marihuana vor narkose mit 15?

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6 Antworten

Das kennen die Ärzte schon. Da bist du nicht der Erste. Mit 15 Jahren brauchst Du keine Angst mehr zu haben. Ein Arzt ist zwar dem Kindeswohl verpflichtet aber nicht mehr mit 15 Jahren. Du kannst es auch noch im Nachhinein sagen wenn Deine Eltern nicht dabei sind.

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Kommentar von ede45
29.11.2015, 18:28

Es gibt viele Gründe warum man dem Anästhesisten sagen sollte, dass man raucht, Alkohol trinkt oder Drogen nimmt. 1.) Die Narkoseeinleitung und die Intubation könnte schwieriger werden weil die erforderliche Tiefe der Narkose für eine Intubation möglicherweise nicht erreicht wird. Der Pat. könnte wieder aufwachen während der OP. Weiterhin besteht erhöhte Aspirationsgefahr weil beim Rauchen die Magensäureproduktion gesteigert wird. Das heißt, der Pat. ist nicht nüchtern. Man sollte mindestens 6 Std. vor der Narkose nicht mehr rauchen. 2.) Unabhängig davon schwächt rauchen das Immunsystem und schädigt alle Organe vor allem die Lunge. Darum erhöhte Gefahr einer Lungenentzündung nach der OP wegen der künstlichen Beatmung während der Narkose. Weiterhin sind die Bronchien eines Rauchers verschleimt weil Nikotin die Flimmerhärchen lähmt die den Schleim abtransportieren sollen. Auch deswegen ist die Lunge anfälliger für eine Lungenentzündung. 3.) Falsche Werte bei der Sauerstoffanzeige weil dass an Hb-gebundene Kohlenmonoxid fälschlicherweise miterfasst wird. Es gaukelt eine falsche Sauerstoffsättigung vor. Es zeigt 99% an, ist aber in Wirklichkeit niedriger weil Kohlenmonoxid fälschlicher Weise auch als Sauerstoff gemessen wird. 4.) Minderdurchblutung des OP- Gebietes bzw. des ganzen Körpers auf Grund der Gefäßverengenden und Gefäß schädigenden Wirkungen des Nikotins. Auch Alkohol schädigt die Gefäße. Daraus resultieren Wundheilungsstörungen u. Infektionen. 5.) Raucher u. Alkoholiker (wenn die Leber noch nicht geschädigt ist) benötigen mehr Narkosemedikamente. Die Toleranz für diese Med. ist größer. Bei längeren Genuss von Alkohol oder Drogen passt sich die Leber an und kann diese Gifte immer schneller und besser abbauen. Das bedeutet, dass diese Menschen mehr Narkosemedikamente benötigen weil auch die Narkosemedikamente schneller abgebaut werden. Sonst könnten diese Pat. während der Narkose plötzlich aufwachen. 6.) Alkoholiker und Kiffer haben mehr Rezeptoren bzw. die Rezeptoren werden unempfindlicher an denen auch die Narkosemed. andocken. Darum benötigen sie mehr Narkosemedikamente bis alle Rezeptoren besetzt sind. Diese Aussage trifft aber nur zu, wenn vor der OP kein Alkohol oder THC/CBD-Spiegel vorhanden war. War ein Spiegel vorhanden, verstärken sie die Wirkung der Narkosemedikamente (additive Wirkung). Dies führt zu einer tiefen Narkose und kann das Aufwachen verzögern sowie die Atmung beeinträchtigen (Atemdepression). Eine zu tiefe Narkose führt zu einer Hypotonie. Dies kann Lebensbedrohlich werden. Bei Rauchern ist vor allem durch die vorgeschädigte Lunge die Sauerstoffaufnahme in den Lungenbläschen reduziert. Wenn zur Aufrechterhaltung der Narkose ein Gas verwendet wird, benötigen Raucher eine höhere Konzentration an Gas um die gewünschte Wirkung zu erzielen weil der Gasaustausch durch die geschädigten Lungenbläschen beeinträchtigt ist. Im Zweifel wählt der Anästhesist eine TIVA. Nikotin und Alkohol lösen im gesamten Körper Stress aus. Darum haben sie einen erhöhten Stoffwechsel, Bluthochdruck und mehr Adrenalin im Blut. Durch den erhöhten Stoffwechsel und den hohen Adrenalinspiegel werden auch Narkosemedikamente schneller verstoffwechselt bzw. abgebaut. Auch darum benötigen Raucher mehr Narkosemedikamente damit sie während der OP nicht aufwachen (Awareness). Auch sehr ängstliche bzw. aufgeregte Pat. haben einen erhöhten Adrenalinspiegel bzw. ein erhöhtes HZV. Dadurch fließt ein geringerer Anteil Blut also auch weniger Sauerstoff und Narkosemed. zum Gehirn. Darum benötigen aufgeregte, ängstliche Patienten auch mehr Hypnotikum und Schmerzmittel. 7.) Alkohol schädigt jede Körperzelle. Aber besonders Leber, Gehirn, Herz und Knochenmark. Durch die giftigen Abbauprodukte des Alkohols (Acetaldehyd etc.) werden die Leber und das Gehirn besonders geschädigt. Daraus resultiert nach längerem Genus: Sodbrennen, Gastritis, Pankreatitis, Hypertonie, Leberzirrhose, Aszites, Ösophagusvarizen, Blutungen, Nierenschäden, Eiweißverlust, Arteriosklerose, Peritonitis, Schädigung der Herzzellen u. Herzkranzgefäße. Folgen: Herzschwäche, Herz-Rhythmusstörungen, Herzinfarkt. 7.2) Durch Alkohol wird der Tonus des unteren Speiseröhrenschließmuskels herabgesetzt sowie die Peristaltik der Speiseröhre (Aspirationsgefahr). 7.3) Die Leber hat einen erhöhten Sauerstoffverbrauch (Abbau von Alkohol, Fetten etc.). Eine Sauerstoffunterversorgung des empfindlichen Gehirns im Rahmen einer Narkose könnte die Folge sein. 7.4) Durch die Schädigung der Leber kommt es zu Gerinnungsstörungen. Dadurch kann es zu Blutungen bzw. Nachblutungen kommen. 7.5) Bei Rauchern kann es zu Adhäsionen von Blutzellen kommen. Das heißt, Blutzellen können verklumpen und so eine Thrombose, einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder eine Lungenembolie auslösen. Also unbedingt alles angeben. Hierbei ganz wichtig! Ein Anästhesist mit viel Erfahrung der die ganzen Komplikationen ausreichend beherrscht bzw. angemessen entgegen wirken kann! LG

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Beim Aufnahmeformular muss das eingetragen werden, musst du wohl dann fragen, ob du das ausfüllen darfst. Glaube nicht an grosse Auswirkungen, vorallem wenn der letzte Konsum schon länger her ist. (Keine Garantie!) Dennoch gilt Vorsicht, und ich würde es den Doktor auf jeden Fall wissen lassen. Die Frage existiert jedoch tausendfach im Internet, schau doch dort einmal nach. Viel Glück, Broccoli.

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Kommentar von Broccoli333
29.11.2015, 17:46

Wegen der Schweigepflicht, kannst du dem Arzt auch sagen, er solle es bitte nicht sagen, gibt zwar keine Garantie, besser als nichts ist es auf jeden Fall

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Wenn Du dem zuständigen Arzt bei der Befragung sagt, dass Du schon mal rumprobiert hast, es aber nicht das war, was Du Dir eigentlich vorgestellt hast, dann wird der Arzt alles Andere tun als Deine Eltern über Deine Experimente zu informieren.
Im Übrigen finde ich schon überaus verwunderlich, dass sich alle Welt um unerwünschte Kreuzreaktionen zwischen kreislaufmäßig längst abgebautem THC und Narkosemitteln Sorgen macht, aber so gut wie niemand um Kreuzreaktionen aufgrund von vorhergegangenem Alkoholkonsum und Narkosemitteln.

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Soweit ich weiß dürfte da zwar nichts passieren, aber zu deinem Arzt solltest du ehrlich sein. Sag es wenigstens de Anästhesisten.

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Wie lange ist der letzte Konsum vor der Narkose her?

Wenn du es angibst sollten deine Eltern im normalfall denke ich nicht informiert werden, wenn der letzte Konsum nicht lange he rist solltest du es aber auf jedenfall sagen!

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Kommentar von Hoffnungslos00
29.11.2015, 17:46

gestern wird das letzte mal vor der op gewesen sein, welche mitte/ende dezember sein wird

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Schweigepflicht ist Schweigepflicht. Frag einfach ob er allen (auch den eltern) gegenüber der Schweigepflicht verpflichtet ist. Und selbst wenn nicht, solltest du es sagen, weil gesundheit wichtiger als Ärger durch die Eltern ist.

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