Frage von Maxi667, 58

Mahnung von e-Dates trotz fristgerechter Kündigung bekommen, was soll/kann ich tun?

Hallo zusammen,

Ich habe ein Problem was schon viele andere vor mir hatten. Nachdem ich auf das Portal e-Dates gestoßen bin wollte ich mir dieses zunächst mal ansehen. Zu dieser Zeit wusste ich noch nicht was das für eine "Abzocker-Bande" ist. Nach der Registrierung musste ich feststellen das ich ohne zu bezahlen die Website nicht wirklich benutzen konnte. Also entschloss ich mich die 3 Euro für die Starter Premium Mitgliedschaft zu bezahlen. Habe dann auch gleich nachgesehen wie diese wieder zu kündigen war und tat dies auch ein paar Tage später wie in den AGB´s vorgegeben. Nach fast einer Woche habe ich dann irgendwann eine eMail bekommen in der mir geschildert wurde das Sie meine Kündigung nicht akzeptieren da Sie nicht den AGB´s entspreche. Jedoch habe ich genau das gemacht was verlangt wurde. Kurze Zeit später musste ich feststellen das mir 80 Euro von meinem Konto abgebucht wurden die ich dann aber wieder zurückbuchen lassen habe was auch andere schon gemacht haben. (habe ich im Internet gelesen) Heute kam dann ein Brief das Sie den Betrag von 80 Euro nicht abbuchen konnten und das ich es überweisen soll. Falls ich das nicht Fristgerecht machen sollte würden Sie ihre Anwälte einschalten. Nun weis ich nicht wie ich weiter vorgehen soll und hoffe auf hilfreiche Antworten. Zu mir: Ich bin 18 Jahre und kann es mir nicht wirklich leisten solche Beträge zu bezahlen da ich nicht denke das dies das letzte Mal ist das Sie Geld von mir wollen.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

MfG

Antwort
von mepeisen, 25

Man kann so vorgehen, wie Xipolis es schreibt.

Ich würde aber einfach kurzen Prozess machen. Wie? Ab zur Polizei und Strafanzeige gegen den Anbieter wegen gewerblichen Betrugs. Warum? Der Anbieter kann zum einen gegenüber einem Verbraucher im Grunde gar nicht wirksam einschränken, dass die Kündigung eine ganz besondere Form zu wahren hat. Viel schlimmer aber: Du hast alles gemacht wie es in den AGB beschrieben ist und die behaupten dreist einfach, dass die Kündigung nicht den AGB entspräche.

Die haben die Kündigung also bekommen, wollen sie vorsätzlich nicht akzeptieren. Das ist nicht in Ordnung. Da haben wir Vorsatz, eine massive Täuschung und eine Vermögensschädigung (die 80€) bei gleichzeitiger Bereicherung. Damit alles, was für den Betrug notwendig ist.

Dem Anbieter würde ich nichts schreiben. Sobald sich deren "Anwälte" melden, würde ich die Strafanzeige ergänzen mit "Beihilfe zum gewerblichen Betrug" gegen die Anwälte. Begründung: Die haben eine Einzelfallprüfung vorgenommen, wissen also, dass die Kündigung wirksam ist und unterstützen damit wissentlich die Täuschung der E-Dates Leute, dass die Kündigung unwirksam wäre.

Den Anwälten würde ich dann schreiben: "Offenbar verdingen Sie sich hier der Beihilfe zum betrug. Die bereits gegen Ihre Mandantin geschaltete Anzeige wurde nun gegen ihre Kanzlei ausgeweitet. wenn ihre Mandantin sich im Recht wähnt, soll sie klagen. ich lege es ausdrücklich auf eine gerichtliche Auseinandersetzung an."

Normalerweise versuchen die sich dann mit allerhand Ausreden herauszuwinden. Aber hören tut man selbst von denen im Grunde nie wieder etwas, wenn man so vorgeht.

Kommentar von Maxi667 ,

Hi,

Auch nochmal danke für die schnelle Antwort, ich werde dann so schnell es geht zur Polizei gehen.

Lg

Antwort
von Xipolis, 28

Einmalig widersprechen (Entwurf, der angepasst werden muss):

-------------------- schnipp --------------------

Maxi667 

Str. Nr.

PLZ Ort

e-Dates

Str. Nr.

PLZ Ort

Ort, 22.06.2016

Kundennummer

Ihre Mahnung vom Datum

Widerspruch gegen Ihre Forderung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre oben genanntes Schreiben habe ich am Datum erhalten. Ich widerspreche Ihrer Forderung in vollem Umfang. Ich werde nicht zahlen, da die Forderung unberechtigt ist.

Ich begründe meinen Widerspruch wie folgt: Die Starter Premium Mitgliedschaft wurde von mir am Datum gemäß Ihrer AGB Zitat wirksam gekündigt. Den Erhalt der Kündigung haben Sie mir mit Ihrer E-Mail vom Datum bestätigt.

Bitte verzichten Sie auf weitere Mahnungen und auf die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheides. Einen solchen würde ich vollumfänglich widersprechen. Den in diesem Schreiben geäußerten Forderungswiderspruch halte ich konsequent aufrecht, da die Forderung Ihrer Auftraggeberin unberechtigt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

Kommentar von Maxi667 ,

Hallo,

Vielen Dank für die Antwort.

Muss ich das als Brief verschicken ?

wahrscheinlich schon oder?

Lg

Kommentar von Xipolis ,

Da Dir die Gegenseite einen Brief geschickt hat, würde ich das auch als Brief verschicken (und zusätzlich auch als E-Mail). Die Kosten wirst Du sicher verschmerzen können.

Sollte danach noch etwas kommen, einfach nicht mehr reagieren. Außer es kommt tatsächlich ein Mahnbescheid, dann musst Du widersprechen.

Kommentar von Maxi667 ,

Hallo,

habe jetzt auch noch Post vom Anwalt bekommen.

Soll ich noch mal den selben Brief schicken ?

kann ich das machen oder müsste ich da was anderes schreiben.

Lg

Kommentar von Maxi667 ,

Die haben mir jetzt auch noch die Kosten für den Anwalt aufgebrummt und zum 2. Mal 80 Euro von meinem Konto abgebucht. Langsam bekomme ich wirklich Angst. Kann ich denen einfach nochmal den selben Brief zusenden ? 

Kommentar von Xipolis ,
  1. Geh zu Deiner Bank und widerrufe die Lastschrift. Das Geld wird Dir sofort wieder gut geschrieben.
  2. So wie ich das aus dem bisherigen Informationen sehe, hast Du die Einzugsermächtigung noch nicht widerrufen. Laut der Rechtsanwaltskammer Koblenz muss der Widerruf immer separat bei einer Kündigung erfolgen, ansonsten besteht diese weiter fort. Siehe: http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/kunden-muessen-einzugsermaechtigung-sep...
  3. Grundsätzlich würde ich das Schreiben des Anwalts ignorieren, da Du bereits geschrieben hast, was es zu Schreiben gibt und Wiederholungen sinnlos sind. Da Du aber den Widerruf nachweislich zustellen solltest, macht es Sinn auf Deinen Widerspruch hinzuweisen.
  4. Ich würde schreiben (Entwurf, der angepasst werden muss):
  1. Maxi667 

    Str. Nr.

    PLZ Ort

    Anwalt

    Str. Nr.

    PLZ Ort

    Ort, 08.07.2016

    Aktenzeichen

    e-Dates ./. Maxi667

    Ihre Mahnung vom Datum

    Widerruf der Einzugsermächtigung

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ihr oben genanntes Schreiben habe ich am Datum erhalten. Wie Ihrer Mandantin am 22.06.2016 mitgeteilt, halte ich meinen Widerspruch aufrecht. Eine Kopie meines Schreibens erhalten Sie anbei zur Kenntnisnahme.

    Ich widerrufe außerdem die Ihrer Mandantin erteilte Einzugsermächtigung für meine IBAN DE00 0000 0000 000 000 00 bei der XY Bank mit sofortiger Wirkung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Unterschrift

    -------------------- schnipp --------------------

    Füge eine Kopie des vorangegangenen Schreibens bei.

    Versenden in dem Fall unbedingt als Einschreiben-Einwurf (2.85 € Porto), da Du im Falle eines Falles den Zugang des Widerufs der Einzugsermächtigung nachweisen musst. 

    Anschließend die Sendung online verfolgen und sobald zugestellt, den Nachweis ausdrucken.

Kommentar von Maxi667 ,

Danke für die schnelle Antwort.

Habe mal im Internet über diese angeblichen Rechtsanwälte recherchiert und allein an den Bewertungen ist zu sehen das das Betrüger sind. Des weiteren ist auch viel über diese Kanzlei im Internet zu finden was auch dafür spricht.

Ich denke ich werde den Brief einfach ignorieren.

Übrigens habe ich heute eine e-Mail von der selben Kanzlei bekommen, in der Sie mich nochmal darauf hingewiesen haben, dass die in ihrem Aufforderungsschreiben gesetzte Frist bald abläuft.

Kommentar von Xipolis ,

Ich denke ich werde den Brief einfach ignorieren.

Wenn Du die Einzugsermächtigung nicht widerrufst, solltest Du Dein Konto im Blick haben.

Übrigens habe ich heute eine e-Mail von der selben Kanzlei bekommen, in der Sie mich nochmal darauf hingewiesen haben, dass die in ihrem Aufforderungsschreiben gesetzte Frist bald abläuft.

Diese E-Mail einfach ignorieren.

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