Frage von KrankvorSorge, 60

Mama ist Alkohol - Drogen krank Was soll ich tun, ich weiß nicht mehr weiter?

Hallo zusammen, ehrlich gesagt ist es mir etwas unangenehm online meine Sorgen zu teilen. Aber ich weiß mittlerweile  einfach nicht mehr weiter und brauche  Rat.  Meine Mutter ist  Alkohol / Drogen krank und das schon  seit Viel zu langer Zeit. Vor 12 Jahren bin ich deswegen auch in eine Pflegefamilie  gekommen. Ich muss sagen danach ist  der kroschen  bei Ihr gefallen, und Sie hat eine sehr lange Zeit investiert  um Clean  zu werden, eine 5 Jährige Therapie gemacht. Worauf  ich sehr Stolz War. Sie hatte einen Mann gefunden  der Sie so behandelt  wie sie sich  Es immer gewünscht  hatte. Bis Ihr Mann und mein Stiefvater  2014 verstarb. Bis dahin  hatten wir auch immer ein gutes Verhältnis. Im letzten Jahr hatte Sie sich einen Mann  gewählt, der meiner  Meinung  nach nicht zu Ihr passt.  Der Viel zu viel Trinkt und Drogen konsumiert. Und das ist das Problem,  er ist das Problem. Und seit dem komm ich auch nicht mehr an Sie ran. Sie erzählt mir nichts  mehr. Wahrscheinlich weil Sie weiß wie ich reagiere. Sie trinkt morgens  um 10 mitten in der Stadt wenn wir zusammen  unterwegs sind, und wundert sich dann wieso  ich dann ausflippe!. Ich weiß nicht  mehr weiter. Ich bin mittlerweile so voller Wut und Hass auf Sie,weil Sie nicht  versteht  das ich Angst  um Sie hab. Und Angst vor mir selbst, das ich mich irgendwann Ihr gegenüber  nicht mehr unter Kontrolle hab. Sie versteht  mich einfach  nicht und das macht mich Traurig  aber auch sauer. Ich bin heute 23 Jahre  und hab genug  eigenes Zeug um die Ohren, da brauch ich auch  nicht  noch eine 44 Jährige  Erwachsene  Frau, die sich wie 12 benimmt. Der ich sagen muss wie das Leben  nun mal läuft. Ich muss  es wahrscheinlich  akzeptieren    das Sie es in diesem Leben nicht  mehr  lernen wird. Was soll ich tun? Ich weiß einfach nicht mehr weiter, und fühle mich so allein gelassen. Ich würde mich über ehrliche  Ratschläge freuen.

Antwort
von violatedsoul, 22

Suchtkranke Menschen, die rückfällig werden, brauchen wieder professionelle Hilfe. Das Problem ist immer wieder, dass sie das selbst wollen müssen. Von außen auf sie einwirken, ohne dass ihrerseits Einsicht für ihr Suchtproblem besteht, ist immer nur der Versuch, einen Nagel in Wasser zu schlagen. Also wirkungslos.

Du kannst nur versuchen, über ihre ehemalige Klinik oder ihren Therapeuten erste Hilfe zu bekommen.

War deine Mutter je in einer Suchtgruppe? Falls ja, kannst du dir auch dort als Angehörige Hilfe holen.

Antwort
von reginarumbach, 29

du kannst sie nicht retten. 

das einzige, was du wirklich tun kannst, ist etwas FÜR DICH.

du solltest den kontakt zu ihr abbrechen mit einer ganz klaren ansage, dass ihr euch erst wieder sehen könnt, wenn sie komplett dauerhaft clean ist, da du sonst seelischen schaden nimmst. du solltest dich weiterhin einer therapie unterziehen, so dass DU heilen kannst von all den verletzungen. du solltest evtl. auch eine angehörigengruppe von suchtkranken aufsuchen, dort gibt es leute, die dich ganz und gar verstehen. das gibt viel kraft und die brauchst du jetzt.

alles GUTE dir!

Kommentar von reginarumbach ,

ach so, bevor ich es vergesse... ich kann das so sagen, weil ich eine alkoholkranke mutter, einen alkoholkranken ex-mann und eine alkohol-und drogenkranke tochter habe. ich weiß wovon ich rede. man überlebt so etwas nur gut, wenn man gut für sich sorgt. sucht ist eine sache, die nicht nur den konsumierenden menschen zerstört, sondern auch sein umfeld. als angehöriger ist man stark betroffen und hat nur eine chance, wenn man sich gut kümmert, dass man nicht unter die räder kommt. man ist keine hilfe, wenn man selbst krank wird durch die suchterkrankung eines familienmitgliedes. 

Kommentar von KrankvorSorge ,

Ich bin deswegen  oft sehr Depressiv, und weine mich in den Schlaf.Sie ist doch der einzige Mensch den ich noch habe.

Kommentar von reginarumbach ,

ja. depression ist eine der auswirkungen, die das ständige sich sorgen um den erkrankten menschen hat. 

man denkt durch die klare abgrenzung und die eigene selbstfürsorge würde man den anderen verlieren, das ist allerdings eine illusion. man verliert den anderen, weil er sich seiner sucht hingibt. man kann leider niemanden davon abhalten sich selbst zu zerstören, auch andauernde apelle und die übernahme der verantwortung ändern daran nichts. wenn es so einfach wäre, dann gäbe es nicht so viele schlimme auswirkungen von sucht.

es ist leider so, dass der konsument selbst die entscheidung zur abstinenz treffen muss, ansonsten hat es keinen sinn, auch wenn man alles, einschließlich des eigenen lebens, geben würde, die situation würde sich nicht ändern. viele angehörige müssen das bitter erkennen, wenn sie am ende ihrer kräfte sind... nämlich das: es hat gaaaaar nichts genützt all die anstrengungen zu unternehmen, zu appelieren an die vernunft und selbst zu verzichten auf dinge, die man gerne tun würde, aber stattdessen lieber auf den süchtigen aufpasst.

man kann sich abgrenzen, klar sein und dennoch liebevoll. man muss nicht mit untergehen. im gegenteil, die einzige chance ist eben die, dass man sich um sich selber sorgt und sich gutes tut, das spürt der abhängige mensch ganz ohne worte tief im inneren. das ist eine triebfeder für ihn sich in richtung heilung zu bewegen, auch wenn man das nicht gleich sieht und nur sehr schwer aushalten kann... es gibt ein leben jenseits der sucht. und du hast ein recht darauf.

bete für deine mutter. aber lass ihr die verantwortung für ihr leben, auch wenn sie gerade unzurechnungsfähig scheint durch die sucht. sie kann es schaffen . allerdings, wenn du die verantwortung für ihr wohlergehen übernimmst, indem du dich dauernd sorgst und dir das ganze programm ihres abstiegs gibst, dann muss sie sich nicht mehr selber kümmern da wieder raus zu kommen... leider ist das so.

sie spürt das und verschließt noch mehr die augen vor ihrem selbst herbei geführten untergang. tu das also nicht. traue dem gesunden teil in ihr zu, dass er erkennt welche schritte er gehen muss. anders wird es nichts werden..

ich wünsche dir viel kraft und durchhaltevermögen! ...und heilung für DICH!

Antwort
von xceylin, 33

Ich muss sagen, du hast es nicht einfach! Wie wäre es, wenn du mit ihr zum Arzt gehst? Es gibt auch dafür eine OP, soweit ich weiß. 

Kommentar von KrankvorSorge ,

Ich würde liebend gerne mit Ihr zum Arzt gehen, aber Sie sieht es ja selbst nicht mal ein das Sie ein Problem  hat. Sie War ja auch 8 Jahre Clean bis letztes Jahr. 

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