Es ist wieder warm und drückend. Überall wo man hinkommt sind Türen und Fenster geöffnet. Ich selber bin da total empfindlich, bekomme schnell Halskratzen. Beim letzten längeren Sitzen im Durchzug auf einer Feier hatte es mich für 3 Wochen so richtig erwischt. Gestern war ich im Krankenhaus auf der Intensivstation: Durchzug. Bin ich einfach nur empfindlich oder kann Durchzug wirklich krank machen?
So macht Zugluft krank:
Zugluft kann einem auf ganz verschiedene Weise zusetzen: Die Beschwerden reichen von Gelenkschmerzen bis zur Bindehautentzündung.
„Zugluft bewirkt eine lokale Abkühlung des Körpers. Und die betrifft vor allem Personen, die sich wenig bewegen.“ Entscheidend ist ein anhaltender Kältereiz auf eine bestimmte Körperpartie, dem Menschen, die viel in Bewegung sind, weniger ausgesetzt sind.
Auch die richtige Kleidung ist wichtig: „Wer in kühler Umgebung arbeitet und sich zu leicht kleidet, ist gefährdet. Ebenso, wer sich zu warm kleidet: Wenn er sich dann verschwitzt ein Kleidungsstück auszieht, empfindet er die Zugluft sogar als angenehm.
Warum Frauen in der Regel zugempfindlicher sind, erläutert Prof. Dr. Peter Kröling, Klimamediziner an der Uni München: „Ihre Haut ist meist feuchter und kühlt wegen der dadurch entstehenden Verdunstungskälte leicht ab.“
Übrigens: Das Vorurteil, dass vor allem ältere Menschen unter Zugluft leiden, stimmt nicht: „Wir haben herausgefunden, dass jüngere Frauen die Hauptbetroffenen sind – auch, weil sie sich oft nur leicht bekleiden“, so Kröling.
Warum Zugluft krank macht:
Für die krankmachende Wirkung der Zugluft scheinen mehrere Faktoren verantwortlich zu sein.
Zum einen verengen sich durch die Abkühlung die hautnahen Gefäße. Die Haut wird schlechter durchblutet.
Zugluft erhöht aber auch die Spannung der Muskulatur – besonders tückisch: am Nacken.
Schließlich reizt die Kühle Nervenenden in der Haut. Eine Folge davon: Die Nasenschleimhäute werden schlechter durchblutet, die Erkältungsgefahr steigt. Das Risiko, sich einen Zug zu holen steigt, je höher die Luftgeschwindigkeit ist, je stärker die Turbulenzen (Luftwirbel), und je größer die Temperaturdifferenz zwischen Luftzug und Raumluft ist.
(Apotheken Umschau; 06.07.2001 )

Es stimmt schon: Durchzug kann -genau so wie Klimaanlagen- durchaus krank machen, wobei eine Erkältung noch die leichtere Variante sein kann. Ich bin da auch relativ empfindlich, fange mir schnell eine saftige Erkältung ein, wenn ich nicht aufpasse.

Ich würde sagen du bist empfindlich, aber natürlich kann Durchzug Probleme bereiten, von der Verkühlung über Halsschmerzen bis hin zu Nackenstarre ist alles möglich.

Selbstverständlich kann Durchzug krank machen, besonders, wenn man vielleicht ohnehin "windempfindlich" ist.
Ich kenne eine Frau, die reagiert innerhalb von Stunden mit einer schweren Migräne, wenn sie Durchzug ausgesetzt war.

"Zugluft" wird immer subjektiv empfunden, sobald die Luftgeschwindigkeit und Lufttemperatur ein bestimmtes Missverhältnis zu unserer Körpertemperatur und der normalen Raumlufttemperatur erreicht -- dabei kann die Luft sowohl kälter als auch wärmer sein.
Wenn Dein Körper durch Zugluft auskühlt, wird er dadurch noch nicht krank. Allenfalls können sich Muskeln verkrampfen und anschließend hast Du ggf. eine Nackenstarre oder sonstige Muskelschmerzen.
Aber die Auskühlung kann Dein Abwehrsystem schwächen und die Chance für Bakterien und Viren, Dich zu überrumpeln, deutlich steigern.
Daher kann Durchzug indirekt durchaus krank machen. Ich habe mir auf die Art und Weise gerade eine richtig blöde Erkältung eingefangen -- kurz vor dem kalendarischen Sommeranfang. Ganz prima. :-S