Frage von Abcxyz123654, 20

Makler Courtage bei Teilgewerblich genutzter Wohnung?

Bei Mietswohnungen gilt das Bestellerprinzip, also derjenige bezahlt den Makler der ihn beauftragt.

Bei Gewerbeimmobilien sieht das anders aus, dort können die Kosten auf den Mieter umgelegt werden. Nun zur Frage: Wenn nun eine Wohnung zur Teilgewerblichen Nutzung von einem Makler angeboten wird und es zu einem Vertragsabschluss kommt, wer muss dann die Courtage bezahlen? Wenn es der Mieter ist, muss er dann nur anteilig die Courtage für den gewerblich genutzten Raum bezahlen, oder für die ganze Wohnung? Denn für den Rest der Wohnung gilt doch weiterhin das Bestellerprinzip, oder?

Bin bis jetzt nicht fündig geworden, danke.

Antwort
von ChristianLE, 12

Hier kommt es meiner Meinung nach darauf an, welcher Teil der Nutzung überwiegt.

Ist der gewerbliche Anteil höher, kann die volle Provision verlangt werden. Überwiegt jedoch die Nutzung als Wohnung, kann hier gar keine Provision in Rechnung gestellt werden.

Wie wurde denn das in der Anzeige/Exposé formuliert? Wohnung oder Gewerbe? Um was für ein Objekt handelt es sich?

Kommentar von Abcxyz123654 ,

In der Anzeige wurde eine Wohnung ausgeschrieben, welche zum Teil gewerblich nutzbar ist. Der Wohnanteil überwiegt. Es soll nur ein häusliches Arbeitszimmer angemeldet werden und ein Gewerbe wird auf die Adresse angemeldet, allerdings ohne Kundenbesuch und ohne weitere Mitarbeiter.

Allerdings wurde ich direkt darauf hingewiesen, als ich mich auf die Anzeige gemeldet habe, dass bei Vertragsabschluss 1,19 Monatskaltmieten plus Steuer als Vermittlungsprovision anfallen.

Gibt es irgendeine Rechtsgrundlage zu deiner Annahme? Oder ist das nur diene Meinung?

Mir geht es darum:

Kann ich den Mietvertrag für die Wohnung unterschreiben und dem Vermittler keine Provision bezahlen und trotzdem einen rechtsgültigen Vertrag abschließen?

Kommentar von ChristianLE ,

In der Anzeige wurde eine Wohnung ausgeschrieben, welche zum Teil gewerblich nutzbar ist.

Das ist meiner Meinung nach ein Trick, um die Provision vom Mieter zu kassieren.

Gibt es irgendeine Rechtsgrundlage zu deiner Annahme? Oder ist das nur diene Meinung?

Das ergibt sich aus der Logik. Grundsätzlich wird hier eine Wohnung annonciert, mit dem Vermerk, dass man hier ja ein Büro einrichten kann (aber nicht muss).

Ansonsten bitte mal hier nachlesen:

https://www.haufe.de/recht/deutsches-anwalt-office-premium/gewerbliche-nutzung-v...

Eine teilgewerbliche Nutzung der Wohnung (also ohne Kundenverkehr) kann der Vermieter innerhalb einer Mietwohnung sowieso nicht untersagen.

Folglich kann hier auch keine Provision verlangt werden.

Wenn im Mietvertrag auch noch erwähnt wird, dass es sich um Wohnraum handelt, ist die Sache eindeutig.

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