Frage von CezaGoesHam, 46

Mahnschreiben Vereinsmitgliedschaft - zu viel für zu wenig?

Kurzer Sachverhalt:

Ich bin einem Ortsverein beigetreten, weil ich Fußball in einer aufbauenden Mannschaft spiele, die gerade von vorn Anfängt. Nichts offizielles. Weder eingetragen noch spielen wir eine Saison. Bisher nur aus Spaß.

So, ich bin also dem Verein beigetreten. Ich bin davon ausgegangen, dass monatlich 15-20€ abgebucht werden, so steht es auch in einer Liste.

Nur kam es anders. Ich bekam vor einer Woche einen Mahnbrief. Sie hatten zuvor versucht 130€ abzubuchen. Das wurde automatisch zurückgebucht.

Als ich das sah, schrieb ich ihnen meine sofortige Kündigung, weil dieser Preis über dem steht, was ich von dem Verein erhalte.

Zuvor habe ich weder eine Anmeldebestätigung bekommen noch eine Rechnung von dem was abgebucht werden soll.

In der Mahnung stand alles aufgelistet. Das ich Anmeldegebühr bezahlen soll, das ersten un zweite Quartal. Einen Trikotsatz irgendwie, der keinen Sinn macht, da wir anfangs nicht mal Bälle gestellt bekamen. Und 10€ Zurückbuchunggebühr.

Zudem war meine Kündigungsbestätigung beigelegt zum 31.12.

Wie soll ich mich hier vehalten? Ich sehe nicht ein so viel zu bezahlen, für nichts quasi.

Danke im Voraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von mepeisen, 7

Es ist ganz einfach: Zu einem Verein gehört eine Vereinssatzung. Sonderanschaffungen dürfen nicht einfach so gemacht werden, dafür benötigt die jeweils handelnde Person einen Auftrag der Mitglieder. Wiederum wahlweise über die Satzung oder über eine entsprechende Abstimmung. Alles muss einsehbar und transparent sein.

Einfach mal so über eine "Liste" lässt sich weder ein Mitgliedsbeitrag regeln noch eine Verpflichtung für eine Sonderanschaffung.

Schau, was in der Satzung steht und dann weißt du auch, zu was du ggf. verpflichtet bist und zu was nicht.

Antwort
von ronnyarmin, 18

Ich bin einem Ortsverein beigetreten....

Das funktioniert nicht auf Zuruf, sondern über einen Vertrag. Darin steht, welche Verpflichtungen du eingehst.

Nichts offizielles.

Ein Verein mit Vereinssatzung ist etwas offizielles.

Ich bin davon ausgegangen, dass monatlich 15-20€ abgebucht werden, so steht es auch in einer Liste

Welche Liste? Es wird kaum als Beitrag 15- 20€ angegeben sein.

Wenn du nicht liest, was du unterschrieben hast, ist das deine Schuld. Wie man sich hinterher beschweren kann, weil man den Vertrag nicht gelesen hast, verstehe ich nicht.

Ob du, trotz der  Kündigung zum 31.12., die Forderung begleichen musst, ergibt sich wiederum aus dem Vertrag, den du nun endlich mal lesen solltest.

Kommentar von CezaGoesHam ,

Grundbeitrag ist 14,10€ monatlich. Das entnahm ich der Liste und davon bin ich ausgegangen. 

Kommentar von ronnyarmin ,

Das steht bereits in der Frage.

Du hast dich nicht informiert und bist von einer falschen Voraussetzung ausgegangen. Von welcher Liste redest du?

Der Verein wird sich die anderen Forderungen nicht aus dem Ärmel geschüttelt haben. Die stehen irgendwo und sind für dich einsehbar, bevor du unterschreibst.

Antwort
von voxymo, 33

Vereine haben eine Beitragsordnung - wenn da steht, dass im Voraus für X Monate abgebucht wird, dann ist das in Ordnung.

Kommentar von mepeisen ,

Was allerdings nur die Beiträge betrifft und keinesfalls die Sonderanschaffungen. Die laufen In Vereinen nochmal etwas anders ab.

Antwort
von Anna1230, 16

Du hast einen Vertrag abgeschlossen und nicht gelesen. Dumm gelaufen also. Hast du den Trikotsatz bekommen? Dann musst du ihn auch zahlen. Das Quartalsmäßig abgebucht wird ist meist so, steht meist auch so im Vertrag.

Der Verein kann nichts dafür das du nicht richtig gelesen hast was du unterschreibst. Kündigung zum 31.12.2016 ist auch ok, es wird eine Kündigungsfrist geben.

Du wirst wohl zahlen müssen. Vertrag ist Vertrag

Kommentar von mepeisen ,

Du hast einen Vertrag abgeschlossen und nicht gelesen

Wenn das denn drin stand. Bei vereinen kann und darf aber nicht einfach so etwas in "einem Vertrag" stehen. Auch Sonderanschaffungen gehen nicht einfach mal so. Hier gilt es Vereinsrecht zu beachten und das bedeutet auch, dass Sonderanschaffungen überhaupt erst einmal von den Mitgliedern gemäß Satzung genehmigt werden müssen.

Kommentar von Anna1230 ,

Vielleicht steht es ja in deren Satzung. Die kennen wir ja nun mal nicht.

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