Eine ernste Frage an alle Tierliebhaber?

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19 Antworten

Ich bin 16 meine Katze mussten wir letztes Jahr einschläfern sie war 19 Jahre alt also auch schon da bevor ich geboren wurde.
Wir haben sie Ende September einschläfern lassen.
Anfang August hat es Angefangen ihr schlechter zu gehen, also sie konnte halt nichts mehr halten und hat auf dem Sofa geschlafen und wir hatten Glück wenn sie es noch vom Sofa runter geschafft hat.
Wir haben dann Wickelunterlagen für Babys besorgt und unter sie gelegt was sich auch als wirklich sinnvoll erwiesen hat.
Allerdings wollten wir sie noch nicht einschläfern, da sie sonst noch ganz glücklich schien rumlief und gut gefressen hat.
An einem Abend aber lag sie auf dem Sofa und schien extrem schlapp zu sein zum fressen wollte sie nicht aufstehen also haben wir es ihr hingehalten.
Wir wollten sehen ob es sich wieder bessert.
Aber als wir am nächsten Morgen runterkam lag sie immer noch da und hatte auch schon gemacht aber lag einfach auf der nassen Unterlage.
Ich hab sie hochgenommen und wollte sie hinstellen aber es ging nicht, sie könnte nicht mehr stehen.
Die könnte sich einfach nicht mehr bewegen.
Meine Mutter hat sie auf den Arm genommen und sie hat sich mit dem Kopf an die geschmiegt wie wenn sie sagen wollte, dass es jetzt soweit ist.
Wir sind dann auch mit ihr zum TA gehangen um sie zu erlösen und haben sie dann im Garten begraben mit einer schönen Platte drauf und einer schönen Laterne...
Ich war extra nicht in der Schule, weil ich unbedingt mitwollte. Ich hatte mal so ein Gedicht gelesen ähnlich wie dieses nur eben in Katzen version:

  10 Bitten eines Hundes an den Menschen
1. Mein Leben dauert 10 bis 15 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es eh Du mich anschaffst.
2. Gib mir Zeit zu verstehen was Du von mir verlangst.
3. Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon.
4. Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein! Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen, Deine Freunde - ich habe nur Dich.
5. Sprich manchmal mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.
6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie.
7. Bedenke, eh Du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchel Deiner Hand zerquetschen könnten, dass ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache.
8. Ehe Du mich bei der Arbeit " unwillig" schiltst, " bockig" oder "faul", bedenke, vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder habe ich ein verbrauchtes Herz.
9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du wirst einmal alt sein.
10. Geh jeden schweren Gang mit mir. Sage nie: "Ich kann sowas nicht sehen" oder " es soll in meiner Abwesenheit geschehen". Alles ist leichter für mich mit Dir.

Das ging mir nicht mehr aus dem Kopf und ich glaube ich hätte es schrecklich bereut nicht dabei gewesen zu sein, denn es ging nicht mehr ihr Leben war ja so absolut nicht mehr lebenswert.
Ich finde es hilft der Gedanke das es nicht mehr ging und es ihr jetzt besser geht da wo sie jetzt ist und das sie auch ihren Bruder jetzt wieder sieht.
Ich denke auch, dass sie immer noch hier im Garten ist wo ihr Lieblingsplatz war und man muss eben damit klarkommen...
Ich würde also an deiner Stelle auf jeden Fall mitgehen, trotzdem kenne ich dich nicht persönlich und du musst es schlussendlich immer noch selber entscheiden.
Sorry für diese extrem lange Antwort aber mir fiel so viel dazu ein.
Ich wünsche dir alles alles Gute und die Trauer lässt nach... :)

(Warum muss dein Hund denn eingeschläfert werden ?)

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Kommentar von Daaavid55
03.06.2016, 23:12

Durch deine Antwort sitze ich hier mit tränen und mit einem Lächeln. 

Echt eine Super Antwort :) Vorallem die 10 Sätze. Mein Hund ist leider vollständig Blind und er hat Arthrose. Er wurde bereits 3 mal Operiert und laut Tierartz wäre die nächste OP seine letzte weil es keine möglichkeit gibt das er die Op in diesem Alter noch überlebt.
Leider kann er auch kaum Laufen, und Treppen steigen kann er schon Monate nicht mehr.

Nochmal Danke für die Antwort und schönes Wochenede dir noch!:)

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Kommentar von GabbyKing
04.06.2016, 07:57

Dann ist es wirklich besser ihn zu erlösen, denn er hat ja bestimmt auch Schmerzen aber 18 Jahre ist auch echt ein super Alter !
Erinnere dich einfach daran wie schön sein Leben war und das jedes Leben eben einmal endet...
Es freut mich das dir das Gedicht gefallen hat und ich wünsche dir auch noch ein schönes Wochenende und alles, alles Gute :)

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Also ich kann nur sagen wie es bei dem Kater war mit dem ich zusammen groß wurde, meine Hündin lebt ja (hoffentlich) noch einige Jahre.

Ich bin froh drüber bei gewesen zu sein, auch wenn es zum Teil kein schöner Anblick war, z.B. als er sich mal kurz übergeben hatte. Aber dieses letzte beisammen sein, dieses nicht alleine einschlafen ist man einem Tier das man liebt schuldig, einfach dafür das es einen sein ganzes Leben lang bedingungslos geliebt hat.

Sollte es irgend wann mal so kommen werde ich auch an der Seite meiner Hündin sein und sie bis zum letzten Atem Zug begleiten. Sie wird in diesem Herbst grade mal 2 Jahre alt, aber sie hat mir jetzt schon so viel geschenkt, da kann ich ihr damit nur irgend wann das Mindeste zurück geben.

Es ist und wird hart sein, aber stehe deinem Hund zur Seite bis zur letzten Sekunde ^^

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Da er dich als treuer Freund dein ganzes Leben begleitet hat, finde ich solltest auch du ihn auf seinem letzten Weg zur Seite stehen. Klar, das ist sehr sehr traurig und jeder, der mal ein Tier in sein Herz geschlossen hat, kennt das ungute Gefühl und die nahestehende Trauer.

Er war dein Freund, dein Seelentröster, war für dich da, hat zugehört und hat (wahrscheinlich) so manches Geheimnis von dir gewusst, dass sonst niemand wusste.

Das "Töten" in dem Sinne würde ich nicht als solches auslegen, denn dein Hund mit 18 Jahren ist ja nun wirklich ein Methusalem geworden und warum darf man seinem Freund und Familienmitglied nicht einen würdevollen, schmerz- u. vor allem leidensfreien Tod zu gestehen? Hat er es nicht verdient, einfach einzuschlafen und ein (zum Beispiel) schönes, liebevolles Grab im Garten oder so zu bekommen?

Ich weiß, das ist keine besonders schöne Situation aber lass ihn nicht allein, bitte.

Vergangene Tage; nicht traurig sein, dass sie vorbei sind, sondern dankbar, dass sie gewesen...

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Wie kannst du sagen, du liebst deinen Hund aus ganzem Herzen - und dann willst du ihn auf seinem letzten Gang alleine lassen? Dann, wenn er dich und deine Umarmung am dringendsten braucht?

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Ich persönlich bin hospizstelle für Katzen und habe erst vor ein paar tagen meinen kleinen Loleck einschläfern lassen müssen.
Man muss einfach daran denken wie es dem Tier geht und sein eigenes Ego überwinden.
Man muss lernen loszulassen und in der Regel ist es eine Erlösung.
Es wäre einfach unverantworlich ein Tier,das leidet am Leben zu lassen nur weil man selbst so an ihm hängt.

Es wird alle Last und alles Leid von ihm abfallen.

Wenn die Kraft versiegt

Wenn die Kraft versiegt,
die Sonne nicht mehr wärmt,
dann ist der ewige Frieden eine Erlösung.
Wenn die Kraft zu Ende geht,
ist die Erlösung eine Gnade.
Wenn du an mich denkst, erinnere dich an die Stunde,
in welcher du mich am liebsten hattest.
-Rainer Maria Rilke

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Kommentar von Daaavid55
03.06.2016, 23:02

Danke für deine Antwort.

Ich weiß auch das es meinem Hund nicht gut geht und die es eine Erlösung wäre. Ich habe auch schon einen Termin beim TA und dannach müssen wir weiter sehen.

Deine Antwort hat mir auf jdenfall sehr geholfen!:)

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Ich musste das gleiche auch tun.
Ich würde einfach mitgehen und es so sehen als wäre es eine Erlösung für deinen hund❤️ du kannst mit ihm vielleicht nicht mehr kuscheln, aber er ist noch bei dir. In deinem Herzen genau so wie in deinen gedanken❤️😊
Liebe Grüße,
Ich hoffe ich habe es dir ein wenig "leichter" gemacht❤️

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Ich rate dir auch dabei zu sein, ich habe das auch schon hinter mir. Was ich aber ganz extrem wichtig finde, was viele unterschätzen ist Folgendes: Bitte versuch vor und während der Spritze nicht zu weinen, sprich deinem Hund Mut zu und bekomm dich so, wie du dich benehmen würdest, wenn er nur narkotisiert wird, z.B. für eine Kastration. Der Hund sollte glücklich sterben und er wird auch traurig, wenn er sieht, dass du weinst. Ich weiß, dass das schwer ist, aber wenn er dann schläft kannst du die ganze Trauer raus lassen und weinen. Du tust deinem Hund wirklich einen unglaublich großen Gefallen, wenn du in dieser Situation nicht vor ihm weinst und ihm somit Angst machst. So wird er am glücklichsten sterben, mit dir an seiner Seite, so als wäre alles in Ordnung. Viel Kraft euch!

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Wir haben das auch hinter uns, das ist der Moment, vor dem sich jeder Hundebesitzer fürchtet. Trotzdem: ich würde mitgehen und ihm bis zum Schluss die Pfote halten, ihn bis zuletzt streicheln und bewusst Abschied nehmen.

Als bei unserem alten Hundemädchen mit 16 Jahren die Nieren versagten, haben wir auch zuerst alles medizinische versucht. Der TA sagte, eigentlich müsste sie (nach den  med. Werten)  tot sein, aber der Hund konnte von UNS nicht loslassen. Also haben wir ihn ganz bewusst LOS GELASSEN.

Die Kinder, mein Mann und ich, haben uns regelrecht von ihm verabschiedet und ihm aufgetragen zu meinem  verstorbenen Schwiegervater im Himmel (der auch oft mit ihm Gassi gegangen ist) zu laufen.

- Manche sagen auch, die Hunde gehen über die Regenbogenbrücke - eine schöne Vorstellung.

Seinen letzten Weg ist er nicht alleine gegangen - obwohl das schwer war.  Wir ALLE haben geheult wie die Schlosshunde....

Ich weiß, das hört sich schlimm an, aber diese Trauer die man empfindet, kann jeder Hunde/Katzen/Tierbesitzer  verstehen. Auch wir haben regelrecht getrauert (mehr als um so manchen Menschen), das wird Dir ebenso ergehen. Gib Dir Zeit dafür !

P.S.  8 Monte später hat dann ein verspielter Welpe  - unser jetziger Hund - Einzug gehalten...

Alle Gute !




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Vor diesem Dilemma stand ich auch vor vielen Jahren, als ich meine Katze einschläfern ließ. Ich bin froh, dass ich mich dafür entschieden hatte, beim Einschläfern dabei gewesen zu sein. Ich wäre mir herzlos vorgekommen, hätte ich sie einfach nur beim Tierarzt abgegeben, wie einen alten Lappen, den man einfach in die Tonne wirft.

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Ich würde mitgehen. Einen Hund einzuschläfern ist immer eine furchtbare Sache für den Besitzer, aber du musst immer daran denken, dass das Einschläfern (meistens) im Sinne des Hundes ist. Und ich denke es ist einfacher das Leid einmal übers Herz zu bringen, als sich hinterher ewig Vorwürfe zu machen.

Alles Gute dir und deinem Hund

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Die Entscheidung sollte der Arzt treffen. Es ist zwar schwer, aber du mußt versuchen zu verstehen, dass es für den Hund eine Erlösung ist und er vor großen Schmerzen bewahrt wird. Du tust ihm einen Gefallen und drückst damit deine Liebe zu ihm aus.

Ein lieb gewordenes Tier nach so vielen Jahren einschläfern zu lassen, ist ein einschneidendes Ereignis. Ich kann deine Gedanken verstehen. Schuldgefühle darfst du nicht entwickeln. Das ist der falsche Weg.

Kopf hoch und alles Gute! :-)

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Du musst dir klarmachen, dass du ihn gerade in seinen letzten Minuten nicht alleine lassen darfst. Ist für ihn doch sicherer, wenn er in deinen Armen einschlafen kann. 

Du solltest versuchen, so lange stark zu sein. Ich kenne das, glaube mir. Ich weiß, es ist schlimm. 

Aber ein Familienmitglied, und das war er doch, lässt man nicht allein. 

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Gehe mit. Sonst würdest du es bereuen, ihn in einer solchen Situation allein gelassen zu haben.

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man geht mit  seinem  tier auch  den allerletzten weg--   er bracuht dich dannbesonders-- deine nähe  deine vertrautheit, deinen schutz ..also bitte -- wenn er die narkose bekommen hat  nimmihn in den arm und laß ihn  dann gehen --du schaffst  das  ganz bestimmt .

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Ich würde Dir raten auf jeden Fall dabei zu sein!

Ich habe dies bei meiner Katze gemacht, diese hatte ich 21 Jahre und mir ist es natürlich extrem schwer gefallen, aber ich wollte unbedingt dabei sein, wenn meine Katze den letzten Schritt geht.

Dein Hund hat 18 Jahre mit Dir verbracht und BITTE lass ihn nun nicht alleine.

Wenn die Spritze gesetzt wird, schau einfach in die andere Richtung, aber berühre Deinen Schatz, der soll spüren Du bist da und es ist alles gut, so dass er/sie ganz in Ruhe gehen kann.


Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Kraft.


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Ich würde auch mitgehen es ist sein letzter Weg.

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ich würde mitgehen, da du auch bei einer normalen beerdigung wahrscheinlich mitgegangen wärst, oder? aufjedenfall hat er finde ich den respekt verdient, aber wenn du es nicht verkraften würdest, dann lass es lieber.

außerdem hast du ihn nicht umgebracht, sondern von den schmerzen befreit

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Danke nochmal an ALLE! Ich kann leider aus Zeitlichen gründen nicht jeden persöhnlich Antworten. Fühlt euch alle gedrückt von mir!:)

Schönes Wochenende euch allen !^^

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Danke für die Ganzen Antworten! 

Ihr habt mir bei meiner entscheidung echt geholfen! Ich werde mitgehen klar wird es nicht einfach sein aber es ist glaube ich die beste entscheidung

Danke :)

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Kommentar von eggenberg1
03.06.2016, 19:52

bitte laßt  den tierarzt  zu euch NACH HAUSE kommen

--  dem tier wird  dadurch sehr viel aufregung und auch angst  genommen--

wenn e r in seiner häuslichen umgebung  über die regenbogenbrücke  gehen  darf

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