Frage von antinaziadi, 105

Macht eine Beschwerde vor dem Verfassungsgericht Sinn (siehe Beschreibung)?

Hallo ihr lieben,

habe mich schon einige male darüber aufgeregt, dass Firmen oder andere potenzielle Arbeitgeber, nicht auf Bewerbungen antworten. Ich persönlich halte dies für eine absolute Frechheit.

Kann man nicht mit einer Sammelklage oder so, Arbeitgeber dazu verpflichten auf Be werbungen zu antworten bzw. bei ausbleibender Antwort Geldstrafen in empfindlicher höhe vehängen. (Diese Strafen werden an den Bewerber gezahlt, da der Psychologische Aspekt häufig vergessen wird). Ich habe schon öfter von Bekannten gehört, und auch an mir selbst bemerkt, dass eine Konsequente Ablehnung bzw. Ignoranz von Bewerbungen durchaus Psychische Belastungen mit sich bringt.

Freue mich auf euren Senf.

Gruß

antinaziadi

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Antwort
von Bomberos911, 62

Ähm, nein. Auf welcher rechtlichen Grundlage wolltest du denn klagen? Dafür müsste es ja einen verfassungsrechtliche Rechtfertigung geben, damit du Erfolg haben könntest.

Eher noch könntest du dich dafür einsetzen, dass ein entsprechendes Gesetz erlassen wird. Aber auch hier sehe ich die Chancen sehr niedrig.

Dann müsste man ja auch Menschen dazu verpflichten, auf jeden Brief, E-Mail und SMS zu antworten. Kann ja auch psychische Schäden verursachen, wenn jemand im Privatbereich nicht auf Briefe etc. antwortet...

Kommentar von antinaziadi ,

evtl. auf der Grundlage der Ehrverletzung, also über den 1.Paragraphen im Grundgesetz, da die Persönliche Würde durch Ignoranz angegriffen wird. Wäre zumindest eine Idee. Zum 2. ist es leichter zu verkraften wenn jemand privat nicht antwortet, da von einer Bewerbung die Existenz abhängt. Das ist im Privaten Bereich eher seltener der Fall :-D

Kommentar von spmuc ,

Niemand muss dir schreiben. Ich weise an der Stelle noch einmal darauf hin, dass das BVerfG auch die Möglichkeit hat, bei offensichtlich missbräuchlichen Klagen ein Strafgeld zu verhängen (https://dejure.org/gesetze/BVerfGG/34.html)

Kommentar von Bomberos911 ,

Wenn mir meine Frau oder meine Eltern nicht antworten würden, würde es mich psychisch wesentlich härter treffen, als wenn mir eine anonyme Personalabteilung eines Großunternehmens nicht antwortet... Ich verstehe nicht, was ein "Leider haben wir uns blablabla..." gegenüber eines Nichtantwortens an nennenswertem psychischem  Mehrwert bringen sollte. Fühlst du dich besser, wenn da steht, "Vielen Dank... Interessante Bewerbung... andere Bewerber... Passendere Qualifikation..."?

Antwort
von Anna1230, 20

Ich wäre dafür das man Bewerbern erst mal beibringt wie eine anständige Bewerbung auszusehen hat. Ich gehöre leider auch zu den leidgeprüften Dienstnehmern die die Bewerbungen die bei der Firma eingehen erst mal entgegen nimmt, meist per Mail. Wenn die Bewerbung brav richtig mit ein paar Sätzen formuliert wurde, auch bei einer Initiativbewerbung, antworte ich sogar darauf. Wenn aber nur eine Mail kommt mit einem Lebenslauf im Anhang und den Worten: Ich suche Arbeit und sonst nichts, mache ich mir nicht mal die Mühe den Lebenslauf zu öffnen. Oftmals kommt auch nur ein Lebenslauf ohne das auch nur ein Satz in der Mail steht. Was soll man darauf überhaupt antworten? Danke für den Lebenslauf? Wir wissen zwar nicht warum sie uns den gesendet haben, aber schauen sie doch mal vorbei? DAS ist psychisch belastend. Wer eine anständige Bewerbung schreibt wo auch ein paar aussagekräftige Dinge drin stehen so das man sich vom Bewerber ein Bild machen kann, der wird auch sicher in den meisten Fällen zumindest eine Antwort bekommen, und wenn es eine Absage ist. Also bevor man darüber nachdenkt die Arbeitgeber zu zwingen auf solche Pseudo Bewerbungen zu antworten, sollte man erst mal den "Bewerbern" beibringen wie man sich bewirbt.

Antwort
von qugart, 37

In der Verfassung bzw. den Grundrechten ist die Meinungsfreiheit garantiert.

Das Nichtbeantworten ist eine Form der Meinungsfreiheit.

Es gibt also gar nichts, wo das Verfassungsgericht einhaken könnte.

Auch in einem anderen Gesetz wird es auch nie einen Antwortzwang auf Bewerbungen geben. Denn sowas würde dem Missbrauch Tür und Tor öffnen.

Jeder könnte da einen Betrieb mit hunderten oder tausenden Bewerbungen zumüllen, die dann aber aufgrund einer Gesetzeslage einzeln beantwortet werden müssten.

Dein Vorhaben ist schlicht und ergreifend nicht konsequent zu Ende gedacht.

Kommentar von antinaziadi ,

Automatische E-Mail Verteiler mit einem Standard Absageschreiben würden dem entgegenwirken. Mir geht es nur darum dass wenigstens Irgendeine Reaktion erfolgt.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

wer pflegt die Emailadressen ins System?

wer löscht die Adressen derer, die dann in der Firma anfangen können?

kostet ja überhaupt keine Zeit ....

Kommentar von qugart ,

Wieder nicht zu Ende gedacht.

Was ist denn dann mit Bewerbungen, die nicht abgelehnt werden? Die kann man nicht automatisch abarbeiten.

Dir gehts ja im Grunde nur um ein gekränktes Ego. gehts dir besser wenn du eine Standardabsage bekommst? Hast du dadurch leichter einen Job?

Werd erwachsen! Das Leben ist kein Kindergeburtstag. mit deiner Einstellung wirst du nicht recht weit kommen. Aber du bist ja noch jung und es fehlt dir an Erfahrung.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

@qugart:

gibs auf, der ist beratungsresistent ...

seiner Meinung nach reicht ja eine Emailadresse bewerbung@firma.de, die Verwaltung der Adressen ist ein minimaler Mehraufwand ...

Antwort
von Novos, 57

Du kannst die entsprechenden Firmen anmahnen Deine persönlichen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnispopien, ...), ausser dem Anschreiben zurückzusenden. Diese kannst Du sogar einklagen, wenn Du so viel Zeit und Geld hast.

Antwort
von Hannes789, 40

Warum sollte man eine Belastung haben, ein normaler Mensche sollte absagen vertragen können. Du kannst ja vorher eine Erlaubnis hinschicken um zu fragen ob du dich bewerben darfst, wenn nichts zurück kommt heißt das automatisch nein. Also brauchst du dich auch nicht bewerben und hast keine Belastung. 

Kommentar von antinaziadi ,

Absagen wären wenigstens eine Reaktion. Die Tatsache dass gar keine Reaktion kommt ist das was einen belasten kann. 

Kommentar von Hannes789 ,

Ich weiß nicht was daran belastend ist aber dies ist ja immer Meinungs Sache. Ich finde dies sollte man abkönnen wenn man im dem Alter ist wo man Bewerbungen schreibt. Aber wie gesagt es ist ja Meinungs Sache ich bin auch dafür das Mansches geändert wird.

Kommentar von antinaziadi ,

ich glaube ja dass man selbst in der Situation sein muss um das nachvollziehen zu können. wenn das mall über ein paar Monate geht ist das ja kein Problem. Doch wenn es dann in die Jahrzehnte geht, ist es doch eher schwerlich weiter hinnehmbar.

Antwort
von wurzlsepp668, 57

du erachtest es für eine Frechheit, wenn Firmen auf eine Bewerbung nicht antworten?

geil .....

was glaubst du, wieviele Bewerbungen Firmen bekommen, obwohl keine Neueinstellungen anstehen?

ich hatte ein kleines Büro, sogar ich bekam regelmäßig Bewerbungen, obwohl ich kein Personal gesucht habe.

Darf die Firma dann auch die Bewerber verklagen?

und "dummerweise" gibt es in D keine Sammelklagen ....

somit müßte ein Gesetz eingeführt werden ......

Kommentar von antinaziadi ,

wenigstens ein kurzes "Wir haben uns für einen anderen Bewerber entschieden" oder "danke für Ihre Initiativbewerbung doch leider haben wir derzeit keine stellen zu vergeben" wäre nett

Kommentar von wurzlsepp668 ,

dir ist aber schon klar, wieviel Zeit den Betrieb die Absagen kosten?

anscheinend nicht ....

Kommentar von Shnuff ,

Jede Antwort kostet Zeit und vor alle dem Geld! Das ist gerade für kleine Unternehmen nicht tragbar.

Kommentar von antinaziadi ,

wäre mir neu, dass ein automatischer E-Mail Verteiler Kostet. Ok, den einmal einzurichten dauert 10 Minuten, das ist Zeit, aber dann ist da kein Arbeitsaufwand meh 

Kommentar von wurzlsepp668 ,

klar .....

und wer verwaltet die Emailadressen? der Postbote oder was?

es kostet Unmengen Zeit, sämtliche Bewerbungen abzusagen. Punkt.

Deshalb sind viele Firmen dazu übergegangen, es zu unterlassen. Fakt.

und auch du wirst daran nichts ändern können.

Kommentar von qugart ,

Dann befass dich mal damit, dass die teuersten Personalkosten für Arbeitgeber der Stundenlohn für die Angestellten sind.

Du könntest dich aber dann auch gerne als unbezahlter Mitarbeiter bewerben, der dann nichts anderes macht, als auf Bewerbungen zu antworten.

Kommentar von antinaziadi ,

auch wenn sich das jetzt nicht nett liest, aber ich habe von Automatischen E-Mail verteilern gesprochen. Die kosten nichts und sind in 10 Minuten eingerichtet. Dann kommt wenigstens eine Reaktion

Kommentar von wurzlsepp668 ,

nochmal:

wer verwaltet die Emailadressen?

aber ich gebs auf, weißt ja eh alles besser

Kommentar von antinaziadi ,

wenn ich "Alles" besser wissen würde hätte ich nicht gefragt.

Bewerbung@firma.anbieter. würde schon al E-Mail reichen. Das kann eine Büraokraft in Kürzester Zeit machen. Am verteiler Selber müsste man nur einstellen, welcher Text gesendet werden soll. dann antwortet das ding automatisch. sobald man dann doch jemanden suchen sollte. deaktiviert man den Verteiler für den Zeitraum. dadurch entsteht zwar ein geringer mehraufwand, jedoch keinerlei weitere kosten

Kommentar von wurzlsepp668 ,

du hast keine Ahnung von der Verwaltung von Adressen usw. ......

aber ich klinke mich aus, hat keinen Sinn .....

Antwort
von kevin1905, 12

Sammelklagen kennt das deutsche Recht nicht.

Ich sehe keine Grundlage für eine Verfassungsbeschwerde.

Heul leiser!

Antwort
von Artus01, 11

Sammelklagen gibt es für Verfassungsklagen nicht, Du müßtest Dich selbst direkt an das Bundesverfassungsgericht wenden.

Ein Verstoß gegen die Grundrechte ist hier nicht mal ansatzweise zu erkennen. Auch im Bezug auf Art. 1 nicht, der ja für fast alles herhalten kann.

Das Verfassungsgericht wird die Klage daher gar nicht erst nicht annehmen.

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