Frage von AnnaTaliesin, 29

Mal zum Ausschließen aller Gerüchte über Katzen - Entführungen, was bleibt da über?

Okay...das für Medikamente und medizinische Operationen bevorzugt Labor -gezüchtete Tiere verwendet werden; das leuchtet ein. Denn man braucht eine Sorte Tier die nichts hat. Dann eine weitere der selben Gattung mit der zu behandelnden Krankheit und eine weitere die eine Überdosierung des Medikaments bekommt. Das schließt wilde Tiere von diesen Tests automatisch aus, weil ihnen die Vorraussetzungen fehlen.

Dann gibt es die total unnötigen Tierversuche für kosmetische Artikel, wie Sonnencreme oder Wimperntusche auf Tierhaut zu testen, die mit der menschlichen nichts zu tun hat. Eine Schweinerei an sich.

Dann wurden bis 2008 freie Katzen für angebliche Rheumaheilung und für Tom Tailor Fellmützen gejagt. Jetzt angeblich so streng verboten,das es europaweit nicht mehr gemacht wird und im Internet fand ich auch keine Angebote dazu. Das Verbot scheint zu funktionieren (hoffen wir das Beste).

Von den Wäschekörben die immer auftauchen, wenn gleichzeitig Katzen verschwinden... weiß ich wenig...las aber viel drüber. Bleibt in meiner Logik nur noch die Düngemittel und Pestizid -Industrie. Denn für deren Mittel extra Labortiere zu züchten ergibt wenig Sinn. Da die leidtragenden Lebewesen wild sind.

Daher die Frage: Werden Katzen für Tests an landwirtschaftlichen Produkten benutzt?

Antwort
von mychrissie, 24

Bei den Tierversuchen hast Du vergessen zu erwähnen, dass alle Tierversuche bereits x-mal vorher schon gemacht wurden, selbst wenn sie beim ersten Mal nötig gewesen wären, eine 50fache Wiederholung an unterschiedlichen Instituten gibt überhaupt keinen Sinn.

Warum gibt es für Tierversuche nicht eine gesetzliche Anordnung, die Ergebnisse ins Netz zu stellen und vor Tierversuchen eine verpflichtende Recherche, ob sie nicht schon woanders durchgeführt wurden? Wiederholungen müssten unter Strafe gestellt werden. Natürlich hält sich nicht jeder an solche Anordnungen, Universitätsinstitute in der Regel aber schon.

Expertenantwort
von maxi6, Community-Experte für Katzen, 29

Hierzu kann ich Dir leider nicht viel sagen, denn hier in Kroatien werden keine Katzen entführt, sondern eher das Gegenteil, sie werden ausgesetzt, meist unkastriert und vermehren sich natürlich unkontrolliert und verwildern dann. Meist sind sie auch noch unterernährt und krank und ich denke nicht, dass solche Katzen für solche Tests brauchbar sind.

Zumindest hier in unserer Gegend habe ich noch nie etwas von Katzenentführungen gehört, aber noch schlimmer hier werden Katzenbabies einfach erschlagen, ertränkt oder vergiftet.

Antwort
von tryanswer, 7

Die einzigen Versuche, die an Katzen durchgeführt werden sind Fütterungsversuche mit Katzenfutter. Aus den von dir genannten Gründen handelt es sich dabei jedoch um für das Labor gezüchtete Katzen. Hinzu kommt, das Katzen sich kaum für irgendwelche Versuche eignen.

Es werden in keinem Fall irgendwelche Tiere irgendwo eingefangen, um an ihnen Versuche durchzuführen, da für solche Verfahren einheitliche Tiere notwendig sind. Ein wild zusammengewürfelter "Tierhaufen" würde keine zuverlässigen Ergebnisse liefern, auch wäre der Aufwand dafür viel zu groß, zumal die Vermehrung von Versuchstieren sehr einfach ist.

PS: Ich habe jetzt allerdings nicht wirklich verstanden, was deine eigentliche Frage ist.

Kommentar von AnnaTaliesin ,

Weniger eine Frage denn ein Ausschlussverfahren.  Ein zusammen gewürfelter Haufen hätte den Vorteil, dass unterschiedlichste Alters und Gewichtsklassen genutzt werden können, um den Einfluss auf die zuletzt tatsächlich letzten Endes unter den Düngemitteln und Pestiziden leidtragenden sind. Denn das werden keine Labortiere sein... sondern wesentlich widerstandsfähigere Tiere. Wenn selbige also irgendwann tot auf den Feldern liegen, drängt sich die Frage dann nicht automatisch auf?

Kommentar von tryanswer ,

Das macht keinen Sinn, wenn Versuche an Tieren durchgeführt werden ist es wesentlich, daß die Bedingungen standardisiert sind. Zum einen kann man Vorerkrankungen nicht ausschließen, zum anderen würden die Ergebnisse keinem wissenschaftlichen Standard entsprechen und wären damit unbrauchbar. Gerade wenn es aber darum geht gesetzliche Zulassungshürden zu bestehen, dürfen die Ergebnisse nicht juristisch anfechtbar sein.

Und um es noch einmal zu betonen, Katzen eignen sich für derartige Versuche nicht, weder entsprechen die Physionomie noch die Stoffwechselprozesse denen des Menschen und die Haltung und der Umgang mit Katzen ist im Gegensatz zu bspw. Mäusen, Ratten und Minischweinen zu aufwendig.

Gerade für Düngemittel und Pestizide gilt, das Tiere ohnehin nicht mit ihnen in Kontakt kommen, daher ist eine explizite Prüfung an bestimmten Tierarten auch nicht vorgesehen. Einzige Ausnahme sind hier Bienen, die Ergebnisse dazu entstammen jedoch alle samt Beobachtungen im Felde.

Antwort
von Maisbaer78, 28

Ich denke der weit häufigere Fall ist, dass Halbstarke oder einfach Tierhasser sich an den kleinen und relativ wehrlosen Geschöpfen abreagieren.

Entführungen gibt es wohl nicht wirklich oft, für die Unmengen an Tierversuchen müsste man da schon von 100 000 Fällen pro Jahr reden.

Kommentar von AnnaTaliesin ,

Entführungen im Sinne von Diebstahl sind gemeint. Eventuell etwas ungeschickt formuliert... aber bei circa 100 neu patentierten Düngemittel und Pestiziden zusammen und nur die gemeldeten Fälle zählend...kommt man in der Tat bundesweit durchaus auf die 100tausend Fälle pro Jahr. Die medizinischen und kosmetischen Tests, wie erwähnt, nicht mitgezählt.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Ja, das Problem daran ist, dass ein Diebstahl (ich hatte dich da schon so verstanden) fast nicht lohnt. Die Person die "i.A." die Tiere besorgt, muss ja auch bezahlt werden. Versuchstiere aus Züchtung kosten aber unfassbar wenig und die Labore können diesen offiziellen "Erwerb" als Betriebskosten absetzen.    Wenn man sich vor Augen führt, dass es hier um Lebewesen geht, kann es einem ganz anders werden. :( (damit meine ich die aus den Versuchstierzuchtunternehmen)

Kommentar von mychrissie ,

Ob geklautes oder gezüchtetes Versuchstier, beide erleiden bei schmerzhaften Tierversuchen die gleichen Schmerzen. Eigentlich würden fünf Regeln reichen, die man europaweit streng befolgen müsste, um die Zahl der Tierversuche dramatisch zu senken:

________________________________________________

1. Tierversuche müssen sinnvoll sein, also dazu dienen, Menschenleben zu retten.

2. Tierversuche dürfen nur durchgeführt werden, wenn sie nicht auch im Labor in der Petrischale ausgeführt werden können, selbst wenn das letzere deutlich teurer sein sollte.

3. Tierversuche müssen zu 100% schmerzlos und ohne nachfolgende ersnsthafte Beeinträchtigungen des Tieres durchgeführt werden. Schmerzlos bedeutet auch (insbesondere bei höheren Wirbeltieren) ohne seelische Schmerzen.

4. Die Tiere müssen nach dem Versuch bis zu ihrem natürlichen Tod artgerecht gehegt werden, es sei denn die Einschläferung bewahrt sie vor Schmerzen oder Siechtum, die nicht auf andere Art gelindert werden können.

5. Es ist europäischen Pharmafirmen, Universitäten und anderen Forschungsstätten verboten, Tierversuche zur Umgehung dieser gesetzlichen Regelungen in nichteuropäisches Ausland zu verlegen.

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Klar, ich weiß, dass es hunderte Länder auf der Welt gibt, die auf ein solches europäisches Regelwerk pfeifen würden, weil sie sowohl menschenverachtend als auch gleichgültig gegen das Leid von Tieren sind. Aber Europa wäre ja schon mal ein Anfang.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Klingt blöd, aber das erzählst du genau dem richtigen :-( 

Ich bin der Meinung, das es überhaupt keine Tierversuche braucht und habe mir deshalb zb. auch einen Arzt aus der Vereinigung "Ärzte gegen Tierversuche"  gesucht.

Das gesetzliche Regelwerk, das sich Deutschland selbst so hoch anrechnet, behandelt Tiere dennoch wie Sachgegenstände. Das gilt nicht nur für Tierversuche. Die gebotene "Notwendigkeit" ist im Tierschutzgesetz verankert und betrifft auch Haus- und Nutztiere.  Im Falle Deutschlands bedeutet das, das 800 Mio Tiere jährlich sterben müssen, weil ein Preis von 1-2 Euro für das Kilogramm als "notwendig" erachtet wird.

Kommentar von mychrissie ,

Tierversuche sind schecklich und in 90%der Fälle überflüssig. Aber die rigorose Ablehnung kann nur jemand fordern, der noch nie vor der Entscheidung stand, ob sein Kind sterben soll, oder ein Versuchstier, dessen Tod zu einem Medikament gegen die Krankheit seines Kindes führen könnte.

Tierliebe bedeutet nicht das Tier vor den Menschen zu stellen. Selbst wenn irgendwelche Misantropen den Spruch absondern: "Mein Hund ist mir lieber als jeder Mensch".

Kommentar von Maisbaer78 ,

Nein, die rigorose Ablehnung kann von jemandem kommen, der logisch denken Kann.

Es gibt einen Grund warum auch Ärzte und Apotheker sich zusammen schliessen und gegen Tierversuche für Medikamente vorgehen.

Tierversuche können nur eines belegen. Die Verträglichkeit der erpropten Substanzen an eben diesen Tieren.

Generelle Unverträglichkeiten werden bereits bei der Entwicklung einer Substanz ausgeschlossen. Ein Medikamententest an einem Versuchstier soll niemals die Frage klären, "überlebt es die Verabreichung oder nicht?"

Die Feldstudien zur Nebenwirkungsforschung, die die letzte Stufe des Zulassungsverfahren bilden, können so oder so nur an Menschen vollzogen werden. Eine Ratte wird nicht sagen, dass Ihr übel ist oder das es sie am Rücken juckt.

Tierversuche haben vorallem ein Ziel. Fördergelder abschöpfen. Als Testobjekt für humanmedizinische Präparate kann nur der Mensch taugen.

Falls du dich hier mal schlau lesen möchtest.

http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/

Und nur weil man es ablehnt Tiere grundlos zu töten und zu quälen, stellt man das Tier nicht über den Menschen. Das ist, auch wenn du es sicher nicht so gemeint hast, eine unglaubliche Unterstellung und ziemlich beleidigend.

Kommentar von mychrissie ,

"Als Testobjekt für humanmedizinische Präparate kann nur der Mensch taugen". Das ist – wie Du sicher selbst weißt – ein sehr gefährlicher Satz. Es ist gerade mal ein dreiviertel Jahrhundert her, dass diese Ansicht von Verbrechern an sogenanntem "unwerten Leben" in die Tat umgesetzt wurde.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Was? Wie kann man denn etwas von "unwerten Leben" in eine solche Aussage hineininterpretieren? Ich werte dort nicht. Ich sage nur, "um zu sehen ob Nebenwirkungen beim Menschen auftreten, muss man das Preparat einem Menschen verabreichen." Das ist die gängige Praxis bei jedem Zulassungsverfahren.

Kommentar von mychrissie ,

Ich meine nur, dass ein Mensch ein Mensch ist und kein "Testobjekt". Ein Tier ist primär natürlich auch kein Testobjekt, aber manchmal gibt es eben Situationen, in denen man sich zwischen Mensch und Tier entscheiden muss, und zu wessen Gunsten diese Entscheidung ausfallen sollte, muss ich doch hier wohl nicht ausführen.

Deswegen habe ich den Begriff "unwertes Leben" in die Duskussion eingebracht. Ich habe das Unheil zwischen 1939 und 1945 nämlich noch in vollem Umfang miterlebt, Du vermutlich nicht.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Der Mensch ist sehr wohl ein Testobjekt, und zwar jeder von uns. Was glaubst du machen Werbeforscher?  Außerdem wird JEDES Medikament das für die Humanmedizin zugelassen wird, an Menschen getestet. Das ist nichts was man erst noch einführen müsste. Es ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Und nein, man muss sich nicht zwischen Mensch und Tier entscheiden, da Tierversuche für an Menschen anzuwendende Präperate nun einmal keinerlei Zugewinn an Wissen bringen.

Es gibt Ärzte und Forscher die sich seit Jahrzehnten dafür einsetzen, die leidlichen Tierversuche endlich einzustellen, da sie völlig fruchtlos sind.

Möchtest du ein Medikament für Menschen entwickeln, sagt nur die Abschlussstudie am Menschen etwas über die Wirksamkeit und die Nebeneffekte aus, darum gibt es diese Abschliessende Testreihe ja.

Möchtest du an Tieren erproben, dann macht es nur Sinn, auch Medikamente für eben diese Tiergattung in die Testreihe einfliessen zu lassen.

Du saugst doch auch nicht die Zimmerdecke, wenn eigentlich der Fussboden staubig ist.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Ich habe das Unheil zwischen 1939 und 1945 nämlich noch in vollem Umfang miterlebt, Du vermutlich nicht.

Sagmal wieso kommst du mir denn hier immer mit den Gräueln des 3. Reiches? Ich habe dir keinerlei Anlass dafür gegeben, du hast dich da offenbar nur auf etwas eingeschossen.

Noch mal. Medikamente werden bereits an Menschen getestet. Das ist Teil eines jeden Zulassungsverfahrens. Das hat nichts mit Hitler, Mengele oder den KZ zu tun. Es ist nur unsinnig, zusätzlich noch Tiere dafür her zu nehmen, die meist bei der Vivisektion sterben.

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