Frage von randomuser20, 43

Makro Objektiv oder Zwischenring?

Hallo! Ich mache wahnsinnig gerne Makro Aufnahmen. Mit meinem bisherigen Sony SEL18105G geht das leider schlecht. Die Die Naheinstellgrenze liegt durchgehend bei 45 Zentimetern. Wäre es sinnvoller zum Anfang erstmal ein paar günstige Zwischenringe (https://goo.gl/307EoF) Oder gleich ein neues Makro Objektiv (Link als Kommentar!) zu kaufen?

LG :)

Expertenantwort
von IXXIac, Community-Experte für Fotografie & Kamera, 22

Hallo

Zwischenringe "cropen" in die Auflösungsleistung der Optik (Gottseidank in der Mitte). Heisst die Bildqualität hängt von der Optik ab und deswegen sind Zwischenringe oder Balgen mit Zoomoptiken ein Kompromiss und oft nicht besser als Achromatische Nahlinsen.

An Festbrennweiten, speziel Makrooptiken, sind Zwischenringe wesentlich sinnvoller einzusetzen weil die Optiken schon mal besser auflösen und auch weniger Zentrierungsprobleme haben.

Das SEL 30/3.5 Makro ist sehr "Preiswert" aber für eine aktuelle Makrooptik zu "schlecht". Die Optik wird erst ab Blende 8 brauchbar Randscharf und geht schon bei Blende 11 in Beugung. Taugt auch wenig für Reproarbeiten.
Für "Makroarbeiten" ist das 35/1.8 OSS besser geeignet oder auch das Sigma 30/2.8 DN. Wenn man als Motiv nur die Mitte verwendet und dort Blumen und Blümchen bevorzugt reicht das SEL30M35. Aber dann tut es auch eine Nahlinse auf dem 18-105

Viele adaptieren sich Altglas Makrooptiken verwaister SLR Systeme zb Minolta MC/MD, Fujica, Miranda, Exacta, Mamiya, Konica, Yashica weil man die noch für kleines Geld kaufen kann und oft besser sind als aktuelle Viellinser mit Autodooffocus.

- http://vintagelensreviews.com/vlr/reviews/minolta-mc-macro-rokkor-50-mm-f3-5-mc-...

- http://artaphot.ch/minolta-sr/objektive/158-minolta-50mm-f35-macro

Kommentar von randomuser20 ,

Danke für die Antwort! Das 35/1.8 hatte ich auch schon im Visier. Allerdings liegt die Naheinstellgrenze auch schon bei 39 cm. Hast du vlt. ein Link zu alten, manuellen Makro Objektiven? Egal welcher Anschluss (außer vlt. mft). LG :)

Kommentar von BurkeUndCo ,

??? Alte Objektive mit MFT-Anschluss dürfte es wohl kaum geben, da der MFT-Anschluss einer der modernsten und fortschrittlichsten Anschlüsse auf dem Fotomarkt überhaupt ist.

Antwort
von BurkeUndCo, 4

Generell sind Zoomobjektive nicht als übermäßig scharf bekannt.

Diese dann noch mit Zwischenringen oder Vorsatzlinsen zu kombinieren, das ist technisch möglich, aber eben nur ein Notbehelf.

Echte Makroobjektive sind für den größeren Abbildungsmaßstab konstruiert und ergeben ein deutlich besseres und schärferes Bild.

Leider natürlich nur zu einem deutlich höherem Anschaffungspreis. Aber wenn Du gerne und häufig Makroaufnahmen machst, dann sollte Dir das schon ein gutes Makroobjektiv wert sein.

Kommentar von randomuser20 ,

Danke erstmal! Das Sony18-105 G-Master ist jetzt kein schlechtes Zoom Objektiv... Kennst du vlt. (alte) manuelle Makroobjektive mit z.B. Canon EF oder Nikon Mount? Alte Minolta Objektive gehen auch. LG :)

Kommentar von BurkeUndCo ,

Die Original-Makroobjektive von Minolta waren allw gut.

Und natürlich ist das Zoom-Objektiv der G-Masterserie ein Spitzengerät. Aber für echte Makroaufnahmen ist es trotzdem nicht gedacht.

Was sicher auch toll ist (kenne ich aber nur vom Hörensagen) war ein spezielles Vergrößerungs-Objektiv von Minolta, dessen Abbildungsmaßstab deutlich über 1:1 hinausging. Aber sehr selten und wenn man es findet kostet es gebraucht mehr als damals neu. Und deutlich mehr als ein aktuelles Makro.

Kommentar von randomuser20 ,

Also würde sich ein altes manuelles Makroobjektiv von Minolta mit Adapter an Sony Nex/E Mount mehr lohnen als das 35mm f3.5?

Kommentar von BurkeUndCo ,

Jein.

Wenn Du mit einer Crop-Kamera arbeitest erreichst Du mit einem 50 mm oder 100 mm Makroobjektiv eine größere Vergrößerung (positiv), aber andererseits ist gerade bei Makroaufnahmen (zumindest in der Natur, im Tabletop-Labor (Mini-Fotostudio sieht es bei statischen Objekten anders aus) bei denen jeder Milimeter der Entfernungänderung zählt, ein guter Autofokus nicht zu verachten.

Antwort
von Herpor, 18

Also ich hatte bei menen ersten Spiegelreflexen immer Zwischenringe bzw. Balgengeräte.

Das ist zwar optisch astrein, allerdings verliert man sehr viel Licht.

Zu meinen jetzigen Nikons (Vollformate) ich mir  ein Makroobjektiv (bis 1:1) gekauft. Ansehnliche Leistung. Und sogar mit einem Konverter (2x) noch anstängige Qualität.

Also mit einem Makroobjektiv machst du nichts falsch.

Auf keinen Fall würde ich irgendwelche Vorsatzlinsen verwenden. Da ist die optische Qualität unter aller Sau.

Kommentar von randomuser20 ,

Dankeschön!

Antwort
von Grautvornix16, 12

Hi,- ich würde mich nicht als Experte bezeichnen. Ich nutze eine C 550D und Zwischenringe für das Kit-Objektiv 18-55 mm. Aus meiner Erfahrung hängt vieles von der Positionierung zum Objekt und den Lichtverhältnissen zur Verwendung einer Blende mit größerer Schärfentiefe ab (ansonsten ja sowieso Offenblende) - also die klassische Mühsal des Fotografen. Wenn ich das aber ins Verhältnis zu den Kosten eines guten Makroobjektivs setze habe ich mit Blick auf die o.g. "Mühsal" eher das Gefühl, dass ich viel näher an meinem Objekt und seinem Erfassen und damit an meinem Hobby bin als mit noch mehr Hightec.

Das ist für mich so als ob ich mit einem Teleskop mit computergesteuerter Objektfindung arbeiten würde oder aber noch den Himmel mit "analogen" Sternenkarten verstehen und das Instrument entsprechend beherrschen muß.

Summasumarum: Der Weg ist das Ziel.

Ich finde Zwischenringe echt super auch wenn es vielleicht einige kleine Einschränkungen gibt, die ich als Hobbyfotograf sowieso nicht brauche. :-)

Gruß

Antwort
von randomuser20, 23

Link zum Objektiv: https://goo.gl/Ptm2j5

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