Frage von Groasiche, 83

Macht die Aussage "Der Mensch ist nicht Herr seiner selbst" Sinn... Bin mir nicht wirklich sicher ob sich mich überzeugt oder nich ; Was meint ihr?

Antwort
von skyberlin, 42

Das ist ja eine schöne Frage. Der Mensch ist Herr seiner selbst, und schon deshalb macht die Frage Sinn, wenn er Herr seiner Sinne ist, also alle seine Sinne vollständig vorhanden sind , und er sie beherrschen kann (und nicht von anderen abhängig wird).

Dazu kommen natürlich Attribute wie: geistige Unabhängigkeit, Wahrnehmung der Entscheidungsfreiheit, eigenständige Handlungsfähigkeit, das Bewußtsein über die eigene Freiheit, kritische Reflexionsfähigkeit auf Metaniveau und etliche weitere.

Endlosantworten: hier deplaziert. Falls Du speziellere Fragen hast, gerne.

Antwort
von blechkuebel, 36

Äh, also die Aussage muss man erstmal in einen Kontext stellen. Das könnte eine Aussage aus der Debatte um den freien Willen sein, und es könnte ein Zitat zum Determinismus sein. In dem Kontext macht die Aussage vllt Sinn (kommt darauf an, ob man Determinist ist oder nicht). Oder die Aussage könnte in einem religiösen Kontext stehen, also dass es noch einen anderen "Herrn" gibt....

Aber da die Frage mit "Sigmund Freud" getagt hast, schließe ich, dass es um das Unbewusste geht, das wohl so viel steuert? Dazu kann ich nur sagen: Ich glaube, dass es in der Tat viele Dinge gibt, die man unbewusst tut. Aber man ist auch nicht vollständig durch das Unbewusste bestimmt. Die Aussage enthält einen Kern Wahrheit, stimmt aber auch nicht so ganz, denke ich.

Antwort
von realsausi2, 24

Ich halte das für ausgemachten Unfug. Alles, was in mir ist, bin ich. Alles ist Teil von mir. Mein Selbst umfasst alle Instanzen, die vielleicht in mir auf verschiedenen Ebenen an Entscheidungsprozessen beteiligt sind. Da spielt es überhaupt keine Rolle, ob diese Prozesse bewusst oder unbewusst ablaufen. Auch alles Unbewusste ist Teil von mir.

Also kann nur ich Herr meiner selbst sein. Alles andere würde eine mir externe Entität erfordern, die in mein Selbst hineinpfuscht. Da sehe ich keinerlei Ansatz, so etwas zu begründen.


Antwort
von MatthiasWW, 31

Diese Aussage macht irgendwie schon Sinn. Der Mensch wird in seinem Handeln sehr stark durch verschiedenste äußere und innere Einflüsse beeinflusst. Z.B. durch seine Hormone, durch andere Menschen und deren Handeln, gesellschaftliche Normen und Werte,etc. etc.

Antwort
von tinimini, 15



"Der Mensch ist nicht Herr seiner selbst" 


Es kommt auf die Situation an. Im Krieg und in der Not und in Gefahren der Lebensbedrohlichen Art reagiert der Mensch oft automatisch und nach Instinkt, also ist es ihm nicht immer bewust was er da tut, und wundert sich wie er das geschafft hat oder wie er das nur tun konnte. Ein Beispiel... Massenpanik und Menschen tottrampeln.

Antwort
von tinimini, 11

"Der Mensch ist nicht Herr seiner selbst" 

Es kommt auf die Situation an. Im Krieg und in der Not und in Gefahren der Lebensbedrohlichen Art reagiert der Mensch oft automatisch und nach Instinkt, also ist es ihm nicht immer bewust was er da tut, und wundert sich wie er das geschafft hat oder wie er das nur tun konnte.  Massenpanik und Menschen tottrampeln.

Antwort
von itsgreat, 27

Was macht denn deiner Meinung nach daran keinen Sinn? Ich sehe da sehr einen wohl Sinn..

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