Heeeschen am 13.04.2007 um 15:22 Uhr
würdet Ihr's auf Kosten der Bequemlichkeit zugunsten des Klimas und zum Wohle der Natur tun?

Ohne Auto wäre ich aufgeschmissen.Es heisst zwar immer,man soll mit Bus und Bahn fahren,doch wie,wenn sie nie fahren,wenn man sie braucht.Nee,mein Auto gebe ich nicht her!


Weil mein BMW (Baujahr 1994) 12l Superbenzin schluckt, benutzt ich das Auto nur, wenn ich anders nicht ans Ziehl kommen kann (was hier auf dem Lande manchmal schwierig ist)...

Es ist klasse wenn man nicht weit entfernt von einer Stadt wohnt; das Straßenbahnliniennetz ist ausgezeichnet, ich komme damit überall hin. Und oft, wenns Wetter schön ist, fahr ich Fahrrad. Ein Auto brauche ich gar nicht.

ich fahre zwar nicht beruflich, aber gibt keine andere option. ich habe zwei kleine kinder, wohne etwas abseits der stadt, da bin ich auf ein auto angewiesen.

Alleine schon aus Kostengründen bleibt das Auto in der Garage stehen. Ich habe für mein Fahrrad einen Anhänger um die Kinder zu transportieren, das rentiert sich recht schnell finde ich. Außerdem ist es ein Beitrag zum Umweltschutz, und schon alleine dafür ist es das wert.

Hab keins und will keines. Größere Einkäufe mach ich mit einer Freundin zusammen, sonst Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel. Ist manchmal schon recht mühsam, geb ich ja zu, da ich eher ländlich lebe.
Gebe für Fahrtkosten (zur Arbeitsstelle) im Jahr ca. 4000,00 Euro aus. Deutsche Bahn, öffentlicher Nahverkehr. Da spielt man schon mit dem Gedanken, sich ein Mini-Auto zuzulegen. Da ich außer Taxifahrten auf das Automobil verzichte, bin ich sehr viel zu Fuß unterwegs und muß mich aber ständig über die rücksichtslosen Radfahrer ärgern. Es ist ein Jammer, daß Haltestellenunterführungen als Rennstrecke mißbraucht werden. Beschwerden bei der Bahn brachten nichts. Es wird höchste Zeit, daß hier die Polizei einmal durchgreift, um dem umweltfreundlichen Verkehrsmittel Fahrrad wieder zu einem besseren Image zu verhelfen. Als Fußgänger ist man da der Gelackmeierte. Und mit viel Gepäck und Einkaufstüten ist es eine Qual als Fußgänger. Nachts alleine rumzulaufen, birgt enorme Gefahren mit sich, Überfallopfer zu werden. Ich glaube, das sind auch insgeheim die Gründe, warum viele Leute Ihr Auto nicht missen möchten, bringt es auch noch etwas an persönlicher Note und Privatsphäre. Morgens im ICE die Knoblauch- und Alkoholausdünstungen und lautes Herumquatschen der Fahrgäste sind bestimmt kein Vergnügen.
Leider noch nicht ganz zu Ende gepostet.In der Großstadt ist ohne Frage der ÖPNV wesentlich besser organisiert als in ländlichen Gegenden. Es werden aber auch hier die Fahrpläne derart ausgedünnt am Wochenende und etwas früher oder später am Tag, daß man die Arbeitsstelle so nie pünktlich erreichen könnte (...unzählige Unregelmäßigkeiten und Verspätungen bis zu sage und schreibe 2 Stunden bei Eis und Schnee sich den Ast abfrierend an der Haltestelle einmal außer Acht gelassen). Vom Arbeitnehmer wird soviel an Flexibilität verlangt, daß, wie oben schon erwähnt, ein Auto einfach ein Muß ist. Und zum Herumjöckeln würde ich ein Auto ja garnicht benutzen. Beispiel: 1987 arbeitete ich bei Bayer Dormagen, wohnte in Köln-Ehrenfeld. Mußte um 03:00 Uhr nachts aufstehen, da bis zur S-Bahn Köln-Nippes keine Straßenbahn fährt. Also ca. 4 km zu Fuß gehen. Dann die erste durchgehende S-Bahn nehmen, die nicht schon in Worringen Endstation hatte. Komme im Werk gegen 5:30 Uhr an. Im Werk noch eine Fußstecke- Umziehen. Der Meister guckt auf die Uhr und sagt, wir fangen um 5:45 an und nicht um 6:00 Uhr.Die Autobesitzer sind innerhalb von einer halben Stunde dieselbe Strecke gefahren, da ja frühmorgens die Autobahnen und Straßen wie leergefegt sind. Man sollte also nicht auf dem Otto-Normalverbraucher herumhacken, wenn es um den Verzicht des Autos geht. Man sollte vielmehr klar abwägen, wo ein Auto unerläßlich ist, und wo nicht. Auch wäre eine technologische Entwicklung zum schadstofffreien Kraftfahrzeug zu beschleunigen. Da sollte man den Hebel ansetzen, das Übel an der Wurzel packen.
Credo74 am 14. April 2007 09:22 Deine Antwort finde ich gut,denn auch in der Grossstadt,wo ich ja sagte,mit Bus und Bahn ist es einfacher,zu meiner Arbeitsstelle fahre ich 1 Stunde(mit Auto 10 Min.)
Danke Credo74! Bin leider noch nicht fertig. OK. Man kann noch eine Menge am ÖPNV kritisieren. Hier nur eine kleine Stichwortansammlung: Schwer zu durchschauende Tarifierungsstruktur trotz Verkehrsverbünden seit ca. 1985. Defekte Fahrkartenautomaten. Defekte Entwerter. Vandalismus allerorten, wichtige Informationen sind zerstört. Graffiti-Schmierereien überall. Regenwasser tropft von den Haltestellendächern (und da Prestigeobjekt Berliner Bahnhof als Milliardeninvestition? An Geld mangelt es der Bahn wohl nicht!?). Die Bahnhofsuhren werden nicht gewartet, zeigen falsche Uhrzeit an. Wartehallen wurden geschlossen und werden jetzt kommerziell genutzt. Bahnsteige werden im Winter nur unzureichend gestreut. Schikanöse Kontrolleure (Beschwerde liegt vor!), die in jedem Fahrgast einen poteziellen Betrüger sehen.
Trotzdem:
Ich bin nicht gerade ein Freund des Kraftfahrzeuges. Es zieht regelrecht eine Blutsput hinter sich her, ok. die Zahl der Verkehrstoten hat zwar nachgelassen, dafür ist die Zahl der Schwerverletzten gestiegen.
Die Spritpreise haben astronomische Höhen erreicht.
Parkplatzprobleme. Stauprobleme.
Autofahren nervt mich total ab. Ich muß ja ständig mit der Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer rechnen.
Also: Auto nur da, wo unerläßlich. Es ist insgesamt das kleiner Übel.
Allerdings finde ich die Fernsehreklame für Automobile angesichts der Umweltproblematik für nicht mehr zeitgemäß. Es wird fast ausnahmslos darauf abgehoben, daß das Auto nach wie vor ein Prestigeobjekt darstellt. Für mich wäre ein evtl. noch zu kaufendes Auto ein reiner Gebrauchsgegenstand.
Fahrrad fahren macht eh am meisten Spaß, fahre gar nicht so gerne Auto. Leider muß ich zur Zeit mehr Auto fahren denn je, mit dem Fahrrad ists zur Zeit zu weit zur Arbeit.
Gäbe es bessere Verbindungen würde ich es schon in Erwägung ziehen, auf mein Auto zu verzichten.
Ich muss aber jeden Tag 50 km zu meinem Arbeitsplatz fahren, habe ein Kind und immer jede Menge zu transportieren. Außerdem wohne ich auf dem Land.

Ich verzichte schon seit über 20 Jahren auf ein eigenes Auto und bin beim Carsharing angemeldet. Für unsere Urlaubsreise und für auswärtige Arbeit, zu der ich nicht mit der Bahn fahren kann, wird dann ein kleiner Wagen geordert.
Ich verzichte schon aus Kostengründen... Mit dem MVV komme ich für einen Monatsbetrag zurecht, der mir zum Tanken sicher keine zwei Wochen reichen würde...
Mein kleiner 106 steht auch in der Garage und wird 2x pro Woche zum Einkaufen benutzt.
Uups, habs knöpfchen vergessen
abgestimmt für: Klar, mach ich schon längst wann immer ich kann.

Mein Clio steht in seiner Garage und kommt nur noch zum Einsatz, wenn ein größerer Einkauf ansteht oder ich weitere Strecken zurück legen will. Hobby und Arbeit hab ich in der Nähe, da wird Rad gefahren!

ich komme aus dem großraum stuttgart und ganz ehrlich, ohne auto kommt man hier viel schneller voran. man hat die wahl zwischen ewig im stau stehen oder ganz schnell mit der s-bahn bequem ankommen. ist ja klar für was man sich entscheidet
Rebecca am 13. April 2007 17:26 das ist schön für dich, und leicht dich so zu entscheiden. Ich wohne aber in einer Gegend, wo ich schon alleine um zu einem öffentlichen Verkehrsmittel zu gelangen das Auto brauche!
DieBenutzerin am 13. April 2007 22:56 da verstehe ich selbsverständlich die notwendigkeit eines autos, ich meine ja nur, dass WENN man die möglichkeit hat es stehen zu lassen, man sie auch nutzen sollte.

Ich fahre schon seit vielen Jahren nicht mehr mit dem Auto, sondern mit Fahrrad oder (bei ganz schlechtem Wetter) öffentlichen Verkehrsmitteln. Ist viel gesünder, billiger, und ich tu etwas für die Umwelt. Was also soll ich mit einem Auto?


Ich fahre mit dem Auto etwa 12000 km/a, mit dem Fahrrad etwa 6000 km/a.
Da ich auf dem Lande lebe und es hier ausser dem Schulbus, den ich nicht benutzen darf, keinerlei öffentliche Verkehrsmittel gibt, die zu Fuss erreichbar wären - die nächste Bahnstation ist 12 km entfernt - kann ich auf den Wagen nicht verzichten.
Ich benutze ihn aber wirklich nur dann, wenn es keine Alternative gibt.
Der Individualverkehr - wohlgemerkt für alle normalen Bürger - ist die größte soziale Errungenschaft der Menschheit! Dass wir immer noch Fahrzeuge fahren, die Dreck hintenraus pusten liegt nicht am Bürger sondern an der Lobby der Ölkonzerne die alle Schichten der Gesellschaft korrumpiert hat - besonders die Politiker. Die meisten Ölkonzerne sind in den ersten 20 der größten Unternehmen der Welt - die haben ein so unvorstellbar großes Vermögen, dass die ganze Regierungen kaufen können und vermutlich auch irgendwie tun? Da ist der Feind und nicht der böse Auto-fahrende Bürger.
Hoppla, seit wann hat Autofahren und skrupelloses Geschäftemachen mit Öl nichts mit dem Klima zu tun? Hab ich da was verschlafen?


Ich wohne auch auf dem Land, und gerade zum einkaufen ist das Auto schon wichtig. (wir haben nur einen kleinen Tante Emma Laden, wo du nicht wirklich viel bekommst). Aber wenn wir Glück haben, dann werden wir bald umziehen, auf eine kleine Insel, wo es keine Autos gibt.....da freu ich mich drauf.

Freie Fahrt für freie Bürger! ;-)
Mikatto am 13. April 2007 16:59 kurz und treffend, dafür mein Daumen ;-)
Rebecca am 13. April 2007 17:28 auch von mir: Daumen hoch !!!
ck1957 am 13. April 2007 19:22 auch von mir den Daumen hoch. Nachdem gerade festgestellt wurde das unsere Politiker zwar Umweltzonen in den Städten festlegen aber selbst die größten Abgassünden begehen, fährt unser Kleinwagen auch weiter,

Ich habe leider grad keines und habe so meine Probleme mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ich wohne so weit in der Pampa, daß nur wenige Busse am Tag fahren, bis ca. 19.30 Uhr, am Wochenende sogar gar nicht. Aber unabhängig davon - ich fahr nicht in der Weltgeschichte herum - wenn es vermeidbar ist. Allerdings bedeutet für mich ein Auto mehr als nur von A nach B zu gelangen...nämlich Flexibilität und Freiheit...daher

Bei uns "auf dem Land" ist man ohne eigenen Pkw komplett aufgeschmissen, dann wird noch verlangt, als Arbeitnehmer flexibel zu sein (meine Freundin hat einfach 50km zur Arbeit), aber mit Rücksicht aufs Klima soll man aufs Auto verzichten, ja klar....
Abgesehen davon, dass es viele komplett unterschiedliche Klimamodelle mit entsprechend vielen unterschiedlichen Ergebnissen gibt, hat der Individualverkehr nur einen Anteil im Promillebereich, was Emmissionen angeht. Auch wenn die nun wieder kommenden Daumen-runter-Drücker das nicht wahrhaben wollen.
Anstatt die Hersteller endlich dazu zu verpflichten, neue innovative Techniken ein- und umzusetzen wird lieber auf den kleinen Michel eingedroschen, klar ist ja auch viel einfacher. Und wie man an den Fragen und Antworten hier sieht hat die Politik mit ihren Phrasen sogar Erfolg.....

Hier in der Grossstadt ist es auf jeden Fall stressfreier und mit Bus und Bahn kann man alles erreichen!

..er heißt aber nicht Ferrari und gleitet, anstatt er braust..
Ich versuche auch aus Kostengründen so oft wie möglich aufs Auto zu verzichten, und benutze dann das Rad. Manchmal gehts halt leider nicht. Bei Regen werde ich leider gern mal bequem, und benutze dann doch das Auto.