Frage von ChristelMett, 233

Macht Gott Fehler ( immerhin hat er uns Menschen, nach ihm erschaffen)?

"Der Herr sah, wie weit es mit den Mensch gekommen war. Sie kümmerten sich nicht um das, was recht ist.; ihr Denken und ihr Handeln war durch und durch böse." Das tat ihm weh und er hatte beschlossen, dass er die Menschen die er geschaffen hat "wieder ausrottet".

Wird er durch das Versagen, für die Christen eher stärker, oder schwächer?

Antwort
von OlliBjoern, 132

Menschen haben meistens ihren Göttern (auch) menschliche Eigenschaften zugeschrieben. In diesem Falle hat er etwas gemacht, was nicht so ganz perfekt war, und dann hat er korrigierend eingegriffen. Das ist so ähnlich, wie wir Menschen das auch machen, wir haben einen guten Vorsatz, tun etwas, und es gelingt nur so halbwegs. Dann müssen wir nachbessern.

Antwort
von Philipp59, 40

Hallo ChristelMett,

es stimmt, Gott hat den Menschen "in seinem Bilde" erschaffen (1. Mose 1:27). Das bedeutet, dass in dem Menschen viele göttliche Eigenschaften grundgelegt wurden. Was ist dann aber schiefgelaufen? Hat Gott tatsächlich bei der Erschaffung des Menschen einen Fehler gemacht?

Der Mensch bekam nicht nur göttliche Eigenschaften ins Herz gelegt, sondern er erhielt auch eine besondere Gabe: den freien Willen. Der Mensch war also nicht sozusagen auf "gut" programmiert. Er hatte von Anfang an die Möglichkeit, Gott untreu zu werden und eigene Wege einzuschlagen. Wie die Ereignisse im Garten Eden zeigten, tat der Mensch genau das. Er entschied sich dafür, sich von Gott unabhängig zu machen, indem er nicht mehr seinen Anordnungen folgte und machte von der Gabe des freien Willens auf eine Weise Gebrauch, dass für ihn selbst und alle seine Nachkommen ein großer Schaden entstand.

Die Bibel beschreibt es so: "Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten" (Römer 5:12). Ja, die Unabhängigkeit von Gott hatte einen Preis: Verlust der geistigen und körperlichen Vollkommenheit und in der Folge Krankheit und Tod. Wer aber könnte berechtigterweise Gott die Schuld für die schlimmen Folgen geben?

Ein Vergleich mag das deutlich machen: Eine Familie hat mehrere Kinder. Vater und Mutter kümmern sich sehr gut um sie und es fehlt ihnen an nichts. Der älteste Sohn jedoch fühlt sich in der Familie zu sehr eingeengt und verlässt sie eines Tages. Auch will er sich von seinem Vater und seiner Mutter nichts mehr sagen lassen, obwohl sie immer wieder liebevoll versuchen, ihn zurückzugewinnen. Doch der Sohn bleibt bei seinem eigenwilligen Lauf und gerät auf die schiefe Bahn. Er nimmt Drogen und Alkohol im Übermaß zu sich. Erst verliert er seine Freunde und dann seine gut bezahlte Arbeit. Wer ist nun Schuld an seiner Misere? Kann er zu Recht seine Eltern verantwortlich für sein missglücktes Leben machen? Ganz sicher nicht!

Ähnlich ist es auch mit den Menschen. Sie erhielten den besten Start ins Leben, den man sich nur denken kann: Sie lebten in einem wunderschönen Paradies, in dem es ihnen an nichts mangelte. Außerdem waren sie an Körper und Geist vollkommen, wurden also weder krank, noch mussten sie befürchten, eines Tages zu sterben. Dennoch bedeutete ihnen die Treue zu Gott nichts und sie schlugen einen Weg ein, der sie von Gott wegführte. Allerdings verschonte Gott sie nicht vor den damit verbundenen Folgen. Bis heute hat die gesamte Menschheit schwer daran zu tragen. Also hat eindeutig nicht Gott versagt, sondern die Menschen!

LG Philipp

Antwort
von Philipp59, 48

Hallo Kohaerenz,

grundsätzlich sei dazu gesagt, dass nicht Jehovas Zeugen bestimmen, wer gerettet wird - spricht Harmagedon überlebt - und wer nicht. Die Bibel gibt uns jedoch Anhaltspunkte, die uns klarmachen, was zum Überleben erforderlich ist. Gott hat bestimmte Richtlinien festgelegt, die ein gläubiger Christ einhalten muss, wenn er in Harmagedon am Leben bleiben will.

Da Gott kein Scharfrichter ist, der nur die Verurteilung von Menschen im Sinn hat, sondern liebevolles Interesse am Leben jedes Einzelnen hat, möchte er nicht, wie die Bibel sagt, "dass irgendjemand vernichtet werde, sondern will, dass alle zur Reue gelangen“ (2. Petrus 3:9). Und wie ein anderer Schrifttext sagt, ist es Gottes Wille, "dass alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen"(1. Timotheus 2:4). In diesen beiden Schrifttexten werden bereits zwei Dinge genannt, die zur Rettung notwendig sind: "zur Reue gelangen" und "zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen". Um welche Art von Reue geht es denn? Es geht darum, zu erkennen, dass ein bisheriger Lauf u.U. nicht mit dem Willen Gottes in Übereinstimmung ist und eine Umkehr erforderlich ist. Das wiederum hängt mit einer "genauen Erkenntnis der Wahrheit" zusammen. Nur wenn man die biblischen Lehren wirklich versteht, kann man einsehen, was man evtl. bisher falsch gemacht hat. Dahin gelangt man jedoch nur, wenn man sich für Gottes Wort interessiert und Liebe zu Gott und seinem Sohn, Jesus Christus, entwickelt.

Dass Gott sehr an der Rettung von Menschen interessiert ist, zeigt auch folgende Aussage: "Habe ich denn wirklich Gefallen am Tod eines Bösen‘, ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova, ‚[und] nicht daran, dass er sich von seinen Wegen abwendet und tatsächlich am Leben bleibt?" (Hesekiel 18:23). Auch hier wird ein Erfordernis für das Überleben genannt: Ein Böser muss sich "von seinen Wegen abwenden" und anschließend den richtigen Weg einschlagen. Was ist aber der richtige Weg? Jesus selbst sprach von einem richtigen und einem falschen Weg, als er sagte: "Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden" (Matthäus 7:13,14). Was macht denn den "Weg, der zum Leben führt" so "eng", dass nur wenige bereit sind, ihn zu gehen? Es handelt sich um die Gesetze Gottes, die einzuhalten nicht jedermann bereit ist. Viele gehen lieber den "breiten und geräumigen Weg", also einen bequemen Weg ohne jede Einschränkung seitens Gottes.

Auch in dem gerade zitierten Text wird gezeigt, was zu einer Rettung in Harmagedon erforderlich ist: Man muss bereit sein, sein gesamtes Leben am Wort Gottes auszurichten. Das bringt verständlicherweise gewisse Einschränkungen und Verzichte mit sich. Das machte auch Jesus deutlich als er sagte: "Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme seinen Marterpfahl auf und folge mir beständig" (Matthäus 16:24). Ein echter Christ trägt also einen symbolischen Marterpfahl, d.h. er ist bereit, gewisse Härten, die die Nachfolge Jesu Christi mit sich bringt, auf sich zu nehmen. Sich selbst zu "verleugnen" bedeutet, dass man nicht mehr für sich selbst, sondern für den Willen Gottes lebt.

In dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, wird eine ungenannte Zahl von Menschen genannt, die Gottes Gericht überleben wird. Dort heißt es: "Nach diesen Dingen sah ich, und siehe, eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen stand vor dem Thron und vor dem Lamm, in weiße lange Gewänder gehüllt, und Palmzweige waren in ihren Händen...Das sind die, die aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie im Blut des Lammes weiß gemacht" (Offenbarung 7:9,14). Zwei wichtige Dinge gehen aus diesem Text hervor: Die Anzahl derer, die gerettet werden, ist grundsätzlich nicht auf wenige beschränkt, da es sich ja um eine "große Volksmenge" handelt. Diese Menschen haben etwas Wichtiges getan, was für ihr Überleben von grundsätzlicher Bedeutung ist: Sie haben, symbolisch ausgedrückt, ihre "Gewänder im Blut des Lammes weiß gemacht". Was bedeutet das? Es geht um die Reinigung von Sünde, wie das ein Vergleich zu einem anderen Schrifttext zeigt: "Das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde" (1. Johannes 1:7).

Diejenigen, die Gottes Gericht von Harmagedon überleben wollen, müssen also Glauben an Jesus Christus und sein Opfer ausüben. Das ist auch das grundlegendste und wichtigste Erfordernis! Die Möglichkeit, es zu erfüllen, steht jedermann offen und somit ist auch die Rettung grundsätzlich jedem möglich.

Wären Jehovas Zeugen nur an ihrer eigenen Rettung interessiert, dann wären sie nicht so unermüdlich darum bemüht, andere Menschen für Gottes Wort zu interessieren und ihnen zu helfen, es besser kennenzulernen. Sie predigen Gottes Botschaft in hunderten von Sprachen und legen Bibeln und bibelerklärende Literatur kostenfrei in die Hände der Menschen. Auch bieten sie unverbindliche und kostenlose Bibelkurse an, die Menschen helfen sollen, mit der eigenen Bibel vertrauter zu werden und Liebe zu Gott und zu seinem Sohn zu entwickeln. Was auch immer sie in dieser Richtung tun, das Motiv ist immer das gleiche: Liebe zu Gott und zum Nächsten. Sie wünschen sich nichts sehnlicher, als dass so viele Menschen wie möglich Gottes kommendes Gericht überleben und ewiges Leben erlangen. Dafür strengen sie sich an und nehmen sie vieles auf sich, doch genau das ist es, was sie so glücklich macht.

LG Philipp

Kommentar von Philipp59 ,

Sorry. Habe hier leider einen Text zu einer anderen Frage eingefügt!

Kommentar von KaeteK ,

grundsätzlich sei dazu gesagt, dass nicht Jehovas Zeugen bestimmen, wer
gerettet wird - spricht Harmagedon überlebt - und wer nicht. Die Bibel
gibt uns jedoch Anhaltspunkte, die uns klarmachen, was zum Überleben
erforderlich ist. Gott hat bestimmte Richtlinien festgelegt, die ein
gläubiger Christ einhalten muss, wenn er in Harmagedon am Leben bleiben will. 

Ich beantworte nur mal den ersten Abschnitte deines Postings.

https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=qa&answer_id=590

Es tut mir in der Seele (die gibt es wirklich) weh, wenn ich immer wieder lesen muß,  was die ZJ glauben.

Christen, die errettet sind, haben Leben aus Gott. Sie gehen nicht verloren und sie erleben auch nicht die Schlacht von Harmagedon. Sie schon da schon entrückt und bei ihrem Herrn und Heiland Jesus Christus. .

Mir ist klar, dass es deiner Religion widerspricht, aber ich kann das so nicht stehen lassen.

lg

Kommentar von Philipp59 ,

Dann wundert es mich, dass Du Dir immer wieder selbst Schmerzen zufügst!

Kommentar von Sturmwolke ,

Danke und DH!

Eine hervorragende Antwort zu dieser Frage:

https://www.gutefrage.net/frage/ein-ernstgemeinte-frage-sei-mir-erlaubt-ueberleb...

Antwort
von Realito, 37

Nicht Gott hat uns erschaffen, sondern im Gegenteil: Wir haben die Götter erfunden, weil unser Wissen nicht ausreicht und unser Angst uns steuert. Die Menschen allein sind für alles verantwortlich für das was sie anrichten und sonnst niemand!

Antwort
von justkeinplan, 95

Gott hat uns nicht nur erschaffen. Er hat uns das Recht gegeben, selbst zu bestimmen. Ich denke, es ist ein Zeichen seiner Stärke, dass er uns entscheiden lässt, uns unser eigener Herr seien lässt, auch wenn wir Fehler machen.

Antwort
von webschamane, 96

Ich sehe das eigentlich eher als Gnadenakt.

Ich denke, nach dem ein gewisser Punkt in Verfall von Sitten und Moral überschritten wurde suchen manche Personen und auch Nationen ganz bewusst das Ende.

Ich würde auch sagen, dass Deutschland sich im Moment in dieser Phase befindet und einen ganz offensihtlichen Todeswunsch in sich trägt.

Entsprechend mag Gott das bedauern ist aber letztendlich selbst gewählt.

Für die Christen wird er dadurch eher stärker, wenn er zeigt das auch das allmächtige Rom fallen kann, wenn es sich von Gott, Sitte und Moral abwendet. 

Antwort
von chrisbyrd, 37

Gott hätte auch Roboter erschaffen können, die automatisch an ihn glauben, ihm vertrauen, ihm danken und ihn loben, preisen und ehren. Doch er wollte Geschöpfe, die sich mit einem freien Willen für oder gegen ihn entscheiden.

Nicht Gott hat versagt, sondern die Menschen haben versagt. Obwohl sie ein Gewissen hatten und zwischen Gut und Böse unterscheiden konnten, haben sie immer häufiger das Böse gewählt. Sie wollten von Gott nichts mehr wissen und entwickelten ein immer schlechteres und boshafteres Verhalten.

Gott hat in dieser Situation "die Notbremse" gezogen und mit dem gottesfürchtigen Noah und seiner Familie einen Neuanfang gestartet.

Als Ergänzung dazu der Bibelkommentar des bekannten Bibelauslegers Dr. John F. Walvoord zu 1. Mose 6,5-8:

"Die Bosheit des Menschen war groß und alles Sinnen (besser alle »Vorhaben«, yEQer) seines Herzens war nur böse den ganzen Tag (vgl. 1Mo 8,21: »das Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf«). Gott hatte den Menschen aufgrund seines »Vorhabens« (yAQar, 1Mo 2,7) geschaffen, aber der Mensch hatte sich der ihm verliehenen Fähigkeit zu planen bemächtigt und nur das Böse hervorgebracht. Es gibt in der Bibel kaum eine deutlichere Aussage über die Sünde der Menschheit.

Dieser Abschnitt vermittelt das Verständnis der Aussage Jesu, daß vor der Sintflut die Menschen aßen und tranken, freiten und sich freien ließen (Mt 24,38). Dies ist scheinbar eine harmlose Feststellung, solange man nicht den geschichtlichen Hintergrund beachtet. Schon vor der Sintflut hatte Gott festgestellt, daß der Mensch »verderbt« und »voller Frevel« (1Mo 6,11.13) war.

Die Wortspiele in den Versen 5-8 sind auffallend. Gott »reute« es, daß er den Menschen gemacht hatte, weil die Sünde der Menschheit ihn mit Schmerzen erfüllte. Die Worte »reuen«, »Schmerzen« und »machen« gehen auf Kapitel 3,5 zurück. Lamech sehnte sich nach Trost (nAHam) für die schmerzliche Arbeit unter dem Fluch (1Mo 5,29). Nun »reute« es Gott (nAHam, wörtl. er wurde bekümmert), daß er den Menschen gemacht hatte, weil die Sünde des Menschen ihm Schmerzen bereitete (1Mo 6,6). Dies ist der Grund, warum der Schmerz in die Welt kam. Gott war durch die Sünde bekümmert.

Gott beschloß die Vernichtung der gesamten Menschheit. Dass Gott etwas »reute« (wörtl. »schmerzt«, »bekümmert«) meint nicht, dass Gott sich anders besonnen hätte, da er unwandelbar ist (Mal 3,6). Stattdessen bedeutet es, dass Gott traurig war.

Obwohl das Gericht rasch hereinbrechen sollte, weil Gottes Geist den Menschen nicht auf immer beschützen würde (dUn; »beschützen« ist besser als »im Menschen walten«, 1Mo 6,3), wurde dennoch das Gericht um 120 Jahre aufgeschoben (V. 3). Während dieser Zeit war Noah ein »Prediger der Gerechtigkeit« (2Pet 2,5).

Noah empfing die Gnade Gottes und wurde deshalb im Gegensatz zu denen, die nach Unsterblichkeit gestrebt hatten, vom Gericht verschont. In der Zeit Moses sollte Israel erkennen, dass es von Gott auserwählt war und in Gerechtigkeit wandeln sollte. Beim Einzug ins verheißene Land stießen die Israeliten auf die Nefilim (die Anakiter, 4Mo 13,33) und auf die Emiter (5Mo 2,11; 3,13; Jos 12,4). Aber Israel sollte sich nicht vor ihnen fürchten, als ob sie Halbgötter wären.

Gott wollte die verdorbene Welt wegen ihres Götzendienstes und Ehebruches richten. Ebenso werden in den letzten Tag die Bösen plötzlich durch das Gericht hinweggetan werden, wenn Gott sein theokratisches Königreich des Segens aufrichten wird."

Antwort
von nachdenklich30, 9

Gott ist Gott ist Gott.

Wann immer Menschen meinen, ihn/sie/es in irgendeiner Weise durch Eigenschaften festlegen zu können, kommt nur Murks heraus.

Also sollte man es einfach lassen. Es bringt nichts.

Also: Zuscheibungen wie "allmächtig": Ja, da ist irgendwie etwas dran, wenn man so etwas wie die Welt erschaffen kann. Aber andererseits lässt er/sie/es sich lieber ohnmächtig ans Kreuz schlagen... Vielleicht auch nur deshalb, um klarzumachen, wie bescheuert unsere Versuche sind, ihm/ihr/ihm irgendwelche Eigenschaften (oder auch nur ein Geschlecht, daher dieses merkwürdige er/sie/es-Geschreibsel) anzudichten.

Oder auch die Vermutung, Gott dürfe keine Fehler machen... Das ist doch, sorry, Schwachsinn.

Wenn man sich darauf einlässt, dass Gott keine Fehler macht, dann müsste Gott A einen Gott B erschaffen. Wie aber soll man sich Gott als "geschaffen" vorstellen? Oder zwei Götter nebeneinander, von denen der eine den anderen geschaffen hat?

Oder er erschafft keinen Gott, sondern so was wie Menschen. Die sind dann notwendig nicht perfekt, denn sie sind ja nicht Gott.

Aber was ist eigentlich perfekt? Kann etwas, was Fehler und Scheitern nicht kennt, "perfekt" sein?

Mit anderen Worten: Alle diese Zuscheibungen sind, wie ich schon schrieb, sinnlos und irreführend.

Ich weigere mich, darüber nachzudenken.

Gott ist Gott, und gut ist.

Ansonsten halte ich mich als Christ an das, was ich in der Bibel finde. In einer Bibel, so wie sie ist. (Und nicht so, wie mancher sie nach demselben Muster wie oben gerne hätte: Fehlerfrei, widerspruchsfrei, was weiß ich...)

Und mein Gefühl ist, Gott wollte damit sagen: Versucht alles, aber um Gottes Willen niemals, perfekt zu sein. Steht zu Euren Ecken, steht zu Euren Kanten und macht nach Euren Möglichkeiten das Beste daraus.

Und traut Menschen nicht, die den Glauben für wichtiger halten als die Liebe.

Traut Menschen nicht, die mit Glauben und Religion andere unterdrücken.

Seid solidarisch miteinander, mit Euch und mit Euren Fehlern.

Antwort
von NichtZwei, 21

Gott ist die Quelle aus der alles entsteht, das Meer der Moeglichkeiten und nicht der Gott von dem die Bibel spricht. Dieser Gott in der Bibel spricht ueber Wesen, die uns als Gott erschienen, die unsere Koerper erschuffen, mit dem Ergebnis nicht zufrieden waren und ihr erschaffenes Produkt einfach wieder vernichteten, genauso wie du es machst, du erschaffst etwas, dann gefaellt es dir nicht und dann zerstoerst du es wieder. Diese Wesen kontrollieren uns noch heute und leben von unserer Energie. Wenn du den Hintergrund kennst, macht es auf einmal Sinn, nicht das es Sinn machen muss, die Geschichten verlieren dann aber die Macht ueber uns und wir sind frei. Alles Gute!

Antwort
von Chaoist, 60

Wenn uns Gott nach seinem Bilde geschaffen hat, dann ist auch er nicht perfekt.

Vielleicht hatten die alten Griechen doch recht. Dann sind wir quasi Geschöpfe des Satans und er hat uns absichtlich unperfekt gemacht, aber mit der Fähigkeit zu lernen.

Oder aber der Mensch schuf Gott nach seinem (Vor-)Bilde. Dann hat dieser Gott aber sicher nicht die Welt erschaffen. Also nicht wirklich.

Wie auch immer. Ein Gott mit Fehlern ist sympathischer als ein perfekter. Das ist bei Menschen genau so.

Kommentar von danhof ,

Sehe ich anders. Wenn mein Gott Fehler hätte, würde mir das eher Angst machen.

Kommentar von waldfrosch64 ,

welchen Fehler kannst du Gott  konkret denn zu ordnen ? 

Kommentar von Chaoist ,

Immer den Bezug zur ursprünglichen Frage halten, dann wird einiges Klar :)

Wenn uns Gott nach seinem Bilde geschaffen hat, dann ist auch er nicht perfekt. Oder willst du behaupten dass der Mensch perfekt sei?

Antwort
von Omnivore08, 36

Mich hat KEINER erschaffen! Schon gar nicht so eine mystische Märchenfigur! Ich bin das Produkt aus einer schönen Sommernacht zwischen meinen Eltern!

Kommentar von tuefftlerX ,

Und wo kommen diene Eltern her und deren Eltern und deren und und und?   Schon mal drüber nachgedacht, was für ein genialer Gott das ist, der nicht nur selbst Leben schafft, sondern das dann sogar seine Geschöpfe tun lässt?  Wirf mal den Blick über den Zaun - die Welt ist größer!

Kommentar von danhof ,

Ich will nicht klugscheißen, ABER

Selbst die schönste Sommernacht kann nicht dafür garantieren, dass die Frucht der Liebe auch wirklich gedeiht.

Oder etwas weniger blumig ausgedrückt: Eine Schwangerschaft kann man nicht garantieren. Wenn man bedenkt, was alles funktionieren muss, damit das Kind 9 Monate lang gehalten wird, wächst und gedeiht, ist es schon ein Wunder, dass es überhaupt funktioniert. Dafür bin ich so dankbar.

Kommentar von Omnivore08 ,

Und wo kommen diene Eltern her und deren Eltern und deren und und und?

Von dessen Eltern und dessen Eltern! Schon mal was von Evolutionsbiologie gehört?

was für ein genialer Gott das ist, der nicht nur selbst Leben schafft

Wie gesagt....ich glaube schon seit Kindestagen nicht mehr an Märchen! Im Falle Gott war das sogar NIE eine Option!

sondern das dann sogar seine Geschöpfe tun lässt?

Wir sind KEINE "Geschöpfe", sondern Lebewesen, die sich evolutionsbiologisch prima erklären lassen!

Wirf mal den Blick über den Zaun - die Welt ist größer!

Schon längst getan!

Antwort
von voayager, 26

Es gibt keinen Gott!

Kommentar von danhof ,

Es gibt einen Gott!

Antwort
von FragenderA113, 47

Wir Menschen haben Gott und alle anderen Götter nach unserem Ebenbild erschaffen. 

Antwort
von 1988Ritter, 47

Gott erschuf den Menschen nach seinem Abbild.

Dies bedeutet nicht, dass die Menschen gottgleich geschaffen sind.

Antwort
von Micromanson, 73

Da ich nicht an Götter, Kobolde oder Feen glaube, kann ich mit der Frage nichts anfangen.

Kommentar von danhof ,

Insofern eine sehr hilfreiche Antwort.

Übrigens: Von Kobolden und Feen war nicht die Rede, nur von Gott ;-)

Kommentar von Micromanson ,

Achso, dann ist es ja was ganz anderes. Dann denke dir einfach diese Wörter in meiner Antwort weg! :-)

Antwort
von waldfrosch64, 28

Da ist ein Denkfehler in deiner  Ausführung .Nicht Gott ist hier der Sünder ...sondern der Mensch missachtet Gottes Gebote .Und tut böse.

Die Freiheit hat der Mensch weil er eben nach Gottes Ebenbild geschaffen ist .Nicht der Gestalt nach  oder seines Charakters ,sondern dem Wesen nach : Geist ,Vernunft ewig ,Frei etc..

Gott sündigt nicht und erschafft weder etwas böses .

  • Dazu hat er den menschen nicht ausgerottet sondern Gott begann mit Noah von ganz vorne.
  • Auch muss hier  bedacht werden das du hier in der Bibel Urgeschichte zitierst ,dieser Abschnitt der Bibel hat keinen Anspruch ein Naturwissenschaftlicher Entstehungsrapport der Erde oder der Menschheit zu sein .
  • Es geht hier alleine um die Beziehung Von Gott und Mensch die aufgezeigt werden soll .
Antwort
von tuefftlerX, 29

Gott macht keine Fehler. Der Mensch macht Fehler und der Mensch lernt einfach nichts dazu. Der erste Fehler des Menschen war, zu meinen, ohne Gott wäre es besser zu leben. Gott hat das akzeptiert, seitdem ist diese Welt Gott los - und was dabei herausgekommen ist, sehen wir Tag für Tag.

Würde die Evolutionstheorie stimmen, müsste es eigentlich seit Jahrtausenden besser werden - da sehe ich eher das Gegenteil - nur mal so als Randbemerkung.

Dummerweise, oder besser gesagt, zu unserem Glück, liebt Gott seine Geschöpfe - also uns Menschen immer noch! Darum hatte er von Anfang an einen Plan, der sich fast vollständig erfüllt hat: In Jesus schuf Gott einen Ausweg aus dem Dilemma unseres Menschseins und am Ende wird es ein noch besseres Ende geben für die, die glauben, dass Gott es gut und ehrlich mit ihnen meint, die ihm vertrauen. Das wird schöner und besser sein, als im Paradies.

Die Bibel beschreibt das alles - und bis heute kann man entdecken, sie sie sich erfüllt. Falls Dich die biblischen Zusammenhänge und Gottes Plan interessieren, sieh Dir das mal an:  http://gwzh.lebensbrot.de

Antwort
von Raubkatze45, 29

Geschaffene Wesen wie der Mensch können Fehler machen, Gott
dagegen ist vollkommen in allen seinen Eigenschaften wie Weisheit, Allmacht,
Güte usw.  Gott hat die Menschen aus reiner Güte erschaffen, um auch sie teilhaben zu lassen am vollkommenen Glück seiner Herrlichkeit. Es gibt in Gott kein Versagen, deshalb ist deine letzte Frage für Christen sinnlos.
.Ein Geschöpf dagegen kann wegen seiner Begrenzung niemals
vollkommen sein.

Dennoch ist der Mensch ein Abbild Gottes.Gemeint ist damit seine Freiheit, Geistigkeit, Unsterblichkeit und seine Fähigkeit zu lieben. Der Mensch ist zur Freiheit berufen. Ohne Freiheit gibt es keine Verantwortung. Ohne Freiheit gibt es nichts Böses, aber auch nichts Gutes. Freiheit kann maßlos missbraucht werden. Das ganze menschliche Leben, das einzelne wie das
kollektive, gleicht einem dramatischen Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis.
 Der Mensch kann Gottes Bild in sich sehr entstellen.
Dennoch gilt: Er ist nach Gottes Bild geschaffen und als solches besitzt der Mensch die Fähigkeit zu lieben.
Gottes Wesen ist Liebe. Und jeder Mensch hat diese Liebe Gottes in sich.

Endgültig offenbar wird unsere Ebenbildlichkeit Gottes in der Neuschöpfung der Auferstehung.
 Das glauben und hoffen wir als getaufte Christen.

Antwort
von FLUPSCHI, 93

Es gibt ihn nicht wir entscheiden selber über unser Leben niemand anderes :)

Antwort
von TanjaStauch, 4

Gott macht keine Fehler.

Und falls doch, korrigiert er sie.

In der Bibel (Genesis, 1. Buch Mose) steht deutlich, dass er erst die Tiere und dann die Menschen als Mann und Frau erschaffen hat.

Danach hat er erst den Mann erschaffen.

Dann die Tiere und erst am Ende die Frau.

Okay... seine erste Schöpfung ging wohl schief. Aber er hat sich nicht darauf ausgeruht, sondern alles eingestampft und einen zweiten Versuch gewagt.

Der hat dann auch funktioniert.

Dass die Teile, die er erschaffen hat, die Welt offensichtlich zugrunde richten und wohl allgemein ziemlich daneben sind, darfst du Gott nicht vorwerfen.

Es ist ja erst sein zweiter Versuch.

Die NSA hat immerhin schon einige seiner Pläne für den dritten Versuch ermitteln können:

Gott plant Menschen mit voll viel Hirn. Typen, die nicht so blöd sind, ihre eigene Welt kaputt zu machen.

Aber wir haben nichts zu befürchten. Die NSA hat die CIA informiert und deren Profis haben diesen "Gott" schon als "Kommunist" enttarnt und dementsprechend eliminiert.

Deshalb keine Panik: Die Welt wird 2016 noch nicht untergehen.  Das "Christentum" entsprechend auch nicht.

Liebe Grüße,

Tanja

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