Frage von FrezzerGaming, 25

Macht es menschen was aus zu töten?

Hallo, ich habe mal eine Dokumentation geschaut vom 1. Weltkrieg mit Veteranen die ihre erlebnisse erzählt haben. Ja sie war schon etwas älter. Jetzt zu meiner Frage. In der Doku hat einer erzählt das er einen Menschen töten musste. Also sie standen sich gegenüber und er war schneller und stach ihn aber. Er erzählte das es so schlimm für ihn war jemand anderen zu töten. Das sagten auch die anderen. Entweder haben sie nie einen getötet oder sie fanden es so schlimm. Aber der eine war im Nahkampf also gegenüber. Wenn die Leute im 1. Weltkrieg schon solche gewissensbisse hatten wenn sie einen abgestochen haben. Wie war das denn früher? Zurzeit der Römer? Die standen immer gegenüber und haben den Gegner in die Augen geguckt. Glaubt ihr die hatten da auch quasi psychische Probleme? Ich habe auch nochnie gesehen das einer aus dem 1. oder 2. Weltkrieg gesagt hat es hat spaß gemacht Leute abzustechen.

Antwort
von TomMike001, 13

Den wenigsten macht es wohl Spaß im Krieg zu töten, egal ob zur Römerzeit oder im 2. Weltkrieg. Fast jeder hat wohl seine psychischen Probleme und Ängste damit gehabt. Viele haben es bestimmt auch ausgeblendet, wenn es im Kampf hieß, der andere oder ich. Der Überlebenswille zählt.

Der Unterschied ist natürlich, das im 1. und 2. Weltkrieg die Waffen schon ganz andere waren als zur damaligen Zeit. Hier kamen erstmalig Massenvernichtungswaffen zum Einsatz, angefangen beim MG, über großkalibrige Artillerie bis hin zum Einsatz von Gas.

Kommentar von FrezzerGaming ,

Die Leute meinten ja auch, das sie mehr Angst hatten, weil der Tod ja von überallkam und sie die Gegner nichtmal sahen wenn Leute sterben. Aber was ist denn nun schlimmer? Den Gegner nicht sehen und quasi neben dir fallen die Leute einfach um, oder du siehst den Gegner und siehst auch wenn er auf wen schießt oder in den Nahkampf geht. Was war denn wohl schlimmer?

Kommentar von TomMike001 ,

Es ist wohl schlimmer, wenn Du nicht weißt, woher der "Tod" kommt, also z. B. durch eine Granate, weil Du dich nicht innerlich darauf einstellen kannst. Wenn Du deinem Gegner körperlich gegenüber stehst, kannst Du dich auf die Situation und das kommende Geschehen einstellen.

Antwort
von pritsche05, 3

Ein Krieg ist immer eine extremsituation für den Einzelnen aber ich bin mir sicher, es tritt nach einer gewissen Zeit eine Gewöhnung ein. Also man stumpft ab. Du tötest praktisch automatisch ohne nachzudenken.


Antwort
von Wernerbirkwald, 8

Krieg ist eine perverse Sache,die aus lieben anständigen Menschen,perverse Täter macht. In allen Kriegen und zu jeder Zeit,werden Menschen versaut,sich so zu verhalten.

Wenn sie gefragt werden ,liegen die Taten immer viele Jahre zurück,und die Gefragten können ihr Handeln später nicht erklären, oder verstehen,und haben natürlich Mitleid mit ihren Opfern,und schämen sich ihrer Taten.

Das ist nur zu verhindern,wenn kein Krieg stattfindet.

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