Frage von MickyFinn, 135

Man hört immer und immer wieder ,,Der IS muss besiegt werden"...Daher die Frage, wer soll das tun?

Man sagt ständig, der IS muss besiegt werden... Die Luftschläge bringen nur gering etwas... und immer wieder steht der IS kurz vor dem Kollaps etc. Auf die o.g. Frage bin ich gekommen, als jemand die Frage stellte, wie man Terrorangriffe wie in Nizza, zukünftig reduzieren oder beenden kann. Jemand schrieb darauf hin, man solle den IS besiegen. Als ich Fragte wer das wohl machen soll, erhielt ich als Antwort: ,,Eine Vorschulchorgruppe natürlich! Was ist denn das für ne blöde Frage?"

Wer soll Eurer Meinung nach den IS besiegen. Ist diese Frage wirklich so unberechtigt? Die wehrfähigen Männer sind zu hunderttausenden aus dem Land geflüchtet. Bitte ernste Antworten.

Schönen Gruß

MickyFinn

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von eccojohn, 55

Den IS besiegen - mit Bomben und Soldaten? Unmöglich !

Das Problem, das dahintersteht ist letztendlich die Ursache - Konflikte, die seit Generationen da sind, aber nie gelöst wurden. Der Islam wird hier quasi nur vorgeschoben - nur als Mittel zum Zweck gebraucht - der Glaube ist aber ursächlich mit den alten Problem verwachsen.

Die IS-Kämpfer biegen sich durch einige sympathisierende Glaubens-Fürsten den Glauben so zurecht, das sie ihn ausnutzen können, und einen starken Zulauf durch streng religiöse Moslems haben. Also liegt das Problem somit im Kopf / im Denken vieler gerade junger Moslems im arabischen Raum - nicht weltweit. Moslems ausserhalb des arabischen Bereiches staunen ebenso wie wir.

Von Perspektivlosigkeit getrieben erfahren viele junge Menschen dann plötzlich, das sie was gelten - das sie einen Wert haben - gebraucht werden. Genau diese Motivation wird dann durch durchgeknallte Gebets-Kasper verstärkt und unters gläubige Volk gebracht. Fazit:  Zulauf ohne Ende !

Dieser einfache aber wirkungsvolle Trick fasziniert junge Menschen ohne Perspektive natürlich, und entfacht quasi sogar noch einen Wettstreit untereinander. Die Labereien in den Medien und in der Politik von Schläfern ist doch der reinste Quatsch - das ist doch erlogen und erstunken - dient nur der Verdummung der Massen.

Wie man nun in Nizza deutlich sehen konnte, reicht es, wenn ein Verblendeter Extrem-Muslim (Kleinkrimineller - Existenzangst - perspektivlos ) einen gemieteten LKW nimmt, und damit durch eine Menschenmasse brettert.

Unter den Extremisten ist er nun wer - er wird wahrgenommen und denkt, er würde gar später mal verehrt und im Paradies eben mit einem Haufen williger Jungfrauen belohnt. Würden die Religionsführer des Islam diesen antiken Quatsch einmal dem Zeitgeschehen anpassen und den Koran dahingehend in seiner antiken Auslegung erneuern, wäre der Spuk schnell verkleinert oder gar eleminiert.

Wollen nun wir aus der westlichen Welt als "Ungläubige" diesen Verblendeten" Extremisten erklären, das sie den größten Unfug betreiben ? Wie wollen wir überhaupt durchdringen zu einem logischen Denken derer, die auf diese Bauernfängereien reingefallen sind und durch Religionsführer täglich bestärkt werden ? WIR - als Ungläubige ?  Lächerlich !!

Nein, wir können hier nicht als Missionierer auftreten - nicht den Pfad der Erleuchtung aufzeigen - auch nicht mit Bomben und Maschinenpistolen ! Wir können nur Druck ausüben bei denen, die die Möglichkeit hätten, das Denkbild der arabischen Welt grundlegend zu ändern !

Diesen Konflikt mit Krieg und Bomben zu lösen geht wohl nur, indem man den gesamten arabischen Raum derart in Schutt und Asche legt, bis sich nichts mehr regt und bewegt - also UNMÖGLICH !

Kommentar von staffilokokke ,

Nur die Wenigsten sind "Überzeugungstäter". Der Gros der Armee des IS wird gut bezahlt. 

Kommentar von eccojohn ,

Die Bezahlung ist da wohl eher nachrangig und trifft nur auf wenige KÄMPFER zu - das ließe sich leicht mit militärischen Mitteln lösen, wie in einem Krieg mit Söldnern - dann wäre irgendwann mal ganz schnell Schluss.

Das Religions-Denk-Problem ist aber die Ursache dafür, das wie beim hartnäckigen Unkraut immer wieder das nachwächst, was man entsorgt hat.

Solange dieser Teufelskreis nicht echt durchbrochen wird, wird sich nichts ändern. Es sind ja nicht nur die wenigen Tausende KRIEGER, nein ist sind die unzähligen Sympathiesanten, die zu neuen / späteren unkalkulierbaren Tätern werden.

Solange zugelassen wird, das "Allah" dieses morden zuläßt oder gut findet, wird es keine Ruhe und keinen Frieden geben.

Schon die ersten arabischen Terroristen krächtzten nach "Allah", als sei er derjenige, der den Auftrag erteilt hätte - VERBLENDUNG pur, und bis heute unverändert als Religions-Mißbrauch salonfähig.

Für mich schwer zu verstehen, das die nachweislich friedliebende Mehrheit an Moslems weltweit diesem Treiben von nur wenigen >Religions-Verbrechern< fast stillschweigend und gefühlt viel zu  teilnahmslos zusieht. 

Ich frage mich, warum schützt kaum einer der Gläubigen Muslime hörbar fühlbar diese eigentlich friedliche Religion vor solchem Gesindel. Wie können die Eliten dieser Religion nur so ruhig zusehen - zusehen wie die eigene Religion derart in den Dreck geworfen wird, und langsam aber sicher zu unrecht vielleicht bald mal weltweit nur noch verachtet wird.

Wäre man in der westlichen Welt ehrlich, würde wohl die Mehrheit der Menschen erklären, das gefühlt jeder Moslem erstmal als wenigstens halber Terrorist angesehen wird, und nicht als Mensch, der nur einer Religion angehört. SCHADE 

Kommentar von zetra ,

Das bringst alles logisch herüber, allerdings vernachlässigst du das finanzielle Problem. Es geht ja hier nicht um Lohnzahlungen der Kämpfer, sondern um die Millionen, die gebraucht werden für die Waffen, sowie die allgemeine Logistik.

Diese zahlenden Länder muss auf den Zahn gefühlt werden, sie sind ja eigentlich bekannt, nur wird das viel zu wenig und dazu noch zaghaft, angefasst.

Dann kommt noch die Frage dazu: Wer profitiert denn von den Waffenlieferungen? Haben diese Länder überhaupt ein Interesse, dass dieser Krieg schnell zu Ende geht?

Somit ist das Problem mit dem IS ein weites Feld, was beackert werden muss.

Kommentar von eccojohn ,

Ja Zetra, da hast Du recht !

Die Ölgeschichte und die harten Devisen ordne ich mal nur der verlogenen Weltpolitik (also auch den Arabern) zu. Sie sind  - wie Du richtig angemerkt hast - mit ein Grund und sicherlich ein nicht unwichtiger Punkt.

Kommentar von Fielkeinnameein ,
Haben diese Länder überhaupt ein Interesse, dass dieser Krieg schnell zu Ende geht?

Diese Frage kann man ja mit nein beantworten. 

Antwort
von zahlenguide, 70

ein Hacker macht da was lustiges. Er nimmt sich Internetseiten vor, die der IS nutzt um Menschen für sich zu werben und gestaltet sie um - so wird dann die Fahne der Homosexuellen als Symbol für den IS eingefügt, Videos mit Homosexuellen Inhalt hochgeladen, sich für Frieden usw. ausgesprochen usw. - letztlich ist es ja auch ein Meinungskrieg. Wenn sich Menschen allgemein mehr für Menschenrechte und gegen die Scharia einsetzen würden und man auch in diesen Regionen, die Chance erhält seine Familie zu versorgen, würde es sicherlich deutlich besser werden. Aber das ist alles Utopia - die Welt ist wie sie ist und nicht widdewidde wie sie uns gefällt.

Antwort
von Almalexian, 65

Die Koalition der Willigen. Wobei die Luftschläge durchaus nicht ineffektiv sind, es reicht nur halt nicht.

Und den IS besiegen und den Terror eindämmen sind zwei verschiedene paar Schuhe. Drängt man den IS in die Ecke, nehmen die Terroanschläge zu, nicht ab.

Antwort
von Modem1, 20

Seine Finanzquellen austrocknen das ist eines der Hauptaufgaben des Bündnisses. Das ist nicht so einfach weil einige reiche arabische Staaten und Emirate den IS heimlich finanzieren welche zu den fraglichen Freunden der westlichen Welt gehören ...offiziell das aber abstreiten den IS zu unterstützen.

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Politik, 14


Wer soll Eurer Meinung nach den IS besiegen.

Der sog. IS ist ein politisches und zugleich kulturelles Problem muslimischer Länder besonders im Nahen und Mittleren Osten sowie in einigen Ländern Afrikas. Weil es sich bei den Verbrechern des IS um fanatisierte, Vernunftgründen unzugängliche Menschen handelt, wird man sie nur mit Waffengewalt besiegen können. Mit der Hilfe europäischer bzw. von NATO-Staaten ist das möglich, wie die Beispiele kurdischer und irakischer Soldaten belegen. Aber weil die muslimischen Staaten untereinander uneinig sind, nicht zuletzt weil sie selbst mal mehr, mal weniger islamistische Ideologie befürworten, wird der sog. IS, selbst wenn er in Syrien und im Irak geschlagen wird, Zuflucht in anderen Ländern finden, z. B. in Lybien, und erneut als militärische Macht auftreten können.

Die eben geschilderte Uneinigkeit der muslimischen Länder verhindert auch eine kulturelle Weiterentwicklung der muslimischen Länder insgesamt. Nur wenn sich in allen muslimischen Gesellschaften die Mentalität zu einer mehr liberalen, modernen Interpretation des Islam durchsetzt, kann den islamistischen Fanatikern der Boden und jede wirtschaftliche und militärische Unterstützung entzogen werden! Erst dann werden sich immer weniger dumme Menschen finden, die sich für selbstmörderische Terroraktionen hergeben.

MfG         

Arnold        











Antwort
von user6363, 49

> Terrorangriffe wie in Nizza

Da hast du aber das schlechteste Beispiel rausgenommen, es war (meiner Meinung nach) nicht der IS, es gibt einfach zu wenig Beweise, und ich denke, dass Hollande nur da das böse Spiel weiter spielen will.

Man kann sowas nicht reduzieren oder beenden, Terrorismus halt. 

Es bringt nichts, den IS die ganze Zeit zu bomben, in Gegenteil, es werden sich noch mehr Leute dem IS anschließen. Ich hab zwar kein Masterplan wie man den IS besiegt, ich bin auch nicht sonderlich strategisch begabt, aber das ist kein Weg.

Kommentar von M3199 ,

Natürlich war das der IS der LKW-FAHREN hat im LKW ein Video gedreht und gesagt er hätte den Ruf von Adnadi oder wie der Propagandaminister des IS heißt erhört.

Vielleicht war er kein offizielles Mitglied, aber er hat sich auf jeden Fall zugehörig gefühlt.

Kommentar von user6363 ,

Ich glaube trotzdem nicht, dass es der IS zu verantworten hat, ich denke weiterhin dass es Hollandes Spiel ist. 

Antwort
von Dahika, 22

Die Bedrohung schaffst du durch Bodentruppen nicht aus der Welt. Das hat
in Afganistan auch nicht geklappt. Man verstreut die Terroristen nur in
alle Welt und sie gründen neue Terrorzellen.
Ich denke mir die Einzigen, die wirksam gegen den IS vorgehen könnten, sind die muslimischen Länder, allen voran Saudi Arabien.

Was wir in Europa tun könnten, ist, stark an der Integration junger Muslime zu arbeiten. Wenn Ihr euch die jungen Terroristen anguckt, so sind sie doch fast immer Angehörige der hoffnungslosen Vorstädte. Keine oder schlechte Schulbildung, keine berufliche Ausbildung, keinen vernünftigen Beruf. Die verlieren dann irgendwann die Hoffnung und werden wütend. Sehr wütend.

Kommentar von zetra ,

Mit Saudi Arabien machst du den Bock zum Gärtner. Es ist doch Teil des Problems.

Antwort
von tryanswer, 40

Läuft doch ganz gut zur Zeit, nach der Offensive auf Mossul dürfte vom IS nicht mehr so viel übrig bleiben. Die Reste erledigen sich dann mit der Zeit.

Kommentar von MickyFinn ,

Das sagt die Presse seit über einem Jahr... wirklich glauben kann ich es noch nicht (wäre aber natürlich schön).

Kommentar von tryanswer ,

Es dauert eben seine Zeit. Das Problem des islamischen Fundamentalismus werden wir aber mit dem IS auch nicht los. Es ist nur eine Frage der Zeit bis sich die nächste Gruppe konstituiert.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Ja, läuft sehr "gut" ... keine Ahnung was daran gut laufen soll. Der Krieg gegen den IS ist doch ein Witz.

Kommentar von tryanswer ,

Dann mach es doch besser.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Klar, wenn ich freie Hand hätte würde ich das sicher besser machen aber ich hätte auch ein Interesse den IS zu besiegen. Den haben z.b. die usa aber nicht.

Kommentar von tryanswer ,

Dann setz dich in ein Flugzeug, flieg in die Ost-Türkei, überquere die irakische Grenze. - Die Kämpfer dort sind für jede Hilfe dankbar. - Kompetenz vorausgesetzt!

Antwort
von staffilokokke, 45

Eigentlich die islamischen Länder selber, da der IS eine Schande für die wahren Muslime ist, und weil die "Kriegsanwärter" einen feuchten Dreck auf die westlichen Werte geben. 

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Darf ich fragen von was für westlichen Werten du sprichst? 

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 24

Das machen Franzosen, Amerikaner, Engländer, Russen und wir aus der Luft und die irakische Armee sowie die Kurden am Boden.

Der Nizza-Attentäter ist nicht notwendig ein IS-Attentäter...


Antwort
von Jens1327, 31

Das ist doch sowieso Wahnsinn !! Es werden Menschen auf den Mond geschossen, Roboter auf den Mars. Man kann menschliche Organe durch ein Gerät sehen ! Man kann Drohnen von mehreren 100km Entfernung steuern, man kriegt überall Telefonzellen abgehört. Sogar die Deutsche Bundeskanzlerin wird abgehört. Aber man weiß nicht woher der IS seine Waffen bekommt oder wie er seine Leute bezahlt, geschweige denn was sie als nächstes planen !!

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Das weiß man schon. Nur will man dieses nicht verhindert da der IS seine Rolle perfekt "spielt".

Antwort
von AntonJJ, 39

Da der Passiv von unpersönlicher Gestalt ist, überlässt man dies der Allgemeinheit, wobei keine Rolle spielt, wer das Subjekt ist.

Antwort
von BTyker99, 15

Der IS ist so stark, weil wir die Männer in wehrfähigem Alter aus Syrien weggelockt haben, um Assad zu schwächen.

Wir haben eigentlich kein Interesse daran, den IS zu besiegen, da er als Vorwand genutzt werden kann, in Deutschland einige Veränderungen einzuführen: Die Bundeswehr wird künftig auch gegen Deutsche im Inland eingesetzt werden dürfen; die Überwachung wird ausgeweitet; die Flüchtlingshilfe-Industrie (inlusive Bausektor, Sicherheitsdienste ect) floriert. Eigentlich ist alles in Butter!

Kommentar von Pr1nzAlbert ,

So ist es. Offensichtlich besteht kein Interesse, den IS zu eliminieren.

Antwort
von karapus001, 7

Die IS sollen die besiegen, die den IS erschaffen hat.

Durch verschiedenen interessen am Gebiet dort, wird es schwer sein.

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