckens am besten gering sein, damit sich die Bakterien gemäß der Belastung entwickeln können. UND wenn man die Fische für das eigene Becken vermehren will muss man Platz lassen.

Antwort
von fhuebschmann, 31

Nee daran kann man sich orientieren pro cm ausgewachsenem Fisch 1-2l Wasser, und der zweite Teil der Regel besagt das die Fische nur etwa 10% der kantenlänge erreichen sollten. Also ein Standard 54l Becken mit einer kantenlänge von 60cm sollten Fische nur maximal 6cm lang werden. Geht man von einer Wassermenge in einem solchen Becken von 40-42l aus macht das 7 Fische. Sieht recht leer aus, aber mit einem überbesatz fängt meist das Übel an.

Es gibt auch Aquarienarten die überbesetzt werden sollten, Malawisee Aquarien z.b. Diese sind aber nicht ganz einfach und erfordern einen hohen Pflegeaufwand. Diese fangen so ab 300l aufwärts an, und benötigen einen wöchentlichen Wasserwechsel von 50%. Und so viel Arbeit sollte man sich als beginner ersparen...

Antwort
von willom, 22

Die Regel ...: " 1cm Fisch pro Liter Wasser " ist ein eher grober, aber nicht unbedingt falscher Anhaltswert.

Bei sehr kleinen Becken kann diese Faustregel allerdings schon zuviel sein, während man bei sehr großen Becken mit leistungsfähiger Filteranlage auch ruhig etwas großzügiger mit dem Besatz sein kann.

Hängt von den Gesamtumständen ab, vom Aufwand den man treiben möchte und nicht zuletzt von den unterschiedlichen Bedürfnissen der verschiedenen Fische.

Grundsätzlich sollte man ein Becken nicht zu klein wählen, weil jeh größer das Becken ist desto stabiler ist das biologische Gleichgewicht darin und desto geringer ist der Pflegeaufwand..

Desweiteren brauchen viele Fische auch eine bestimmte Mindestbeckenhöhe oder -Länge, manche hübschen Pflanzen machen aufgrund ihres Wuchsverhaltens und ihrer Größe in kleinen Becken auch keinen Sinn.

Ich würde auf keinen Fall kleiner als 80...100 Liter gehen, wenn möglich lieber was um die 120...150 Liter.



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