Frage von Protoss93, 49

Mahngebühren in diesem Fall zulässig?

Hallo Community,

es geht um folgenden Fall:

Ich habe bei einer Onlineplattform in einem Spiel virtuelles Geld im Realwert von 10 € per Lastschrift gekauft. Am nächsten Tag habe ich diesen Kauf widerrufen, was rechtlich zulässig ist. Der Verkäufer hat mir per E-Mail zugesagt, das Geld in einer Woche zurück zu überweisen. Da ich die E-Mail nicht gelesen habe, hab ich bei der Bank angerufen und die haben die Lastschrift dann storniert.

Dann habe ich von dem Verkäufer eine neue E-Mail bekommen, in der er mich aufgefordert hat, 20 € zu überweisen. Einmal 10 € für die Stornierungssumme (welche er mir dann nicht mehr überwiesen hat, das Geld war ja schon weg) und 10 € Bearbeitungs- und Mahngebühren. Diese E-Mail bestand nur aus einem Vierzeiler, also habe ich ihn gebeten, mir die Kosten zu erklären und eine Rechnung für die 20 € zu stellen, auf der auch die Mehrwertsteuer ausgewiesen ist.

Als Antwort kam nur, dass jetzt nur noch 10 Euro Bearbeitungs- und Mahngebühren überwiesen haben möchte. Ich sehe aber nicht ein, dafür 10 € zu bezahlen, selbst die Sparkasse verlangt nur drei.

Kann ich nun auf eine Rechnung für die Gebühren mit ausgewiesener Steuer bestehen? Sind die Mahnkosten angemessen bzw. muss ich die für einen solchen Vorgang überhaupt bezahlen?

Antwort
von mepeisen, 28

Laut BGH sind Bearbeitungsgebühren bei Rücklastschriften schlichtweg verboten.

Und es gibt Gerichte, die Rücklastschriftgebühren von über 3,65€ als unzulässig ansehen. Ich persönlich akzeptiere maximal 5€.

Die Kosten hast du verursacht. Sich aber an der Situation zu bereichern steht dem Anbieter nicht zu,.

Antwort
von ErsterSchnee, 29

Die Commerzbank z.B. nimmt über 8 Euro. Zahl das Geld und gut ist. Willst du dich da wirklich auf lange Diskussionen einlassen?

Antwort
von PieOPah, 30

Naja. Dem Händler entstehen nun mal Kosten, wenn du entgegen der Vereinbarung die Lastschrift stornierst. Normalerweise hat er ja zu Recht abgebucht. Die Lastschriftstornierung ist nur für unberechtigte Lastschriften gedacht.

Zahl das Ticket. Es macht keinen Sinn, darüber zu streiten.

Antwort
von sternstefan, 18

Sorry, aber wenn du per Lastschrift zahlst und am nächsten Tag die Genehmigung zum Einzug widerrufst, dann bist du natürlich für die Stornokosten verantwortlich. Sind ja nicht nur die Bankgebühren. Du hast auch die Mitarbeiter der Buchhaltung unnötig beschäftigt.

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