Frage von DiamondSugar, 115

Mahngebühren Zahlen... Pflicht?

Ich habe etwas von einer bekannten Seite bestellt. Die Rechnungssumme Betrug (ACHTUNG) 98CENT. Dies habe ich leider vergessen zu zahlen und Schwupps kam eine Mahnung mit 5.95€ Mahngebühr. Daraufhin bin ich zur Bank gestratzt und habe diese lausigen 98CENT überwiesen (Die übertriebenene Mahngebühren habe ich halt weggelassen)

Und heute der SCHOCK. Ein Brief von einem Inkasso Unternehmen mit einer Rechnung in Höhe 67€ Muss ich die tatsächlich zahlen?? Ich finde das wirklich unverschämt. Gerade weil ich da auch eigentlich so gut wie jeden Monat bestelle. (Was wohl völlig unrelevant ist) Schönen Abend noch :)

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Antwort
von EXInkassoMA, 24

Zwischen 1 € und maximal 2,50 sind pro Mahnung zulässig

Gerichte anerkennen zwischen 1 € (z.b AG Bad Segeberg Urt. v.
25.11.2011 − 17 C 160/11)und 2,50 € (z.b AG Brandenburg a.d. Havel
Urteil vom 25.1.2007 – 190/0631 C ) an Mahngebühren pro Mahn Schreiben 

Die Inkassogebühren wären nicht mal ansatzweise durchsetzungsfähig und werden mangels Erfolgsaussichten nicht expl eingeklagt

Strell Dich trotzdem mental auf böse Briefe ein

Brauchst Du Infos zur Rechtsprechung dann nochmal posten

Antwort
von kevin1905, 55

Da du das Inkassobüro nicht beauftragt hast, musst du es auch nicht zahlen.

Auch eine Mahngebühr von 5,95 € ist nicht statthaft. Pauschal sind 1 bis 2,50 € pro Brief in Ordnung.

Kurzes Fax hin mit einem Widerspruch!

Kommentar von DiamondSugar ,

Der Widerspruch zum Inkasso Unternehmen oder zum Zahlungsanbieter?

Kommentar von kevin1905 ,

Zum Inkassobüro.

Hast du die 98 Cent zweckgebunden überwiesen (mit dem Vermerk "nur Hauptforderung")?

Ansonsten werden Geldeingänge immer zuerst auf die Nebenkosten angerechnet, dann auf Zinsen, dann auf die Hauptforderung (§ 367 Abs. 1 BGB).

Kommentar von DiamondSugar ,

Ich habe bei der Überweisung von den 98Cent wie gewohnt die Auftragsnummer als Verwendungszweck angegeben. Dies kam auch an. Da auf der Inkasso Mahnung diese Zahlung aufgeführt bzw. abgezogen wurde.

Kommentar von mepeisen ,

Wie das verrechnet wird, ist unwichtig. Man kann auch im nachhinein noch eine Verrechnung bestimmen. "Wertes Inkasso. Meine Überweisung war eindeutig auch anhand des Betrages zu erkennen als Verrechnung zur Hauptforderung. mit einer anderen Verrechnung bin ich nicht einverstanden."

Erfolgte die Mahnung via Brief? Eigentlich ist die verzugsbegründende Mahnung kostenlos. eMail-Mahnungen kosten gar nichts. Ich würde trotzdem nochmal besagte maximal 2,50€ nachschieben. Gegenüber Inkasso klarstellen, dass diese Überweisung "ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht" erfolgt ist und dass man A) eine Speicherung der personenbezogenen Daten verbietet, sowie eine Meldung an Auskunfteien, dass man B) zudem einem gerichtlichen Mahnbescheid widersprechen wird.

Antwort
von dandy100, 57

Das ist ja lächerlich, bezahle das auf keinen Fall.

Schreibe denen einen höflichen Brief und frage nach, auf welcher Rechtsgrundlage und nach welcher Gebührenordnung diese Summe zustandekommt - und teile Ihnen direkt mit, dass Du Deinen Brief an die zuständigen Anwaltkammer in Kopie senden wirst.

Zum Schluß würde ich Ihnen noch schreiben, dass Du bereit bist, Dich gütlich zu einigen und die ursprünglichen 5.95 Mahngebühr überweisen wirst (musst Du natürlich dann auch machen)  - und den Fall damit als erledigt betrachtest.

Wetten, dass Du nie mehr was von denen hörst?!


Kommentar von DiamondSugar ,

Ja natürlich ist das lächerlich. Aber das mit dem Abwarten habe ich ja jetzt durch und nun "sind wa" bei 67€ angekommen. Ich würde gerne die Rechtsgrundlage wissen ob das denn so rechtens ist. Ok ja mit 5.95 kann ich mich dann auch noch abfinden. (Für deren Bemühunhen) :p

Kommentar von dandy100 ,

Die Rechtsgrundlage für eine "Gebühr" von 67 Euro gibt es nicht; das sind die üblen aggressiven Stategien von zweifelhaften Inkasso firmen, die darauf spekulieren, die Leuten zu verunsichern - man kann es ja auch mal versuchen, ab und zu klappts bestimmt.

Ich würde denen genau das schreiben, was ich im vorherigen Kommentar gesagt habe und der Fall ist erledigt; die haben kein Interesse an langwierigen Auseinandersetzungen sondern nur am schnellen Geld.

Kommentar von DiamondSugar ,

Alles Klar, werde ich machen. Ich melde mich.

Kommentar von DiamondSugar ,

Noch eine Frage. Soll ich jetzt dem Inksso Unternehmen schreiben oder dem Zahlungsanbieter?

Kommentar von dandy100 ,

Dem Inkassounternehmen, denn die wollen ja die  67 Euro von Dir

Kommentar von DiamondSugar ,

oh oke alles klar

Kommentar von DiamondSugar ,

Jetzt nach ca. 2 Wochen kam eine böse Mail und es wird immer mehr... soll ich einfach bezahlen?

Antwort
von Temeraire01, 68

Wie lange steht der Betrag und wie lange die Mahngebühr aus?

Kommentar von DiamondSugar ,

Am 20.12.15 bestellt und am 22.01.16 die 98cent überwiesen...

Kommentar von Temeraire01 ,

Wie es sich anhört hast du keinen 1. Mahnbescheid bekommen, der dich darauf hinweist, dass du die fällige Rechnung noch zahlen musst. Wenn in der Rechnung nichts von einem Automatischen Verzug nach 30 Tagen oder einem Termin zur Überweisung der Rechnung steht bist du nicht verpflichtet irgendwelche Mahngebühren zu zahlen.

Hast du jedoch schon einmal einen Mahnbescheid bekommen oder ist auf der Rechnung ein festes Datum oder ein automatischer Verzug zu sehen musst du wohl zahlen. ABER 67€ sind zuviel. Sollte die Regelung des automatischen Verzugs gelten dürfen sie dir lächerliche 0,6 ct. berechnen. Falls es eine erste Mahnung gab, dürfen sie dir für den ersten Mahnbescheid 2,50€-5€ und für den 2. 5€-7,50€ berechnen, wobei ich unsicher bin ob man überhaupt Mahngebühren für nicht gezahlte Mahngebühren verlangen kann.

Schreib sie einfach mal an wieso sie dir 67€ berechnen, sie sind gesetzlich dazu verpflichtet dir die Kosten aufzuschlüsseln und lass dich nicht verarschen, sie dürfen nur Papier oder Portokosten berechnen, keine Personalkosten

Keine Angst, die werden kein Inkassounternehmen einschalten, die versuchen nur dir zu drohen. Vor gericht sind sie im Unrecht

Kommentar von DiamondSugar ,

Ok alles klar vielen Dank für deine Antwort. Es gibt natürlich einen festgelegten Zeitraum um die Rechnung zu begleichung. Wie bei allen Onlineshops.. Zudem stand auf der Mahnung ein festgelegtes Datum zu dem ich beglichen haben musste.

Kommentar von mepeisen ,

Eine kleine Anmerkung: Alleine auf die 30 Tage hinzuweisen, reicht sowieso gegenüber Verbrauchern nicht aus. Da muss deutlich mehr in der Rechnung stehen, nämlich eine Belehrung über die Verzugsfolgen.

Darüber hinaus sind irgendwelche Termine in der Rechnung vollkommen irrelevant, da sie nur einen Wunsch des Gläubigers darstellen. Die Rechnung gehört nicht zum Vertrag. Beispiele, wo ein Termin wichtig ist und automatisch den Verzug auslöst: Mietvertrag, in dem steht, dass die Miete stets zum 3. des Monats zu zahlen ist.

Ansonsten schlage ich vor, für eine Mahnung wirklich das Wort "Mahnung" zu verwenden. Ein "Mahnbescheid" ist ein Wort, was von einem Gericht verwendet wird. Google nach "gerichtliches Mahnverfahren". Es kommt immer zu Verwirrungen, wenn man die Begriffe mischt. Alles, was Firmen, Anwälte und Inkassobüros so schreiben, sind keine Mahnbescheide, es sind popelige Mahnungen. :-)

Ansonsten hast du bis du auf diese Unschärfen durchaus inhaltlich Recht.

Kommentar von EXInkassoMA ,


Temeraire01

Die Weitergabe an ein Inkassobüro ist bei großen Unternehmen automatisiert

Antwort
von WosIsLos, 59

Bist du unter 18?

Kommentar von DiamondSugar ,

Nein. Kommt es so herüber? :/

Kommentar von kevin1905 ,

Es würde eine weitere Möglichkeit der Forderungsabwehr eröffnen.

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