Frage von xttenere, 199

Man hört und liest je länger je mehr von Allergien bei Hunden. Ist es möglich, dass dies mit Überzüchtung bei Rassehunden zu tun hat?

ich möchte hier niemandem zu nahe treten...die Frage ist für mich rein informativ. Ich hab seit 40 Jahren Hunde...meist 2 gleichzeitig. Bis auf meinen weissen Schäferrüden und den jetzt 14 Jahre alten Papillon waren alle anderen Mischlinge zweier verschiedenen Rassen. Komischerweise hatten diese nie irgendwelche Allergien..jedoch waren meine beiden reinrassigen Hunde betroffen. Beide hatten resp. haben eine Grasmilbenallergie (getestet )..besonders im Frühjahr. Die Augen tränten und die Nase tropfte. Der Tervüren Rüde meiner Schwägerin litt an einer Staubmilben Allergie.

Je länger je mehr liest und hört man von Futtermittel- Staubmilben- Hausmilben- Grasmilben- Allergien....Da stimmt doch was nicht.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Bitterkraut, 71

Ich hab auch seit über 40 Jahren Hunde, auch meist 2 gleichzeitig, Ich barfe schon so lange, wie ich Hunde halte, lange bevor es diesen Begriff gab, hab ich angefangen alles vom Tier zu füttern.

Ich füttere nicht mal regelmäßig Obst und Gemüse, Obst/Gemüse, wenn sie es mögen einfach mal so aus der Hand, wenn ich grad welches esse, ein paar Stückchen. Aktuell mag aber nur die Katze Honigmelone und Spargel, die Hunde und der Kater rümpfen die Nase.

Keiner meiner Hunde hatte je eine Futtermittelallergie. Ich hatte aber mal einen mit einer Flohbissallergie, der hat sich dann aber so auffälllig gekratzt, daß schon der 1. Biss aufgefallen ist und ich immer sehr schnell reagieren konnte. Ich hatte und habe Mischlinge und Rassehunde. Immer Jagdhundtypen.

Ich denke, daß es bei Hunden zum einen die Überzüchtung ist, zum anderen auch die fast sterile Umgebung in der Hunde geboren werden und ihre ersten Wochen und Monate verbringen. Man weiß ja auch, daß Landkinder, die schon mal barfuß ihm Stall stehen, oder im Heu spielen, weniger Allergien haben als Kinder, die zwischen "hygienisch reinen Flächen" auwachsen. Dazu kommt noch das denaturalisierte Futter.

Allergien sind ja Überreaktionen des Immunsystems, wenn das Immunsystem nicht ordentlich aufgebaut ist, kommt es leichter zu Allergien.

Wenn die Hunde mit au ner Reise sind, bekommen sie übrigens Fertgfutter, das vertragen sie dann auch.

Kommentar von xttenere ,

Super Antwort...danke

Kommentar von Bitterkraut ,

Das Immunsystem wird vererbt, bei Hunden wie bei Menschen. Deshalb u.a. diese Feromongeschichte, Menschen können Menschen mit einem genetisch "fremden" Immunsystem besonders gut riechen. D.h Gegensätze ziehen sich hier an,damit es nicht zur Degeneration kommt.

Kommentar von Bitterkraut ,

Danke fürs Sternchen!

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 92

Hallo,

das hat eher etwas mit dem Futter zu tun, als mit der Rassezucht.

Auch für Hunde wird das Futter ja heutzutage industriell hergestellt mit Konservierungsstoffen etc. Und welche allergenen Stoffe sich alleine schon in den Grundstoffen des Futters befinden - wer weiß das schon.

Auch beim Menschen haben die Allergien heftig zugenommen - da gibt es keine "Rassenzucht" - sondern auch da liegt es eher an der Nahrung und den Umweltgiften, mit denen wir überall und ständig konfrontiert werden - ebenso wie unsere Hunde.

Gutes Gelingen

Daniela

Kommentar von xttenere ,

Danke für Deine Antwort. Das mit der Umwelt mag stimmen, in den Städten und dicht besiedelten Gebieten mit viel Industrie. Mein Weisser , welcher seit 5 Jahren nicht mehr lebt, hatte diese Allergie bereits, als ich ihn mit 7 Monaten bekam...war der Hund meines Nachbarn.... wir wohnen auf knapp 1000m ü M. auf dem Lande, wo es sozusagen keinen Smog gibt.

Ich hab seit gut 25 Jahren die gleiche Art zu füttern beibehalten, und hatte nie irgendwelche Allergien oder sonstige Probleme damit...auch erreichten alle meine Hund ein hohes Alter, und sahen den TA nur zum Impfen...Möchte mich aber jetzt nicht näher darüber auslassen, da es sonst wieder Grundsatzdiskussionen gibt ;-)

Kommentar von Blindi56 ,

Es liegt auch daran, dass durch die heutige "Hygiene" und Krankheitsbekämpfung unser Immunsystem nichts mehr zu tun hat, und andere "Feinde" sucht. Notfalls eigene Körperzellen. Das ist bei Hunden genau wie bei Menschen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Ganz genau. Allergien werden durch ein "verunsichertes" Immunssystem ausgelöst. Die meisten Menschen verwechseln aber Allergien mit Unverträglichkeiten/Intoleranzen.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 49

Die sogenannte "Überzüchtung" hat nur in wenigen Fällen was mit Allergien zu tun. Hier hauptsächlich alle Hunde die mit rosa Haut gezüchtet werden - und mit besonders feinem Fell (Haar). Dadurch allein ist die Haut weit anfälliger - es fehlt Melanin.

Wenn natürlich Hunde die Allergien in sich tragen auch noch verpaart werden, dann vererbt sich u.U. die allergieempfindlichkeit mit z.B. Golden Retriever. (4 von 5 Retrievern die ich kenne haben eine Futtermittelallergie).

Die meisten Allergien entstehen wie auch bei uns durch nicht artgerechte Haltung und Fütterung.

Bei der Haltung meine ich da - Haushaltung - kein im Schmutz suhlen - keine Wetterresistenz bilden da man immer im Haus ist - im Winter warm im Sommer kühl - Verwendung von Reinigungsmitteln, Verwendung von Weichspühler, Sprühmittel, Deodorant usw.

Bei der Fütterung sehe ich die gespritzten (meinsten) Getreide, die unsachgemäße Überfütterung von Vitaminen und Mineralstoffen als Hauptursache von Fütterungsallergien.

Die endlose Überimpfung und ungezielte Wurmkurgaben und chemisch behandelte Kauprodukte tun ihr übriges dazu.

Insektizide die man mitlerweile den Hunden sogar per Tablette füttert, auftropft und sie und ihre Umgebung damit einsprüht oder bepudert.

Daher kommt die Zunahme an Allergien.

Wobei ich lt. Statistik eigendlich nur herausfinden konnte, das es ein drittel mehr Hunde sind die Allergien haben, sich aber auch gleichzeitig die Hundemenge verdreifacht hat.

Kommentar von xttenere ,

Danke...gut verständliche Antwort.

Interessant ist nur, dass bei gleicher Haltung und Fütterung nur meine Rassenhunde von der Grasmilbenallergie befallen waren...daher meine Frage

Kommentar von friesennarr ,

Ich würde mal schätzen Prädisposition - auch bei 8 Menschen im gleichen Haushalt werden 1 oder 2 Allergiker und die anderen nicht.

Ich hab alle meine Kinder "im Schmutz" aufgezogen (nicht falsch verstehen ich hatte nur keinen Putzfimmel) nur einer hat eine leichte Hausstaubmilbenallergie und auch eine leichte Katzenallergie. Alle andern haben nichts. Die kommen aber alle von den gleichen Eltern.

Kommentar von brandon ,

Meine Mutter und meine Großmutter hatten einen Putzfimmel und trotzdem haben meine Brüder und ich keine Allergien.

 Wie konnte denn das passieren? 😮  😊

Kommentar von xttenere ,

meine Mutter auch und ich hatte Heuschnupfen bis zur Geburt meines 1. Sohnes mit 33....also war meine Mutter schuld daran ???? (Ironie)

Kommentar von friesennarr ,

Du warst aber auch schon immer mit Tieren zusammen und schon immer draußen unterwegs - zumindest so wie ich das bisher bei dir gelesen habe.

Es ist schon ein Unterschied ob man putzt, oder ob man alles akriebisch desinfiziert und mit sehr viel Chemie reinigt.

Kommentar von xttenere ,

mein Sohn hatte als 3 Jähriger eine Flasche Sirup geklaut, sich in den Sandkasten gesetzt, und Sandkuchen mit Sirup gebacken ...und gegessen....meine grösser Sohn kam auch immer auf so komische Gedanken....beide hatten nie irgendwelche Allergien oder gesundheitliche Probleme...

Die richtige Menge an Schmutz muss sein, um Abwehrkräfte bilden zu können.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 58

Ich habe jetzt den 3. eigenen Rassehund (Berner Sennenhund), bislang alle mit Fertigfutter aufgezogen und gefüttert. Im Bekanntenkreis habe ich sehr viele Rassehunde (Berner, Große Schweizer, Briards, Aussies - alle überwiegend mit Fertigfutter gefüttert, einige bekommen BARF etc).

Die einzige, die von einer Allergie betroffen war, war meine erste Berner-Hündin.

Ich würde es also nicht zwingend daran festmachen, daß das Rassehunde sind ;-)

Kommentar von Bitterkraut ,

Es liegt auch nicht zwingend am futter. Futteranteile können unverträglich sein, da wird dann auch von Allergie geredet.

Kommentar von xttenere ,

Du bist aber schon auch meiner Meinung, dass die Berner Sennen nicht gerade zu den Modehunden gehören, daher auch eine kleinere Gefahr der Überzüchtung besteht, wie bei anderen Rassen, deren Anfrage sehr gross ist....z.B der Golden Retriever..dieser wunderschöne, ehemals golden farbene Hund ist heute fast weiss...also muss man ja mit farblich übereinstimmenden Tieren züchten, um diese neue Modefarbe zu erhalten....welche ja wieder miteinander verwandt sein müssten...wen auch nicht unbedingt in direkter Blutlinie

Hab übrigens alle meine Hund auf die gleiche Art gefüttert wie Du, und mach es heute noch.

Kommentar von friesennarr ,

Der Berner ist durchaus ein Modehund, zwar nicht so offensichtlich, wie andere Rassen, aber man sieht sie durchaus sehr häufig. Wir haben alleine 3 Züchter in unserer Nähe. Beim Berner ist weniger die Allergieprädisposition genetisch veranktert, als die Tumorbildung.

Kommentar von Berni74 ,

Da muß ich Friesennarr leider recht geben. Man sieht es ja auch bei Fragen hier, daß es doch recht viele Berner gibt - vor allem von sogenannten Hobbyzüchtern. Und dort ist die Gefahr, einen kranken Hund zu bekommen, natürlich noch ungleich höher.

Aber das war ja nicht die Frage hier - hier ging es ja um Allergien. ;-)

Antwort
von brandon, 33

Das ist eine gute Frage, das habe ich mich auch schon gefragt.

Das es so viele Hunde mit Allergien gibt habe ich hier erst erfahren. Bei meinen Hunden und Katzen gibt und gab es keine Allergien.

LG

Kommentar von xttenere ,

bei mir hatten und haben nur meine beiden Rassenhunde...ein weisser Schäfer und ein Papillon eine (getestete) Grasmilbenallergie im Frühjahr, mit tränenden Augen...meine 4 Mischlinge hatten nie etwas. und alle wurden mit dem gleichen Futter und auf die gleiche Art gefüttert.

Kommentar von brandon ,

Aber irgendwas muß es mit unserer Umwelt zu tun haben denn so wie es bei Menschen immer mehr Allergiker gibt passiert es auch bei unseren Tieren. Hauptsächlich bei Hunden und Katzen. Das kann ja kein Zufall sein.

LG

Kommentar von friesennarr ,

Es gibt eigendlich nicht wirklich mehr allergiekranke Menschen - nur Heute weis man wo man drauf achten muß beim Arzt.

Früher gingen die alle durchs Netz, weil niemand wusste das z.B. das Bauchweh von Elke aus der Allergie gegen Weizen kam, oder das die Muskelverspannungen bei Peter doch tatsächlich auf eine Allergie gegen Hühnereiweiß zurückzuführen ist.

Auch die Unverträglichkeitsreaktionen sind weit besser bekannt als früher.  Wenn man glück hatte hat man selber bemerkt, das man z.B. die Milch nicht so gut verträgt und das es besser geht wenn man die Milch weg lässt. Usw. gibt endlos Beispiele.

Ich hatte sogar mal einen Fall in der Praxis - das Kind war so ziemlich auf jedes Nahrungsmittel empfindlich.

Kommentar von friesennarr ,

Guck mal nochmal meine Antwort an. Weisse Hunde mit rosa Haut und Hunde mit feinem Haar und Fell sind empfindlicher. Ich würde schätzen, das das auf deinen weißen Schäfer und den Papillon voll zutrifft. Einen weißen Mix wird es evtl. genauso ereilen.

Mein Westi war hoch allergisch (rosa Unterhaut) - ich kenne viele Westis, die nicht allergisch sind - alle haben graue Unterhaut.

Antwort
von adventuredog, 50

Ich habe nicht alle Antworten gelesen und ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust auf diese Diskussion die auf Pro und Contra Rassehund hinauslaufen wird....

Nur kurz: ich arbeite seit 1997 in verschiedenen Orten in Tierarztpraxen. Ich kann behaupten, es gibt genau so viele kranke Mischlinge, wie kranke Rassehunde. Die Diagnostik und die Pharmaindustrie  (...)  wird immer besser, so kann man heute viele Erkrankungen erkennen und behandeln, die früher einfach so hingenommen wurden. Beispiel: Juckte der Hund sich, juckte er sich eben - heute wird sofort nach (vermeindlichen?) Allergien gesucht.....

Was mir allerdings gewaltig stinkt, sind die vielen Chemikalien, die die Bauern auf die Felder sprühen und streuen. Nennen sich Pflanzenschutzmittel, vergiften uns und unsere Tiere langsam aber sicher. Stichwort Glyphosat! auch nehmen wir und unsere Hunde heute jede Menge Aluminium auf - gabs früher auch nicht. Und ja! auch in der ach so schönen und sauberen Schweiz wird gespritzt was das Zeug hält. Ich wohne herrlich im Grünen und kann die Bauern dabei beobachten.....

 Mit dem Wasser, mit den Lebensmitteln, mit der Luft nehmen wir das alles auf. Kein Wunder das wir alle (nicht nur die Hunde) an immer mehr Zivilisationskrankheiten leiden :-((



Kommentar von xttenere ,

siehst Du, da haben wir Schweizer einen grossen Vorteil. Bauern, welche nicht mehr mit Chemikalien düngen, sondern nur noch mit Gülle, oder den Mist ihrer Tiere anlegen, bekommen vom Staat Subventionen...und welche Bauer nimmt nicht gerne Geld, das einfach so reinkommt.

In unserer ganzen Region gibt es keinen einzigen Bauern mehr, der zusätzlich Dünger verwendet.

Obstbäume haben wir hier auf 1000m keine

Kommentar von adventuredog ,

Das mit den Subventionen bezügl der Güllegeschichte hast du verwechselt, oder? es ging doch dabei um das Ausbringen und damit die Verringerung der Ammoniakemissionen: 

"Nicht mehr als 25'000 Tonnen Ammoniak sollte die Landwirtschaft in die Umwelt entlassen. 2008 waren es 49'000 Tonnen, 2013 immer noch 47'000 Tonnen. Die Subventionen, die für die Verbesserung der Situation eingesetzt wurden, zeigten damit kaum Wirkung."

Quelle: http://www.tierwelt.ch/?rub=4499&id=42725

Es gibt sicherlich einige (Bio-)Bauern die versuchen zu vermeiden, reichlich Pflanzenschutzmittel zu verbrauchen. Aber leider sieht die Wirklichkeit und  damit der massive Verbrauch von diesen Chemikalien doch anders aus. 

Der Schweizer Bauernverband hat zB diese Meldung heraus gegeben:

"Im Auftrag des Bundes hat die Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässer‐
schutz zusammen mit fünf Kantonen in fünf Flüssen allen löslichen synthetischen Pflanzenschutzmitteln und
Bioziden nachgespürt. Von rund 300 zugelassenen und analytisch nachweisbaren Wirkstoffen fanden die For‐
scher 104 in den Flüssen, 82 davon waren Pflanzenschutzmittel. Daraus schlossen die Verantwortlichen, dass ein
Grossteil der Pestizidbelastung der Landwirtschaft zuzuschreiben ist"

Quelle: http://www.sbv-usp.ch/fileadmin/sbvuspch/03_Medien/Medienmitteilungen/PM_2014_de...

Interesant finde ich auch:

http://www.garten.ch/weltweit-zunehmender-pflanzenschutzmittel-verbrauch

"Leider existieren keine entsprechenden Zahlen für die Schweiz. Es ist aber davon auszugehen, dass der Verbrauch ähnlich hoch liegt und tendeziell steigt. Entsprechende Zahlen werden weder von der Chemischen Industrie noch vom Bund herausgegeben"

Der Schweizer genießt und schweigt  *schmunzel*

Kommentar von xttenere ,

ich wohne auf dem Lande in einem kleinen Dorf...da hier überwiegend  Kleinbauern Betrieben von ca 11 - 15 Ha bestehen, sind diese auf die Zuschüsse vom Bund angewiesen. Werden übrigens mittels Bodenproben auch kontrolliert. Wir haben in dieser Höhe auch keine Obstplantagen, welche gespritzt werden müsste.

Es gibt Kühe...ein paar Ziegen und 6 Pferde hier am See.

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 39

Hi, es trifft die die Pech haben, mein Spanier hat auch ein paar Allergien und ich glaube nicht das der reinrassig ist. 

Bin allerdings in mehreren Gruppen und zumindestens mir fällt es auf das sehr viele Bulldoggen dabei sind, aber das kann evtl in anderen Gruppen auch wieder anders aussehen.

Ich denke das unsere Umwelt generell etwas durcheinander geraten ist und sich evtl deshalb so viele Allergien entwickeln. 

Antwort
von SiViHa72, 74

Wundrn solte es mich nicht.

Beim Menschen sagt man ja, dass u.a. wegen Hygienewahn immer mehr Allergien auftreten.

Und wenn ich ein Tier immer höher züchte, dann dürfte das auch eine Folge sein können. Denn auf resistenz ggü. diversen Sachen wird bei der Zuchtauswahl wohl mal wenig oder a uch gar nicht geachtet.

Kommentar von dsupper ,

Denn auf resistenz ggü. diversen Sachen wird bei der Zuchtauswahl wohl mal wenig oder a uch gar nicht geachtet.

Aha - und das soll jetzt ein Argument oder ein Beweis oder auch nur ein Grund für Allergien sein?

Wer achtet denn dann bei Mischlingen darauf?

Kommentar von Blindi56 ,

Wenn man 2 Tiere einer Rasse paart, bei denen Allergien häufig sind, ist doch die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass die Nachkommen das auch haben. Anders bei einem Mischling mit dieser Rasse und einer, bei der fast nie Allergien vorkommen.

Allergien selber sind ja nicht genetisch bedingt (nur die Veranlagung dafür), und lassen sich nicht züchterisch ausrotten, zumal die unerwartet auftreten und auch wieder verschwinden können.

Kommentar von xttenere ,

ups.....da hab ich wieder was angestellt.

mit meiner Frage will ich niemandem zu nahe treten...mir fiel nur auf, dass immer mehr Hunde an Allergien erkranken....und meistens sind dies Rassenhunde.

Kommentar von Bitterkraut ,

Man muß aber wirklich unterscheiden zwischen Allergien und Unverträglichkeiten./Pseudoallergien. Beides ist alldings problematisch heutzutage.

Kommentar von friesennarr ,

Frag mal deinen Tierarzt wie die Aufteilung ist - ich wette mit dir, der sagt das es beide Trifft, das die Allergien es sich nicht aussuchen ob sie beim Rassehund oder beim Mix auftreten.

Ich schätze sie so 50 /50 ein.

Antwort
von Dahika, 30

Ich glaube, das liegt eher an unserer Umwelt. Allergien bei Menschen werden ja auch immer schlimmer und häufiger.

Mein vorheriger Hund war ein Landhund und lebte in einem Nichtraucherhaushalt. Mit 10 musste er eingeschläfert werden, da er Lungenkrebs mit Metastasen hatte. Ich fragte den Arzt, wieso gerade dieser Hund Lungenkrebs hätte. Der Arzt meinte, das könne an den vielen Pestiziden liegen, die die Bauern überall verspritzen.

Kommentar von xttenere ,

komisch ist nur, das ich seit 1976 in den Bergen auf knapp 1000m ü. M. wohne, wo nichts gespritzt wird, weil wir keine Obstkulturen haben...in dieser Zeit 7 Hunde hatte..meist 2 zur gleichen Zeit. Alle frassen das selbe Futter...atmeten die gleiche Luft, beschupperten die gleichen Stellen und badeten im gleichen See. Allergien hatten aber nur die beiden Rassenhunde.

Kommentar von Berni74 ,

Was für Rassen waren das eigentlich?

Kommentar von xttenere ,

die beiden Rassehunde waren und sind ein Berger blanc de Suisse und ein Papillon...dieser ist inzw. 14 Jahre alt

Meine Mischlinge ein Goldenretriever X Rottweiler....ein ein Do Khyi x gr. Schweizer Sennenhund...und jetzt ein Ridgeback x Appenzell von 20 Monaten, und sein Halbbruder von knapp 6 Monaten...ebenfalls Ridgeback x Appenzeller. Allerdings stammt dieser Ridgeback Rüde aus einer andern Zucht. Die Mutter ist bei beiden die Gleiche....war ihr 2. und letzter Wurf....jetzt kann nichts mehr passieren

Antwort
von Virgilia, 23

Unsere Hündin lebte früher auf der Straße und hat auch mehrere Allergien und Unverträglichkeiten. Aber wahrscheinlich ist sie die berühmte "Ausnahme" von der Regel ^^ 

Bei Rassehunden kenne ich vor allem franz. Bulldoggen, die mit Allergien zu kämpfen haben. Unsere Rassehunde hatten mit sowas nie Probleme, obwohl wir auch "Modehunde" (Chihuahuas) hatten. 

Kommentar von xttenere ,

Allergien und Unverträglichkeiten sind nicht dasselbe...und was di Chi`s betrifft so weiss ich, dass diejenigen, die normal gehalten und nicht verhätschelt werden, absolut robuste kleine Kerlchen sind.

Kommentar von Virgilia ,

Deswegen habe ich ja Allergien und Unverträglichkeiten geschrieben, weil sie beides hat. 

Allgemein haben in meinem direkten Umfeld relativ wenige Hunde Allergien. Bei den franz. Bulldoggen ist es nur auffällig, weil ca. jede Zweite betroffen ist. Ansonsten habe ich bisher keinen Unterschied zwischen Rassehunden und Mischlingen bemerkt. 

Bei Chis gebe ich dir recht, wenn sie nicht völlig überzüchtet sind. Viele Chis, die von Vermehrern stammen, tun mir einfach nur leid. Denn ein Hund, der mit einem Jahr nicht mehr schmerzfrei laufen kann und alle zwei Wochen zum Tierarzt muss, ist für mich nicht robust. Solche habe ich nämlich auch in meinen Bekanntenkreis, obwohl sie "Hund" sein dürfen. Die waren in 1,5 - 2 Jahren öfter beim Tierarzt als unsere beiden Chis zusammen, obwohl meine Hündin einen Herzfehler hatte. 

Kommentar von xttenere ,

Herzfehler haben nichts mit der Rasse zu tun, sondern sind vererblich...Z.B haben viele Entlebucher Sennenhunde dieses Problem, da diese Hunde nicht zur Zucht ausgeschlossen werden.

Mein kleiner 14 jähriger Papillon leidet seit Jahren an einem Herz Husten welcher sich bei Aufregung bemerkbar macht. Er kommt aber ganz gut klar damit, und ich kann ja auch noch meinen Teil dazu beitragen, dass es ihm gut geht.

Kommentar von Virgilia ,

Den Herzfehler habe ich nur erwähnt, weil wir deswegen öfter mit ihr beim Tierarzt waren, als mit unserem Rüden und sie auch "teurer" war als er.

Antwort
von Blindi56, 81

Wegen der Umwelteinflüsse insgesamt nehmen Allergien stetig zu, bei Mensch und Tier. Aber es is tja auch erwiwesen,d ass die meisten mischlinge insgesam trobuster sind als Rassehunde, die auch tatsächlich durch Inzucht "überzüchtet" sind.

Ich will damit auch niemandem zu nahe treten, aber eine Rasse entsteht und bleibt bestehen nur durch Inzucht, Linienzucht etc, womit sich gewisse Merkmale und auch Schwächen potenzieren.

Meines Wissens sind ausgerechnet weiße Tiere auch sowieso anfälliger für Umwelteinflüsse. Das käme noch dazu.

Kommentar von dsupper ,

Aber es is tja auch erwiwesen,d ass die meisten mischlinge insgesam trobuster sind als Rassehunde,

Da sitzt du leider einer völlig veralterten Meinung auf - im Gegenteil: es ist mittlerweile durch diverse Studien bewiesen, dass Rassehunde (die wirklich gezüchtet und nicht einfach nur vermehrt werden) mindestens ebenso gesund sind.

Vor einigen Tagen habe ich hier im GF in einem Kommentar dazu diverse Links gesendet - mal schauen, ob ich das wiederfinde.

Kommentar von Blindi56 ,

Ohoh, meine Tippfehler...

Im Prinzip hast Du Recht:

Bei Mischlingen kommt es inzwischen sicher auch drauf an, aus welchen "Vermehrungen" sie entstanden sind. Und ganz sicher sind sorgfältig gezüchtete Hunde, die unter tierärztlicher Kontrolle stehen, gesünder als irgendeine "Promenadenmischung".

Die es in unserem Land kaum noch gibt (wenn dann gewollt), sondern eher aus südlichen Ländern eingeführt wird, wo die Tiere insgesamt ganz andere Krankheiten haben als unsere.

Von daher stimmt es statistisch, dass Mischlinge NICHT robuster sind. Sie waren es mal, da die weniger gesunden gar nicht überlebt hätten. Allerdings ist es eine Tatsache, dass fast jede Rasse ihre typischen Wehwehchen hat...

Kommentar von xttenere ,

meine Promenadenmischungen stammten alle von irgend einer Bauernhofhündin aus der Schweiz ab, die sich irgendwann mal mit einem Rüden aus der Nachbarschaft vergnügte...meist hatten diese Hündinnen Appenzeller drin.

Ich finde die Mischlinge aus südlichen Ländern süss und hübsch, würde aber den *Import* in unsere Tierheime nie unterstützen, da auch bei uns ungewollte Welpen zur Welt kommen, welche einen Platz suchen...gerade auf Bauernhöfen, wo die Hündinnen aus Kostengründen nicht kastriert werden. (Bei uns liegt der Preis für die Kastration einer Hündin bei ca 700.- Schweizer Franken)

Kommentar von brandon ,

Bei uns liegt der Preis für die Kastration einer Hündin bei ca 700.- Schweizer Franken)

😱WOW !

Warum ist das so viel teurer als in Deutschland?

Kommentar von xttenere ,

weil alles bei uns teuer ist ...auch für uns Schweizer

Kommentar von xttenere ,

bei Mischlingen, welche von Vermehrern abstammen, geb ich Dir zu 100% recht, Bei mir waren es jedoch immer Mischlinge aus total verschiedenen Rassen, meist waren sie von einer Hündin vom Bauernhof, welche Welpen gekriegt hat....und diese war schon ein Mischling aus weiss nicht was.

Kommentar von Blindi56 ,

Ja, solche kenn ich auch nur als fast immer gesund und robust. Vermutlich auch, weil Bauern nicht so auf ihre Tiere achten (nicht negativ gemeint), und z. B. nicht lebensfähige absterben oder bei der Geburt gar nicht angenommen werden. Viele (Hobby-)Züchter päppeln auch die auf.

Kommentar von friesennarr ,

Ich kenne auch ein paar Bauernhofupshunde - die haben alle was an der Waffel. Schon alleine weil sie keine Kinderstube hatten. Teilweise aus Inzucht hervorgehen.

Ganz bestimt nicht robust oder gar gesund sind. Man darf da keine allgemeingültige Aussage machen.

Ein Mix der aus Mops, Jack Russel und Franz. Bulldoge besteht wird sicherlich kein freiatmender gesunder Hund werden.

Ein guter Hobbyzüchter päppelt keinen Welpen auf, der nicht in Ordnung ist. Wenn die Hündin einen ihrer 6  Welpen nicht annimmt, dann weis man ja das der krank ist..

Antwort
von Wissensdurst70, 39

Du hast recht, da stimmt was nicht. 

Natürlich spielt Vererbung eine Rolle, aber ich meine, es hat mit Ernährung zu tun. 

Es ist ähnlich wie bei Menschen, das Essen ist total unnatürlich. Die Hersteller mischen da alles mögliche rein, das zerstört die Darmflora. 

Und sie müssen Teile davon nicht einmal deklarieren. 

Versuch Dein Tier so wenig wie möglich verarbeitetes Futter zu geben. Möglichst nichts zuckerhaltiges.

Ist die Allergie bereits schlimm, benötigt Dein Tier eine Entgiftung und eine Darmsanierung. 

Ich würde mich an einen Tierheilpraktiker wenden. 

Du musst schauen, ob Du bereit bist, die Kosten und Mühen auf Dich zu nehmen. 

Kommentar von xttenere ,

Du hast meine Frage nicht richtig gelesen.

Alle meine Mischlinge waren gesund, nur die beiden Rasenhunde hatten resp. haben eine Grasmilbenallergie ( getestet ) keine Futtermittel Allergie.

Ausserdem füttere ich seit Jahrzehnten auf die gleiche Art, und hatte diesbezüglich nie gesundheitliche Probleme bei meinen Tieren

Kommentar von xttenere ,

Das heisst, dass sie hauptsächlich im Frühjahr tränende Augen haben...hat absolut nichts mit der Verdauung zu tun.

Kommentar von Berni74 ,

Das heisst, dass sie hauptsächlich im Frühjahr tränende Augen haben...hat absolut nichts mit der Verdauung zu tun.

Es wäre aber möglich, daß ein Allergen im Futter ist, das das "Faß zum Überlaufen" bringt. Es könnte gut sein, daß ohne dieses Allergen auch die Grasmilbenallergie keine oder weniger Probleme machen würde. So war es zumindest bei meiner Senta. Sie bekam dann anderes Fertigfutter, wo kein Geflügel drin war, und schon hat sie sich nicht mehr kratzen müssen.

Kommentar von xttenere ,

Die beiden Hunde wurden auf das Allergen der Grasmilben positiv getestet. Das Fell aller meiner Hunde glänzt wie eine Speckschwarte  und hat keinen Schuppenbefall...ebenso ist der Kot kompackt, und nicht dünn flüssig.  Also kann das von mir verabreichte Futter nicht sooo schlecht sein. 

Kommentar von friesennarr ,

Ganz sicher ist es nicht das Futter allein - es gibt weit mehr allergieauslösende Stoffe als nur das was im Futter ist.

Sonst müsste wirklich jeder Trofuhund ein Allergiehund sein.

Antwort
von sunnyhyde, 65

ich bin auch der meinung das es zum einem an der überzüchtung liegt und zum anderen aber auch an dem zum teil echt schlechtem futter was so im discounter zu dumpingpreisen angeboten wird..meine reinrassigen sind im ganzen auch anfälliger als meine mischlinge

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