Frage von Yami101, 74

Mahgebühr undVerwaltungskosten?

Hey Leutz,

habe mal eine frage bezüglich Verwaltungs bzw Mahnkosten.

Da mein Konto leider überzogen war, wurden einige lastschriften zurück gebucht. U.a. der Monatsbeitrag meines Fitness Studios. Der monatliche Betrag liegt bei knapp 35€.

Ich habe das Geld direkt einen Tag später überwiesen. Nun komm ein schreiben mit einer "Verwaltungspauschale (7,50€)" + "Bankgebühr für Rücklast (3,00€).

Ist dieser Betrag rechtens? Kommt mir relativ hoch vor bei diesen geringen Beträgen.

Desweiteren stellt sich mir folgende frage. In dem schreiben steht ich zitiere " sollten sie die Zahlnungsanweisung bereits veranlasst haben, betrachten Sie bitte dieses Schreiben als gegenstandslos".

Muss ich die Gebühren nun begleichen oder nicht?. Habe die Zahlung direkt einen Tag später überwiesen d.h. lange bevor das schreiben gekommen ist.

Danke für eure hilfe.

Antwort
von Xipolis, 9

Ob die Pauschalen überhaupt verlangt werden dürfen, hängt davon ab, was in Deinem Vertrag dazu steht. Steht ein entsprechender Passus dort unterliegt dieser der Inhaltskontrolle des BGB und muss sich auch der BGH-Rechtsprechung unterziehen.

Insoweit sind die 3.- € RSL-Kosten, wenn sie rechtswirksam vereinbart worden sind, als pauschaler Schadenersatz angemessen. Eine Pauschale um etwaige Kosten der eigenen Verwaltung zu decken sind genauso wie Personalkosten nicht erstattungsfähig.

Antwort
von kevin1905, 33

Die Kosten für die Rücklastschrift sind auf jeden Fall nach Grund und Höhe statthaft.

Verwaltungskosten gibt es im Zivilrecht nicht.

Wenn du eine postalische Mahnung erhalten hast, schuldest du für diese maximal 2,50 € Mahngebühren.

Überweise also 5,50 € und deklariere diese als RL und Mahngebühr im Verwendungszweck.

Antwort
von franneck1989, 33

7,50€ Verwaltungspauschale ist frei erfundener Unsinn. Anerkannt wurden bisher maximal 2,50€.

Daher würde ich genau 5€ überweisen, das ist angemessen...

Kommentar von franneck1989 ,

5€ setzen sich zusammen aus 3€ Rücklastschrift plus 2€ Mahnpauschale. Auch wenn auf die AGB verwiesen werden sollte: entsprechende Passage wäre ungültig (vgl. §309 Nr,5 BGB)

Kommentar von Yami101 ,

Und wenn diese es als " Verwaltungspauschale " deklarieren? Es steht nicht Mahnung im schreiben.

Kommentar von kevin1905 ,

Die können es auch Kaffee- und Kuchenkasse nennen, es ist nicht statthaft, geschweige denn durchsetzbar.

Antwort
von wilees, 34

Nebenbei dieses:

Geplatzte Zahlung – Wann Kosten für Rücklastschriftgebühren ...

https://www.onlinehaendler-news.de/.../21395-geplatzte-zahlung-kosten-ruecklastschr...
Antwort
von MoLiErf, 43

die Rückbuchung kostet den Einziehenden auch geld. Du kannst natürlich das ganze ignorieren und so tun als ob du das schreiben erst später bekommen hast. Einfach dort anrufen und sagen das du das geld schon eher überwiesen hast als das Schreiben kam- dann wirst du ja sehen wie sie reagieren.

Kommentar von Yami101 ,

Danke für die Antwort, dass diese was kostet sehe ich ein. Aber ob das tatsächlich 3€ sind wage ich zu bezweifeln. Mir geht es nur um das Prinzip.

Kommentar von MoLiErf ,

wie geschrieben- einfach anrufen und erkundigen.... meist steht bei Mahngebühren noch ein Zusatz- "Wenn  Sie schon bezahlt haben...... aber ich würde einfach nachfragen.

Kommentar von franneck1989 ,

Durch die Rücklastschrift tritt Verzug ein, daher ist die Forderung dem Grunde nach in Ordnung. Nur die Höhe ist unangemessen

Kommentar von mepeisen ,

die Rückbuchung kostet den Einziehenden auch geld

Richtig. Sie kostet, wie man hier sieht, dem Gläubiger exakt 3€.

Verwaltungspauschalen sind schlichtweg verboten. Das ist die Rechtsansicht unseres Bundesgerichtshofs und das bleibt auch so.

Ersetzbar ist ggf. nur eine normale Mahngebühr und da erkennen die Gerichte allerhöchstens zwischen 1,50€ und maximal 2,50€ an. Die 7€ sind einfach nur überzogen. Der Gläubiger hat weder das Recht, Strafgebühren zu verlangen noch hat er das Recht, sich selbst zu bereichern.

Und nach Ansicht des BGH hat er auch nicht das Recht, irgendeinen Personalaufwand über solche Verwaltungsgebühren abzurechnen.

Kommentar von Yami101 ,

Danke für deine Antwort :). Wie soll ich das nun machen? Habe keine Ahnung von den Gesetzten etc. 

Worauf kann ich mich berufen? 

Antwort
von oki11, 50

Ja musst Du begleichen.

Der Betrag kann 5 -15 Euro betragen

Kommentar von Yami101 ,

Immer diese abzocke 😤

Kommentar von oki11 ,

Um ehrlich zu sein, ne nicht wircklich.

Der eigentliche Abbuchungsprozess ist ein Automatismus - solange alles glatt läuft.

Kommt es zu einer Rückbuchung fällst Du aus der Automatik raus.

Eine Mitarbeiterin/ ein Mitarbeiter muss den Bertag nicht nur kontrollieren, sondern auch neu Enibuchen und dann die "natürliche" Lastschrift wieder einstellen.

Kommentar von franneck1989 ,

@Oki11 Quelle? Welche Bank verlangt 15€ für eine RLS?

Kommentar von oki11 ,

Ich habe nicht nur die Allgemeine RüLa gemeint, sondern die Gebühren für Extraleistungen allgemein.

Die teuerste Bank ist da die Comdirekt mit 14,90€ für einen Überweisungsrückruf

http://www.girokonto-vergleich.net/ratgeber/gebuehren.html

Kommentar von mepeisen ,

Wo stehen denn da deine 14,90€? Du hast da in der völlig falschen Spalte geschaut.

Davon abgesehen sind die Kosten in der Höhe trotzdem nicht durchsetzbar, selbst wenn es sie gäbe. Und wenn eine Bank 500€ pro Rücklastschrift mit dem Unternehmer vereinbart. Deswegen ist es trotzdem nicht durchsetzbar.

Warum? §254 BGB.

Kommentar von oki11 ,

Bank comdirect - Spalte 5 - Überweisungsrückruf 14,90€

Kommentar von Xipolis ,

Ein Überweisungsrückruf ist keine Rücklastschrift Du Vogel.

Kommentar von oki11 ,

Ach echt??? DU Vogel!

Kommentar von franneck1989 ,

Hier geht es aber um eine Rücklastschrift, und nicht um einen Rückruf

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten