Frage von tanzenhilft, 126

Mandel-OP: Nachblutungen, Heilungsprozess, Schmerzen, Ernährung - eure Erfahrungen?

Ihr Lieben,

nach längeren Episoden mit chronischer Angina und ersten Folgeerkrankungen (rheumatische Erkrankung) habe ich (30) mich dazu durchgerungen, mir die Mandeln rausnehmen zu lassen.

Am 2.3. wurde ich operiert. Bis auf den Tag der OP verlief alle gut, ich hatte ein vergrößertes Zäpfchen mit Ödem, woraufhin ich keine Luft bekam und mir Cortison gespritzt wurde. Am 7.3. (Tag 5) wurde ich entlassen, erst dann gingen die Höllenschmerzen los - wie bei so vielen anderen. Das Gefühl von Rasierklingen im Hals oder Zitronensaft auf einer offenen Wunde treffen es ganz gut. Dabei dachte ich, die Rheumaschübe sind vom Schmerzgrad nicht zu toppen.

Ich befolge schon die goldenen Regeln: viel trinken, kühlen, Eiswürfel lutschen und Ruhe. Aber gern freue ich mich über unterstützende Tipps & Tricks von euch, die ihr es schon hinter euch habt. :-) Folgende weitere Fragen hätte ich noch:

  • Nachblutung: Heute früh habe ich etwas geronnenes Blut ausgespuckt und beim Blick in den Rachen gesehen, dass es dort geblutet hat. Bin dann nach langem hin und her ins KH. Die meinten dort, dass alles gut aussieht und es von den sich lösenden Wundbelägen kommen kann, kann aber auch noch was nachkommen (die sichern sich halt ab, auf nichts festnageln lassen). War es bei euch auch so, dass so leichte Blutungen beim lösen der Beläge auftraten und seid ihr dann Zuhause geblieben? Ich will nicht wegen jedem Pups alle verrückt machen.
  • Schmerzen: Inzwischen habe ich die Schmerzen dank Schmerzmittel (Diclofenac, Novamin) und homöopath. Mitteln (Arnika, Hypericum, Mercurius solubilis) gut in den Griff bekommen. Heute (Tag 10) bin ich das erste Mal mit weniger Schmerzen als am Vortag aufgewacht. Zudem habe ich das Gefühl, dass die Mittel länger wirken. Wie merke ich, dass ich die Mittel langsam und irgendwann komplett weglassen kann? Ich will nicht vorschnell etwas absetzen und dann wieder mit Schmerzen dasitzen.
  • Heilungsprozess: Wann kann ich wieder alles machen wie Sport, tanzen gehen, Alkohol trinken? Ich hatte geplant, in 1 1/2 Wochen zu meinen Eltern an die Ostsee zu fahren und mich dort über die freien Tage verwöhnen/mästen zu lassen. Ist die Auto-/Zugfahrt okay?
  • Ernährung: Ich konnte Tag 5-9 gar nichts essen, aber nun geht wieder Kartoffelbrei mit weich gekochtem Gemüse, Toast mit Avocado (kann ich nicht mehr sehen), Eis und Pudding. Ich vermisse so schrecklich Nudeln mit Bolognese oder andere leckeren Soßen, aber die sind ja oft gewürzt oder aus Tomate und das darf man nicht. Heute habe ich mir einfach eine Maggitüte Carbonara gemacht, die ich noch irgendwo gefunden habe - mit schlechten Gewissen, da Maggi ja immer so überwürzt ist. Zwischendurch kaue ich Kinderkaugummi oder Gummibären. Habt ihr noch Ideen? Wann geht wieder Pasta Bologne? Wann kann ich wieder Scharfes (Thai, Koreanisch) und Hartes (Körnerbrötchen) bzw. Fruchtiges/Saures (Marmelade, Obst) essen?

Tausend Dank im Voraus für eure Hilfe.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kanickele007, 99

Hab am 09.03. meine Mandeln rausbekommen. War bis 13.03. im Krankenhaus - hatte dort kaum Schmerzen nur das Schlafen ging überhaupt nicht.  Die schlimmsten Tag waren Tag 4-6, ich konnte kaum reden oder was essen. Im Krankenhaus habe ich Suppen, Weißbrot mit Marmelade/Honig/Nutella, kleine Würstchen, Kartoffen, Gurken, Kartoffelpüree und auch Apfelmus zu essen bekommen. Seit Mittwoch kann ich endlich wieder "normal" essen. Konnte schon Spagetti 4 Formaggi, oder auch Spagetti Bolognese essen. Heute Mittag gab es parnierte Zucchini, welche auch gut zu essen gingen. Was bei mir super zu essen geht ist Gurke & Melone :)

Wegen den Blutungen: Manchmal merke ich auch einen Blutgeschmack im Mund & hatte auch einmal das Gefühl es würde Blut 'laufen', aber bin nicht ins KH, zum Glück - das war wohl nur Wundflüssigkeit.

Ich habe meine Schmerzmittel ab Tag 8 reduziert und nehme nur noch 30 Tropfen abends vor dem Schlafen. Mein HNO Arzt hat mir jedoch empfohlen, die noch min. 1 Woche weiterzunehmen. Arnika nehme ich noch 1x täglich.

Gestern (Tag 9) bin ich das erste mal ein weiters Stück Auto mitgefahren und es war schon noch anstrengend.

Bzgl. Sport, Alkohol und Autofahrt würde ich einen HNO Arzt fragen :)

Weiterhin gute Genesung :)

LG Kanickerle

Antwort
von User1998, 99

Meiner Schwester wurden die Mandeln entfernt. Sie war zu dem Zeitpunkt 20 Jahre alt. Sie war allerdings länger als 5 Tage im KH. Der HNO-Arzt, der sie operiert hat, hatte ihr strengste Bettruhe verschrieben. Bei ihr verlief alles komplikationslos. Sie hat sehr viel getrunken, Eis gelutscht und fast gar nichts gesprochen. Sie durfte nur gehen und zwei Wochen lang absolut nichts heben und sich auch nicht mit dem Kopf nach unten bücken. Sie hat alles püriert gegessen.

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