Frage von Janhassenpflug1, 11

Mathestudium nach der Fachhochschulreife (Wirtschaft/Verwaltung)?

Guten Tag,

ich stehe vor einer schwierigen Entscheidung und benötige dabei euren Rat. Vor kurzem hab ich die fachliche Hochschulreife im Bereich Wirtschaft/Verwaltung an einer Fachoberschule in Hessen erlangt.

Nun möchte ich studieren und muss mich entscheiden. Meine Wahl liegt zwischen Mathematik und BWL. Ich liebe Mathematik und würde diesen Studiengang am liebsten wählen. Von den Zulassungen her gibt es kein Problem. Die Fachhochschulreife reicht in Hessen an vielen Universitäten für fast alle Bacheor Studiengänge aus, darunter auch Mathematik.

Allerdings weiß ich, dass ich man nach einer fachlichen Hochschulreife einen niedrigeren Wissensstand besitzt, als nach einer allgemeinen Hochschulreife. Darunter wird in der gymnasialen Oberstufe viel mehr in Mathe durchgenommen, als in der Oberstufe eines Fachabiturs. Auf der anderen Seite muss man in der gymnasialen Oberstufe einen festen Themenplan vorliegen, der strickt runtergezogen werden muss, wobei man sich nicht lange an einem Thema aufhalten kann. Bei der Fachoberschule hat man viel mehr Freiheiten und man kann sich viel intensiver mit den Grundlagen beschäftigen.

Ich möchte einfach keine falsche Entscheidung treffen. Entweder Mathe oder BWL. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Vllt gibt es hier ja Leute, die in einer ähnlichen Situation zeitgleich stecken, bzw. welche die ein ähnliches Problem mal hatten und jetzt Mathe trotzdem studieren. Ich brauche Meinungen von anderen Personen und einen Rat dazu, was ihr mir empfehlen würdet.

Expertenantwort
von Suboptimierer, Community-Experte für Mathematik, 8

Bis jetzt hast du nur Argumente für Mathematik genannt und noch keine für BWL. Angesichts dieser Tatsache empfehle ich dir das Mathematikstudium.

Kommentar von Janhassenpflug1 ,

Stimmt schon. Allerdings besitze ich für diesen Sutiengang aufgrund der fachlichen Hochschulreife zu wenig Grundwissen.

Antwort
von Manuel129, 5

also.. wenn du wirklich eine Leidenschaft für Mathematik hast, studier es. Glaub mir, ob du Abitur mit Mathematik Leistungskurs, oder "nur" einen FOS-Abschluss hast, macht im Mathematik-Studium kaum einen Unterschied: da fliegen alle erst mal ziemlich auf die Nase, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Im Mathematik-Studium bringt dir Wissen allein keine guten Noten ein. Wenn du in der Lage bist, logisch zu denken (eine Fähigkeit, die auch während des Studiums erworben werden kann, solte sie noch nicht vorhanden sein), und vor allem sehr sehr sehr viel Motivation und Durchhaltevermögen mitbringst, wirst du es schaffen. Aber lass mich das klar stellen: Mathematik ist wohl eines, wenn nicht sogar das schwierigste Fach, welches man studieren kann.

Noch was zum Abschrecken: Das erste Jahr wirst du wahrscheinlich Jeden (!) Tag 10 Stunden lernen müssen, um die Klausuren halbwegs zu bestehen.

Kommentar von Janhassenpflug1 ,

Für mich als Fachabiturient wird es trotzdem sein, als für welche die das Abitur haben. Davon bin ich trotzdem irgendwie überzeugt

Kommentar von Manuel129 ,

ja? also wenn du willst, sag ich dir wie du ganz schnell auf das Level kommst.. 4 Wochen sollten wohl ausreichen. Zum Grundwissen: Jedes Thema wird während des Studiums nochmals behandelt, und zwar in Gänze, das Grundwissen hilft einem für gewöhnlich in den ersten 1-2 Vorlesungen, ab dann geht es aber in eine Richtung, die selbst der beste Lkler nicht vorausahnen könnte xD

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