Magersucht - Krankheit oder Wille?

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9 Antworten

Wenn man nichts mehr ist und absichtlich alles weglässt, nur damit man dünner wird, dann sind das schon die deutlichen Symptome der Krankheit!

Diese Leute sehen sich im Spiegel dick, obwohl sie schon bis auf die Knochen abgemagert sind, deswegen wollen sie immer weiter abnehmen.

Wichtig ist, diese Krankheit ist zu 100 % psychisch und hat keine körperlichen Gründe. Soll heißen, es liegt nicht an irgendeiner Unterfunktion oder an einem Stoffwechselproblem. Manche sagen ja bei sehr dürren Menschen sofort:

"Schau mal, die ist magersüchtig"


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Hallo! Es ist auch medizinisch bewertet eine Krankheit. 



Meine Freundin hatte ein halbes Jahr, andere schrieben, sie hätten Magersucht über Jahre hinweg gehabt.

Und viele kommen da nie raus und sterben sogar damit. Ich habe mit Bestürzung erfahren müssen dass es ein Mädchen das vor 3 Jahren  Fragen zum Thema gestellt hat nicht mehr gibt. Das ist ein verlorenes Leben zu viel.



Magersucht läuft immer über den Kopf. Es gibt Magersüchtige die noch Normalgewicht haben und sogar welche mit Übergewicht und Untergewichtige - aus genetischen oder medizinischen Gründen - die nicht magersüchtig sind. Typisch für Magersucht ist eine Körperschemastörung.  Die eigene Körperform oder zumindest Teile des Körpers werden als zu dick wahrgenommen und geradezu massiv überschätzt.



Ich wünsche Dir alles Gute.























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Am Anfang steht vielleicht schon der Wille abzunehmen. Bei mir war es so weil ich als Teenager nicht gerade schlank war. Mich hat das geärgert wenn ich immer Kleider in Grösse 40/42 brauchte. Als die Waage dann weniger zeigte fand ich mich immer noch irgendwie gleich moppelig, auch als mir schon Kleider in Grösse 36/38 passten. Da passierte bei mir vermutlich der Übergang vom Wille schlanker zu werden in die Sucht.

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Man kann sein Leben lang eine Magersucht haben. Am Anfang ist es ein Wille, am Ende jedoch eine Sucht, viele hungern sich sogar zu Tode. Das ist ganz schlimm. Das Ursprungsproblem ist jedoch nicht der Gedanke, dünn sein zu wollen, sondern sind traumatische Erfahrungen, Stress etc.  in den meisten Fällen. Also man nicht den Willen, abzunehmen, sondern einen Hilfeschrei zu setzen, auch wenn man das meist nicht realisiert. Habe ein Jahr mit solchen Menschen gearbeitet und es ist einfach traurig, was man sieht und hört. Wie sie eine Erbse halbieren, überall Härchen am Körper kriegen von der langen Mangelzufuhr, Organschäden bekommen...Ganz, ganz schlimm.

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Es ist eine Krankheit weil sich die Mädchen immer zu dick fühlen und dann weiterhungern. Das Wahrnehmungsverhältnis ist gestört.

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Am Anfang kann es bewusst werden ,später aber unterbewusst. Ich versuche mich mal kurz zu fassen, der Rest wird es sowieso ergänzen.
Stellt dir Magersucht wie jede andere sucht vor z.B. Drogensucht. In beiden Wörtern ist das Wort "Sucht"enthalten. Ein drogensüchtiger wollte natürlich nicht drogensüchtig werden ,aber irgendwann wird er physisch oder psychisch davon abhängig ,weil er Denkt bzw. sein Körper ihm sagt das er das benötigt. So denkt er ständig über Drogen nach. Oder er fühlt sich unwohl ,wenn er keine Drogen hat... Und nun kommen wir wieder zu Magersucht.
Magersucht ist eine Krankheit und dies kann durch viele Sachen ausgelöst werden. Eine ähnliche Frage habe ich schonmal beantwortet. Schaue einfach mal bei meinen Antworten nach. Hier,ein Beispiel.
Sie fangen mit einer Diät an ,weil sie sich nicht wohl fühlen. Gründe dafür können viele sein ,aber die Nenne ich jetzt mal nicht. Sie nehmen etwas ab und wenn die auf die Waage schauen freuen sie sich. Sie freuen sich ,wenn ihre Freunde oder Familie es bemerken und ihr Komplimente macht. Sie hat etwas erreicht, sie hatte ein Erfolgserlebnis. Das Gefühl möchte sie natürlich immer haben. Irgendwann reicht das aber nicht ,also wollen sie mehr, MEHR ABNEHMEN. Sie nehmen noch weniger Kalorien, machen nur mehr Sport ,achten noch mehr auf ihr Äußeres... Die kleinen Erfolge reichen nämlich nicht mehr um sie zu befriedigen/stillen. Um das selbe Gefühl zu bekommen muss sie also mehr abnehmen ,ähnlich wie ein drogensüchtiger eine härtere Droge braucht...
Also nochmal zu deiner Frage. Magersucht ist eine Krankheit. Zwar macht man es bewusst ,aber es davor schon hatte man Probleme ,weshalb es erst dazu kam. Irgendwann können sie das eben nicht mehr kontrollieren und ihr Leben handelt nur noch um essen und ihren Körper. Je nach dem schwere grad einer Magersucht ,kann man nur ein halbes Jahr oder gar Jahre in Behandlung sein. Eine leben selbst ihr lebenslang mit der Gefahr wieder da rein zu rutschen. Zu dem haben die meisten Magersüchtigen auch Depression. Das macht es natürlich nicht besser. Deshalb ist Magersucht eine ernstzunehmende Krankheit.

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Kommentar von bubblefisch
04.02.2016, 09:22

Übrigens ,meine vorherige Antwort zu einer anderen frage ,bezüglich Magersucht ,findest du bei meinen hilfreichsten antworten. Man muss es aber ein wenig suchen ,aber dort findest du es am schnellsten.

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Wie der Name schon sagt, es ist eine Sucht. Es beginnt meist harmlos, man lässt dies oder das weg und über die Zeit fängt man an das Gefühl der Kontrolle zu genießen. Und dann wirds gefährlich, weil man irgendwann nicht mehr aufhören kann.

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Eine Sucht ist immer eine (psychische) Krankheit! 

Und meiner Meinung nach dauert diese Krankheit ein Leben lang, da immer die Gefahr besteht rückfällig zu werden 

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Kommentar von Thaliasp
04.02.2016, 12:00

Genau so ist es, mein Hausarzt hat mir das gerade gesagt dass man immer rückfällig werden kann. Er weiss natürlich dass ich Magersucht hatte.

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Magersucht fängt im Kopf an. Man redet sich ein, man ist zu dick, fett ... Man nimmt sich dürre Models als Vorbild. Diese Gedanken beherrschen irdendwann Dein ganzes sein. Es ist eine heimtückische Krankheit, die ohne professionelle Hilfe zum Tod führt. Aber auch diese Magermodels sind "Auslaufmodels ". Auf einigen Modeschauen wird eine bestimmte Untergrenze an Gewicht vorgeschrieben, sonst dürfen sie nicht auf den Laufsteg.

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