Frage von jovetodimama, 92

Macht es überhaupt Sinn, für die "Bekehrung" einer bestimmten person zu beten?

Eine Frage speziell an wiedergeborene Christen: Wenn Gott es dem freien Willen einer jeden einzelnen Person überlässt, ob diese Person an Ihn glauben will - macht es dann überhaupt Sinn, dafür zu beten, dass ein Mensch, z.B. ein katholisch getauftes, aber atheistisch eingestelltes Familienmitglied, zum Glauben kommt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Whitekliffs, 28

Hallo

Gebet ist etwas merkwürdiges. warum eigentlich beten? God weiss doch sowieso schon alles?

Mir gefällt dieses Zitat so gut:

“The whole meaning of prayer is that we may know God.”Oswald Chambers

Also beten ist irgendwie für uns! Gott gibt uns das gebet, sodass wir IHN dadurch erleben können.

http://www.evangeliums.net/zitate/suche.php?autor=506&titel=gebet

Hier noch eine schöne Kurzpredigt.

Kommentar von Netie ,

Wilhelm Busch - Zitat: Damals lernte ich, dass wir unsere inneren und äußeren Lasten im Gebet abladen dürfen; dass wir die Freude und die Vitalität unseres Herzens ausströmen lassen dürfen in Anbetung und Dank. Ich erkannte: Das Recht zum Gebet ist ein wundervolles Geschenk Gottes an uns.

Kommentar von Whitekliffs ,

Danke für den Stern.

Kommentar von Whitekliffs ,

Hallo Jovetodimama

deine Frage hat mich dazu angeregt, mich mal wieder mit dem Thema Gebet zu beschäftigen. Dabei bin ich auf das Buch von Ole Halesby gestossen: 'Vom Beten: Kleien Schule des Gebetes.'

Das lese ich jetzt grad online. Irgendwie müsste man das kaufen, aber ich kann es auch so lesen.

Dahin gekommen bin ich, weil ich bei Google eingegeben hab 'beten für Unbekehrte'.

Schon die allererste Seite dieses Buches finde ich so ermutigend.

Das wollte ich dir nur schnell sagen. Jetzt lese ich weiter :-)

Antwort
von Hamburger02, 40

Die Frage müsste noch allgemeiner gestellt werden, nämlich hat Beten überhaupt eine Wirkung?

In mehreren Untersuchungten dazu wurde festgestellt, dass Beten nur Wirkung auf den Betenden hat im Rahmen der Autosuggestion, dass es aber keinerlei Wirkung außerhalb des Betenden erzeugt.

Kommentar von gromio ,

"Der Glaube ist nicht Besitz aller Menschen"..und:

Hebräerbrief , Kapitel 11, Vers 6

Ohne Glauben+ aber ist es unmöglich, [ihm] wohlzugefallen,+ denn wer sich Gott naht, muß glauben, daß er ist+ und daß er denen, die ihn ernstlich suchen,+ ein Belohner*+ wird.

Das solltest Du kennen als ehemaliger Gläubiger.....

Kommentar von Hamburger02 ,

"...denn wer sich Gott naht, muß glauben, daß er ist.."

Das klingt logisch. Denn wenn man erstmal erkannt hat, dass der biblische Gott eine reine Fantasiegestalt ist, erfunden von frühantiken Schafs- und Ziegenhirten, macht auch eine Näherung keinen Sinn mehr.

Antwort
von JTKirk2000, 36

Ich habe mehrfach erlebt, wie in Folge von Gebeten Dinge geschehen sind, die manchmal kaum vorstellbar waren, aber ich habe nie um etwas gebetet, was entgegen der Entscheidungsfreiheit anderer, aber immer im Sinne des Wohlergehens anderer war. Im Sinne der Nächstenliebe zu beten kann also vor allem dann nicht schaden, wenn man glaubt, dass Gebete etwas bringen, aber man sollte nie um etwas beten, was entgegen der Entscheidungsfreiheit einer anderen Person wäre.

Antwort
von NewKemroy, 48

Das mit dem freien Willen darf bezweifelt werden. So hat bereits Martin Luther in einem Brief an Erasmus von Rotterdam das Thema erschöpfend abgehandelt. Titel der Schrift: Vom unfreien Willen (1525).

Die meines Erachtens beste Passage stelle ich hier als Auszug ein:

So ist der menschliche Wille in die Mitte gestellt (zwischen Gott und Satan) wie ein Zugtier. Wenn Gott sich darauf gesetzt hat, will er und geht, wohin Gott will, wie der Psalm (75, 22f) sagt: "Ich bin wie ein Tier geworden und ich bin immer bei dir". Wenn Satan sich darauf gesetzt hat, will und geht er, wohin Satan will. Und es steht nicht in seiner freien Entscheidung, zu einem von beiden Reitern zu laufen oder ihn sich zu verschaffen zu suchen, sondern die Reiter selbst kämpfen miteinander, ihn zu erlangen und zu besitzen.



Kommentar von gromio ,

@ NewKimroy........es ist Psalm 73:22, nicht Psalm 75:22......

Psalm 73 ist von Asaph, wenn man den Kontext beachtet, erkennt man auch, was genau Asaph damit sagen wollte: In den ersten Versen beklagt er die, die Schlechtes tun und damit scheinbar Erfolg haben, die Verse 21 und 22 beschreiben seine (ASPAH'S) Reaktion darauf, quasi resignativ, aber ab Vers 23 zeigt er dann, dass er sich auf GOTT und dessen "FÜHRUNG" verläßt und dass dies gut für Ihn ist.

Na klar KANN man nach Gottes Rat Handeln, man kann es aber auch nicht tun. Dies zu entscheiden entspringt dem freien Willen.

oder nicht?

cheerio, Augen auf im kosmischen Verkehr.........

Antwort
von joergbauer, 33

Wir können Gott nichts geben, denn alles gehört ihm bereits. Wir tun Gott auch keinen Gefallen wenn wir uns bekehren. Erstens können wir es nicht (Römer 2,4: ''Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?'').Und zweitens soll und wird sich kein Mensch vor Gott rühmen können. Und zwar in Bezug auf seine Errettung und auf die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt in Jesus Christus (Römer 10,3-4: ''Denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen. Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt'').

Die Kernaussage ist dies: ''Bringe du mich zur Umkehr, so werde ich umkehren; denn du, Herr, bist mein Gott''! (Jeremia 31,18) Wir müssen das so verstehen: Ohne daß Gott grundsätzlich bereit ist zur Vergebung, würde auch unser Wunsch danach nichts bringen. Ich kann Gott nicht durch meinen Glauben sozusagen zwingen mir zu vergeben - das funktioniert nicht. Der Glaube rettet nicht, sondern derjenige, der in der Lage ist Erllösung nach seinem Willen zu bewirken. Das ist allein Gott und sein Wille. Die Bibel sagt, daß der Glaube aus der Predigt kommt und das Predigen durch die Worte Jesu. Daran dürfen und müssen wir uns trotzdem halten. Und daß wir füreinander und miteinander beten sollen, sagt die Bibel ebenfalls.

Ich bete seit Jahren für meine ungläubigen Angehörigen und glaube daran, daß dies nicht umsonst ist und früher oder später etwas bewirkt. Gott erhört ein ernstes Gebet sagt die Schrift.  Aber wiederum auch nur durch Gottes Gnade und seinen Willen. Und es ist ja auch hier Gottes grundsätzlicher Wille, daß alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und umkehren (Buße tun). Wir müssen das also zweigeteilt sehen. Zum einen ist es nur Gottes Gnade, sein Wirken und Ziehen, wenn jemand durch eine Predigt etc. zum Glauben kommt und sich bekehrt. Zum anderen sollen wir das Evangelium nach Gelegenheit verkünden, und auch für die Umkehr einzelner Personen beständig beten.

Antwort
von KaeteK, 35

Mit dem freien Wille, dass ist so eine Sache...denn es steht ja geschrieben:

Epheser 2,8
Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;9 nicht aus Werken, auf daß niemand sich rühme

Merkst du was?

...da ist keiner der Gott suche..

Römer 3 10"Da ist kein Gerechter, auch nicht einer;11 da ist keiner, der verständig sei; da ist keiner, der Gott suche.12 Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tue, da ist auch nicht einer."

So lautet das Urteil Gottes über den Menschen...

Ich zitiere:Quelle bibelstudium.de

In Bezug auf das Verhältnis zu Gott zu sagen, der Mensch habe einen
freien Willen, das Gute oder Böse zu wählen, ist Unsinn. Paulus in Römer 7 ist der Kronzeuge: «Ich aber bin ... unter die Sünde verkauft.»  

Entnommen
aus der Zeitschrift „Die letzte Stunde“. – Es ist klar, dass der Mensch
frei entscheiden kann, ob er zur Tür hinausgeht oder nicht. Aber er ist
nicht in der Lage, Gottes Anforderungen zu erfüllen, da er unter der
Macht der Sünde steht. Er wird auch Gottes Aufforderung, Buße zu tun,
nicht nachkommen, wenn Gott nicht sein Herz anrührt. Zitat Ende -

 Nun willst du wissen, ob es sich für einen Menschen lohnt, für seine Bekehrung zu beten. Wenn du glaubst, dass dieser nicht bekehrt ist, dann ist das sogar deine "Pflicht", denn Gott möchte, dass alle Menschen errettet werden.

lg

Antwort
von telemann2000, 18

Der freie Wille ist gemäß der Heiligen Schrift etwas relatives.

In diesem Zusammenhang fällt mir das Beispiel des Saulus ein. Er verfolgte die Urchristen bis aufs Blut. Überließ Gott es dem freien Willen Saulus, an ihn zu glauben?  Was sagt der Bibelbericht?

"Aber der Herr sprach zu ihm: Geh hin, denn dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug, um meinen Namen vor Heiden und Könige und vor die Kinder Israels zu tragen!" (Apostelgeschichte 9,15)

Da hat also bei der Bekehrung des Saulus der Herr Jesus Christus nachgeholfen.

Paulus hatte das später durch eine Offenbarung des Herrn selbst verstanden. Er schrieb im Galaterbrief:

"Als es aber Gott, der mich vom Mutterleib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohl gefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren ..." (Galater 1,15-16)

Hier kommt der Gedanke sehr gut zum Tragen, das der Vater ein 'wählender Gott' ist. Dennoch lässt Gott dem Menschen seinen freien Willen - allerdings nur in relativer Weise. Paulus hat das sehr schön in Römer Kapitel 9 zum Ausdruck gebracht ...

Trotzdem spricht gemäß der Heiligen Schrift nichts dagegen, für Menschen die noch nicht zu Jesus gefunden haben, zu beten. Im Gegenteil. Was sagte Jesus in der Bergpredigt?

"Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist!" (Matthäus 5,44-45)



 





Antwort
von nowka20, 10

nein, das macht keinen sinn, denn sonst wäre der "freie" wille beeinflußbar

Antwort
von MaryAngel91, 36

Ich finde es macht keinen Sinn. Es macht aber auch keinen Sinn auf sowas zu hoffen. Wer nicht glaubt braucht auch keinen glauben in seinem Leben und dann sollte man dieser Person auch nichts aufzwingen.
Sonst sind wir mit dem Christentum bald auch nicht mehr besser dran als in anderen Religionen wo man zum Glauben gezwungen wird. ;)
(Und bevor jetzt gemeckert wird.. Ich bin selbst Christin, evangelisch UND gläubig! Aber ich renne deswegen weder in die Kirche noch sonstwas, man kann seinen Glauben auch ohne eine Kirche ausleben.)

Kommentar von KaeteK ,

Mit der Bitte zu Gott, um Bekehrung einer Person, zwingt man doch keinem Menschen etwas auf :-( Schließlich kann ein Mensch einen anderen Menschen nicht bekehren..lg

Antwort
von gromio, 25

Nun, zunächst muß man Folgendes ergänzen:

GOTT überläßt dem freien Willen des Einzelnen, OB dieser an GOTT glaubt oder nicht, er möchte aber, dass ALLE Menschen seine Existenz und seine Person er-/anerkennen und sogar lieben.

Damit ist Deine Frage auch schon beantwortet: Natürlich ist es NICHT sinnlos, wenn Du für einen Dritten betest, im Gegenteil:

Bibel, Jakobusbrief, Kapitel 5:16

Bekennt+ also einander offen eure Sünden, und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet.+ Das Flehen eines Gerechten hat, wenn es wirksam ist,* viel Kraft.+

GOTT sieht es mit Wohlwollen, wenn Menschen für andere beten. Allerdings gehen nicht alle diese Gebete in Erfüllung, denn OB GOTT hilft, das hängt natürlich auch vom Verhalten der Person ab, für die Du betest.

cheerio

Kommentar von telemann2000 ,

Der Text aus dem Jakobusbrief bezieht sich eigentlich auf wiedergeborene Christen.

Der Fragesteller wollte aber wissen, ob ein Christ für einen nicht gläubigen Menschen beten sollte....

Kommentar von jovetodimama ,

...und zwar für dessen baldige Bekehrung.

Kommentar von gromio ,

Jakobus 5:16 bezieht sich keineswegs und schon gar nicht ausschließlich auf "wiedergeborene Christen".

Wobei sich hier ja auch die Frage stellt, ob Christen überhaupt wiedergeboten werden. Und welche, wenn. Und wann. Und wo.

Also nochmals: GOTT sieht es mit Wohlwollen, wenn Christen für andere beten, siehe Jakobus 5:16.

cheerio

Antwort
von Griesuh, 37

Im Christentum gibt es keine Wiedergeburt in dem Sinne, dass ich wieder auf der Erde wandle.

Und es brauch keiner für den anderen beten. denn Gott soll ja angeblich immer und überall anwesend sein und alles wissen.

Was nützen dir dann Gebete?

Kommentar von KaeteK ,

Dann rate ich dir, lies mal in der Bibel, was da über "Wiedergeburt" überhaupt steht..

Johannes 3 - wäre doch mal ein Anfang ;.-)

https://www.bibelkommentare.de/?page=qa&answer\_id=590

lg

Kommentar von Griesuh ,

Ich kenne die Bibel und die Texte und das  nicht nur aus einer Bibel.

Dort steht nichts über eine körperliche Wiedergeburt.

Was man liest sollte man auch verstehen und nicht nur ablesen und nachplabbern.

Und noch was:

Nicht Gott hat die Menschen erschaffen, sondern der Mensch hat in seiner uneraschöpflichen Fantasie Gott ( die Götter) erschaffen um sich für die damalige zeit, für ihn unerklärliche Ereignisse erklärbar zu machen.

Denn welche der über 200 Religionen und  Glaubensrichtungen und deren Götter ist denn nun der Richtige?

Kommentar von jovetodimama ,

Frage doch lieber: Welche der über 200 Religionen und Glaubensrichtungen trägt welche Früchte?

Kommentar von Griesuh ,

Genau das ist das Problem. Keine der Religionen trägt positive Früchte.

Kommentar von gromio ,

Wenn Du nicht an Gott glaubst und auch nicht an Sinn und Kraft von Gebeten, nun dann halt Dich doch einfach zurück und beschränke Dich auf Themen, von denen Du etwas verstehst, hmm?

Kommentar von Griesuh ,

gromio, das ist genau dieser abgeleierte Spruch von fromen  Gläubigen, der immer dann kommt wenn euch die Argumente ausgehen.

Was soll das, anders gläubige oder nicht gläubige als unwissend hin zustellen?

Viele, nein fast alle Atheisten kennen die Bibel besser als jene die meinen sie kennen die Bibel.

Gromio, es gilt die Bibeltexte nicht nur hirnlos abzulesen und und gehörtes nachzublabbern, sondern den Sinn oder besser den unsinn auch zu verstehen und darüber nachzudenekn, was wirklich in der Bibel steht.

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