Materialismus vereinbar mit Übernatürlichem?

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4 Antworten

Ich sage es mal so: Jeder kann doch an das glauben, an das er will, solange er nicht versucht mich zu missionieren.

Frage ist auch, ob man um zB an einen Gott oder einfach eine höhere Macht wie zB das Schicksal zu glauben, wirklich eine Religion braucht.

Die vielen Auslegungen der Glaubensrichtungen erlauben es aber sicher irgendwo, in materialistischem Wohlstand zu leben und trotzdem vor Gott nicht gleich als Sünder angesehen zu werden. Man bedenke nur, in welchem Prunk viele Bischöfe, Kardinäle und Päpste der Vergangenheit geschwelgt haben, ohne sich vor Gottes Gericht zu fürchten…

Und auch was das rationale Denken betrifft: Muss alles erklärbar sein, oder gibt es nicht doch einen gewissen Teil, den man sich einfach nicht erklären kann bzw für den die einzige Erklärung Zufall/Schicksal/höhere Macht lautet ist? Man sehe sich nur die riesen Kette an Zufällen an, die nötig war, dass wir hier heute im Internet hängen und schreiben.

Ich bezeichne mich selbst als Atheist, weil ich von Religion an sich nichts halte. Für mich schließt es sich aber deshalb nicht aus, dass es nicht doch etwas "Übernatürliches" gibt, das sich meinem Verstand und Erklärungsvermögen entzieht. Ich finde auch den Gedanken von Karma (also tu gutes, dann kommt gutes zu dir zurück) stimmig und schön.

Aber wie gesagt, wie sehr man dem eine Bedeutung zumessen will und kann, das kannst nur du für dich entscheiden. Etwas, das sich mit deinem Denken vereinbaren lässt, gibt es in dieser weiten Welt aber sicher :)

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Kommentar von qgsdlcfwkdgsd
04.07.2016, 18:22

Danke, sehr gute und unvoreingenommene Antwort!

Mit materialistisch meine ich das Weltbild, also dass alles genau so evolutionsmässig abgeloffen ist ohne höhere Macht. Das Problem ist, ich kann einfach an nichts übernatürliches glauben, weil ich sehr logisch bin, aber ich kann mich auch nicht damit abfinden, dass nach dem Tod wirklich vorbei ist und es wirklich keinen (objektiven) Sinn gibt.

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Ich bin Christ, ich glaube an ein Leben nach dem Tod. Ich habe keine
große Angst vor dem Tod. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich
überzeugt, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du
mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

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Ich als jemand der nicht glaubt sehe dinge die ich mir nicht erklären kann einfach so das ich sie mir nicht erklären kann und beantworte mir die innere frage mit einem "ich weiss nicht was das war"

Übernatürliche erklärungsversuche schließe ich dabei aus weil diese für mich nicht verifizierbar sind und entsprechen auch willkürlich.

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Kommentar von HumanistHeart
04.07.2016, 18:38

"Ich weiß es nicht" ist eine der ehrlichsten, intelligentesten Antworten die es gibt. Richtig.

Gläubige kapieren das eher selten.

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Übernatürliches gibt es nicht. Das ist eine Fiktion von Religiösen, die nicht begreifen wollen, dass es nicht für Alles eine Erklärung braucht und dass es völlig sinnlos ist Götter und Teufel anzubeten.

Wir leben alle eine gewisse Zeit und dann ist das halt vorbei. Da braucht es keinen Himmel voller "Jungfrauen" ....

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