Frage von hexlein77, 55

Mahnbescheid mit falschen Inkassokosten

Das es falsch ist eine Rechnung nicht gleich zu bezahlen ist mir selber klar, also bitte Schuldzuweisungen lassen. Danke! Zum Thema: Ich habe eine Rechnung von einem Versandunternehmen nicht rechtzeitig bezahlen können. Es kam irgendwann dann natürlich ein Schreiben eines Inkassounternehmens. Dieses erste Schreiben kam im Nov. 15. (HF belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 176,32 Euro lt. letzter Rechnung vom Gläubiger) i, Dez habe ich 100 Euro der HF an den eigentlichen Gläubiger überwiesen. Diese kam nicht zurück und wurde auch nicht bestritten oder dergleichen. Im Dez. 15 kam dann eine Mitarbeiterin des Inkassounternehmens und verlangte dann den Gesamtbetrag des Inkassounternehmens. Ich teilte der Dame mit, das ich kurz vor Ihrem Besuch 100 Euro an den eigentlichen Gläubiger überwiesen hatte und musste einen gelben Zettel unterschreiben das Sie da war. Sie wollte das so weiterleiten. Es kamen noch zwei Schreiben vom Inkasso in denen allerdings keinerlei Zahlungen von mir an den Gläubiger aufgelistet waren. Im Februar diesen Jahren habe ich die Restliche HF an den Gläubiger beglichen. Trotzdem kam ein Mahnbescheid des Inkassounternehmens. Diesem habe ich Widersprochen da die Zahlungen an den Gläubiger nicht aufgeführt waren und somit die Inkassokosten ja falsch Berechnet waren. Heute kam ein Schreiben, ich solle den Widerspruch zurücknehmen ansonsten würde man die mündliche Verhandlung anstreben. Ich bin ja bereit die angefallenen Kosten zu zahlen, aber in richtiger Höhe. Was soll ich nun tun? Kann mir evtl. jemand einen schnellen Rat geben? Danke schon mal.

Antwort
von martinzuhause, 55

das inkassobüro will dich unter druck setzen. jetzt müssen die klagen und dann natürlich nachweisen wie welche kosten entstanden sind. das werden sie nicht wollen.

und du solltest denen nichts unterschreiben. auch nicht das sie mal kurz da waren.

Kommentar von hexlein77 ,

Danke dir erstmal für die Antwort. Im nachhinein bin ich jetzt auch schlauer mit dem Unterschreiben. :-(

Was mich aber auch stutzig macht, die haben mir ein Angebliches Schuldanerkenntnis zugeschickt was ich SO nie unterschrieben habe. Lediglich diesen gelben Wisch von der Inkasso"tante" die hier war. Das habe ich ihnen auch mitgeteilt. EOS ist ein schrecklicher Verein.

Kommentar von Maeeutik ,

Hoffentl hat die "freundl Mitarbeiterin" des Inkasso das Schuldanerkenntnis nicht untergeschoben als es angebl nur um die Bestätigung des Besuchs ging. :(

Kommentar von martinzuhause ,

wenn sie da was rechtlich verbindliches hätten würden sie einfach klagen. sie fordern aber das du den widerspruch zurücknehmen sollst. da würde ich mal sagen sie haben nichts gerichtlich brauchbares.

nuimmst du den widerspruch zurück können sie sofort einen vollstreckungsbescheid bekommen weil dem mahnbescheid ja nicht widersprochen wurde

Kommentar von EXInkassoMA ,

Was mich aber auch stutzig macht, die haben mir ein Angebliches
Schuldanerkenntnis zugeschickt was ich SO nie unterschrieben habe.

Was konkred hast Du unterschrieben ?

Kommentar von hexlein77 ,

Es war ein DIN A5 Zettel. Genau weiß ich es leider nicht mehr. Ich war etwas überrumpelt von der "Dame". Ich weiß, keine Entschuldigung. Kommt auch bestimmt nicht mehr vor.

Kommentar von franneck1989 ,

Erwähnt das Inkasso etwas von einem schriftlichen Schuldeingeständnis?

Wenn dir so etwas untergeschoben wurde, dann bitte sofort Strafanzeige erstatten und die Willenserklärung anfechten.

BTW: Mit Aussendienstmitarbeitern nicht reden, sondern nur kurz Hausverbot erteilen.

Antwort
von schleudermaxe, 47

Im MB kommen doch immer die vollen Kosten und Lasten zum Tragen und geleistete Beträge werden als erledigt im Verfahren abgezogen, wenn es denn überhaupt dazu kommt.

Kommentar von martinzuhause ,

im mahnbescheid dürfen nur die aktuellen kosten auftauchen

Kommentar von schleudermaxe ,

eben nicht, denn der ist ja nicht falsch, nur weil der Schuldner zwei Minuten vor der Zustellung zum Konto rennt.

Kommentar von martinzuhause ,

doch wäre er. der mahnbescheid darf nur die summe enthalten die bei beantragung des bescheides offen war.

zahlt der schuldner danach noch etwas ein kann er das in dem widerspruch vermerken


Kommentar von EXInkassoMA ,

wieso 2 Minuten ? Lies das Eingangsposting

Kommentar von mepeisen ,

Wir reden hier nicht von 2 Minuten, sondern von mehreren Monaten...

Kommentar von schleudermaxe ,

... und jetzt mir und den anderen nur noch verklickern, wie die Schuldzinsen für den Zeitraum der Verspätung im elektronischen MB eingestellt werden können, wenn der Grundbetrag (HF) fehlt, so frgen meine Glaskugeln.

Antwort
von franneck1989, 35

Alles außer den Inkassogebühren ist bezahlt?

Einfach ignorieren. Der Brief zeigt ja, dass das Inkasso eine Klage scheut. Solch eine Aufforderung kann man auch als Nötigung werten.

Wenn sie das ernst gemeint hätten, hättest du längst die Klageschrift erhalten

Kommentar von hexlein77 ,

Danke für die Antwort.

Ja, alles außer Inkasso ist bezahlt.

Versandunternehmen hat auch bestätigt, das sie die Zahlungen an das Inaksso weitergeleitet haben. Sie tauchen aber nirgends auf.

Kommentar von franneck1989 ,

Weitergeleitet werden muss da nichts, da du ja an den Gläubiger geleistet hast.

Sicherheitshalber würde ich -falls noch nicht geschehen- mitteilen, dass die geleisteten Beträge selbstverständlich zur Verrechnung mit der Hauptforderung zu verwenden sind. Dann seit ihr auf der sicheren Seite. Wichtig ist, dass die unstrittige HF vom Tisch ist.

Darüber hinaus könnte der Gläubiger auch noch geringe Mahngebühren (2,50 pro Schreiben) und Zinsen durchsetzen. Ich würde also pauschal nochmal 5,- drauf packen.

Antwort
von EXInkassoMA, 25

Zahkungen erfolgten immer an die Versicherung und ein Fehler bei der Kontonummer ist ausgeschlossen ?

Falls ja bist Du aus dem Schneider

Eine Klage expl wg Inkassokosten halte ich für ausgeschlossen

Grund : Die Rechtsprechung ist eher inkassounfreundlich und bei der Versicherung handelt es sich um ein geschäftserfahrenes Unternehmen

Ergo : Widerspruch nicht zurücknehmen

Kommentar von hexlein77 ,

Hallo und Danke!

Ja, alle Zahlungen habe ich an das Versandunternehmen geleistet. Diese haben mir auch bestätigt heute, das die Zahlungen an das Inkasso weitergeleitet wurden. Dort tauchen Sie aber nicht auf komischerweise!

Kommentar von mepeisen ,

Dort tauchen Sie aber nicht auf komischerweise!

Ich würde hier zur Polizei gehen und Strafanzeige gegen die Mitarbeiter des Inkassos erstatten wegen versuchten Prozessbetrugs, Unterschlagung und Nötigung.

Kommentar von mepeisen ,

Das Versandunternehmen war Otto oder eine der Otto-Töchter, nehme ich an?

Nachtrag: Angesichts deiner zweiten Antwort hinsichtlich des "Gelben Wisches" würde ich weitere Strafanzeigen erstatten. Wegen gewerblichen Betrugs und Urkundenfälschung.

Zur Begründung der Strafanzeigen:

- Prozessbetrug/Unterschlagung wegen absichtlich inhaltlich falschem Mahnbescheid. Entweder haben sie das Geld verschwinden lassen, was eindeutig zur Hauptforderung zu verrechnen war oder sie haben absichtlich getäuscht, dass das für etwas anderes aufgebraucht worden wäre. Vorsätzliche Täuschung mit Bereicherungsabsicht auf deine Kosten ist Betrug.

- Nötigung ist es, wenn sie dir mit einem empfindlichen Übel drohen (weitere persönliche Besuche, angeblich erhebliche Kosten vor Gericht sind durchaus solche Übel), um dich zur Zahlung eigentlich nicht durchsetzbarer Gebühren zu zwingen.

- Urkundenfälschung ist es, wenn sie dich einen gelben Zettel für eine Anwesenheitsbestätigung unterzeichnen lassen (hier nicht der Polizei sagen, dass du nicht mehr weißt, was drauf stand, sondern felsenfest sagen, dass es eine Anwesenheitsbestätigung war) um dann diese Unterschrift nachträglich auf ein Schuldanerkenntnis zu fotokopieren.

- Betrug ist es, weil EOS eine 100% Otto-Tochter ist und behauptet, ihr stünden Gebühren nach dem RVG zu. Das ist aber gerade nicht der Fall, denn §2 RDG sagt eindeutig, dass keine Rechtsdienstleistung vorliegt, wenn man ein verbundenes Unternehmen beauftragt. Also darf EOS nichts fordern. Und es liegt gewerblicher Betrug vor, weil EOS das nicht nur im großen Stil macht, sondern weil Otto seine eigene Mahnabteilung nur zum Zwecke dieser Kostentreiberei überhaupt in ein Tochterunternehmen ausgelagert hat. Darüber hinaus liegt eine besondere Verwerflichkeit vor, da die anderen Taten (Urkundenfälschung usw.) nur dazu dienen, die Kosten explodieren zu lassen und sich rechtlich abzusichern für etwas, was ansonsten eigentlich verboten ist.

Insofern: Ab zur Polizei.

EOS würde ich folgendes schreiben "Um den Fall abzuschließen: Ich habe heute gegen ihre Mitarbeiter Strafanzeige erstattet, unter anderem wegen gewerblichen Betrugs, Urkundenfälschung und Nötigung. Weitere Äußerungen von mir gibt es nicht."

Antwort
von Maeeutik, 46

In diesem Stadium der Sache kann es nur noch verbindl Klärung vor dem Amtsrichter geben, d.h. den Widerspruch nicht zurücknehmen und auf die Klage warten.

Wer sich nicht selbst zutraut sein Anliegen vor Gericht vorzutragen nimmt sich einen RA wenn die Klageschrift zugestellt ist.

Kommentar von hexlein77 ,

Danke auch dir. Aber einen Anwalt kann ich mir leider nicht leisten! Und ich glaube nicht, das ich für so einen Fall Gerichtskostenbeihilfe bekommen würde.

Kommentar von kevin1905 ,

Aber einen Anwalt kann ich mir leider nicht leisten!

Das stimmt doch überhaupt nicht!

  • Wenn du Kohle hast, kannst du den Anwalt selbst bezahlen!
  • Wenn du eine RSV hast, bezahlt die den Anwalt (abzgl. evtl. SB)
  • Wenn du keine Kohle und keine RSV hast, bist du ggf. bedürftig und hast damit - bei Aussicht auf Erfolg - Anspruch Beratungshilfe bzw. auf Prozesskostenhilfe
  • Wenn du komplett gewinnst, muss die Gegenseite deine Auslagen erstatten.
Kommentar von martinzuhause ,

erst mal muss er garnichts mehr machen da er dem mahnbescheid widersprochen hat. das inkasso muss jetzt klagen wenn es geld haben will.

Kommentar von EXInkassoMA ,

Sollten nur die Inkassokosten offen sein wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu keinem Gerichtsverfahren kommen

Nicht auf dieses Hütchenspiel reinfallen

Hier wird auf Unkenntnis gehofft

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