Man bezeichnet Erdogan als Hitler warum mögen die Rechtsextremisten dann ihn nicht?

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7 Antworten

Ein Linksextremist muss auch nicht Stalin mögen, deshalb ist er aber immer noch ein Linker.

Hitler war ein Faschist, den man am Personenkult und Selbstherrlichkeit ausmachen kann. Auch neigte Hitler zu pompösen Bauten.

All das trifft auch auf Erdogan zu, man betrachte nur mal seinen Palast im Vergleich zur Armut in diesem Lande.

Hitler kam der Reichstagsbrand wie gerufen, obwohl viele meinen, die Nazis hätten das selbst organisiert.

Erdogan kam diese sogenannte Revolte wie gerufen, auch hier gibt es Zweifler. Beiden ist aber gemeinsam, sie arbeiten am Parlament mit Sondergesetzen vorbei und beide nehmen die "Revolte" zum Anlass demokratische Parteien zu verbieten.

Es gibt noch mehr Gemeinsamkeiten, deshalb ist ein Vergleich mit Hitler nicht so abwegig.

Per Definition ist Erdogan ein Faschist und Putin dazu zusätzlich ein Imperialist. Beide könnten Brüder sein .

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Erdogan hat kein 2. Weltkrieg angefangen, Erdogan hat auch keine Menschen vergast. Der vergleich zu Hitler wird gerne genutzt, wenn eine Person den westlichen Werten nicht passt. Weil die westlichen Werte unantastbar sind quasi Gotteswort. Zum vergleich mit "Rechts", das sind Voll****ten, die Nationalistisch sind die gibt es überall, in Deutschland, in der Türkei und sogar in anderen Teilen der Welt, schon unfassbar das es im 21. Jahrhundert noch sowas wie Nationalstolz/Nationalismus gibt, zeigt doch nur wie zurückgeblieben die Menschheit ist.

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Kommentar von Tritopia
26.11.2016, 12:15

Naja...der Vergleich wird oft auch von meinem Geschichtslehrer gemacht. Vieles was hitler getan hat, macht auch Erdogan. Hitler hat ja nicht nur von 1939-1945 gelebt. Er hat vorher schon vieles getan, um überhaupt dort anzukommen, an dem er angekommen ist und Erdogan geht so ziemlich den selben Weg ein.

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Kommentar von archibaldesel
26.11.2016, 12:27

Naja, Erdogan ist ja noch am Anfang seiner Karriere. Hitler hat ja auch sechs Jahre bis zum Krieg und acht Jahre bis zur Inbetriebnahme von Auschwitz. Immerhin bombardiert er heute schon Teile seiner Bevölkerung, damit liegt er zeitlich schon vor Hitler. 

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Kommentar von ultraDo
26.11.2016, 12:33

was genau ist denn an Nationalstolz verwerflich?

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Kommentar von Azeri16
26.11.2016, 15:55

Es ist ein unterschied wenn man Juden und Behinderte tötet nur weil sie so sind und ein unterschied wenn man "kurden" tötet die sich mit waffengewalt ein staat aufbauen wollen. @ultraDo an Nationalstolz ist nicht verwerflich es ist einfach nur unnötig ich kann stolz auf mich sein auf meine leistungen aber als was ich auf die welt komme kann ich nicht ebtscheiden natürlich sollte die liebe zum land da sein ich liebe deutschland und ich liebe die türkei die historische freundschaft sollte wieder im mittelpunkt stehen ich habe den erdogan auch gewählt bin aber nicht mit allem zufrieden was er macht (syrienpolitik)

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Man bezeichnet Erdogan als Hitler warum mögen die Rechtsextremisten dann ihn nicht?

"Rechtsextremisten" sind Rechtsextremisten, weil sie IHRER EIGENEN "Rasse" bzw. "Nation" huldigen. 

Damit wird jeder Fremde - auch, wenn er selbst ein Rechts(-extremist) ist - zu einem Subjekt der Abneigung. 

  • Erdogan ist nicht Angehöriger der Nation der Rechtsextremisten.
  • Erdogan ist nicht Angehöriger der "Rasse" (im Regelfall: Weiße) der Rechtsextremisten.
  • Und als "Türke" ist er sowieso schon mal raus.
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Kommentar von Wiederbelebt138
26.11.2016, 12:58

Das gehört doch eigl. zum Grundwissen.. Wie kann der Typ das nicht wissen?:/

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Rechts oder Links sind Schlagworte, die schnell hingeworfen sind. Es geht hier weniger um "Hitler" sondern um Nationalismus und Populismus. Der Herr aus der Türkei hat wahrscheinlich erst einmal auch Gutes für sein Volk getan, deswegen wurde er ja auch mehrheitlich gewählt (Wahlbetrug einmal außen vor). 

Nun scheint er allerdings nur noch machtbesessen zu sein und ordnet das Wohl der Menschen in seinem Land seinen Vorstellungen eines absolut autoritär geführten Staates unter. Er ist ein Psychopath (so wie auch der Herr aus Braunau einer war) - eine gute Therapie kann ihm aber niemand zwangs-verordnen, umso weniger, als er ja immer Macht anhäuft und autokratisch regiert. Niemand weiß, was er wirklich vor hat.  Die willkürliche Entlassung hunderttausender Menschen die bloß nicht auf seiner Linie sind , die Niederschlagung freier Meinungen (Presse) und nicht zuletzt seine jüngsten aggressiven Aussagen zu Gebietsansprüchen machen  den Mann für europäische Verhältnisse als Partner einfach völlig unakzeptabel.

Was die AfD und FPÖ betrifft: Afd kann ich nicht beurteilen. FPÖ ist eine rechtsextreme Partei, die mit den untersten Gefühlen der Menschen spielt, und daraus politisches Kalkül zieht: Ausländer und insbesondere solche mit islamischen Wurzeln sind natürlich an allem schuld. Kritiker, die "was im Kasten" haben und jahrelang was ordentliches gelernt haben,  bezeichnet man als "abgehoben", "volksentfremdet" und als "zum Establishment gehörig" und werden schlecht gemacht. Jene im Volk die dabei am lautesten mit-schreien, haben meist das tiefste Niveau (wenn du dich in Österreich an einen Stammtisch setzt wird so manchem vom blöden Gerede schlecht). Das ist Populismus, und von der Beeinflussbarkeit breiter Bevölkerungsschichten schlägt man halt recht einfach politisches Kapital. 

Bei beiden Kategorien, Erdogan udn FPÖ geht es nur um eines: Macht und deren Erhaltung. Ich denke, dass von der FPÖ jedenfalls weitaus mehr Gefahr ausgeht, als vom Getose eines Erdogans, der sich nur gewaltig überschätzt.


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Kommentar von DerSozialist99
26.11.2016, 12:46

Du wurdest wohl von den Medien ordentlich gehirngewaschen was?

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Weil die Rechten dieser Welt nicht sehen, was sie mit Rechten aus jeweils anderen Kulturkreisen gemeinsam haben. 

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Mit HitIer kann man Erdogan sicher nicht vergleichen. Mit AfD und FPÖ ist er aber weitgehend auf einer übereinstimmenden Linie. Auch orientiert er sich immer mehr an deren Vorbild Putin, der ja ebenfalls ausgesprochen nationalistisch-konservative Vorstellungen vertritt.

Sie alle wenden sich gegen ein pluralistischen und offene Gesellschaft und wünschen sich autoritäre Strukturen.

Als Muslim steht er natürlich gleichzeitig für das Feindbild von AfD und FPÖ. Dort werden fremdenfeindliche Vorstellungen bekanntlich mit "Religionskritik" verschleiert. So gesehen und weil er den gefürchteten "Fremden" zugerechnet wird müssen sie ihn dann ablehnen.

Da bei den Anhängern dieser Parteien rationales Denken und Realitätsbezug eine untergeordnete Rolle spielt, merken die Anhänger die Widersprüche auch nicht.

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Kommentar von ReligionsLiebe
26.11.2016, 19:18

Die AFD und FPÖ ler müssten dann eigentlich Erdogan Anhänger respektieren oder? Wenn sie selbst für National und ihre religion stehen, warum dürfen die Türken das nicht? Diese beiden zwei gruppen haben die gleiche nationale blut im körper. Der für deutschland und der andere für türkei. Der für römisch katholisch und der andere für islam.

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Erdogan ist keineswegs rechts.

Wer so etwas behauptet, hat keine Ahnung von der Materie.

Rechts eingestellt ist die MHP.

Die AKP ist islamisch-konservativ, zu vergleichen mit der CDU (christlich-"demokratisch" = konservativ)..

Subjektive Kritiker bezeichnen ihn als Hitler, Nazi, Diktator und und und.

Der Grund hierfür könnte sein, dass Erdogan einen dominanten und eher autoritären Führungsstil aufweist. Zudem geht auch er wie die Regierungen zuvor gegen die kriminelle und terroristische Vereinigung (in den Medien verharmlost als kurdische Arbeiterpartei) PKK vor.

Man trennt im Westen nicht zwischen Kurden und PKK, daher hetzt man mit der Falschinformation herum, er gehe gegen alle Kurden hervor.

Darüber hinaus passt dem Westen nicht, dass Erdogan nach einem Putschversuch den Ausnahmezustand ausgerufen hat, um Putschisten zu verhaften.
Ich meine bei Hoch- und Landesverrat erwartet doch keiner, dass Putschisten frei herumlaufen würden.

Ein wichtiger Punkt ist, dass dem Westen so vieles nicht passt, weil die Türkei ihr eigenes Ding durchzieht.. In den Medien verbreiten sich Desinformation und Propaganda so schnell, dass kein Deutscher sich informiert, sondern dem glaubt, was ihm erzählt wird.

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