Frage von Muslim1453, 39

Martin Luther und seine Reformation was waren seine Kritiken?

Guten Abend bzw Nacht erstmal,

ich hätte eine Frage bezüglich Martin Luther's Reformation bzw seiner Kritikpunkte an der katholischen Kirchen.

Wieso war er gegen die Ehelosigkeit der Priester ? Wieso war er gegen die Heiligenverehrung ? Wieso war er gegen Mönchsgelübde und was ist eine Mönchsgelübde ? Wieso war er gegen den Primat des Papstes ?

Und ich hätte gerne eine sachliche Erklärung.

Danke im Voraus gute Nacht! :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von 1988Ritter, 17

Ehelosigkeit

Luther war gegen das Zölibat, da das Zölibat von vielen sowieso nicht eingehalten wurde. Zudem sind die theologischen Auslegungen zum Zölibat zweifelhaft.

Heiligenverehrung

Luther stellte schon frühzeitig fest, dass die katholische Kirche mit der Heiligsprechung recht großzügig umging, und viele Gläubige aufgrund von Falschinterpretationen eher zu den Heiligen als zu Gott beteten.

Mönchsgelübde

Dies ist so pauschal in den Aussagen von Luther nicht gegeben. Luther verstand das Mönchssein so, dass man nicht durch Gelübde über sein ganzes Leben hinweg eine Bestimmung einging. Es gibt übrigens einige evangelische Klöster. Dies nur als weiteren Hinweis.

Papst

Luther war gegen die Unfehlbarkeit des Amtes. Zudem war die katholische Kirche zu Zeiten Luthers immer noch nicht komplett davon gereinigt, dass man sich aus dem Adel heraus Kirchenämter kaufen konnte. Die Kirche war folglich durchsetzt von weltlichen Vorstellungen, die dann auch noch dogmatisiert und als unfehlbar dargestellt waren.

Kommentar von 1988Ritter ,

Vielen Dank für die Auszeichnung.

Antwort
von RandyLadholz, 10

Über Luther weis ich nicht sehr viel.

Aber die Heiligenverehrung, lehnen christen ab, weil nur Gott heilig ist. Wir verehren nur Gott, und nicht irgendwelche Menschen.

Und einen Papst als stellvertreter christi, ist nicht Biblisch. Der wahre stellvertreter von Jesus ist der Heilige Geist. Er kam an Pfingsten auf die Erde. Der Heilige Geist verbindet mich mit Gott und zeigt mir seinen Willen

Antwort
von applause, 20

Luther war allgemein gesagt gegen das Gefühl, vor Gott nie gut stehen zu können. Er war ein sehr frommer Mönch und hat immer angestrebt, die "Regeln" Gottes zu befolgen. Jedoch hat er nie die vollkommene Zufriedenheit erlangen können, da immer das Gefühl da war, dass er nicht gut genug sein kann.
Deshalb hat er durch Paulus entdeckt, dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist und wir vor Gott rechtfertigt sind. Das heißt, wir dürfen Fehler begehen, ohne gleich aus dem Reich Gottes verbannt zu werden.

Kommentar von applause ,

Och nö, ich find seine Vorstellung schon ganz gut gerechtfertigt :-) Religion ist doch etwas Lebensbejahendes und dann an einen Gott zu glauben, der sagt "Ah! Du bist in deine Ehe unglücklich und verlässt deine Frau? Zum Teufel mit dir" ist nichts was ja zu einem schönen Leben sagt :)

Kommentar von RandyLadholz ,

In Römer 8.1-2 steht, dass die Menschen, die mit Christus Leben nicht mehr verurteilt werden. Ich verstehe nicht, warum du @paintererr meinst, dass wer durch den Glauben gerettet wurde nicht für immer gerettet ist. Menschen können nicht perfekt leben. Doch hätte Gott uns perfekt und ohne Sünde gewollt,hätte er uns den freien Willen nicht gegeben. Was Gott wichtig ist, dass wir erkennen, dass wir ohne ihm nichts tun können. Was muss man denn deiner meinung nach tun um das Heil zu erlangen?

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