Massendefekt: Warum wird bei Fusion Energie frei und nicht zusätzlich gebraucht?

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2 Antworten

Betrachte eine Analogie. Du nimmst zwei Magneten, welche zusammenhängen. Nun trennst du die Magneten und legst sie nebeneinander. Zum Trennen muss Energie aufgewendet werden. Wo steckt nun diese Energie? Sie steckt im magnetischen Feld zwischen den Magneten, welches bei den zusammenhängenden Magneten nicht vorhanden war. Würde man nun die beiden zusammenhängenden Magneten auf eine Waage legen und die beiden getrennten auf die andere Seite, dann wären die getrennten Magneten schwerer, denn man würde das magnetische Feld mitwiegen und wegen E = m * c^2 wäre dies dann schwerer. Natürlich funktioniert dieses Beispiel in der Realität nicht, weil die "Masse" des Magnetfelds gegenüber der der Magneten verschwindend gering ist. Bei Atomkernen ist der Effekt aber deutlich messbar.

Kleine Anmerkung: Statt Bindungsenergie wäre das Wort Trennenergie vielleicht angebracht, denn es ist der Energiebetrag, denn man zum Trennen der Kerne braucht.

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Wenn zwei Leute aus einer jeweils Einraumwohnung in eine gemeinsame Zweiraumwohnung ziehen, wird es "billiger".

Zwei Protonen im Atomkern haben eine viel größere Masse und damit auch Anziehung auf die Elektronen, die somit leichter auf ihrer Bahn gehalten werden können. Es wird auch weniger Raum in Anspruch genommen.

Stell dir vor, die beiden Mieter im obigen Beispiel würden das frei werdende Geld abgeben, statt es zu behalten. Das ist diese Energie, die bei Fusionen frei wird...

Ich liebe Fusion.

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