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Mangel an Kinder

gefragt von swallowtailswallowtail am 12.08.2009 um 10:25 Uhr

Gestern unterhielt ich mit einer 88-jährigen Frau aus dem Sudetenland. Heimatvertrieben.

Sie hatte 13 !! Kinder. Und sagte mir, dass sie es überhaupt nicht verstehen kann, dass die Menschen heute keine oder nur 1 Kind haben wollen. Dabei hätte es sie unendlich viel schwieriger gehabt. Ihr Mann war im Krieg, dann Kriegsgefangener. Sie musste den Bauernhof alleine bewirtschaften und dann zum Schluss die Heimat mit den Kindern verlassen. Ein Kind wurde auf der Flucht geboren. Entbehrungen, Not, Hunger und vieles mehr.

Und heute? Wieso bekommen die Deutschen so wenig Kinder? Ich konnte es ihr wirklich nicht erklären. Könnt ihr das?? Ich sehe sie heute wieder, vielleicht kann ich ihr Antworten bringen..

Danke!

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Kinder x 17.936

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bibi8888
beantwortet von bibi8888 am 12. August 2009 10:27
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früher waren die gesellschaftlichen "Ansprüche" an Ausbildung und Lebensplanung nicht so hoch und auch nicht mit so viel Geld verbunden. Ein Kind bedeutet heute eine ziemliche finanzielle Leistung der Eltern auf viele Jahre gesehen.


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cinderellaf
beantwortet von cinderellaf am 12. August 2009 10:27
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Damals gab es noch nicht so viele Verhütungsmethoden. Ausserdem denken die Leute heute als erstes mal darüber nach, ob sie sich ein Kind leisten können. Was damals nicht zur Debatte stand...


anonym
beantwortet von asterix777 am 12. August 2009 13:04
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@kaesbrot:

Genau das ist der typische Trugschluss.

"Dem Kind was bieten" - rein kommerziell gesehen.

Es ist viel wertvoller den Kindern Zeit, Aufmekrsamkeit und Liebe zu schenken als teures Spielzeug!

Ein Kind in einer glücklichen, bescheiden lebenden Großfamilie ist sicherlich zufriedner und wird sich positiver und verantwortungsvoller entwickeln als ein mit Spielzeug überhäuftes Einzelkind das Vater und Mutter - der Arbeit wegen - kaum gesehen hat.


anonym
beantwortet von asterix777 am 12. August 2009 13:00
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Weil die Leute heutzutage ganz erheblich egoistischer denken und vor allem selbst Spaß haben wollen, Karriere machen wollen und sich viel leisten wollen etc.

Kinder passen nicht in diese egoistische Einstellung.

Sehr traurig aber wahr!


anonym
beantwortet von dantheman am 12. August 2009 11:50
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Das mit der Emanzipation ist wahrscheinlich nicht ganz verkehrt - die Karriere (oder auch der Spaß) steht bei jungen Frauen noch im Vordergrund. Außerdem haben heutzutage weniger Familien eine Landwirtschaft. Kinder wurden eben früher "benutzt" um auf dem Feld zu arbeiten, bzw. um auf die jüngeren Geschwister zu Hause aufzupassen. Konsumgesellschaft und Bildung/Wirtschaft/Mobilität tun ihr übriges dazu.

Kommentar von 97adadcc054eb9520f333308387ac44dsmallgottesanbeterin am 13. August 2009 08:53

Und diese "benutzten" Kinder sind in weiterer Folge sehr lebenstüchtig, verantwortungsvoll und - bewußt geworden. Die durften nämlich arbeiten und mußten nicht immer spielen!

Kommentar von dantheman am 13. August 2009 11:19

Was willst du damit aussagen (v.a. in Bezug auf die Demografie)?

Quelle für deine Behauptung?

Mir scheint, du störst dich an dem Wort "benutzt", dieses habe ich jedoch ganz bewußt in Klammern gesetzt, da mir aufgrund einer akuten Verbalamnesie kein besserer Ausdruck eingefallen ist.


anonym
beantwortet von dantheman am 12. August 2009 11:50
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Das mit der Emanzipation ist wahrscheinlich nicht ganz verkehrt - die Karriere (oder auch der Spaß) steht bei jungen Frauen noch im Vordergrund. Außerdem haben heutzutage weniger Familien eine Landwirtschaft. Kinder wurden eben früher "benutzt" um auf dem Feld zu arbeiten, bzw. um auf die jüngeren Geschwister zu Hause aufzupassen. Konsumgesellschaft und Bildung/Wirtschaft/Mobilität tun ihr übriges dazu.


kochstuebchen
beantwortet von kochstuebchen am 12. August 2009 10:28
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liegt an der heutigen Zeit. Wie soll eine Mutter 5-6 Kinder versorgen, wenn sie mitarbeiten muß. Man bekommt zwar Kindergeld, aber Kinder kosten auch viel Geld. Man braucht eine große Wohnung, die auch wieder teuer ist, und ein sehr großes Auto usw.


Leelangel
beantwortet von Leelangel am 12. August 2009 10:28
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Genau wie damals, sind es heute andere Zeiten. Wir stecken mittendrin und für viele von uns ist es einfach schwer vorstellbar, neben der Arbeit, noch genug Zeit und Geld für ein kleines Lebewesen aufzubringen. Gerade Akademiker scheuen sich oft davor, ein Kind zu bekommen, weil sie Angst haben, ihm nicht genug an Zuneigung oder Möglichkeiten bieten zu können.

Kommentar von Nunuhueper am 12. August 2009 10:48

Und die im Krieg oder in der Nachkriegszeit geborenen Kinder? Ich denke, es ist heute eher das Streben nach Bequemlichkeit und Luxus, das viele vom Kinderkriegen abhält. Natürlich auch die Verhütungsmittel.


Sascher
beantwortet von Sascher am 12. August 2009 10:27
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Weil heute wenige Leute auf den persönlichen Luxus verzichten wollen...Kinder großzuziehen kostet Geld.

Kommentar von Knife am 12. August 2009 10:31

Luxus ist relativ....viele verzichten schon bei einem Kind auf vieles,damit es möglichst gut gross gezogen werden kann

Kommentar von Simple_avatar4smallSascher am 12. August 2009 10:33

Ich weiss das, ich habe drei Kinder...


anonym
beantwortet von Serafine1 am 15. August 2009 11:52
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Das Leben, die Ansprüche an die Menschen, die Gesellschaft,die Wirtschaft, die Gesundheitsversorgung - alles hat sich verändert.

Viele kämpfen darum, sich selbst eine gute, produktive Existenz zu schaffen und möchte erst Kinder, wenn sie diesen finaziell etwas bieten können.

Andere finden nicht den richtigen Partner dazu.

Wieder andere sorgen sich um die Zukunft und fragen sich, was für eine Welt ein kleines Kind erwarten wird, was aus ihm wird wenn es älter wird etc

Viele Beziehung sind oberflächlicher und kürzer geworden.

Das Interesse an der eigenen Weiterentwicklung ist höher.


gottesanbeterin
beantwortet von gottesanbeterin am 13. August 2009 08:58
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Es hat sich die Gesellschaft inzwischen so stark verändert, daß es wirklich nicht möglich ist, die damalige Situation dieser Dame mit unserer heutigen zu vergleichen. Auffallend ist nur, daß die Menschen zu dieser Zeit viel zufriedener waren mit dem, was sie hatten, obwohl sie ein "schwereres" Leben führten. Das sollte uns zu denken geben!

Kommentar von Simple_avatar9smallswallowtail am 13. August 2009 13:01

Das ist wahr.


blumenfrau
beantwortet von blumenfrau am 13. August 2009 08:29
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Weil Kinder nur noch eine Option unter vielen im Leben der Erwachsenen sind...


flirtheaven
beantwortet von flirtheaven am 12. August 2009 10:36
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da gibt es viele gründe: konsumdruck, bessere verhütungsmittel, kürzere beziehungslaufzeiten, emanzipation (also berufliche stellung der frauen), rentensystem etc.


nixpacka
beantwortet von nixpacka am 12. August 2009 10:32
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ich sag nur...emanzipation


moon73
beantwortet von moon73 am 12. August 2009 10:31
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Auch die Deutschen haben FRÜHER viele Kinder geboren.

Warum?

Weil man früher nicht verhütet hat, weil der Glauben Verhütung verboten hat.

Weil es einfach so war, dass Frauen ein Kind nach dem anderen geboren haben und nur dafür da waren, die KInder zu erziehen und den Haushalt zu versorgen.

DAS was einfach so. Die Frau konnte nicht sagen: Nein, dieses Kind will ich nicht, denn man wurde einfach schwanger, konnte nicht planen, durfte nicht abtreiben etc....hatte eh nur die Kinder als Lebensaufgabe und die Kinder waren wiederum auch Helfer auf Hof und Betrieb.

Heute aber, heute können Frauen verhüten, sie können Kinder planen, sie dürfen zur Schule und sich ausbilden, sie dürfen einen Job machen, sie dürfen entscheiden, welchen Mann sie mal heiraten wollen.

Heute erwarten Frauen einfach ein wenig mehr vom Leben, als einfach nur Gebärmaschine zu sein und bis ans Lebenende "haussklavin" der Familie und des Ehegatten zu sein.

Heute leben Paare oft so modern, dass beide den Haushalt schmeißen und beide berufstätig sind. Kinder werden (oftmals) bewußt geplant und man überlegt wieviele Kinder man möchte, denn man möchte ihnen ja auch etwas bieten können....

Heute darf man verhüten . Frau darf sich ganz bewußt für oder gegen Kinder entscheiden.

Kommentar von Simple_avatar9smallswallowtail am 12. August 2009 10:34

Auch eine mögliche Alternative. Wie erklärt es sich aber, dass diese alte Dame weitaus zufriedener wirkte, als die Karrierefrau von heute?

Kommentar von A0fc7a6b9daf733da0cf5d86e1f16950smallmoon73 am 12. August 2009 10:37

Weil sie es nicht anders kannte, das Denken und Leben ließ früher gar keine andere Meinung zu, denn ALLE Frauen lebten so, das eigene Leben und Glück und auch Elend wurde nicht in frage gestellt.

Ob sie damals tatsächlich tief im Innern immer glücklich war? Wer weiß das schon.

Ob jemand mit vielen oder wenigen Kinder glücklicher ist, das hängt von jedem einzeln ab. Hier gings ja darum, WARUM bekommen die Deutschen so wenige Kinder? Und die Antwort war, früher bekamen die Deutschen ebensoviele Kinder. In meinem Umfeld sind übrigens auch viele Paare mit 3 oder mehr Kindern...wir wohnen ländlich- hier sind viele Kinder auch noch normaler

Kommentar von Simple_avatar9smallswallowtail am 12. August 2009 10:46

Ich schrieb in der Frage, warum heute die Deutschen wenig Kinder bekommen. Trotzdem danke für deine Antwort.

Danke für alle Antworten

Tinka87
beantwortet von Tinka87 am 12. August 2009 10:31
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Weil die Menschen ziemlich egoistisch geworden sind (und das meine ich nicht negativ), jeder hat seine Träume die er sich erfüllen will und Karriere machen, nicht jeder hat den passenden Partner, kann vielleicht keine Kinder bekommen aus physischen Gründen oder will einfach keine. es gibt keine Pauschalantwort darauf, die Zeiten haben sich eben geändert


nixpacka
beantwortet von nixpacka am 12. August 2009 10:30
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ich lebe in südamerika. denen hiergeht es viel mieser...als uns in deutchland. (soviel zum thema ...jammern auf hohem niveu ;)...) aber bekommen kinder wie die hasen..und alle kommen durch und sind glücklich :))


mikrokosmos
beantwortet von mikrokosmos am 12. August 2009 10:29
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Heute gibt es eine Rentenversicherung, das heißt man brauch keine Kinder mehr, um im Alter versorgt zu werden. Kinder sind heutzutage sehr teuer und man muss meist seine Arbeit unterbrechen, um für das Kind dazusein.


anonym
beantwortet von marry81 am 12. August 2009 10:28
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naja ich denke es liegt wohl auch daran das die Frauen heutzutage einfach emanzipierter sind als früher, heut wollen die meisten Karriere machen und nicht ein Kind nach dem anderen bekommen. sicherlich war es zu ihrer Zeit auch schwierig kinder groß zu bekommen, aber die heutige zeit ist ja auch nicht zu verachten.


ShaneMcCutcheon
beantwortet von ShaneMcCutcheon am 12. August 2009 10:28
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Früher waren Kinder eine Art Rentenversicherung. Man hat die Alten im eigenen Haus betreut, bis sie gestorben sind. Und je mehr Kinder man hatte, desto sicherer war es, dass eins davon einen im Alter gepflegt hat. Heute ist das nicht mehr so, weil viele entweder keine zeit oder keine Lust mehr haben, ihre alten zu betreuen. Und es gibt ja die Renten, mit denen man relativ gut leben kann. Also sehen es viele nicht mehr als notwenig an, sich Kinder für eine spätere Absicherung anzuschaffen.


italianlady0
beantwortet von italianlady0 am 12. August 2009 10:28
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Die Zeiten ändern sich nun mal. Ich denke für viele Frauen ist heutzutage die Karriere wichtiger. Naja ich habe auch 2 Kinder und bin 22. Ich habe meinen Realschulabschluss nachgeholt und mache jetzt eine Ausbildung. Ich denke mal das ist alles eine Frage der Organisation.


nixpacka
beantwortet von nixpacka am 12. August 2009 10:27
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tja....wir gehören einem aussterbendem volke an


anonym
beantwortet von Miezekatze32 am 12. August 2009 10:27
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Mehr Wohlstand - weniger Kinder.


Eisblume33
beantwortet von Eisblume33 am 12. August 2009 10:26
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Ich würde gerne mehrere Kinder bekommen, aber die Biologie macht bei uns den Strich durch die Rechnung. Ohne Hilfe von ausserhalb wäre unsere Tochter nicht auf der Welt.


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