Mathematik im Psychologiestudium?

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7 Antworten

Meine Tochter hat in Kiel Psychologie studiert, ich habe u.A. Mathe studiert und über 37 Jahre unterrichtet. Was ihr im Studium 6 Semester lang in Mathe abgefordert wurde, hätte ich (ohne es zu studieren) nicht gekonnt. Aber es war eben Angewandte Mathematik, Statistik, nicht Mathe, das sind eigentlich zwei verschiedene Fächer. Du darfst wohl in Mathe keine Vollversagerin sein, aber ein Mathe Leistungskurs hätte Dir auch nicht viel genutzt. Was Du lernen musst, wird Dir beigebracht, und Du musst eifrig lernen. In Kiel wird sogar gelehrt, dass man alles vergessen soll, was man in der Schule gelernt hat. Allerdings ist die Psychologie in Kiel auch klar behavioristisch (Verhaltenspsychologie) und damit extrem statistiklastig. Das kann woanders ganz anders sein.

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Bei Mathe geht es weniger um spezielle Vorkenntnisse als vielmehr um das Verständnis von logischen Zusammenhängen und das nachvollziehen der gelernten Inhalte im Bereich Statistik.

Im allgemeinen kann man sagen dass man dafür keinen Leistungskurs in Mathematik gehabt haben muss.

Grundsätzlich wird alles erklärt. Und auch wenn man noch nie etwas von einer bestimmten Formel gehört hat, kann man diese Kurse sehr gut bestehen, wenn man sich etwas damit beschäftigt und einliest.

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Wie du schon sagtest es ist viel Statistik, wo auch einzelne Module nur darüber gehen. Meine beste Freundin studiert Psychologie und hatte jetzt eine Statistikklausur und musste mehrere Seite Formeln auswendig lernen.

Aber schaue dir mal den Studienverlaufsplan an, das ist echt von Uni zu Uni unterschiedlich.

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Ist deine Frage nicht ein bisschen widersprüchlich???

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Kommentar von Sebsnd
01.08.2016, 15:28

Inwiefern

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Kommentar von Sebsnd
01.08.2016, 15:29

Es interessiert mich einfach, wie hoch der Matheanteil ist.

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Wir haben Psychologie in der Schule zwar nur im Rahmen des Pädagogikunterrichts, aber ich denke mit einem mathematischen Grundverständis kommst du da schon durch.

Außerdem brauchst du sowieso die Matura um zu studieren. Da solltest du das können

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Kommentar von Sebsnd
01.08.2016, 15:32

Dankeschön

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Ist - wie schon gesagt wurde - unterschiedlich. Die Mathe-Zeiten scheinen in der Psychologie (zumindest im Bachelor) aber überall längst vorbei zu sein.

Was ich in den letzten Jahren gesehen habe, beschränkt sich das auf angewandte Statistik, oft eher in Kursen zur Bedienung der entsprechenden Software und Lesen-können der ausgeworfenen Tabellen. Dass da noch jemand weiß, was dort eigentlich mit seinen Daten angestellt wird - geschweige denn warum -, kann ich nicht mehr behaupten.

Gab es früher neben Stochastik noch "richtige" Mathematik in Grund- und v.a. dem Hauptstudium, scheint das völlig aus dem Lehrplan verbannt worden zu sein.

Insofern würde ich Entwarnung geben.

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Hey, Statistikdozent für Psychologen hier...

Es ist von Hochschule zu Hochschule verschieden, welcher Schwerpunkt auf quantitative Methoden gelegt wird. Oftmals siehst Du das schon vor dem Studium im Modulhandbuch (unter Statistik oder Quantitative Methoden geführt)...

Statistik ist schaffbar und kein Hexenwerk. Es gibt auch einfache Literatur dazu. Ich beobachte häufig, dass Studenten sich einfach nicht trauen Literatur in die Hand zu nehmen. Und noch etwas: Statistikklausuren aufschieben bricht regelmäßig den Studis das Genick.

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