Frage von philo777, 125

Mahnkosten, Inkassokosten berechtigt? Verhältnis ist fragwürdig?

Die Ursprungssumme beträgt 24.90! Nun soll ich 116 zahlen! Innerhalb von 1 Monat ? Ist das normal ? Also ich habe innerhalb von 1 Monat nach kauf über ein Produkt (24,90) vergessen zu zahlen ... Post bekommen mit 116?!

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Antwort
von Amtsschimmel25, 77

Die Inkassovergütung nach RVG zu berechnen ist schon mehr als frech und anmaßend.

Auch der Rest ist nicht zulässig, da der Gläubiger eine sog. Schadensminderungspflicht hat. Solche "Rechtsverfolgungskosten" aus offenen Forderungen unterliegen dem Schadensersatzrecht des BGB. Daher sind nur Kosten und Beträge zulässig, die unvermeidlich und angemessen sind um die Verfolgung der Ansprüche in einem angemessenen Verhältnis zur Hauptforderung zu gewährleisten.

Daher wäre zuerst der beweis des Gläubigers zu führen, dass eine Inkassofirma nötig war und die Ermittlung der Bonität und nicht eine einfache Zahlungsaufforderung mit Hinweis auf weitere Kosten gereicht hätte. Angemessene Verzugskosten, sofern der Verzug ohne Mahnung bestand, sind ca. 5 bis 15 €

Kommentar von geheim007b ,

"die unvermeidlich und angemessen sind"

soweit richtig. Was angemessen ist ist allerdings sehr fliesend und hängt von vielen Faktoren ab.

"in einem angemessenen Verhältnis zur Hauptforderung"

das halte ich für falsch. Sie müssen im verhältniss zum Aufwand der Betreibung sein, nicht zur HF... sonst bräuchte man rechnungen von 5€ ja gar nicht mehr bezahlen. Es bedürfte aber einer gesetzlichen Regelung was angemessen ist.

Antwort
von FordPrefect, 80

Forderung unverzüglich an Gläubiger (nicht an Inkasso) überweisen, zzgl. je € 2,50 pro Mahnung. Schreiben an Inkasso mit Untersagung der Datenweitergabe an Dritte und Erklärung, dass Forderung beglichen ist samt angemessener Kosten und allen weitergehenden Forderungen vollumfänglich widersprochen wird. Dann weitere Bettelbriefe des Inkassos ignorieren, sollte ein MB eintrudeln (wird es nicht), Widerspruch fristgerecht abgeben, fertig.

Antwort
von soissesPDF, 22

Normal ist das nicht, eher übliches Inkassounwesen.
Mit dem Inkasso brauchst Du Dich gar nicht auseinandersetzen.
Zahle die 24,90€ an den ursprunglichen Gläubiger, nicht an das Inkasso, damit die Hauptforderung erledigt ist.

Anschließend abwarten, ob die ihre Inkassogebürhen einklagen werden.
Dafür müssten die ihre Kosten begründen, falls sie vorhaben.

Antwort
von EXInkassoMA, 44

Kein lastschrift rückläufer? 

Ansonsten : überweise gerundet 30 euro zweckgebunden (24.90 hf, 5.10 verzugskosten) direkt an den Gläubiger (nicht ans inkasso) 

Rechne mental trotzdem mit weiteren briefen 

Antwort
von DjDaimler74, 49

Einfach die ursprüngliche Forderung begleichen! Fertig! Alle andere Gebühren stammen nur von den Geiern, die mitverdienen wollen, obwohl sie gar keine Leistung erbracht haben, und sind nicht rechtens! Das machte ich früher genauso .....

Antwort
von brummitga, 26

dieser Inkasso-Geier kann dir gar nichts. Hast du eine Mahnung bekommen ?Du bezahlst an den Lieferanten und damit hat sich das Thema.

Antwort
von ThadMiller, 43

Keine erste Mahnung oder Ähnliches?

Kommentar von Amtsschimmel25 ,

Ist nicht gesetzlich vorgeschrieben wenn die Rechnung so gestaltet ist, das man nach Anlauf einer gesetzten Zahlfrist automatisch in Verzug kommt. Hilf aber im Regelfall wenn die Kunden die Rechnung versehentlich vergessen.

Kommentar von mepeisen ,

Es gibt eine 30-Tages-Regel im BGB. Dazu müssen einige Hürden genommen werden. Gegenüber Verbrauchern unter anderem ausführliche Belehrung über die Folgen des Verzugs. Ich habe bis heute noch keine einzige Rechnung gesehen, die diese Hürden erfolgreich nimmt.

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