Frage von janna111, 36

Mahnung über falschen Artikel ok?

Hallo :)

Folgendes Problem: Ich habe bei einem Online-Versandhandel mehrere Artikel auf Rechnung bestellt und davon einen Artikel behalten. Leider habe ich verpasst, diesen rechtzeitig zu bezahlen weil ich dachte, dass mein Mann das schon erledigt hätte. Jetzt kam die zweite Mahnung (eine erste habe ich nie erhalten), allerdings über einen ganz anderen Artikel als den von mir behaltenen. Ich habe dem Versandhaus sofort eine Email geschickt und den behaltenen Artikel umgehend bezahlt. Ich habe jedoch die Mahnkosten von 22,- (finde ich auch sehr hoch?!) nicht mitbezahlt, da die ja aus einer völlig falschen Mahnung stammen. Das Versandhaus besteht jetzt auf den 22,- Mahnkosten. Jetzt meine Frage: Ist das rechtens? Also ist eine Mahnung fültig, selbst wenn der angemahnte Gegenstand ein falscher ist? Dass ich im Rückstand war stimmte ja, nur die Mahnung war falsch ausgestellt. Da die Dame mehr als unfreundlich war, möchte ich denen ungern was schenken, was ich nicht muss. Wenn ich die Mahnkosten vom Gesetz her zahlen muss, ist das aber auch ok.

Danke für eure ANtworten :)

Antwort
von mepeisen, 21

22€ Mahnkosten sind auch absoluter Unfug. Maximal 2,50€ für eine Briefpost-Mahnung. Mehr steht dem Anbieter grundsätzlich nicht zu. Die Mahnungen sind keine Strafgebühr, sondern vielmehr ein Ersatz der notwendigen Aufwendungen (ohne Personalaufwand), also für Briefporto usw.

Streng genommen muss zudem die erste verzugsbegründende Mahnung kostenfrei erfolgen. Ich würde zusätzlich 1,50€ mit Verwendungszweck "Briefporto" überweisen, zukünftig nichts mehr bestellen und dem Shop ankündigen, dass man das ansonsten sehr gerne vor Gericht ausdiskutiert, also einen Anwalt mit negativer Feststellungsklage beauftragt, wenn er keine Ruhe gibt.

Kommentar von janna111 ,

ok, also sind die Mahnkosten grundsätzlich ok aus dieser "falschen" Mahnung? wobei, wegen 4,- mach ich mich jetzt nicht rum... :) Danke

Kommentar von mepeisen ,

Die Mahnung selbst ist wohl OK. Denn du bist durchaus etwas schuldig. Ich würde da auch nicht diskutieren. Aber 1,50€ oder 22€ macht einen gewaltigen Unterschied ;-)

Antwort
von kevin1905, 20

Ich habe jedoch die Mahnkosten von 22,- (finde ich auch sehr hoch?!) nicht mitbezahlt, da die ja aus einer völlig falschen Mahnung stammen.

Sind auch nicht durchsetzbar. Pro Briefmahnung gegen Verbraucher sind maximal 2,50 € statthaft, es sei denn man weist dir höhere Kosten individuell nach.

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