Man ist die einzige Tochter und enterbt auch die Enkelkinder.Die Erbin hat das Erbe ausgeschlagen.Ist das Testament nun nichtig?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Wenn die eingesetzte Erbin ausgeschlagen hat, käme zunächst éin eingesetzter Ersatzerbe zum Zuge. Ist keiner eingesetzt und lässt sich auch durch Auslegung des Testaments keine Ersatzerbeneinsetzung feststellen, kämen die Abkömmlinge der Ausschlagenden in Betracht. Gibt es auch diese nicht, träte im Endergebnis die gesetzliche Erbfolge ein, aufgrund deren die enterbte Tochter dann doch (anteilig) zum Zuge käme, möglkicherweise würde ihr sogar der Anteil der ausschlagenden Erbin (wenn auch sie gesetzliche Miterbin wäre und sich ihre Ausschlagung auch auf diesen Fall erstreckt hätte) anwachsen. Der Erblasserwille würde dadurch allerdings auf den Kopf gestellt!   Lassen Sie sich - damit das auch anhand des Testamentswortlauts erhärtet werden kann - von einem Fachanwalt beraten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Deine Frage ist zwar etwas unverständlich, aber nur weil die testamentarisch eingesetzte Erbin ausgeschlagen hat, wird nicht das Testament mit der darin enthaltenen Enterbung unwirksam.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

1. Die Verwandten erben nach Gesetz entsprechend ihrem Verwandtschaftsgrad – Verwandte 1. Ordnung sind Kinder und Enkel, 2. Ordnung: Eltern und Geschwister, 3. Ordnung: Großeltern sowie Onkel und Tanten. (Vielleicht gibt es noch einen angehörigen) Wenn die Tochter enterbt wurde hat sie trotzdem ein recht auf ihr Pflichtteil. Wenn danach noch Geld übrig ist und es sonst keine mehr bekommt. Erbt der Statt nach 

§ 1936 Gesetzliches Erbrecht des Staates

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Darrell
16.01.2016, 15:24

Kann man das Testament anfechten?

1

@Darrell,

ein Testament spielt eine nachgeordenete Rolle. Wichtig ist die gesetzlich vorgesehene Erbreihenfolge.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Ronox
16.01.2016, 15:08

Komisch, ich dachte bisher, es wäre gerade anders herum...

0

Wenn man den Sachverhalt nur verstehen könnte :-(

Ist "Man" Testierende/r? Gesetzliche/r Erbe/in? Enterbt "Man" Tochter und Enkelkinder? Nur die Tochter und begünstigt die Enkelkinder? Oder einen Dritten?

Im Allgemienen gilt: Wird die vom Erblasser testamentarisch gewillkürte Erbfolge durch die Ausschlagung eines eingesetzten Erben durchkreuzt, muss die Erbschaft neu verteilt werden.

Hat der Erblasser hierbei ausdrücklich erklärt, wer

nicht

erben soll, tritt im Regelfall Anwachsung nach § 2094 BGB ein: Der Erbteil des ausschlagenden, damit wegfallenden Erben wird auf die verbleibenden

Testaments

erben verteilt oder fällt dem Landesfiskus zu, sofern keine Ersatzerben bestimmt wären.

G imager761

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kann man nicht das Testament anfechten,da sie nichtmal den Namen der Tochter reingeschrieben hatte?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von webya
16.01.2016, 15:41

nein, der Name braucht nicht hinein, wenn es nur eine Tochter gibt.

1
Kommentar von imager761
17.01.2016, 08:13

Nein, wenn jemand Dritter als Erbe eingesetzt wird, ist die gesetzl. erbberechtigte Tochter unausgesprochen von der Erbfolge ausgeschlossen. Darauf muss man (sie) nicht gesondert hinweisen. Auch nicht, dass (ihr) ein Pflichtteilsrecht zusteht: Man kann den letzten Willen nämlich durchaus hinnehmen und auf diesen Anspruch verzichten :-O


0

Nein. Wenn jeder das Erbe ausschlägt geht alles an den Staat. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung