Mimi081 am 14.09.2007 um 23:07 Uhr
Kann man von einem Mehrparteienhaus verlangen, daß sie einen Manisch-Depressiven Menschen im Haus dulden müssen, der alle in Angst und Schrecken versetzt? Wie ich heute gehört habe muß dies ja ein ganz krasser Mensch sein. Er schreibt Drohbriefe, läuft mit Klappmesser durch das Haus, sperrt sich im Keller ein, beschmiert die Wände und Böden mit Farbe, puhlt Löcher in den Verputz, qualmt die Kellerräume voll, beschimpft die Leute mit den übelsten Worten und droht mit Sätzen wie "ich erschlage dich, ich bringe dich um" usw. Selbst seine Mutter hätte vor ihm Angst. Gehört dieser Mann nicht eher in eine geschlossene Anstalt? Die Polizei (gestern gerufen) sähe das scheinbar nicht so.

Das ist nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Wenn Fremdgefährdung vorliegt, muss ihn die Polizei in eine Psychiatrie zwangseinweisen. Ob er dort bleibt entscheidet nach ärztlichem Gutachten ein Richter!!
Auch manisch- depressive und andere Persönlichkeitgestörte haben die gleichen Grundrechte wie wir, und für eine Zwangsbehandlung muss der Richter schon gute Gründe haben, solange niemand direkt bedroht wird, kann der Richter nicht anders als die Tür wieder aufzumachen!
Die Polizei wird diese Erfahrung schon gemacht haben mit diesem Mann.

Der Polizei sind die Hände gebunden, sie kann leider erst etwas unternehmen, wenn etwas passiert ist.
Aber der Mann gehört zweifellos zumindest in ärztliche Behandlung. Ob dann eine Einweisung in eine entsprechende Klinik (Anstalt ist ein hässliches Wort) erforderlich wäre, müßten ausführliche Untersuchungen ergeben.
Mimi081 am 14. September 2007 23:14 Er wäre schon in ärztlicher Behandlung. Hast Recht mit dem Wort (Anstalt), mir fiel grad kein passenderes ein..
gri1su am 14. September 2007 23:18 Notfalls sollten sich alle Mieter mal zusammensetzen und ein entsprechendes Schreiben an das zuständige Gesundheitsamt schicken. Möglicherweise wird dann ein Amtsarzt eingeschaltet.

schliese mich gri1su an.
Habe lange überlegt, ob ich nicht vielleicht auf "Zu Hause lassen" entscheide, aber dafür sind die Informationen zu spärlich. Insoweit kann ich mich nur meinen Vor-Schreibern anschliessen: er hat dieselben Rechte wie wir. Nur bei klarer Fremd- oder Eigengefährdung kann eine Zwangseinweisung erfolgen. Beleidigungen und Sachbeschädigungen allein sind (so schlimm sich das anhören mag) Handlungen des Betroffenen, die die Gesellschaft hinnehmen muss, weil ein Einsperren in die Psychiatrie eine weitaus härtere Massnahme wäre, im Vergleich dazu.

Ich würde das beim Gesundheitsamt mitteilen. Dort gibt es einen, für solche psychischen Fälle, zuständigen Arzt, der nach Lage der Dinge, weitere, geeignete Schritte einleiten kann. Die Polizei kann nichts unternehmen, solange nicht wirklich ezwas passiert ist.

Warum sollte man grundsätzlich manisch-depressive Menschen in eine "Anstalt" bringen. Das hängt doch von der Ausprägung der psychischen Störung ab.
gri1su am 15. September 2007 09:34 hab ich hier etwas überlesen? Von "grundsätzlich" ist doch hier gar keine Rede, oder? Ich denke, wir sind uns alle einig, daß ärztliche Behandlung erforderlich ist. Aber daraus ist nicht zwangsläufig auf eine Einweisung zu schließen.

Schließe mich neurodoc vollinhaltlich an.
neurodoc am 14. September 2007 23:43 vielleicht saßen wir uns schon gegenüber?
WolfRichter am 15. September 2007 00:00 Machst Du Forensik?
neurodoc am 15. September 2007 00:22 Nein, war 1 Jahr lang auf der psychiatrischen Aufnahmestation, die meisten landen zuerst da, bevor die in die Forensik kommen.
WolfRichter am 15. September 2007 10:12 Nein, dort war ich nie. Die Forensik kenne ich ein wenig aus dem Studium.

Weißt du genau das die Diaknose die du nennst auch an dem ist.Dann müßte die Polizei eigreifen in dem sie ihn in eine Psyachatrie bringt.
gri1su am 14. September 2007 23:45 Nein, das muss und das darf die Polizei eben nicht. Sie muss dann eingreifen, wenn reale Gefahr für Leib oder Leben gegeben ist: Bei dem Kranken selbst oder bei anderen Personen. Eher kann die Polizei nichts unternehmen.
Mimi081 am 14. September 2007 23:48 Die Aussage der Mutter an die Bekannte, die heute mit mir sprach. Er ging mit dem Klappmesser gestern auf ihren Mann los, daher hatte sie die Polizei gerufen, aus Angst das im etwas passiert. Da er aber nur damit herumgefuchtelt hat, sind sie wieder abgezogen, jede Nacht schreibt er an die Hausbewohner Drohbriefe und an die Bekannte nun erst Recht, so ihre Angst! Keiner traut sich z.B. mehr alleine in den Keller..
Ich kenne das Krankheitsbild von manisch-depressiven Menschen anders. Das hier scheint mir ein Wüstling zu sein, vielleicht ebenso psyschich krank. Ich würde beim nächsten Vorfall die Polizei benachrichtigen und vielleicht fragen, ob sei gleich einen Arzt mitschicken können.

Zwar ist das ein armes Schwein, aber wenn er andere Menschen bedroht, dann muss er aus dem Verkehr gezogen werden.
Sonst passiert das Übliche: Er bringt jemanden um, alle haben es kommen sehen und keiner hat etwas unternommen.

Eine Bekannte von mir, hatte so einen kranken Mann in einem Mietshaus, als Nachbarn. Aus welchem Grund auch immer, hatte er sie sich als "Opfer" ausgesucht. Er bedrohte und beschimpfte sie in jeglicher Form. Meine Bekannte erwägte schon umzuziehen.Zum Glück ist dieser Mann dann, auf Druck der anderen Nachbarn von sich aus ausgezogen. In der neuen Wohnung hat er dann eine Frau umgebracht. Deshalb finde ich, diese Menschen müssten auf jeden Fall regelmässig ärztlich überwacht werden. Ich finde es besteht eine Gefahr für die Allgemeinheit, die man nicht unterschätzen sollte.

Diese Menschen sind zu bedauern. Ich weiß nicht ob man diese Menschen therapieren kann.
neurodoc am 15. September 2007 00:25 Einen manisch-depressiven Menschen schon, bei Persönlichkeitsstörungen wird es schon schwieriger, wenn das ganze schon über viele Jahre geht, wahrscheinlich nicht mehr im Sinne einer vollständigen Wiederherstellung.
Ohne "Ferndiagnosen" stellen zu wollen: das klingt eher nach einer Psychose! Würde mich auch an das Gesundheitsamt wenden, bzw. die Mutter des Betreffenden als Angehörige sollte dies tun!

Wenn dieser Mann andere Mitbewohner bedroht ist er eine Gefahr für sich und andere. Es scheint aber, wenn ich aus Deinen Zeilen das herauslese, dass alle vor ihm Angst haben, aber wohl kaum sich trauen, ihn immer und immer wieder bei der Polizei anzuzeigen - je mehr Anzeigen vorliegen, umso mehr wird dieser Mann auch aktenkundig und die offiziellen Stellen können das Problem nicht ignorieren. Für so einen Satz wie "ich erschlage dich, ich bringe dich um" hätte dieser Mensch von mir garantiert schon eine Anzeige bekommen....

Es ist immer das Gleiche. Von weitem geben sich alle tolerant und äußern ihr großzügiges Mitleid. Wenn aber jemand mit so einem Menschen zusammen leben muß und sich und seine Familie täglich bedroht fühlt, sieht die Welt ganz anders aus. Rein rechtlich gesehen hat man anscheinend kaum eine Chance etwas dagegen zu tun. Ob unsere Gesetzgebung so richtig ist oder nicht, sei mal dahin gestellt. Meiner Meinung nach gehören solche tickenden Zeitbomben erst einmal aus dem Verkehr gezogen, in welcher Form auch immer.

Dieser Kranke gefährdet sich und andere mit seinem Verhalten. Aufgabe der Hausverwaltung ist auch, den Hausfrieden zu bewahren -der hier gefährdet zu sein scheint-. Deinen Angaben nach hat er im Hause nachweisbar Schäden angerichtet (Löcher in Putz, Schmierereien, Verunreinigungen). Dieses ist der strafrechtlich relevante Tatbestand der Sachbeschädigung. Erfolgt nun eine Anzeige der HV bei der StA, erfolgen Vernehmungen durch die Polizei, die der StA zugeleitet werden. In der HV vor Gericht wird dann der Richter einen RA als Pflichtverteidiger beiordnen, ein Gutachten erstellen lassen und über eine Einweisung entscheiden. Solange werdet ihr aber weiterhin mit dem Kranken unter einem Dach leben müssen.

Es gibt meiner Meinung nach in jeder Stadt einen sozialpsychiatrischen Dienst.
Man kann dort selber anrufen, die Situation schildern und um Hilfe bitten. Es gibt auch die Möglichkeit, sich an einen Kontaktbeamten der Polizei zu wenden, der dann alles in die Wege leitet.
Es kommt zuerst eine Sozialarbeiterin nach vorheriger Anmeldung und schafft sich einen Überblick im Gespräch mit der Person.
Nachbarn werden ebenso befragt. In diesem Fall würde wahrscheinlich zum Besuch zugleich ein Arzt (Psychiater) mitkommen. Bei Bedarf wird dann durch diese Stelle ein weiteres Verbleiben besprochen. Weiter geht es dann mit richterlicher Verfügung, Einweisung usw., wie schon beschrieben.
Hallo zusammen,
ich bin ja als 35 jahriger von mansich-depressiven Schwankungen ebenfalls betroffen, wegen mir war natürlich auch schon mal die Polizei da, however, ich sehe die Heilungschancen für Menschen mit biopolarer Störung jetzt mal so:
01: Medikamente sind überhaupt kein Mittel für eine dauerhafte Gesundung der sicherlich für außenstehende Mitmenschen schwierigen Krankfheit und der Folgen. Medikamente (z.B. Licium)können nur im akut Zustand die Schwankungen der Manie einerseits und der Depression andererseits stoppen(Wirkung.Firewallprogramm). Die Dosierung mit Licium muß exact auf den Beroffenden abgestimmt sein, es kann nämlich passieren, dass bei zustarker Einstellung des Medikaments sich alles auf einer Ebene im Gefühlsbereich abspielt, mit anderen Worten, damit kann man leider dauerhaft kein normales Lben führen...
02: Viel wichtiger ist für ein absehbaren Zietraum eine geeignete Psychothaerapie, allerdings nur mit Therapeuten, die sich mit der Materie einerseits auskennen und die Menschen aufbauen können, indem man manisch-depressiven dauerhaft zuhört um herauszufinden, was sie eigentlich wollen/beruflich wie privat. Wichit: keine zwangseinweisungen in Psy<chatrien, sonderen mansich-depressiven menslchlichkeit zeigen!!!
Meine Erfahrung sagt mir, dass nicht alle Psychatrien aber doch sehr viele Einrichtungen leider " Abschaum" sind, dass klingt sehr hart, aber die Menschen egal welche Krankheit sie haben werden wie der aller letzte Dreck behandelt, mit anderen Worten, Ärtze haben leider zu viel Macht und sie nutzen die Hilfslosigkeit der Menschen gnadenlos aus. Das ist generell ein großes Probelem unserer Gesellschaft!!
Ziel: Für Menschen mit mansich-depressiver Krankheit ein gesundes Umfeld schaffen (beruflich wie auch privat und persönlich) um die immer noch nicht ganz heilbare Krankheit "Manische-Depression" letzentlich doch zu heilen!!!
GRUß
srhag
Es gibt keine pauschale Lösung. Jeder Hilfeschrei eines Menschen kann sich anders äussern...
richtig